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Atomausstieg
Atomausstieg selbst gemacht

"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Stoppt TTIP – das Transatlantische Freihandelsabkommen!

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  Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit geht hinter verschlossenen Türen die Liberalisierung des Welthandels zurzeit in eine neue Runde. Obwohl es seit der Finanzkrise 2008 eigentlich als gesellschaftlicher Mainstream gilt, dass jetzt wieder mehr reguliert werden müsse, passiert real genau das ...

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Eine Gruppe von Freunden, die im Bereich Kunst, Design, Film und Politik tätig ist, hat sich im letzten halben Jahr intensiv mit der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) beschäftigt. Aus diesem Interesse heraus entstand sehr bald die Idee, das BGE ...

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Wer sind wir?

  Die Violetten sehen sich als Vertreter und Sprachrohr einer wachsenden Zahl von spirituellen Menschen an. Von all jenen, die sich der geistigen Dimension unserer Welt bewusst sind und die ihre ganzheitliche und nicht nur rein materialistische Weltanschauung auch in der ...

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Medien

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    Hier weisen wir den Weg zu alternativen Medien, die (im Gegensatz zur Main-Stream-Presse) darüber berichten, was sich bereits alles in der Gesellschaft gewandelt hat und wo gerade welche Menschen (-Gruppen) wie aktiv sind.   "Wir sind gleichzeitig Sterbebegleiter einer alten und Geburtshelfer ...

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Freiheit für die Vielfalt!  – Petition für Saatgut-Freiheit

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Gefahr für Saatgut durch neue Gesetze Auf EU-Ebene wird eine neue Saatgutverordnung verhandelt, von der wieder einmal die Agrarkonzerne profitieren werden. Alte und seltene Sorten sollen dadurch in die Illegalität getrieben werden. Die bunt gesprenkelte Paradeiser, die violetten Erdäpfel, der gschmackige ...

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BGE-Aktion! JETZT unterzeichen und verbreiten!!!

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Es ist soweit: Jetzt können wir hier die Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Grundeinkommen offiziell unterzeichnen (rechts oben auf der EBI-Webseite die Sprache auswählen).   Ziel dieser EBI ist es, bis zum 14. Januar 2014 eine Million Unterschriften zu sammeln. Dann kommt es zu einer ...

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HARTZ-IV-REBELLIN AUS ALTONA

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  Neueste Nachrichten zum Thema Hartz4 und BGE:   Bericht im Hamburger Abendblatt vom 06. April 2013  -  von Axel Tiedemann Jobcenter-Mitarbeiterin verweigert Sanktionen für Arbeitslose   Inge Hannemann weigert sich, Sanktionen gegen Arbeitslose auszusprechen. Sie hält das System für gescheitert und wurde zur Netz-Ikone.   Das Ziel ...

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Europa`s bürgerliche Demokratie badet im Blut

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"Die Demokratie muß gelegentlich in Blut gebadet werden" lautete mal ein Albumtitel der deutschen Rock-Band VERSAUTE STIEFKINDER. Dass dieser Titel leider bittere Realität ist, zeigten uns bereits die Bilder aus Griechenland. Jetzt ist Spanien dran, wie selbst die Mainstreammedien nicht ...

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Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird

Ein aktuelles Beispiel von rechter Ideologie beschreibt der Autor Jürgen Meier heute in JUNGE WELT online mit seinem Beitrag „Intellektueller Faschismus“ (hier). Dabei zeigt er die Verbindung auf, zwischen einem falschen Verständnis von Spiritualität (basierend auf einer neuartigen Thymos-Ideologie – Begriffsherkunft s. hier) in Kombination mit Sozialdarwinismus (Infos hier), was in der Summe zu einer völkischen Vorstellung der Gesellschaft führt (Infos hier und hier). Der Rückgriff auf den Thymosbegriff von Platon läßt diese Ideologie im Glanze der griechischen Philosophie erscheinen, was typisch für die Neue Rechte in der BRD (hier) ist. So versucht sie, die darauf aufbauenden Argumentationsketten intellektueller erscheinen zu lassen, was Einfallstore und ein Mehr an Attraktivität für empfängliche Gemüter im akademischen Betrieb und in politischen und wirtschaftlichen Kreisen bieten soll.

Das kennen wir aus der Geschichte des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts leider nur allzu gut. Die Parallelen zum Aufkommen der Nazi-Ideologie sind nicht zu übersehen. Auch die musste den damaligen Eliten erst irgendwie schmackhaft gemacht werden – übrigens sehr gut dargestellt in dem Film „Hitler – Aufstiegs es Bösen“ (Trailer hier).

Headline des Junge Welt Artikels

Dem Autor gelingt es in besagtem Artikel aufzuzeigen, wie das Denken der heutigen Rechten samt der Partei AfD  funktioniert und auf welchen gedanklichen Grundlagen (Mustern) es steht. So wie damals die  Franzosen (vorm 1. WK) und danach die Juden (vorm 2. WK), nehmen heute der Muslime, völlig undifferenziert zu einem Begriff wie „Islamismus“ zusammengefasst, die Stellvertreterfunktion dessen ein, was es zu bekämpfen gelte. Hauptsache „das Fremde“ als vermeintliche Ursache aller Probleme werde gebannt. Gesellschaftliche Zusammenhänge und die Krise als geschichtlich erreichter und systemimmanenter Zustand des Kapitalismus werden dabei kategorisch ausgeblendet. Solche Kausalitäten sollen auf keinen Fall ins Bewusstsein gelangen.

Kapitalismus erzeugt objektive Gedankenformen, welche die Grundlagen darstellen, um in einem warenförmigen und auf Geld fokussiertem System überhaupt leben zu können. Ideologien sind der notwendige Normalzustand des Denkens. Gerät das System aber anhand seiner eigenen Widersprüche in die Krise und bleiben dabei die tatsächlichen Ursachen unreflektiert oder werden nur in sehr verkürzter Form wahrgenommen (mit Begriffen wie Finanzkrise, Bankenkrise, Kreditklemme usw., bei denen die historische Dimension fehlt oder stark beschnitten ist), dann bietet die Normalität der herrschenden Ideologie keinen ausreichend erscheinenden Ausweg mehr (Bankenregulierung, Einführung von Hartz IV, Negativzins) und die systemimmanenten, unterschwellig vorhandenen Ängste treten an die Oberfläche. Ideologien sind ihrem Wesen nach stets eine intellektuelle Fehlleistung des menschlichen Denkens. Ihr Charakter kann in Krisenzeiten sogar in offene Destruktion, Ausgrenzung und zunächst rhetorische Gewalt umschlagen, die dann letztlich auch physisch auftritt (z.B. brennende Flüchtlingsheime), wenn sie zumindest in den eigenen Reihen oder gar der Öffentlichkeit als ausreichend legitimiert erscheint (man denke historisch auch an sowas wie die Reichskristallnacht, Bücherverbrennungen u.a.).

Das ist – insbesondere heute im Jahr 2017 – aber keineswegs zwingend so, dass Denkmuster einen derart destruktive Ausdruck finden müssen, wie es das Beispiel des Rechtspopulisten Marc Jongen im genannten Artikel zeigt. Man muss keineswegs automatisch zum Islamhasser, Ausländerfeind, Rassisten, Chauvinisten, Sexisten usw. werden. Das sind alles nur ideologische Reflexe auf das, was man selbst nicht versteht, für minderwertig hält oder als Gefahr betrachtet. Das funktioniert wiederum nur durch eine eigene Verdrängung von Realität.

Ignoranz ist gegenwärtig (mal wieder) im bürgerlichen Alltagsbewusstsein zum Normalzustand geworden. Das lässt sich auch daran erkennen, dass politisches Kabarett z.B. in Deutschland seit Jahren Hochkonjunktur hat und sich an all den Widersprüchen, ungelösten Problemen, dem „realen Irrsinn des Alltags“ und  besagter Ignoranz seitens von Politik und Wirtschaft abarbeitet (z.B.  Sendung Extra 3). Das darüber im Publikum überhaupt gelacht werden kann, offenbart, dass  durchaus noch ein – zumindest in Teilen – kritischer Abstand zur Gesellschaft existiert. Nur bleibt der oft unausgesprochen. Nur die geduldeten Hofnarren dürfen das. Genau an diesem Rest an kritischem Kollektivbewusstein können Bürgerbewegungen und eine Partei neuen Typs wie DIE VIOLETTEN im Sinne einer Aufklärung und Emanzipation ansetzen.

Wer einigermaßen ein Gesamtverständnis vom Kapitalismus als Gesellschaftsform hat und diese in den Ablauf der Geschichte einzuordnen vermag, wird auch wissen, dass die Eigenlogik von Geld, Warenkonsum, Arbeitswelt, Marktkonkurrenz, Globalisierung und der Ausbeutungsverhältnisse  selbst genug Ursachen für alle Krisen liefert. Artikel und Buchhinweise dazu finden sich hier auf unserer Internetseite mehr als genug.

Echte Spiritualität ist in diesem Sinne gekennzeichnet von einem ganzheitlichen Verständnis des Universums und unserer Welt. Somit auch von gesellschaftlichen Zusammenhängen, der Philosophiegeschichte, der Entwicklung der Gesellschaftsformen und ihrer dazugehörigen kollektiven Bewusstseinszustände. Der gesellschaftliche Wandel muss daher zunächst einer des  Kollektivbewusstseins sein. Nur durch selbstkritische Einsichten und den Mut zu echten Veränderungen können wir gemeinsam etwas verbessern.

Dabei gilt es vor allem, nicht wieder hinter frühere Erkenntnisse und Einsichten zurückzufallen. Vergangene geistige Fehlleistungen in neuer Art zu reproduzieren ist charakteristisch für sämtliche Rechts- und manchmal auch Linkspopulisten. Auch dazu finden sich hier auf den Seiten Artikel mit entsprechenden Kritikpunkten. Der Artikel von Jürgen Meier zeigt uns, dass es immer noch einen Teil der Menschheit gibt, der nicht gelernt hat bzw. beabsichtigt, sich wirklich befreien zu wollen, der nicht bereit ist, emotional und gedanklich loszulassen und sich von den bestehenden Konventionen und Machtgegebenheiten zu lösen. Wirkliche Freiheit kann nur in einer klassenlosen, (möglichst) herrschaftsfreien Gesellschaftsform existieren. Wenn dadurch die Angst verschwindet und ein echtes – auch strukturell-kooperatives – Miteinander gelebt wird, verschwinden auch Gewalt, Ausgrenzung und die dazu gehörige Rhetorik unserer heutigen Zeit, weil die dahinter liegende Denkform keine Grundlage mehr hat.

Link zum Junge Welt Artikel  und als PDF

Holger Roloff, 24. März 2017

 

weitere Artikel zu diesem Themenkomplex:

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Gibt es ein Zurück zur D-Mark? (hier) und (als PDF)

Die hohe Kunst der Selbsttäuschung – eine Einschätzung des Buches „Freiheit statt Kapitalismus“ (Sahra Wagenknecht)  (hier) und (als PDF)

Widersprüche und Denkformen in der Krise (hier) und (als PDF)

Bargeld – retten oder abschaffen? (hier) und (als PDF)

Mehr Zucker für die Kanzlerin (Ankündigung hier) und (Artikel als PDF)

Alles nur ein falsches Spiel? Ein Buchvergleich (hier) und (als PDF)

Krise und Bewusstseinswandel -Interview mit Pinchbeck bei SEIN.de (hier)

Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements (Vortrag per Video hier)

Was passiert, wenn jemand auf einem von Ideologie getragener Posten in der Politik mit der Realität konfrontiert wird? Aktuelles Beispiel: Arbeitsministerin Andrea Nahles, deren bekanntermaßen sehr ignorantes Weltbild (besonders hinsichtlich der von ihr vertretenden Arbeitsontologie) gerade einen Schock erleben musste (hier) und (als PDF)

 

 

 

 

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Licht und Schatten zum Thema Asyl

Heute gibt es ein Beispiel dafür, wie kontrovers in der Partei DIE VIOLETTEN Diskurse geführt werden. Das gehört gewissermaßen zur violetten Methodik. Die Wahrheit zu erkennen ist nie leicht. Alle Mitglieder bemühen sich bekanntermaßen, offen dafür zu sein, sehr unterschiedliche Argumente und Sichtweisen zu hören, um sich kreativ zu streiten und so unterbeleuchtete Schattenfelder letztendlich zu erkennen und doch noch mit einem Stück Mehr an Wahrheit auszuleuchten. Erst dann fließen  Erkenntnisse in Konzepte ein. Redaktionelle Textbeiträge geben daher nicht die Sicht der Partei, sondern jeweils nur temporäre Meinungsäußerungen der Autoren im Sinne gedanklicher Anregungen wieder.

Der folgende Text „Licht und Schatten zum Thema Asyl“ (Holger Roloff) ist so verfasst, dass er sich auf einen redaktionellen Beitrag auf der Bundesseite  der Partei DIE VIOLETTEN bezieht. Dieser Ausgangsbeitrag von Autor Jochem Kalmbacher trägt den Titel „Verbesserung der Asylsituation“ und zeigt eine Sichtweise, wie man an das Thema heran gehen kann und welche Schlussfolgerungen bezüglich einer möglichen violetten Politik daraus gezogen werden können (siehe hier)

Da dem Autor Holger Roloff die darin vorgestellte Analyse jedoch deutlich unzureichend und einseitig erschien, versucht er sich im Folgenden an einer erweiterten Sicht bzw. anderen Haltung.

Das Thema ist sicher alles andere als einfach und wirft die generelle Frage auf, ob es im Rahmen der Kategorie bürgerlicher Politik überhaupt eine zufrieden stellende Lösung geben kann? Es liegt die Einsicht nahe, dass Politik schon (seiner Form nach) Bestandteil des Problems ist und stets ein Gefühl von Unzufriedenheit hinterläßt, egal wie sehr man sich bemüht, dem Thema gerecht zu werden.

———————————-

Lieber Jochem,

Du hast es bestimmt gut damit gemeint, mal ein Statement zu aktuellen Thema „Asyl“ abzugeben. Leider ist der Text entweder sehr unglücklich formuliert oder entspringt einer viel zu engen Sichtweise oder einer Haltung, die dem Thema (im violetten Sinne) nicht gerecht zu werden vermag.

Eine Frage der Perspektive in einer 4D Welt

Die in dem Text aufgemachte Perspektive ignoriert völlig die (4.) historische Dimension des gesamten Flüchtlingsthemas. Sie argumentiert allein aus der Sichtweise eines europäischen, gut situierten Wohlstandsbürgers, der sich durch die juristischen Gesetze beschützt wähnt und dessen heile Welt, Ruhe, Ordnung und Wohlbefinden durch die unzureichende Anwendung und Umsetzung der Gesetze gestört wird. Es liest sich, als wenn es hier nur um einen Mangel an preußischer  Korrektheit in deutschen Amtsstuben und in der Politik ginge, was kritisiert werden müsste. Das mag manchen durchaus aus der Seele sprechen, wäre dann aber nichts als eine Anbiederung an die Vertreter des post-faktischen, ignoranten Teils im Bürgertum. Solche Darstellungen erfreuen bestenfalls PEGIDA-Anhänger, CDU/CSU- und AfD-Wähler, aber nicht jemanden, der eine violette Antwort sucht.

Das strahlt dieser Text summa summarum leider aus…auch wenn es vielleicht nicht so gemeint war. Vielleicht kannst Du ja ggf. nochmal selbst ein paar korrigierende Anmerkungen dazu machen…?!

Dabei ist es ganz einfach, die Sachlage richtig zu sehen:

https://youtu.be/jyD0Anyn4hs

So bezieht sich die Darstellung leider ausschließlich positiv auf Kategorien wie „Politik“ und das „bürgerlich-staatliche Gewaltmonopol“ sowie die Existenz von Abgrenzungen der Menschen durch die Form von „Nationalstaat“ und Hoheitsgebieten wie der „EU“, ohne zu reflektieren, wie deren kausale Verstrickungen und Mitschuld an den Fluchtursachen aussieht und wie an deren Süd-Grenzen mit Zäunen und Gewalt gegen Menschen vorgegangen wird, was eine Verletzung der Menschenwürde nach unserer Verfassung darstellt (da steht ja die Würde des Menschen(!) ist unantastbar…nicht des Bürgers(!), der zwingend irgendwelche Papiere haben muß, um überhaupt Mensch zu sein). Von direkten und indirekten Verbindungen und finanzieller Unterstützung der ISIS durch den europäischen Kapitalismus und dessen internationaler Partner ganz zu schweigen. Hinzu kommen die damit induzierten Parolen, die die Lage zusetzlich ideologisch anheizen:

https://youtu.be/vN6GRuB2L4Y

 

Eine Frage der Haltung

Schon mal darüber nachgedacht, dass das ganze Asylrecht vielleicht nur ein moralisches Feigenblatt des Westens darstellen könnte? So gesehen würde das ganze Bild samt Frontex und Bekämpfen von Schleusern nämlich Sinn ergeben. Leider. Das war keine Asylpolitik, sondern eine Abwehrhaltung gegen Flüchtlinge. Es ist Angela Merkels einziges Verdienst ihrer gesamten Amtszeit, das mit ihrer gescholtenen „Wir schaffen das!“-Mentalität wenigstens etwas abgemildert zu haben, wofür sie aus eigenen Reihen aber sofort massiv Kritik einstecken mußte (was übrigens auch nicht heißt, dass ihre Asylpolitik richtig gewesen wäre – dazu unten mehr).

Die Verlogenheit und Heuchelei des Westens ist kaum zu übersehen. Der Diskurs um das Asylrecht ist nichts weiter als eine Maske, die man der Fratze der herrschenden Gesellschaftsform aufsetzt, um deren wahren Charakter nicht ins Gesicht schauen zu müssen. So gewann man 2015/2016 wunderbar Zeit für weitere Waffengeschäfte mit dem arabischen Raum. Immer getreu dem Motto: Geschäft ist Geschäft. Macht ist Macht. Recht bleibt Recht. Siehe hier:

http://www.hh-violette.de/wp-content/uploads/2017/01/Koalition-der-Heuchler.pdf

und hier:

https://www.freitag.de/autoren/michael-schulze-von-glasser/waffenminister-gabriel

Spirituell gesehen wäre meiner Auffassung nach genau das Gegenteil richtig. Es bedarf langfristig eines entschlossenen Bruches mit den gesellschaftlichen Konventionen sowie – bis dahin – wenigstens eines politischen Grundtenors, der es wagt, ungewöhnliche Schritte zu gehen, auch wenn man dann vielleicht nicht wieder gewählt wird. Oder vielleicht doch? Gerade deshalb?

https://youtu.be/VUIFgJHLBTw

Ehrlichkeit bedeutet: man muss sich entscheiden – Wahrheit oder Lüge. Die besagten Konventionen basieren auf Angst und Gewalt. Deshalb brauchen sie diese Lügen, für ihren eigenen Fortbestand. Deshalb fürchten alle Nationalstaaten seit jeher die Wahrheit – manche stärker (z.B. derzeit Türkei), manche etwas weniger… Die Unterschiede sind durchaus im Alltag spürbar aber nicht wesentlich anders.

 

Violettes Handeln und die Abgrenzung zum Pseudo-Bunt der FDP

Dem Aspekt der Verbundenheit aus der „Violetten Präambel“ kommt im Ausgangstext somit zu wenig Aufmerksamkeit zu, was man allein schon sprachlich daran erkennt, dass in dem Text nicht einmal der Begriff „Solidarität“ vorkommt.

Christian Lindner (FDP) ist in diesem Sinne übrigens auch keine gute Referenz, auf die man positiv verweisen kann. Sein Verständnis von „Freiheit“ schließt die oben beschriebene, auf struktureller Gewalt basierende Herrschaftsform vollständig ein. Schließlich ist er Vertreter genau jenes Neoliberalismus, den seine Partei maßgeblich in Deutschland etabliert hat, (man erinnere sich an das berühmte Lambsdorff Papier 1982) – siehe:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/fdp-und-die-krise-des-liberalismus-wer-braucht-noch-die-fdp-kolumne-a-1128780.html

…was im weiteren Verlauf maßgeblich zu der heutigen internationalen Krisensituation geführt hat. Und selbst heute, wo die bürgerliche Presse dieser gescheiterten Politikrichtung längst ein Betten zur letzten Ruhe zugesteht – siehe hier:

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/der-tod-des-neoliberalismus

versucht Herr Linder – uneinsichtig wie eh und je – im Gemisch bunter Farbgebung per Marketing den Leichnam Neoliberalismus via FDP wieder zu beleben. Da darf man sich durch das Violett-nahe Magenta nicht täuschen lassen. Die Bemalung der Maske ist Bestandteil der Farce, die sich dahinter verbirgt.

 

Was wäre die echte Alternative in Sachen Asyl gewesen?

Wenn die bürgerliche Politik wirklich an ehrlicher Solidarität und dem unkomplizierten, schnellen Schutz durch Asyl interessiert gewesen wäre, dann hätte man das, anstatt das Feld Schleusern zu überlassen oder gar auf deren Boote zu schießen, diplomatisch und organisatorisch sehr leicht in geordnete Bahnen und Fluchtwege lenken können, indem die Bundesregierung und die ganze EU offizielle Einreisewege für alle Flüchtlinge angeboten hätte. Dann – und nur dann – hätten Papiere einen halbwegs nachvollziehbaren Sinn ergeben.

Anstatt sich nur unsichere Fluchtrouten samt tödlicher Katastrophen im Mittelmeer anzuschauen, hätte Europa mit Flugzeugen gezielt und sicher Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten abholen können. Dann hätte auch niemand seine Papiere weggeworfen, denn man will ja die Chance haben, sicher an Bord so einer Maschine zu kommen, wozu Dokumente dienen.

Das wäre eine sinnvolle Rettungs-Politik für diese Menschen gewesen – mit lauter positiven Folgen. Ebenso unkompliziert konnte man straffällig gewordene Personen auch wieder leicht mit diesen Flugzeugen zurückfliegen, wenn diese durch ihr Verhalten den Transportservice und das Gastrecht meinen mißbrauchen zu können und so quasi darum bitten zurück zu wollen. Dieser Art von Bitte kann man dann – soweit möglich – entsprechen. Das ist nachvollziehbar oder zumindest diskutierbar. Gilt für ISIS-Anhänger ebenso. Alle heutigen „Abschiebeprobleme“ sind also hausgemacht.

https://youtu.be/zeT_5VvGNlM

 

Spirituelle Bedeutung und EU-Politik

In der ganzen Flüchtlingssituation steckte spirituell gesehene eine riesige, einmalig-historische Chance, nämlich eine große Verbundenheit zu Ländern wie Syrien, Tunesien, Marokko usw. aufzubauen. Das zu erkennen und strukturelle Antworten zu geben, wäre eine kluge, weitsichtige (violette) Sicherheits- und Außenpolitik gewesen!

So verbindet man Völker auf positivem Wege, durch bewußte, bedingungslose Hilfe, wenn sie gebraucht wird. Das merken sich Menschen über viele Generationen und kolportieren solche Erfahrungen, denn die meisten wollen eh in ihre Heimat zurückkehren. Negative Erfahrungen werden natürlich ebenso im kollektiven Gedächtnis gespeichert. Insofern ist der Teil der im Ausgangstext geübten Kritik an der Asylpolitik natürlich auch völlig richtig. Man muss sie jedoch völlig anders denken und argumentativ aufziehen. Ganzheitlich.

Zu letzterem gehört natürlich auch die EU-Außen- und Wirtschafts-Politik, die neoliberal darauf ausgerichtet war, die Wirtschaft vieler heutiger Fluchtländer systematisch auszubeuten, den Menschen die Lebensgrundlagen zu rauben und eine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung zu verwehren.

Dafür stärkte die EU stets die Position der Konzerne des Westens, damit die Geldströme überwiegend immer in unsere Richtung fließen. Die Flüchtlinge folgen diesen Strömen nur.

Das ist das, was mit den Lügen kaschiert werden soll. Schon Ende der 90er Jahre war vereinzelt zu erfahren, dass für jeden Dollar Entwicklungshilfe für Afrika durch den Westen 150 Dollar aus dem Kontinent wieder herausgeholt wurden. Das verschweigt Herr Lindner natürlich. Wie gesagt – ein guter Bezugspunkt würde anders aussehen.

Holger Roloff

Die Violetten, Hamburg, 21.01.2017

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Weitere Artikel-Links zum Thema vom Januar 2017:

Erpressung lohnt sich – deutsche Aufrüstung in der Türkei (PDF hier)

Hochrüsten statt helfen – deutsche Aufrüstung und die Vorgaben durch die NATO-Strategie – die andere Seite der Flüchtlingskrise   (PDF hier)

Ausbau des Überwachungsstaates – Aufrüstung im Inneren (PDF hier)

Pamela Anderson stellt sich der Realität und besucht ein Flüchtlingslager (hier)

 

 

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Vortrag in Hamburg zur Weltkrise

Aus aktuellem Anlass gibt es an dieser Stelle wieder einen Veranstaltungstipp. Der Wirtschaftsautor Tomasz Konicz ist anläßlich der Veröffentlichung seines Buches mit dem Titel „Kapitalkollaps – Die finale Krise der Weltwirtschaft“ am Donnerstag den 10. November 2016 in Hamburg zu Gast. Er wird in seinem Vortrag eine Analyse des gegenwärtigen Entwicklungsstandes der kapitalistischen Weltkrise vornehmen und Zusammenhänge aufzeigen, die sich gemeinhin dem Alltagsbewusstsein entziehen. So besagt eine seiner Thesen, dass alle –  meist einzeln wahrgenommenen Krisen – eine gemeinsame Ursache haben.

Auch die aktuelle US Wahl wird dabei eine Rolle spielen. Der Wert des US-Dollars wird bekanntlich nicht mehr, wie in der Vergangenheit, durch die ökonomische Stärke der USA bestimmt, sondern durch die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten die weltweit größte Militärmaschinerie besitzen. Es ist also durchaus von geopolitischer Bedeutung, wer ab Januar 2017 zukünftig an der Spitze stehen soll und was der oder diejenige dann nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem militärisch vor hat.

Datum: 10. November 2016

Beginn: 20:00 Uhr

Ort: Centro Soziale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, schräg links gegenüber der U-Bahn Feldstraße, dann rechts neben der Kneipe „Feldstern“ (hier)

Organisiert: wird die Veranstaltung vom EXIT-Lesekreis Hamburg (hier)

Seite des Autors: (hier)

Ergänzung 1: Passend – und als Vorbereitung zu diesem Vortrag – melden sich zur US Wahl weitere Stimmen, die man zur Kenntnis nehmen sollte. So z.B. der farbige US-Bürgerrechtler und Journalist Mumia Abu-Jamal, der den scheidenden Präsidenten Obama kritisch aus Sicht der schwarzen Unterschicht in den USA beleuchtet – Beitrag „Not my President“ in der Tageszeitung JUNGE WELT (hier) und (als PDF).

Ergänzung 2: Ebenfalls passend zum Thema schreibt der deutsche Autor Arnold Schölzel über die geopolitische Weltlage sowie die Verbindung von Politik und Militär – Beitrag „Ende von Demokratie“ – auch in JUNGE WELT (hier) und (als PDF).

Nachtrag vom 20.November 2016: Der Autor Gerd Bedszent schreibt über die Ursachen des US-Wahlergebnisses, die aktuelle Lage Ende 2016 und die Aussichten auf Erfolg der Politik des neuen US-Präsidenten Donald J. Trump (hier) und (als PDF).

Nachtrag vom 09.Dezember 2016: Robert Kurz erläuterte bereits 2005 in seinem Buch „Das Weltkapital“ was Kapitalismus als Weltsystem bedeutet, wie Krise, Globalisierung und Wertabspaltung strukturell und historisch zusammenhängen – hier im Gespräch 2006 (Video hier)

Nachtrag vom 18.Dezember 2016: erneut sehr offene und klare Einblicke vermittelt uns Europäern der Journalist und US-Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal – diesmal über  den angehenden Präsidenten Trump in der Tageszeitung JUNGE WELT (hier)

Die Innenseite des Klassenkampfes…zur Sozialpsychologie des Faschismus… eine Analyse aus aktuellem Anlass von Götz Eisenberg: (hier)

Das Establishment übt sich in Leugnung…ein Interview zur Lage in der Eurozone und der Darstellung in den Medien mit Yaris Varoufakis beim FREITAG online (hier)

Warum unsere deutschen Regierungsparteien zu den Leugnern gehören und eine postfaktische, asoziale Innen- und imperialistische Außenpolitik betreiben, begründet auch diese legendäre Bundestagsrede von Gregor Gysi (Video hier)

Diktatur der Alternativlosigkeit – dem Kapitalismus als Gesellschaftsform der warenproduzierenden Moderne wird von der Zivilgesellschaft der Prozeß gemacht – Bericht bei JUNGE WELT (hier) und Webseite (hier)

Vertrauen verzockt zur Lage der Welt Anfang 2017 – ein Kurzbeitrag in der bundesweiten Tageszeitung JUNGE WELT (hier) und (als PDF)

Die Ursache allen Übels – eine Gesellschaft, die auf Geld basiert – Harald Lesch Rede (hier)

Gregor Gysi Rede über die aktuelle historische Lage und die Notwendigkeit einer grundlegenden Änderung der  Politik (hier)

Zukunft, Entwicklung und die Rolle der Medien – Vortrag R.D.Precht (Video hier)

Vom Verfallsdatum des Kapitalismus – Ein Vortrag von Robert Kurz gehalten bereits 2009 (hier)

Deutscher Target-Saldo steigt auf mehr als 800 Milliarden Euro – damit wird sogar das Hoch der Euro-Krise von 2012 überschritten – Bericht in der FAZ (hier)

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Ministerium für Glück und Wohlbefinden

Es entspricht dem Zeitgeist des gesellschaftlichen Wandels, dass dieser nicht von der großen Politik positiv besetzt und gestaltet wird. Ganz im Gegenteil. Während die etablierten bürgerlichen Parteien nur den aktuellen Status Quo der Machtverhältnisse verteidigen und den Menschen immer mehr soziale Zumutungen abverlangen, kommen die Impulse, die sich gut anfühlen und auch inhaltlich in die richtige, (weil) solidarische Richtung gehen, zum Beispiel von Kulturschaffenden, die mit innovativen Ideen in ihren Kunstprojekten gesellschaftlich relevante Anstöße im Sinne der Emanzipation geben.

So können wir im Jahr 2016 ganz herzlich die erste deutsche Glücksministerin GINA SCHÖLER begrüßen! Die entsprechende Institution – das MINISTERIUM FÜR GLÜCK UND WOHLBEFINDEN (hier) – versteht den Begriff „Glück“ nicht im Sinne bürgerlicher Ideologie, als ein dem Zufall anheim fallendes Etwas, dem dann alle Marktteilnehmer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind (bekannt als das „bürgerliche Glücksversprechen“), sondern als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Ressourcen und Möglichkeiten im Sinne einer Energie, die sich ohne emotionale Widerstände quasi von alleine vermehrt, wenn man sie mit anderen teilt.

Das Medienecho fiel entsprechend positiv aus. Kennt man ansonsten bei gesellschaftlich (von oben) anberaumten Veränderungen als Reaktion meist kontroverse Diskussionen, inhaltliche und emotionale Widerstände und Mauern, so wird das Thema LEBENSGLÜCK durchweg als etwas sehr wünschenswertes wahrgenommen und regelrecht aufgesogen. Dabei handelt es sich offensichtlich also um das, wonach sich die Menschen wirklich sehnen – und nicht nach noch mehr stumpfem Konsum, der vor allem ablenken und all die zum Schweigen bringen soll, die ohnehin keine Lobby innerhalb der bestehenden Machtverhältnisse haben.

Was kann das für  für eine zukünftige Gesellschaft bedeuten?

Dieses Ministerium sammelt Ideen von unten, um die Menschen spielerisch wieder miteinander zu verbinden. Das ist bedeutsam! Denn – Kapitalismus – also eine warenförmige Gesellschaft – beruht genau auf dem Gegenteil.

Heutige soziale Kategorien und Konventionen wie Ware, Geld und Eigentum basieren auf einer Exklusionslogik. Sie schließen Menschen von der Teilhabe aus und schaffen so die Grundlage für soziale und strukturelle Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Die sind wiederum Quelle für Unzufriedenheit, Neid, Kriminalität, Gewalt, die „Ellenbogengesellschaft“, in der – nach dem klassisch bürgerlichen Glücksversprechen – jeder dazu angehalten ist, sich in der Pyramide nach oben zu boxen, um sein Stück vom Kuchen abzubekommen. Das alles steht dem wirklichen Glück und seelischen Wohlbefinden konträr entgegen.

Es käme nun darauf an, das von Glücksministerin GINA SCHÖLER anders verstandene Glück in ein strukturelles Glück neuer Art zu transformieren. Dieses strukturell bewusst gestaltete Glück kann auf einer anderen Grundidee, nämlich sozialer Wertschätzung im Sinne der Gleichwertigkeit basieren.

Damit wäre es möglich, allmählich die kapitalistischen, warenförmigen Ausbeutungsverhältnisse („Vernutzung menschlicher Lebensenergie“, Robert Kurz) zu ersetzen durch eine sozial-ökonomisch gleichwertige Handlungsmaxime, die sich z.B. strikt am Bedarf der Menschen ausrichtet. Das würde heute eine gleiche Bezahlung aller in einem Unternehmen aktiver Personen bedeutet. Wie auf der Wandelwoche Hamburg 2016 (hier) in einem Vortrag zu erfahren war („Wirtschaft hacken“, Uwe Lübbermann), wird das auch schon real von ersten Unternehmen in der Praxis so gehandhabt. Sehr erfolgreich übrigens! Das funktioniert entgegen allen Regeln der BWL und zuvor geäußerten Bedenken seitens normaler bürgerlichen Ökonomen bestens!

So war in besagtem Vortrag zu erfahren, dass die so eingebundenen Personen transparent und basisdemokratisch alles mitentscheiden dürfen, was die Firma betrifft. Sie fühlen sich dadurch subjektiv sehr wohl und zugleich stark mit dem Unternehmen verbunden. Jeder verdient genau so viel wie der andere sowie der (formal vorhandene) Chef. Personen mit Kindern erhalten entsprechend mehr. Die insgesamt notwendige Arbeit (= betrieblicher Zeitaufwand) wird gerecht und sinnvoll auf alle Schultern aufgeteilt. Die Effizienz der Verwaltung ist dabei mehr als doppelt so hoch, wie in normalen Unternehmen. Es gibt keinen nervenden Controller, keinen cholerischen Chef, keinen unnötigen Stress und keinen Druck von oben. Jeder trägt das bei, was er kann und erhält auch die passenden Rahmenbedingungen dafür. Die Reibungsverluste sind aufgrund der internen Kommunikationsform (Räteprinzip) geringer, als in hierarchisch geführten Unternehmen. Die Tätigkeiten fühlen sich nicht mehr im negativen Sinne wie „Arbeit“ an, sondern führen zu hoher Motivation und machen Spaß (hier).

Dieses Formprinzip ist gemeint mit „strukturellem Glück“. Das Leben kann also durchaus in allen Bereichen Sinn haben und Spaß machen zugleich! Auch in der Wirtschaft. Es ist in sich selbst bereits sozial gerecht, anstatt erst im Nachhinein „soziale Gerechtigkeit“ herstellen zu müssen, wie im Kapitalismus sonst üblich. Auch wenn so ein Unternehmen insgesamt noch in den kapitalistischen Marktbetrieb als Ganzes eingebunden ist, so hat es doch das Potential, der Beginn von etwas grundsätzlich Neuem im Wirtschaftsleben zu sein.

Diese neuen Prinzipien gehen übrigens klar in Richtung COMMONS-Logik (mehr) und sind thematisch als „Demokratisierung der Wirtschaft“ und „Commons – jenseits von Markt und Staat“ bereits in der konzeptionellen „WIRTSCHAFTSVISION – Wirtschaft anders Denken“ der Partei DIE VIOLETTEN von 2013 verankert (hier) und (als PDF). Damit ist ein erster praktischer Schritt gemacht und zugleich ein empirischer Beweis erbracht, dass dieses Konzept greift und umsetzbar ist.

Fazit: Jeder möge sich frei fühlen diesem neuen Kulturimpuls zu folgen und im Sinne der Aktivitäten dieses  „Ministeriums“ das Bruttosozialglück zu steigern! Das ist qualitatives Wachstum. Es verbessert die Lebensqualität und ist dabei garantiert ökologisch unbedenklich, die Mitwelt schonend, nachhaltig und klimaneutral!

Man kann auf der Internetseite jede Menge Anregungen finden, selbst mitmachen und eigene Ideen beitragen.

 

Holger Roloff, den 19.Oktober 2016

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MINISTERIUM FÜR GLÜCK UND WOHLBEFINDEN (hier)

kollektiv geführtes COMMONS-Unternehmen „Premium Cola“ (hier)

Gut Leben in Deutschland – eine aktuelle Bestandsaufnahme der Bundesregierung wirkt hingegen sehr auf schön getrimmt – widerspricht sie doch in vielen Punkten den Ergebnissen von kritischen Soziologen,  Sozialverbänden und Bürgerinitiativen (hier)

Aufruf zur OPEN SOURCE ÖKOLOGIE (Video hier)

Grundrisse einer freien Gesellschaft – Artikel in Streifzüge von Stefan Meretz (hier)

Zukunft, Entwicklung und die Rolle der Medien – Vortrag R.D.Precht (Video hier)

 

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