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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Lesenswertes

Neues Wirtschaftskonzept

  "Wirtschaft anders denken" - DIE VIOLETTEN stellen der Öffentlichkeit 2013 ein neues, vom Arbeitskreis Landesverband Hamburg erarbeitetes Wirtschaftskonzept vor. Dieses neue Konzept beinhaltet im Kern den Aufbruch hin zu einer Post-Wachstumswirtschaft. Es ist somit der theoretische und konzeptionelle Teil eines Transformationsprozesses, der ...

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Stoppt TTIP – das Transatlantische Freihandelsabkommen!

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  Kaum bemerkt von der Öffentlichkeit geht hinter verschlossenen Türen die Liberalisierung des Welthandels zurzeit in eine neue Runde. Obwohl es seit der Finanzkrise 2008 eigentlich als gesellschaftlicher Mainstream gilt, dass jetzt wieder mehr reguliert werden müsse, passiert real genau das ...

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  Commons – die Welt gehört uns allen!   Die nicht enden wollende globale Finanzkrise zeigt: Markt und Staat haben versagt. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der gemeinschaftlichen Organisation und Nutzung von Gemeingütern und Ressourcen, starken Zuspruch erfahren. In dem ...

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Spirituelle Revolution in England

Am 23. Oktober 2013 strahlte die britische BBC ein Interview mit Russell Brand zum Thema ‘Anti-kapitalistische Revolution’ aus. Als Anlass dazu diente sein Leitartikel zur spirituellen Revolution in der Politik und Gesellschaft, der in der gleichen Woche in der politischen ...

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BGE interaktiv

Eine Gruppe von Freunden, die im Bereich Kunst, Design, Film und Politik tätig ist, hat sich im letzten halben Jahr intensiv mit der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) beschäftigt. Aus diesem Interesse heraus entstand sehr bald die Idee, das BGE ...

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BGE - Ungeahnte Perspektiven

Die Würde des Menschen ist unantastbar - auf der Webseite des Hamburgischeren WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) wird das Thema ebenfalls ausführlich behandelt und auch befürwortet, so z.B. von Prof. Dr. Thomas Straubhaar: "Ein Grundeinkommen für alle – ganzheitliche Lösung statt partielles Flickwerk": oder eine Gegenüberstellung ...

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Wer sind wir?

  Die Violetten sehen sich als Vertreter und Sprachrohr einer wachsenden Zahl von spirituellen Menschen an. Von all jenen, die sich der geistigen Dimension unserer Welt bewusst sind und die ihre ganzheitliche und nicht nur rein materialistische Weltanschauung auch in der ...

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Medien

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    Hier weisen wir den Weg zu alternativen Medien, die (im Gegensatz zur Main-Stream-Presse) darüber berichten, was sich bereits alles in der Gesellschaft gewandelt hat und wo gerade welche Menschen (-Gruppen) wie aktiv sind.   "Wir sind gleichzeitig Sterbebegleiter einer alten und Geburtshelfer ...

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Freiheit für die Vielfalt!  – Petition für Saatgut-Freiheit

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Gefahr für Saatgut durch neue Gesetze Auf EU-Ebene wird eine neue Saatgutverordnung verhandelt, von der wieder einmal die Agrarkonzerne profitieren werden. Alte und seltene Sorten sollen dadurch in die Illegalität getrieben werden. Die bunt gesprenkelte Paradeiser, die violetten Erdäpfel, der gschmackige ...

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BGE-Aktion! JETZT unterzeichen und verbreiten!!!

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Es ist soweit: Jetzt können wir hier die Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Grundeinkommen offiziell unterzeichnen (rechts oben auf der EBI-Webseite die Sprache auswählen).   Ziel dieser EBI ist es, bis zum 14. Januar 2014 eine Million Unterschriften zu sammeln. Dann kommt es zu einer ...

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HARTZ-IV-REBELLIN AUS ALTONA

HARTZ-IV-REBELLIN AUS ALTONA

  Neueste Nachrichten zum Thema Hartz4 und BGE:   Bericht im Hamburger Abendblatt vom 06. April 2013  -  von Axel Tiedemann Jobcenter-Mitarbeiterin verweigert Sanktionen für Arbeitslose   Inge Hannemann weigert sich, Sanktionen gegen Arbeitslose auszusprechen. Sie hält das System für gescheitert und wurde zur Netz-Ikone.   Das Ziel ...

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Europa`s bürgerliche Demokratie badet im Blut

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"Die Demokratie muß gelegentlich in Blut gebadet werden" lautete mal ein Albumtitel der deutschen Rock-Band VERSAUTE STIEFKINDER. Dass dieser Titel leider bittere Realität ist, zeigten uns bereits die Bilder aus Griechenland. Jetzt ist Spanien dran, wie selbst die Mainstreammedien nicht ...

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Vergangenheit reloaded? Bundestagswahl 2017

Als ich heute durch meinen Stadtteil hier in Hamburg schlenderte, fielen mir die ganzen Wahlplakate zur bevorstehenden Bundestagswahl 2017 schon nicht mehr auf. Dafür ein eher unscheinbarer, kleiner Aufkleber – darauf der Spruch:

„Pegida, Hagida und AfD – 1933 wärt ihr die NSDAP“.

Eine kurze Recherche im Netz ergab, dass sich zahlreiche Soziologen und Politikforscher bereits damit beschäftigt hatten und deutliche Parallelen in der Weltanschauung und den Ideologien bei Pegida und Co. ausmachen konnten (siehe unten). Auch die Sprache ähnelt sich auffällig. Dazu gesellt sich bei der AfD noch ein marktradikaler Neoliberalismus.

Aus spiritueller Sicht handelt es sich bei der Denkweise von Bewegungen wie PEGIDA sowie einer Partei wie der AfD sozusagen um die gleiche Energie und  den gleiche gesellschaftlichen Impuls wie in der Weimarer Republik bis 1933 – ein Denken mit dem Ziel, die Menschen zu trennen, sie gegeneinander auszuspielen und aufzubringen. Beides sind kurzatmige ideologische Reflexe.  Anstatt tiefer gehende Analysen und Reflexionen der Verhältnisse, begnügt man sich mit einfache Erklärungen auf der unmittelbaren Handlungsebene politischer Entscheidungsträger. Einfache Scheinlösungen an der Oberfläche sind populär, weil leicht verdaulich und bequem.

Angst regiert hier alles

Die eigene Angst paart sich dabei mit der politischer Enttäuschung der sozial Abgehängten bzw. der gefährdeten Mittelschichten, die keinen Ausweg aus der Krise des kapitalistischen Gesamtsystems sehen, ohne diesen Zusammenhang als solchen zu erkennen. Wäre das anders, würden nicht nur die bürgerliche Politik, einzelne Politiker oder die etablierten Parteien sowie das Phänomen der Flüchtlinge am Pranger der Populisten stehen, sondern die gesellschaftliche Form Kapitalismus selbst, denn darin verstecken sich die tieferen Ursachen aller Krisen einschließlich der Fluchtgründe von Millionen von Menschen.

Wer jedoch auf derartige Oberflächenrhetorik anspringt neigt sogar dann dazu die AfD zu wählen, selbst wenn die eine Politik verkörpert, die den Interessen dieser Wähler eigentlich konträr gegenübersteht. Das sind klare Parallelen zur Tea-Party Bewegung in den USA, die bekanntlich einen Großkapitalisten wie Donald Trump fanatisch die Treue hält und zum Wahlsieg verholfen hatte. Irrationaler könnte es kaum sein. Was Verbitterung gepaart mit Unwissen so alles anrichtet…

Eigene Geschichte konsequent ausgeblendet

Doch von ernsthafter Kapitalismuskritik ist bei der AfD nichts zu hören. Ursachen werden weitestgehend ausgeblendet, denn sie würden die eigene Mitverantwortung einschließen, zumal man selbst pro-kapitalistisch und marktkonform argumentiert und zahlungskräftige Industrie- und Kapitalvertreter im unsichtbaren Rücken hat, die bereitwillig die AfD-Parteiwerbung finanzieren. Übrigens auch eine deutliche Parallele zum Jahr 1933. Auch die NSDAP fand großzügigen Spender im Kapital (s. hier).

Würde man die eigene Lebensgeschichte und Mitverantwortung thematisieren, würde so manche persönliche Lebenslüge auffliegen. Also wird ausgeblendet, ignoriert, kaschiert, was die eigene Rhetorik so hergibt. Wahrhaftigkeit ist was anderes.

Politkabarettist Volker Pispers brachte es einst auf den Punkt mit der Aussage: „Man nehme das Schlechteste von der FDP und der NPD und vermische es. Heraus kommt die AfD.“

Doch selbst das sind nur zwei Drittel der Wahrheit. Ein Drittel wurde da noch nicht genannt – die CDU.

Viele ehemalige CDU-Mitglieder sind heute Aktivisten und Wortführer der „Alternative für Deutschland“. Allen voran Alexander Gauland, Spitzenkandidat der AfD im Bundeswahlkampf 2017. Er war 40 Jahre Mitglied in der CDU und witterte im Zuge der Flüchtlingsproblematik die Chance, das für seine Art  Politik geschickt nutzen zu können. Mit reichlich nationalistisch orientierten Sprüchen angereichert kam das bei manchen gut an. Die Resonanz bescherte der Partei zweistellige Ergebnisse bei Landtagswahlen und das könnte sich am kommenden Sonntag bundesweit wiederholen.

Wie sehr die AfD tatsächlich mit der CDU verflochten ist wird deutlich, wenn man genauer hinschaut. Der Autor Markus Bernhardt beleuchtete das gerade in der Tageszeitung JUNGE WELT am Beispiel von Sachsen (hier).

Intellektuelles Fiasko

Wie lautet der oft zitierte Spruch der deutschen Kanzlerin? „Deutschland geht es gut.“ Tatsächlich? Geistig wohl kaum. Da sind berechtigte Zweifel anzumelden. Das mutet eher an wie ein intellektuelles Fiasko. Wer sorgt schon selbst dafür, ein Kind wie die AfD zu gebären(?)…wobei es (fast) egal scheint, in welcher Partei diese Geister sind oder zuvor waren. Die Denkformen sind gleich oder ähneln sich zumindest sehr und lassen sich nur allzu leicht revisionistisch verbiegen. Sie werfen jedenfalls kein gutes Licht auf das Kollektivbewusstsein anno 2017 in Deutschland.

Deshalb ist es umso mehr zu begrüßen, wenn Menschen ihrer Angst trotzen und offen zeigen, dass es auch noch den anderen, fortschrittlichen und konsequent humanistischen Teil gibt – und sei es nur dadurch, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, auch wenn das bei weitem nicht ausreicht (weil s. ideologiekritische Beiträge unten). Wir alle sollten zeigen, mehr Verantwortung tragen zu wollen. Sonst benutzen uns gewisse Kreise für ihre Interessen.

Holger Roloff, 21. September 2017

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Vergleich der Wahlprogramme von AfD und NSDAP (hier)

PEGIDA und NSDAP – ein Vergleich (hier)

PEGIDA, AFD, COMPACT – Rückkehr nach 1933? (hier)

„Wie mit Besen und Zauberlehrling“ – Ohne die CDU keine AfD (hier)

Gibt es ein Zurück zur D-Mark? (hier) und (als PDF)

Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements (Vortrag per Video hier)

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird (hier)

 

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Debatte um eine Maschinensteuer

Wie bereits im Artikel „Wohlstand neu erfinden“ (hier) erwähnt, tauchen derzeit, im Zuge der fortschreitenden Automatisierung der Produktion, alte Debatten wieder auf. So findet sich im aktuellen XING Newsletter eine Diskussion um eine Maschinensteuer. Die alte Idee und Diskussion der 1970er Jahre ist somit wieder da (hier).

Historisch betrachtet ist die Debatte über Automatisierung noch älter, wenn man an die so genannten Ludditen denkt – bekannt auch als die Maschinenstürmer des 19. Jahrhunderts. Diese Bewegung war Ausdruck der grundlegenden Widersprüche, auf denen die kapitalistische Produktions- und Lebensweise beruht (Infos hier) und (Video hier) und (Film hier).
 humanoide Roboter

Der deutsche Werttheoretiker und Philosoph Robert Kurz hatte mal darauf verwiesen, dass die Maschinenstürmer durchaus wussten, dass eigentlich nicht die Maschinen Schuld an der sozialen Verelendung waren, sondern die gesell-schaftlichen Produktionsverhält-nisse. Sie sahen aber keinen anderen Ausweg aus dem Dilemma, denn auf demokratischem Wege soziale Rechte und Verbesserungen zu erhalten war damals noch nicht möglich. Die Macht der herrschenden Klasse schien einfach zu groß. Also zerstörten sie die Maschinen, um der Entwicklung überhaupt etwas entgegen zu setzen. Der Aufstand wurde 1814 mit Gewalt niedergeschlagen. Die Ludditen wurden eingesperrt, aufgehangen oder nach Australien – damals die britische Strafkolonie – in die ewige Verbannung geschickt.

Soviel zum Mythos dem Kapitalismus gehe es per se um gesellschaftlichen Fortschritt…

Der Unterschied zu heute besteht vor allem darin, dass das Kapital in den hoch entwickelten Ländern z.B. hier in Mitteleuropa, den USA, Japan und China nicht mehr so rabiat vorgehen kann, ohne sich selbst zu gefährden. Deshalb entstehen hier Debatten um eine derartige Steuer oder ein BGE. Für andere Teile der Welt (z.B. Lateinamerika, Teile von Asien, Afrika, Südamerika) gilt das übrigens nicht. Da heuert man noch heute oft paramilitärische Söldner an, die alles massakrieren, was sich dem „Forstchritts-Glück“ kapitalistischer Prägung verweigert.

Kann es eine Maschinensteuer geben?

Eine Maschinensteuer kann es kategorial gesehen nicht geben, weil:

1. sie sich nicht weltweit durchsetzen läßt. Das wäre aber die Grundbedingung dafür, da man sonst in der globalen Marktkonkurrenz gravierende Wettbewerbsnachteile in Kauf nehmen müßte. Das blendet die aktuelle Debatte natürlich aus.

2. davon abgesehen, würde eine Maschinensteuer / Maschinenabgabe das Grundproblem nicht lösen, weil eine Maschine keinen Mehrwert produzieren kann. Eine Besteuerung würde nur den vorhandenen Mehrwert anders umverteilen und die Kosten erhöhen. Steigen sie zu sehr, lohnt sich im Extremfall sogar die Anschaffung der Maschinen nicht mehr. Das würde Pkt. 1 zusätzlich verschärfen. Deshalb hat sich dieser Ansatz schon in den 1970er Jahren nicht durchgesetzt.

An diesen politischen und ökonomischen Tatsachen hat sich bis heute nichts geändert.

Sollte es bei uns in der Frage wie wollen wir zukünftig überhaupt angesichts der heutigen Problemlage (Klima, Naturzerstörungen, Kriege, Flüchtlinge) leben, der Einführung eines BGE, mehr Demokratie usw. kein Vorankommen geben und die sozialen Verhältnisse sich stattdessen weiter verschlechtern (Präkarisierung), ist es nicht ausgeschlossen, dass sich auch hierzulande wieder luddistische Bewegungen herausbilden, die massenhaft Sabotage verüben können. Die Krawalle in Hamburg kann man durchaus als eine erste Ahnung davon auffassen, dass so etwas möglich ist.

Wirklich ändern würde das nichts. Es bräuchte schon vielmehr eine Transformation des ganzen Wertesystems und damit einhergehend eine Änderung der Grundkategorien der Vergesellschaftung, um eine sozial-ökonomische Form zu schaffen, die technische Entwicklungen strukturell mit sozialem Fortschritt zu verbinden vermag. Die heutigen Regierungen neoliberaler Denkweise bleiben bislang alle Antworten diesbezüglich schuldig. Ihnen gelingt es nicht mal, die richtigen Fragen zu stellen.

Holger Roloff, den 26. Juli 2017

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Weitere Artikel und Quellen zu diesem Themenkomplex:

„Wohlstand neu erfinden“ (hier)

Richard D. Precht über die nahende Zukunft – Zeit umzudenken! …macht er leider auch nicht wirklich, denn Precht bleibt selbst systemisch völlig blind in Bezug auf Wesen und Charakter des Kapitalismus…so lobt er die Globalisierung und verkennt völlig, dass die vom ihm beschriebene Gesellschaft der nahen Zukunft nicht mehr auf Basis des Wertschöpfungsprinzips und durch „Arbeit“ verdientem Geld funktionieren kann. Aber er erkennt zumindest den technologischen Trend und dessen Auswirkungen. sowie den Grund für die aufsteigende Angst und Panik im Bürgertum, die unreflektiert in Aggressionen sowie irrationale, vor allem rechte Ideologien umschlägt. Keine etablierte Partei bietet echte Antworten oder stellt wenigstens zeitgemäße Fragen (Video) und (hier)

„Schwarzbuch Kapitalismus“ (1999), Robert Kurz (hier)

BGE Tournee 2017 – Aktuelles und Lösungsansätze (hier)

G20 Gipfel und Gipfelstürme*Innen (hier)

Des armen (Raub)Ritters neue Ideen (hier)

Jammertal Sozialpartnerschaft – Hintergrund Klassenkampf – eine ideologiekritische Reflexion bei JUNGE WELT online (hier)

Irrationale Visionen der Transhumanisten verdeutlichen, warum Maschinen allein für sich genommen keine Lösung sind und auch keinen gesellschaftlichen und humanistischen Fortschritt bedeuten. Da Kapitalismus stets die nächste Hoffnung auf Profit bedeutet, kann er auch keine sinnvollen politischen Utopien und Vorstellungen jenseits dessen entwickeln. Letztlich landet er immer nur bei neuen Marktvisionen – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

Zukunft der Arbeit – hier die Automatisierbarkeit des eigenen Berufes erfahren (hier)

Vollbeschäftigung für Roboter – bringt die Technisierung die Befreiung des Menschen?  (hier)

KI – Künstliche Intelligenz als neue Verheißung – ein Glücksversprechen für alle? Es bleibt wie immer völlig ausgeblendet, unter welchen gesellschaftlichen Verhältnissen, insbesondere Produktionsverhältnissen, KI entwickelt wird (hier)

Den Widerspruch der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft bringt auch folgendes Zitat auf den Punkt (entdeckt bei JUNGE WELT online):

Zitat des Tages (18.09.2017)

Obwohl wir in der produktivsten Gesellschaft aller Zeiten leben, obwohl wir in einer Gesellschaft leben mit dem größten technischen Aufwand, den wir betreiben können, mit den meisten Automaten und automatisch ablaufenden Produktionsschritten, merken wir irgendwo nichts von dieser Entlastung.

(Der Philosoph Konrad Paul Liessmann am Sonntag im Gespräch mit dem Deutschlandfunk)

 

 

 

 

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Für eine globale Friedenspolitik

Der neue Youtube Kanal VIOLETTE PERSPEKTIVEN dokumentiert eine Veranstaltung der VIOLETTEN Hamburg zusammen mit der Ärzteorganisation IPPNW (Video).

Zu Gast war der Russland-Experte, Friedensforscher und Autor Kai Ehlers. Er beleuchtete in seinem Vortrag die historischen Abläufe und Zusammenhänge der großen Linien der internationalen Außen- und Sicherheitspolitik, die man ihrem Wesen nach als aggressive Rüstungspolitik sowie als militärischen und gleichermaßen wirtschaftlichen Verdrängungsversuch von Konkurrenten am Weltmarkt bezeichnen muss.

Vortrag Kai Ehlers Krieg oderFrieden? 2017 Hamburg

Ehlers ordnet diesen erneuten Rüstungswettlauf in den Gesamtrahmen der Weltkrise des ganzen kapitalistischen Systems ein, was sich mit anderen unabhängigen Analysen der letzten Jahre deckt (vgl. Buch-Titel unten). Der Charakter dieses von den westlichen Staaten getriebenen Versuchs, im Zuge der eigenen, unlösbaren Widersprüche und Problemlage, das Ruder wenigstens noch militärisch in der Hand zu behalten, ist im höchsten Maße gefährlich und unüberlegt. Diese Politik ist zum Scheitern vorverurteilt, denn sie kann kein stabiles Fundament für eine sichere, friedliche Zukunft für die Völker der Erde sein. Es ist vielmehr ein letzter, hilfloser Versuch des Weltkapitals, eigene Stärke zu demonstrieren.

Nach dem Wegfall der stabilisierenden Rolle des Realsozialismus 1990 wurde Russland dabei in die Rolle des neuen Feindbildes gedrängt. Die westliche Außenpolitik unter Schirmherrschaft der USA und die NATO-Strategie werden danach ausgerichtet. In diesem Sinne wird in der westlichen Medienwelt aktiv Propaganda betrieben.

Eine echte Friedenspolitik wäre hingegen aufgerufen allgemeine Prinzipien zu formulieren, die auf eine Verbesserung des Lebens an sich und für alle abzielt. Nur aus einem Impuls, der die Gleichwertigkeit der gesamten Weltgemeinschaft – ausdrücklich unabhängig von ihrer ökonomischen Verwertbarkeit und finanziellen Lage aus akzeptiert und auf globale Solidarität abzielt – wird zu einer Basis führen können, auf der Frieden entstehen kann. Solange jedoch an Kriegen verdient werden darf, steht das so einem Impuls im Wege.

Derzeitige Wirtschaftsverträge manifestieren hingegen Formen von Ungleichheit und Ausbeutung. Die Bezeichnung „Freihandelsvertrag“ täuscht über dessen Wesen und Charakter. Die Masse der Menschen wird für die Produktion von Waren längst nicht mehr benötigt. Das Heer der Überflüssigen steigt kontinuierlich an und weiß kaum noch wohin, getrieben von sich verschlechternden Rahmenbedingungen aus Arbeitslosigkeit, Dumpinglöhnen, Klimaproblemen, Ungerechtigkeit, politischer Verfolgung und Kriegen. Die Zahl der an der Modernisierung gescheiterten Staaten nimmt dadurch zu. Um die Reste an Macht, Einfluss und Ressourcen vor Ort toben Bürgerkriege (Liste aktueller Kriege und Konflikte hier).

Der Kapitalismus war ursprünglich eine Kriegsökonomie, entsprungen aus der technischen „Revolution der Feuerwaffen“ am Ende des Mittelalters beim Übergang zur Neuzeit (hier) und (hier) und (Vortrag hier). Er kehrt heute in seiner Spätphase wieder zu seinen militärischen Ursprüngen zurück.

Mittlerweile sind dadurch offiziell 69 Millionen Menschen auf der Flucht. Anstatt in Menschen investiert die kapitalistisch-neoliberale Welt in neue Waffensysteme und fantasiert von „gewinnbaren Kriegsszenarien“. Das ist leider die ungeschönte Lage Mitte 2017. Eine Lösung als globale Friedenspolitik kann nur eine ganzheitliche sein und kann nur als struktureller Frieden funktionieren.

Holger Roloff. 24. Juli 2017

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aktuelles Positionspapier: Vision einer friedlichen Gesellschaft (2012)

Rolle und Geist der Bundeswehr offenbaren sich bei kritischer Beleuchtung im Zuge ihrer eigenen Geschichte – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

Zweifelhafter Sinn von Bundeswehreinsätzen im Ausland – Politkabarett mit Georg Schramm (hier)

Messen mit zweierlei Maß – Gregor Gysi liest der Kanzlerin Merkel im Bundestag die Leviten und begründet das auch (Video)

Die Gewalt ist strukturell im Kapitalismus verankert, was auch in der Kunst immer wieder thematisiert wird – wie hier im Musik-Clip von EISBRECHER (Video) oder bei Liedermachern wie Reinhard Mey (Video)


Buchcover01

Weitere Analysen, welche die Perspektive von Herrn Ehlers untermauern sind gut dokumentiert:

„Der Kollaps der Modernisierung“ (1991), Robert Kurz (Vortrag hier)

„Weltordnungskrieg“ (2003), Robert Kurz (hier)

„Zusammenbruch der Peripherie“ (2014), Gerd Bredzent (hier)

„Aufstieg und Zerfall des deutschen Europa“ (2015), Tomasz Konicz (hier)

„Das Ende der Megamaschine“ (2016), Fabian Scheidler (hier)

„Kapitalkollaps: Die finale Krise der Weltwirtschaft“ (2016), Tomasz Konicz (hier) und (hier)

„NATO Aufmarsch gegen Russland: oder wie ein neuer kalter Krieg entfacht wird“ (2016), Jürgen Wagner (hier)

„Feindbild Russland: Geschichte einer Dämonisierung“ (2016), Hannes Hofbauer (hier)

„Die Kraft der Überflüssigen: Der Mensch in der globalen Perestroika“ (2016), Kai Ehlers (hier)

„Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ (2017), Michael

Lüders (hier) und (Video Vortrag)

„Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet“ (2017), Michael Lüders (hier) und (siehe auch hier Video) und (Video hier)

„Syrien, IS-Terror und der Westen“ (hier)

Buchcover2

Was die westliche Politik in Libyen bewirkt hat (hier)

Deutschlands Chance – Mit dem Schatten versöhnen – eine Reflexion aus spiritueller Sicht von Barbara v. Meiborn im Magazin Enlighten Next Impulse (hier)

Die psychoanalytische, seelische und gesundheitliche Grundlage eines strukturellen  Friedens offenbart ein Vortrag von Hans-Joachim Maaz (Video), auch wenn man ihm in einigen Aussagen des zweiten Teils ausdrücklich widersprechen kann, weil ihm offensichtlich der Fehler unterläuft, die Pegida-Bewegung und die AfD auf rein psychoanalytische Aspekte reduzieren zu wollen und gleichzeitig deren ideologische Grundlagen ausgeblendet bleiben. Gleiches gilt für durchaus noch existente Nazi-Parteien wie der NPD oder DIE RECHTE, deren Wesen eine falsche Grundidentifikation mit der Irrationalität des Kapitalismus darstellt. Rechtes Denken bedeutet, dass Machtanspruch (Erhaltung der Eigentums-, Ausbeutungs- und Arbeitsverhältnisse, Unterdrückung der Schwächeren) und Ausgrenzungsdrang (Trennung der Menschen, Angst vor dem „Fremden“, vor sozialem Abstieg und Verlust von Privilegien etc.) in Krisenzeiten auf die Spitze getrieben werden sollen, anstatt sie zu überwinden. Dennoch bietet Herr Maaz im ersten Teil des Vortrages einen Hebel, bei dem man bei einer kritischen Analyse der psychischen Seite ansetzen kann, um die inneren Ursprünge dieses fehlerhaften und narzistischen Entfremdungsdenkens in der warenproduzierenden Moderne zu verstehen. Nur was wir verstehen, um es selbstkritisch reflektieren zu können, können wir auch ändern.

Wie die NATO weiterhin Russland auf den Pelz rückt berichtet JUNGE WELT (hier)

Spiritualität bedeutet Zusammenhänge zu erkennen – Max Uphoff zur Lage der Nation (Video)

Über Nord Korea erfährt man leider wenig substanzielles – hier mal ein Gespräch mit einer Übersetzerin koreanischer Literatur und ehemaliger Dolmetscherin aus DDR-Zeiten, was helfen könnte, Korea und besonders den Norden besser zu verstehen (hier)

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BGE Tournee 2017 auch in Hamburg

BGE Tournee 20172017 findet eine bundesweite Veranstaltungsreiche zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen statt – die BGE-Tournee 2017. Wer sich dazu informieren möchte, findet die Termine (hier). Infos und Liste der Referenten findet man hier (hier).

Der Hamburger Termin wurde umgelegt vom Juni (so stand es noch in den Flyern) auf den 15. Juli 2017 und findet statt in Hamburg-Altona von 11:00 – 15:00 Uhr in der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik (s. hier)

Hier kann man sich auf den Stand der aktuellen Diskussion bringen, eigene Fragen stellen und Gleichgesinnte treffen! Auch die Partei DIE VIOLETTEN wird vor Ort sein und Stellung zum Thema BGE beziehen. Wir werden, wenn es gewünscht ist, nicht nur auf die Widersprüche in den gängigen Finanzierungsvorschlägen hinweisen, sondern auch benennen, wie diese aufgelöst und in ein anderes Wertesystem transformiert werden können.

Videomitschnitte aller Veranstaltungen (hier)

offizieller Blog zur BGE Tournee (hier)


andere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

Vier Thesen zum BGE (hier)

Was Frauen wollen Blog (hier)

BGE Tournee bei facebook (hier) und bei Twitter (hier)

Jetzt wird es ernst… (hier)

Recht auf Abstimmung über BGE eingefordert (hier)

Dieser Diskurs wird geführt angesichts einer völlig einseitigen Reichtumsanhäufung und absurden Steuerpolitik (hier)

Ein gesichertes Grundeinkommen wird im Juni 2017 im FOCUS MONEY diskutiert (hier)

Aktuelles rund um das Thema Grundeinkommen (hier)

Bündnis Grundeinkommen als neue Einthemenpartei für die Bundestagswahl 2017 (hier)

Gregor Gysi im Gespräch zum Bedingungslosen Grundeinkommen (hier)  Die beiden Gesprächspartner wälzen die ganzen Widersprüche des kapitalistischen Wertesystems und bleiben weitestgehend blind für kategoriale Systemkritik und andere Finanzierungsansätze jenseits der Umverteilungslogik. Besonders Herr Gysi klebt noch völlig am Mythos der Leistungsgesellschaft, obwohl seit über vier Jahrzehnten Menschen durch Technik ersetzt werden. Das bedeutet, dass tendenziell immer weniger Mehrwert produziert wird, der umverteilt werden kann. Diesen Widerspruch lösen beide nicht auf, da sie kein Bewusstsein dafür haben…getreu dem Motto – Geld sei ja eigentlich genug da – es müsse nur anders umverteilt werden. Das stimmt genau genommen jedoch nicht (vgl. hier) und setzt insbesondere die Ausbeutung des globalen Südens voraus.

Grundeinkommen statt Krankengeld eine Diskussion beim FREITAG (hier)

Wir wollen Keine Almosen – fordert beim FREITAG der Autor Patrick Spät und weist auf die gesamtgesellschaftlichen Bedingungen hin, unter denen die Idee des BGE diskutiert wird (hier) und (als PDF)

Was ein BGE für die kapitalistische Dynamik bedeutet erklärte der Philosoph André Gorz schon 1983 (Video)

Buchcover Was fehlt, wenn alles da ist?Der New Worker und Buchautor Markus Väth reflektiert den Begriff der „Arbeit“ (hier)

BGE-Film (hier)

Was fehlt, wenn alles da ist? In diesem Buch zeigen die Autoren, warum es entscheidend ist die richtigen Fragen zu stellen. Ihr Fazit: Sozial ist, wer Arbeit abschafft! (hier)

Das Groteske an der Debatte ist eigentlich immer wieder, unter welchen Bedingungen und in welchem Werte-system sie geführt wird, was dabei von denen als normal akzeptiert wird, die meinen, noch Gegenargumente aufbrin-gen und bremsen zu müssen. Ein BGE von 1500 EUR im Monat zur Sicherung des Menschenrechtes auf gesellschaft-liche Teilhabe, entspricht etwa dem, was z.B. der Chef von Amazon verdient –  und zwar in einer Sekunde! (hier)

Wie kann ein BGE am besten finanziert werden? Die beste Antwort lautet „wertschöpfungsfrei“: „Rolle, Bedeutung und Finanzierung eines BGE beim Übergang vom Kapitalis-mus zu einer postkapitalistischen Wirtschaftsform“ als (PDF hier) Dabei wird – als langfristiges Konzept – Bezug genommen auf die violette WIRTSCHAFTSVISION als (PDF hier)

BGE aus Sicht und Erfahrungen einer Ärztin (hier)

Erste Erfahrungsberichte mit dem BGE  aus Verlosungsinitiative in Deutschland (hier)

Was ist ein Grundeinkommen? Die Idee (hier)

Die Initiative Freeduce setzt sich für das Ende der Ego-Gesellschaft und für ein soziales und solidarisches Zusammenleben ein, sowie für ein gerechtes Wirtschaften mit weniger Verbrauch (degrowth) – (hier)

Was passiert, wenn Leute ein BGE erhalten? – über erste Umfrageergebnisse berichtet das Magazin ENORM (hier)

 

 

 

 

 

 

 

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