Die Violetten - ein Projekt zur Rettung der politischen Vernunft

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    Auf Humus könnte etwas Neues gedeihen…

    rotten system rotten world Veranstaltungsreihe Hamburg 2012

    Wir möchten hiermit auf eine neue Veranstaltungsreihe in Hamburg hinweisen, die sich der theoretischen Reflexion aktueller Ereignisse, sowie den krisenhaften Entwicklungen unserer Gesellschaft zu Beginn des frühen 21. Jahrhunderts, widmet.

    Organisiert wurde sie nicht von den Violetten, auch wenn die instinktiv und sehr passend gewählte Farbe das vermuten lassen könnte. Dahinter stecken vielmehr unabhängig denkende Menschen aus dem Umfeld der bekannten EXIT-Redaktionsgruppe, die sich auch in Hamburg regelmäßig mit dem Themenkomplex Gesellschafts- und Kapitalismuskritik auseinandersetzen. Es werden international namhafte Wirtschaftspublizisten, Autoren und Theoretiker mit einem wertkritischen Denkansatz zu Wort kommen.

    Eine Wertediskussion, insbesondere hinsichtlich unserer gesellschaftlichen Strukturen und Vergesellschaftungsformen, erscheint uns zweifelsfrei dringend geboten, da unkritische, systemimmanente Vorstellungen das Bild in der Öffentlichkeit immer noch dominieren.

    Sich vom alt her gebrachten zu lösen, fällt vielen Menschen offensichtlich immer noch schwer, während die gesellschaftlichen Strukturen immer mehr erodieren, ganz besonders wenn man auch mal über den Tellerrand von Deutschland hinausschaut. Während das Alte in Echtzeit längst vor unseren Augen verottet, nährt das gleichermaßen die Hoffnung, einen gesunden Humus zu bilden, auf dem Neues entstehen und wachsen könnte. Das wird aber nicht von allein passieren, sondern bedarf der kritischen Selbstreflexion, wozu auch folgendes Zitat passt:

    „Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann.“ (Antonio Gramsci)

    Man muss sich also schon bewusst dafür entscheiden und selbst aktiv einbringen. Bei dieser Veranstaltungsreihe kann jeder einen Anfang machen…!!!

    Veranstaltungen zum Niedergang des Kapitalismus

    Die Veranstaltungen finden statt im CENTRO SOCIALE in Hamburg Sternstr.2 (schräg gegenüber der U-Bahn Feldstrasse/Heiligengeistfeld) jeweils 19:00 Uhr und sind kostenpflichtig, da es sich um professionelle Referenten handelt und man ohne kommerzielle Sponsoren auskommen möchte.

    Es wird von Februar bis Juni jeweils einen Veranstaltungsabend in dieser Reihe geben. Folgendes ist geplant:

     

    06.02. Die aktuelle Krise. Referat und Diskussion mit Tomasz Konicz (polnischer Wirtschaftsautor)

    15.03. Systemische Ursachen der globalen Krise. Referat und Diskussion mit Claus-Peter Ortlieb (Mathematiker und Autor der Wertetheorie)

    18.04. Krise und Geschlecht. Referat und Diskussion mit Roswitha Scholz (feministische Autorin der Wertabspaltungstheorie)

    10.05. Zum Wandel des Rassismus in der Krise. Referat und Diskussion mit Justin Monday (ideologiekritischer und gesellschaftskritischer Autor)

    07.06. Migrationsregime, Illegalisierung und die nackte Arbeitskraft. Referat und Diskussion mit der USP-Antirazzista (ideologiekritische Aktionsgruppe aus Hamburg)

     

    Den offiziellen Veranstaltungsflyer findet man (hier) zum freien Download. Einen offiziellen Veranstaltungsblock mit näheren Informationen findet man (hier).

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      Kongress für Zivilen Ungehorsam…

      Banner Kongress Ziviler Ungehorsam 2012Zum Start ins Jahr 2012 möchten wir auf eine Veranstaltung der besonderen Art hinweisen – sozusagen im Gesamtrahmen der weltweiten OCCUPY Bewegung – hat diese etwas mit unser aller Leben und den bevorstehenden gesellschaftlichen Veränderungen zu tun. Vom 27. bis 29. Januar 2012 findet in Dresden der internationale Kongress ZIVILER UNGEHORSAM! / DISOBEDIENCE! statt.

      Kongress Ziviler Ungehorsam 2012

      Die Selbstorganisation jeglicher basisdemokratischer Protestformen und Beteiligungskultur von unten ist einer der konkreten und praktikablen Ansätze, wie wir bald vielleicht auch weit größere Dinge bewegen können. Protestkultur muss allerdings gerade von jungen Leuten, die es nicht mehr kennen, sowie den Älteren, die es mittlerweile schon wieder verlernt haben, wieder neu erlernt und sozialisiert werden. ANONYMUS und die Zeltlager der OCCUPY Aktivisten zeigen wie es geht, sind aber nur ein Teil. Das Spektrum der Möglichkeiten ist viel breiter und soll stärker ins Bewusstsein gebracht werden. Mehr dazu im Info des Kongresses sowie auf der Webseite (hier).

      Offizielles Kongress-Info (hier).

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        Glauben, Geld und Warenform…

        Am 01.Dezember 2011 veröffentlichte die Redaktion der Zeitschrift SEIN einen Artikel mit dem Titel “Eine Frage des Glaubens: Geld und Schulden”, der eine Anekdote aus dem Gerichtsalltag der USA erzählt, weshalb ich an dieser Stelle explizit auf ihn verweisen möchte. Trotz Anklingen erfreulich kritischer Töne, birgt dieser Artikel jedoch nur unzureichende Darstellungen und bedient letztlich eher kleinbürgerliche Argumentationsmuster und Illusionen. Es erscheint deshalb ergänzend sinnvoll, noch mal näher darauf einzugehen, um zu zeigen, warum Vollständigkeit als Kriterium unerlässlich und wichtig ist (mehr).

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        Die ganze Argumentation im genannten Ausgangsartikel ist zwar formal betrachtet zunächst nachvollziehbar und als Kritik am Kapitalismus auch völlig berechtigt, doch sie ist dennoch gewissermaßen falsch, weil sie leider unvollständig bleibt, ja den Leser sogar in die Irre führt! Sie ist eine typisch verkürzte Form. Es fehlt nämlich so einiges. Die Darstellung bildet die Wirklichkeit nicht annähernd ab, sondern verzerrt sie. Der Autor lässt sie als vorrangig subjektives Problem der bösen, die Welt beherrschenden Banker erscheinen.

        Ist das tatsächlich so?

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          Initiative für mehr Transparenz in Hamburg…

          Initiative Transparenz

          Um der auch in Hamburg üblichen Bürokratie in der öffentlichen Verwaltung eine generelle Lösung gegenüberstellen zu können, bedarf es aus der aktuellen Rechtslage heraus einer entsprechenden Initiative der Bevölkerung. Dem hat sich nun die “Volksinitiative Transparenz schafft Vertrauen” angenommen. Bis heute liegt die Last, wenn jemand Informationen zu behördlichen Vorgängen erhalten möchte, immer noch bei den einzelnen Bürgern und Bürgerinnen per Antragstellung. Sogar Gebühren müssen individuell bezahlt werden, obwohl es sich eigentlich um etwas von allgemeinem, öffentlichem Interessen handelt. Dabei wäre es im Zeitalter moderner EDV durchaus möglich, grundlegend Abhilfe zu schaffen. Dazu bedarf es dann allerdings eines neuen “Transparenzgesetzes”. Um dieses auf den Tisch zu bringen werden ca. 15.000 Unterschriften benötigt, weshalb wir hier gern darauf merksam machen und um aktive Unterstützung bitten! Es liegt in unser aller im Interesse und wird in Zukunft viel vereinfachen (mehr).

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            Das Griechische Paradox…

            Eine Meldung vom heutigen 1. November 2011 verblüfte die gesamten Regierungseliten Europas! Der Griechische Premier Giorgos Papandreo beachsichtigt doch tatsächlich, in der Frage des EURO-Rettungsschirms und der damit gesellschaftlich verbundenen Forderungen nach “Sparmaßnahmen” sein Volk zu befragen (hier und hier).

            Europa zeigt sich “entsetzt”. Die Börsenkurse brachen ein. So viel Demokratie scheint selbst den angeblichen “Demokraten” zu viel zu sein. In den Radionachrichten bei NDR Info wird tagsüber berichtet “Es herrscht dazu betroffenes Schweigen.”, “Man sei irritiert” und überlegt intern, wie man dieses “Griechische Feuer austreten könne”. Sprache ist Ausdruck von Bewusstsein. Diesem Bewusstsein dämmert es natürlich, dass so ein Referendung auch “daneben gehen könne.” Allein all diese Formulierungen sprechen deshalb schon Bände. Wie kann auch jemand nur auf die abstruse Idee kommen, das “gemeine Volk” sei in der Lage, über sich selbst zu befinden?

            Ist das nicht paradox? Gerade die deutsche Regierung lässt ansonsten kaum eine Auslandsreise aus, in der man sich nicht als unnachgiebige “Verfechter der Demokratie” darstellt. Das betrifft allerdings auch nur das jeweilige “Regulationsregime des Kapitals” – und das stets andernorts – versteht sich. Geht es jedoch ernsthaft um dessen Grundlagen und womöglich dem eigenen Kapital an den Kragen, dann dreht sich der Wind schlagartig.

            Kurios mutet diese Situation nur deshalb an, weil quasi jemand aus den eigenen Reihen entweder zu zuversichtlich ob den Ergebnisses ist und schlichtweg die Lage “falsch einschätzt” oder tatsächlich irrtümlicherweise unter “Demokratie” sowas wie “Volksherrschaft” verstehen möchte und so eine fundamental wichtige Entscheidung, mit historischer Bedeutung, nicht erneut ohne seine Bevölkerung treffen möchte. Letzteres ist allerdings eher unwahrscheinlich. Es ist deutlich naheliegender, dass die griechische Regierung, die fast schon kurz vor dem Bürgerkrieg stand und der damit das Wasser gleich im doppelten Sinn bis zum Hals steht, einfach aus Angst handelt. Im Zweifelsfall ist sich jeder selbst der nächste und eine Währung egal, weil zur Not austauschbar. Die Lage ist aussichtslos. Nicht wirklich, aber innerhalb des begrenzten bürgerlichen Denkens, schon.

            Was bedeutet dieses “Griechische Paradox”?  Was verrät es uns?

            Gesellschaftliche Systeme erzeugen derartige Paradoxien, als systemimmanent unauflösbare oder unerwartete, äußere Widersprüche, wenn damit ein “Fetischsystem” sowie damit verbundene Macht- und Herrschaftsverhältnisse gerechtfertigt, sowie sich über alle sozialen Widerstände hinwegsetzend, aufrechterhalten werden sollen. Es handelt sich ihrem Charakter nach also stets um “Ideologische Paradoxien” (vgl. hier).

            Eine Paradoxie verweist immer auf eine höher liegende Wahrheit, eine Wahrheit, die also jenseits dessen liegt, was wir als Menschen in unserem Bewusstseinsabbild meinen, als Axiom setzen zu können, was für uns also (subjektiv) als unveränderlich und richtig gilt. All dem liegt ein äußerst realer, objektiver Widerspruch zugrunde, der sich nun ausdifferenziert und an der Oberfläche der Finanzen und der Währungssysteme selbst manifestiert. Weder eine Volksbefragung noch irgendwelche “Rettungsschirme” können diesen Widerspruch auflösen. Die Lösung existiert zwar, doch sie liegt ausserhalb des Systems, d.h. außerhalb seiner “Inwertsetzung” und “Basiskategorien”. Erst wenn unser Bewusstsein das erkennt,  kommen wir der, mit der Wahrheit im Einklang stehenden Lösung, näher (siehe auch hier).

            Genau darin liegt der Unterschied zwischen “bürgerlicher Politik” und “spiritueller Politik”…!

             

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              "Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

              (Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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