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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Erdüberlastungstag auf Wanderschaft

Heute ist der 1. August 2018 – es ist der aktuelle Erdüberlastungstag. Im Vorjahr war es noch der 2. August  gewesen. Er ist also weiter auf stetiger Wanderschaft – nur leider weiter in die falsche, nicht wünschenswerte Richtung.

Dieser Tag markiert den aktuellen Ressourcenverbrauch unseres Planeten (hier) und damit eine Grenze, die entgegen jeglicher Vernunft überschritten ist, denn es bedeutet, dass die natürlichen Grundlagen schneller verbraucht werden, als es der „grüne Fußabdruck“ es eigentlich erlaubt (Info), wenn wir langfristig nachhaltig leben wollen. Das hat ganz viel mit der heutigen Art zu Wirtschaften zu tun.

Halbes Bewusstsein = halbe Wahrheit

Zwar wird dieses Thema sogar in den Mainstream-Medien inzwischen angesprochen (hier), jedoch ohne es allzu genau zu hinterfragen. Zwar wird auf den „grünen Fußabdruck“ verwiesen und ein Stopp des Raubbaus von Ressourcen angemahnt, doch eine strukturelle Verbindung zwischen der Eigenlogik einer Warengesellschaft und damit dem Kapitalismus als Produktions- und Lebensweise und dem stetig wachsenden Verbrauch an Ressourcen, sowie dem Anstieg von Abgasen, Umweltgiften und Müll, wird tunlichst vermieden.

Es wird stillschweigend unterstellt, dass beides durchaus in Einklang zu bringen wäre – also quasi eine „grüne Marktwirtschaft“ möglich sei, wenn die Politik dies nur wolle. Die Annahme erfolgt, obwohl das Gegenteil nicht nur empirisch längst erfasst, sondern auch theoretisch gut begründet vorliegt (Faktensammlung und Artikel dazu – hier).

Müll im Park "Planten un Bloßen" in Hamburg im Juni 2018

Die kritische Theorie hat nämlich längst erkannt, dass es einen Widerspruch zwischen Stoff und Form gibt (s. hier), der nicht nur die innere Schranke des Kapitals erklären kann und damit auch die strukturelle Wertschöpfungskrise seit den 1970er Jahren, die einfach nur nach hinten verschoben wurde und zur Finanzkrise mutierte, sondern auch auf die äußere Schranke der Ökologie hinweist.

Ginge die Wanderschaft dieses Grenztages ungehindert so weiter, strebt der Kapitalismus – allein was die äußere, absolute Schranke (Verhältnis Mensch-Natur) betrifft, unwiderruflich auf einen höchstwahrscheinlich unlösbaren Konflikt und sein eigenes Ende zu. Bis 2030 bräuchten wir bei dem Tempo schon zwei Planeten (hier). Parallel strebt er durch die Arbeitslogik (Verhältnis Mensch-Mensch) der inneren Schranke der Kapitalverwertung entgegen (s. hier). Welche Schranke zuerst erreicht wird, ist offen. Schon die Annäherung erscheint weltweit äußerlich in verschiedenen Krisenszenarien.

Lösungssansatz

Wie man diesem Dilemma entkommen könnte, ist indes grundsätzlich als Gesellschafts-Skizze bekannt – nämlich durch bewusste, konkrete Mengensteuerung der Wirtschaft, anstatt unbewusst einer abstrakten Wertsteuerung (der inneren Funktionslogik des Geldes und der unsichtbaren Hand des Marktes) zu folgen (Konzept s. hier), was bislang aber von der vorherrschenden Politik nicht zur Kenntnis genommen wird.

 

Holger Roloff, 01. August 2018

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Zum Ort des Fotos: „Planten un Blomen“ (Platt-Deutsch für Planzen und Blumen) ist ein beliebter Park im Zentrum Hamburgs (hier)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Gegen die Wand – Von den gemeinsamen Ursachen der ökologischen und ökonomischen Krise (hier)

Audiovortrag – Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll von Nachhaltigkeit schweigen (hier)

Kapitalismus und Umweltprobleme hängen strukturell direkt zusammen. Deshalb muss unsere Art zu Leben endlich verhandelbar sein – Bericht im Spiegel (hier)

Deutschland verweigert sich echten Klimazielen und boykottierte bekanntlich 2017 sinnvolle Maßnahmen der sehr engagierten Umweltministerin Barbara Hendricks – das Politische-Kabarett spottete zu Recht (Video)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform (hier)

Der kapitalistische Irrsinn sowie die Überlastung der Mitwelt zeigen sich auch in der Massentierhaltung. Der Mensch ist entfremdet von der Natur und blendet aus Bequemlichkeit das damit verbundene Leid aus. Hier ein Vorfilm zur neuen Dokumentation „Dominion“, der unser aller Bewusstsein anspricht und aktivieren kann (Video)

Was bedeutet ein Epochenwechsel (hier)

Wohlstand neu erfinden (hier)

Die Zukunft heißt Ressourcenwirtschaft anstatt Marktwirtschaft auf Basis von COMMONS (hier) und (hier)

Extrem heißer Sommer 2018 in Deutschland – Astronaut Alexander Gerst zeigt die Trockenheit aus Sicht der ISS (hier)

„Der Drops ist gelutscht, Freunde“ – das Dilemma des Klimawandels und seine Wahrnehmung – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

„Der Gott, der Plastik schuf“ – zur objektiven Grenze der kapitalistischen Produktionsweise – ein Kommentar von Daniel Bratanovic bei Junge Welt (hier)

„Müllberge und Überflüssige“ – ein Kommentar von Susan Bonath bei KenFM (hier)

„Der größte Mikroplastik-Verursacher sind Autoreifen“ – Bericht im Spiegel (hier)

Der Kampf um die Ressource Wasser – tolle WWF-Animation (Video)

Bereits 1912 wurden die heutigen Veränderungen der Erdatmosphäre vorhergesagt und vor der dauerhaften Verbrennung von Kohle gewarnt, wie eine alte Zeitung aus Neuseeland belegt (hier)

„Wie kann man einen Wald kaufen oder verkaufen?“ – Was Entfremdung, Kapital und Faschismus verbindet – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei Tagesdosis 19.09.2018 (hier)

„Sonderprofite versus Lebensgrundlage“ – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 24.09.2018 (hier)

Wirtschaften in stofflichen Kreisläufen lautet eine der alternativen Ansätze wie das Craddle To Craddle Prinzip (hier)

Wirtschaften in stofflichen Kreisläufen lautet eine der alternativen Ansätze wie das Craddle To Craddle Prinzip (hier)

Karikatur zum grundsätzlichen Widerspruch zwischen materiellem Sinn des Lebens und kaufmännischem Profit im Kapitalismus am Beispiel Bücher (hier)

Lebensräume schrumpfen und forcieren das Artensterben, bei Insekten, Reptilien und Lurche sowie bei Wirbeltieren – hier ein Spiegel Bericht zum Thema (hier)

Klimakonferenz 2018 – nur ein 15jähriges Mädchen aus Schweden traut sich die offensichtliche Wahrheit jenseits von ideologischen Gedankenfiltern auszusprechen – was für ein Moment der Schande für die westliche Klimapolitik (Video) Die Ergebnisse der Konferenz muss man mit der Lupe suchen (hier)

Bietet das Weltwirtschaftsforum 2019 endlich Antworten? Und was sagt eigentlich ATTAC dazu? Die Tageszeitung Junge Welt berichtet (hier)

Wie die kapitalistische Wirtschaftsform das Insekten- und Artensterben produziert und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört (Video)

Wie 2019 eine absurde Schadstoffdebatte geführt wird – als wenn das, was aus einem Verbrennungsmotor rauskommt plötzlich nicht mehr schädlich wäre (hier) Zur Ablenkung werden schnell nebensächliche Scheindebatten inszeniert (hier) und (hier). Das ruft zu Recht im Netz nur noch Spott und Satire hervor (wie hier)

Wissenschaftler warnen vor realer Gefahr – auch der Mensch könnte im Extremfall aussterben, wenn wir nichts ändern (Video)

In der Klimadebatte hilft philosophisches Grundwissen, um eine Einschätzung der Argumente nachvollziehen zu können – der SPIEGEL Online zeigt wie es geht (hier)

Wer die Wahrheit sagt… – Susan Bonath für Tagesdosis 04.02.2019 (hier)

Die deutsche Bundesregierung versuchte Anfang 2019 massiv über die Medien der Bevölkerung einzureden, dass Feinstaub und Stickoxide doch gar nicht so gefährlich seien, um die Autoindustrie zu schützen. Man ließ sogar 100 Lungenärzte aufmarschieren, die als Beleg dienen sollten. Doch Wissenschaftler, die nicht auf der Gehaltsliste der Regierung stehen, klären darüber auf, was wirklich dahinter steckt z.B. hier (Video) und hier (Video)

Die schwedische Schülerin Greta Thunberg drückt klar aus, was ihre  junge Generation fühlt und was ihr bevor steht (hier)

Der Vergleich politischer Handlungsnotwendigkeitenin Sachen Klimapolitik mit der Realität sieht Anfang 2019 leider so aus – Volker Quaschning – Spezialist für regenerative Energiesysteme klärt auf (hier)

 

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Abrüstungsvorhaben jetzt unterstützen!

Die Tageszeitung JUNGE WELT weist am heutigen 16. Juli 2018 im Zusammenhang mit einem Artikel anläßlich des bevorstehenden 100. Jahrestages mit dem Titel „Die unvollendete Revolution“ (hier) und (hier als PDF) auf eine aktuelle Abrüstungsinitive hin. Dort heißt es – Zitat:

Abrüsten statt aufrüsten

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart.

Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.

Abrüsten stat aufrüsten

Auch sicherheitspolitisch bringt eine Debatte nichts, die zusätzlich Unsummen für die militärische Aufrüstung fordert. Statt dessen brauchen wir mehr Mittel für Konfliktprävention als Hauptziel der Außen- und Entwicklungspolitik.

Militär löst keine Probleme. Schluss damit. Eine andere Politik muss her.

Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten.

Diese Einsichten werden wir überall in unserer Gesellschaft verbreiten. Damit wollen wir helfen, einen neuen Kalten Krieg abzuwenden.

Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde

Zitat Ende.

Hier der Link zur offiziellen Webseite der Friedensinitiative:

https://abruesten.jetzt


weitere Artikel zum Thema Frieden und Abrüstung:

Für eine globale Friedenspolitik (hier)

Hochverrat in Helsinki? Was Kapitalismus, Politik, Demokratie und NATO verbindet – ein Kommentar von Dirk Pohlmann bei KenFM (Audio)

Venezuela – Wie die westliche Politik das Land kaputt macht und am liebsten „heil“ bombardieren wollen würde (hier)

Die Helsinki Konferenz 2018 ist zu Ende – wie steht es denn genau um Militärausgaben und -politik der USA (Video)

Wie die Zivilcourage weltweit wächst (hier)

„Neokolonial erzeugte Geister“ – Autor Gerd Schumann beleuchtet den auch mit militärischem Einsatz der Bundeswehr erzeugten Neokolonialismus in Afrika und Afghanistan (hier)

Merkel und von der Leyen sind für Syrien-Einsatz der Bundeswehr – das schafft Raum für Satire (hier)

Trumps Syrien-Strategie und die deutsche Politik – wie der Kapitalismus Kriege initiiert (hier)

Wie Deutschland seine Propagandisten schult, um die ideologische Militarisierung der Gesellschaft weiter voran zu treiben – ein Bericht von Susan Bonath für Junge Welt (hier)

Deutschlands Waffenexporte setzen sich ungehindert fort – Bericht im SPIEGEL (hier)

„100 Trillionen Fliegen…“ – über Wesen und Charakter der NATO von Rainer Rupp – Tagesdosis 21.9.2018 (hier)

Der Charakter moderner, asymmetrischer Kriege zeigt sich auch immer wieder in Kino-Filmen, oft übertragen auf Science Fiction-Themen. Daran lassen sich sowohl Verhältnisse der historischen Machtspiele erkennen als auch der Wandel in der Erscheinungsform der Soldaten/Krieger. Eine Analyse von „Predator“ von Wolfgang M. Schmitt jun. (Video) und „Predator Update“ (Video hier)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Aufrüstung, Militarisierung und deren Rechtfertigung im Kapitalismus haben System! Eine Propaganda-Fabrik schafft sich ihre eigenen Fakten samt deren Interpretation und flutet damit die Medien des Westens – ein Kommentar von Thomas Römer bei Tagesdosis 12.10.2018 klärt über die Zusammenhänge auf (hier)

Die Machtverhältnisse der Welt ändern sich – was uns erwartet und wie man darauf reagieren könnte – ein Kommentar von Dirk Pohlmann bei Tagesdosis 23.10.2018 (hier)

NATO-Kanzlerin Angela Merkel wird Ende Oktober 2018 erstmal von einer politischen Vision heimgesucht – sie möchte in 3 Jahren aufhören – ein Kommentar von Rüdiger Lenz reflektiert ihre Friedensbemühungen in Deutschland (hier)

Zur Erinnerung der Rolle der SPD in der deutschen Kriegsgeschichte – von Susan Bonath für Tagesdosis 12.11.2018 (Audio) und als (PDF)

Politik, Öl, Waffenlieferungen und Krieg…Nah-Ost – und Orient-Experte Michael Lüners im Interview über Saudi-Arabien, Iran, Syrien, USA und Geopolitik (Video)

Deutschland exportiert weiter Waffen nach Brasilien (hier)

Die EU-Politik setzt auf Aufrüstung, Militarisierung und Abschottung (hier)

Deutsche Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft um jeden Preis und entgegen jeder Vernunft (hier)

Eine Stimme aus Syrien spricht per Brief an die Merkel-Regierung (hier)

Maßgeblich für die Militarisierung und ideologische Aufrüstung ist das dafür notwendige Mediennetzwerk in Deutschland. Daran lassen sich konkrete Verbindungen erkennen, wie Ideologie, Politik, Profitinteressen und militärische Absichten im Kapitalismus zusammenhängen (hier) und (hier)

Geopolitik oder alles nur Verschwörung? Dirk Müller antwortet (Video)

Entmilitarisierung des menschlichen Herzens – Abrüstung beginnt im eigenen Bewusstsein – Rüdiger Lenz für Tagesdosis 06.02.2019 (hier)

Ideologische Kriegsvorbereitung bedient sich schlichter Heuchelei – Tagesdosis 08.02.2019 (hier) und glänzt durch Ahnungslosigkeit und Fehleinschätzungen, Michael Lüders aufzeigt (hier)

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Querfront allerorten – Vortrag in Hamburg

Veranstaltungshinweis

Zu Gast in Hamburg ist nach längerer Zeit mal wieder der deutsche Theoretiker Daniel Späth, der als freier Publizist tätig ist und auf den wir an dieser Stelle hinweisen möchten. Geplant ist ein Vortrag sowie eine anschließende Gesprächsrunde im Centro Sociale in Hamburg (Schanze). Erfahrungsgemäß sollte man sich das nicht entgehen lassen, denn dieser Philosoph und Autor der Theorie-Zeitschrift EXIT! gehört zur Spitze dessen, was man im Bereich kritischer Gesellschaftstheorie hierzulande findet.

Datum: Donnerstag, der 21. Juni 2018, Beginn 20:00 Uhr,

Einlass 19:00 Uhr

Form: Vortrag + Diskussionsrunde

Thema: die kapitalistische Krise und ihre ideologische Verarbeitung in den Staaten und  Zentren des Westens – was ist heute „rechts“ und „links“? Wo gibt es Verbindungen beider Denkarten/Weltbilder bzw. sogar einen Schulterschluss (s. hier). Die exakte Bestimmung des Begriffes Querfront ist umstritten (vgl. auch wikipedia). Meistens versteht man darunter Menschen pauschal abwertende und ausgrenzende, also abwehrende ideologische Reflexe wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Antiziganismus etc.

Titel: „Rechtsruck – Querfront allerorten“

Ort: Centro Sociale Hamburg, Sternstr. 2, Ecke Neuer Kamp Karte

[ => nur 3 min. Fußweg von der U-Bahn-Station Feldstraße]

Offizielle Infos der EXIT!-Redaktion: hier und als PDF

Seite der EXIT!-Redaktion: exit-online.org

Hier ein Vortrag von Daniel Späth zum Thema Wert (hier)

Was der Wert ist und wie die normale Ausbeutung 1.0 im Kapitalverhältnis funktionieren gut erklärt auf Grundlage der klassischen Analyse von Marx (Video)

Auch die moralischen und Politischen Werte des „freien Westens“ stehen in der Kritik. Sie werden dann bemüht, wenn sie den Herrschaftseliten in den Kram passen und ausgeblendet, wenn die eigenen Machenschaften und Verstrickungen offen gelegt werden – ein Kommentar von Dirk Kohlmann bei KenFM (hier)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

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Wachsender Überwachungsstaat – warum eigentlich?

Warum ist das neue BND-Gebäude größer als die ehemalige Stasi-Zentrale in der DDR?

R.D.Precht – hier in einem kurzen Interview – zeigt seine eigene Staatsgläubigkeit (Etatismus), stellt aber auch kritische Fragen. (Video) Die Realität und Irrationalität dahinter lauten in Wahrheit, dass die warenförmige Gesellschaftsform (kapitalistische Produktions- und Lebensweise), ideologisch oft beschönigend noch als „Marktwirtschaft“ bezeichnet, nur künstlich durch Gewaltorgane aufrecht erhalten werden kann. Diesen Teil des Sachverhaltes deutet Herr Precht bestenfalls wage und indirekt an, läßt ihn ansonsten aber lieber ungenannt. So ist selbst diese kleine und berechtigte Kritik am Staat und dem BND nur eine Scheindebatte, getreu dem Motto, man möge doch die Kirche im Dorf lassen – sie solle nur nicht so groß ausfallen.

Zusammenhänge tarnen

Solche heiligen „Kirchen“ und Scheindebatten finden wir derzeit überall (oft entlarvt durch Karikaturen z.B. hier und hier). Damit versuchen Politik, Lobbyismus und Mainstreammedien offenbar den eigentlichen Entwicklungszusammenhang hinter den äußeren Erscheinungen zu verdecken bzw. aus dem öffentlichen Bewusstsein zu drängen. Ein Zufall ist das jedenfalls nicht. Andernfalls würde nicht so viel in derartige Kampagnen investiert werden, sowohl von privaten  Interessenverbänden als auch von Seiten des Staates. Die Debatten würden auch viel breiter geführt werden.

BND-Gebäude kontra Stasi-Gebäude 1

Je größer die aus der grundlegenden Krise des Kapitalverhältnisses erwachsenden Widersprüche und Probleme werden, desto weniger Transparenz, Offenheit und Vertrauen ist der bürgerliche Staat offensichtlich gewillt, seinen Bürgern zuzugestehen. Anstatt die Konsequenzen aus den Skandalen der letzten Jahre zu ziehen (NSU-Skandal etc.) und diese Behörden endlich allesamt einzumotten (…und was würden da für Gelder freigesetzt!), setzt man ihnen sogar noch kostenaufwendig größere Gebäude hin. So meint man wohl politische Stabilität zementieren zu können.

Wiederholt sich hier etwa Geschichte?

Das erinnert geschichtlich betrachtet sehr stark an die jüngere Vergangenheit – die DDR-Zeit und die Stasi. Dieses Ministerium für Staatssicherheit hat zu allem möglichen geführt – nur nicht zu mehr Vertrauen in der Bevölkerung, mehr Stabilität und mehr Sicherheit. Ganz im Gegenteil. Die spürbare, innere Energie des Misstrauens und Spitzeltums trugen maßgeblich zum Vertrauensverlust in der Bevölkerung,  zur Destabilisierung und damit zum unvermeidlichen Ende der DDR bei.

Materialschlacht vs. Terrorgefahr

Und heute? Mehr Kameras, Big Data, Vorratsdatenspeicherung, Flächenüberwachung und Denunziantentum verhindern weder Terrorismus, noch die Gedankengänge, die zu ihm führen. Diese Materialschlacht um mehr Sicherheit ist verloren, bevor sie richtig Fahrt aufgenommen hat. Man hat die Konsequenzen so einer Entwicklung nicht richtig zu Ende gedacht. Man opfert den bescheidenen Rest an bürgerlicher Freiheit und die alternativen Möglichkeiten lieber dem Populismus – orientiert am Vierjahresrhythmus der Wahlen – stets den eigenen Karriereweg vor Augen. Warum gibt es da eigentlich kein Feedbacksystem, welches solchen Fehlentwicklungen einen wirkungsvollen Riegel vorschiebt? Eigentlich sollten das mal Gesetze leisten. Doch die werden einfach schrittweise so geändert und angepasst, dass sie der neuen Überwachungsdoktrin folgen. So wird die Konformität umgekehrt proportional wieder hergestellt.

BND-Gebäude kontra Stasi-Gebäude 2

Seit die Regierungsdoktrien der westlichen Staaten meint, mehr Frieden, Ruhe und Ordnung  mit einem Mehr an Überwachungsstaat erreichen zu können, haben Kriege und Gewalttaten in Form von Terrorakten weltweit erkennbar zugenommen. Sie wurden zum Exportartikel. Die zersplitterten Grüppchen oder gar Einzeltäter agieren inzwischen autonom aus ihrer eigenen ideologischen Denkform heraus und damit so spontan und überraschend, dass kein Geheimdienst der Welt sie alle von ihren Taten abhalten könnte.

Vertrauen kostet nichts – man schenkt es

Wie wäre es denn damit, es mal mit dem Gegenteil zu versuchen, endlich mit offenem Visier zu agieren und ebenso offene Debatten zu führen, sich also bewusst gegenseitig in die Karten schauen zu lassen?*

Einhergehend mit strukturell gesicherter, sozialer Sicherheit und Basisdemokratie auf allen Entscheidungsebenen, anstatt von Lobbyismus beeinflusster politischer Elfenbeinturm-Gesetze, könnten wir gemeinsam gewalttätigem Denkformen den Nährboden entziehen. So schwer wäre es also nicht, strukturell gefestigte Sicherheit zu generieren.

Menschen, die spüren dass man sie hört, dass sie wahrgenommen und selbst etwas aktiv mitzubestimmen haben, entwickeln auch nicht den Wunsch, sich destruktiv Gehör verschaffen zu müssen. Nur manche (und auf jeden Fall noch zu viele) US-Amerikaner glauben bis heute, man könne fast jedes Problem mit einer Waffe lösen – sie müsse nur groß genug sein. Analog ist es mit dem Überwachungsstaat, Polizei, Geheimdiensten, Militär und NATO. Deren Anteil zur Destabilisierung wächst. Das lässt erahnen, was wir in Zukunft als Ergebnis erhalten werden.

BND-Gebäude kontra Stasi-Gebäude 3

Denn – man erntet stets dass, was man zuvor ausgesäht hat. Die Ausrichtung der bürgerlichen Politik könnte gegenwärtig falscher nicht sein. Allen voran die westlichen Staaten haben es sogar geschafft, das nach der Wende 1989 endlich wachsende Vertrauensverhältnis zu Russland wieder tief zu erschüttern. Das dient allein der Rüstungsindustrie und NATO-Strategie (wir erinnern uns – Stichwort Ost-Erweiterung) – aber niemals dem Frieden.

Die Kritik an dieser Ausrichtung dieser Art Außenpolitik ist also sachlich berechtigt und erklingt inzwischen auch aus allen politischen Lagern. Eine bewusste Friedenspolitik sähe anders aus, würde auf Entspannung, Solidarität, vertrauensbildende Maßnahmen und Völkerverständigung setzen. Das hat auch eine Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Jugend durchaus alles mal gelernt – als Mitglied der FDJ (Freie Deutsche Jugend) in der DDR. Wo ist das geblieben? Vergessen? Verdrängt? Der Karriere geopfert? Solche Fragen bleiben heute in den Medien kategorisch in der Schublade…bis sie irgendein ahnungsloser Esel in 20 Jahren dort mal findet. Für eine andere Politik im Hier und Jetzt ist es dann zu spät.

Hoffen wir also, dass der Wind sich vorher dreht und versuchen selbst aktiv etwas dazu beizutragen.

Holger Roloff, 05. April 2018

PS: * = in einer auf Marktkonkurrenz basierenden Gesellschaftsordnung wie dem Kapitalismus ist das natürlich nicht wirklich möglich…man muss sich schon grundlegend als Lebensweise was Neues einfallen lassen. Wie das geht, findet man hier auf den Seiten in anderen Artikeln ansatzweise dargestellt.

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Das StasiMuseum im heutigen Berlin (hier)

Das neue BND-Gebäude in Berlin (hier) und (hier) Es gleicht optisch einer modernen Festung, in der selbst schon die ersten Verbrechen an der Öffentlichkeit verübt worden sind (s. hier) – in voller  Stasi-Tradition, muss man leider sagen…

Terror oder Treppen – was tötet mehr Menschen? Nico Semsrott stellt Fragen und klärt auf (Video)

Mit der Funktion des bürgerlichen Staates und seinem historischen  Entwicklungsstand 2018 beschäftigt sich Paul Weiler in der Tageszeitung JUNGE WELT (hier)

Die staatliche Gewalt nimmt im Alltag viele Formen an und richtet sich leider auch gern gegen Schwächere. Dazu gesellen sich unterlassene Hilfeleistung und Kontroll-Wahn – oft gepaart mit fragwürdigen Konzepten. Öffentlicher Nahverkehr könnte und sollte anno 2018 bsw. eigentlich längst kostenlos sein. Doch was passiert stattdessen? …die Hamburger MoPo berichtet (hier)

Auch direkte Polizeigewalt ist in vielen Ländern einschließlich Deutschland immer wieder ein Thema. Deren Thematisierung zu verbieten ist keine Lösung, sondern Ausdruck davon, wie auch Karikaturisten wissen – siehe (hier)

Der Aufbau der bürgerlichen, also kapitalistischen Gesellschaftsordnung wurde oft von Künstlern anschaulich dargestellt – historisch (hier), modern (hier) und prinzipiell (hier). Die stabilisierende Rolle der Gewalt wird dabei deutlich. Eine bewusst gestaltete, humane Gesellschaft würde anders strukturiert aussehen – gleichwertig, gleichberechtigt, klassenlos, emanzipatorisch, am Gemeinwohl orientiert, basisdemokratisch, Individualität respektierend, in sich selbst so friedlich und gewaltfrei wie möglich.

Auch in der Musik sind der bürgerliche Staat und seine Erscheinungsformen, sein Wesen und Charakter unendlich oft thematisiert und dargestellt worden – wie z.B. in diesem Videoclip am Bsp. der Geschichte von Chile und seine Verstrickung mit den USA und Westeuropa (Video) oder hier mit einem Album-Cover (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Überwachungsstaat, Demokratieabbau und Zensur gehen Hand in Hand – gut getarnt als Datenschutz per neuer DSVGO ab 2018 Dirk Müller beleuchtet den eigentlichen Zweck (Video)

Auch EXOMAGAZIN.TV diskutiert die Widersprüche und Entwicklungen in Sachen Datenschutz und BND sowie den Beginn eines Kontrollzeitalters (Video)

Wer in Zusammenhängen denken kann, läßt sich auch nicht vor den falschen Karren spannen. Diese Filmszene gilt quasi universell für alle Nationalstaaten (Video)

Kapitalismus ist ein totalitäres System. Es bedeutet stets Ausbeutung, Zwang und systematische Verarmungslogik – z.B. innerhalb des Hartz IV-Systems. Der Mythos von der friedlichen Koexistenz (= soziale Marktwirtschaft) ist eine Illusion. Der Klassenkampf wird nicht nur von Firmen und Konzernen, sondern auch vom Staat aus gegen die Menschen geführt (Audio)

Russisches Kunstprojekt: Miss Kapitalismus klärt auf! (Video)

Demonstrationen Gegen das umstrittene Polizeigesetz (hier)

Die Rebellion muss leider ausfallen – eine Reflexion im Spiegel von Sibylle Berg, die soziale Kausalitäten aufdeckt (hier) und als (PDF)

Näheres zum umstrittenen neuen Polizeiaufgabensetz (hier)

Präventiv in den Knast – die Rückkehr der Schutzhaft in Deutschland (hier)

Wie die Zivilcourage weltweit wächst (hier)

Die Posse um ein angedachtes Tattoo-Gesetz offenbart das Verständnis von Freiheit und Demokratie der CDU/CSU – ein Kommentar von DetailVerliebt (Video)

Internetzensur 2018 kann zu faschistischer Meinungsdiktatur führen – Dirk Müllers offenen Worte (hier)

Täuschung und Gefangenschaft – die psychischen Grundlage der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

Wo der Überwachungsstaat völlig versagt hat – beim NSU-Skandal – erfolgt es mit System. Nicht nur die kritische Gesellschaftstheorie, Soziologie, Psychoanalyse und Philosophie beschäftigen  sich mit Aufarbeitung dieses Versagens –  auch Künstler befassen sich damit und würdigen es mit klarer Haltung z.B. wie in diesem Song der Hamburger Gruppe SLIME (Video)

In immer mehr Bundesländern gibt es Proteste gegen die Ausweitung der Befugnisse per neuem Polizeigesetz – wie in Niedersachsen – Bericht in Junge Welt (hier)

Wie der Überwachungsstaat der Willkür heimlich wächst– und „Wem nützt es?“– ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 10.09.2018 für KenFM (hier)

Sinn und Zweck der Gewaltist stets auch die Aufrechterhaltung der Trennung der Individuen und dem Aufbau bzw. Erhalt von Feindbildern. Das Ergebnis wird hier dargestellt als kleiner Animationsfilm (Video)

Lieber deutscher Staat des Großkapitals… ein Kommentar von Susan Bonath zur Durchsetzung der Kohleprofite gegen Waldbesetzer – Tagesdosis 17.9.2018 bei KenFM (hier)

Scheiternder Kapitalismus, Sozialabbau, Verbrechen und Kriminalität gehören strukturell zusammen. Auch Kinofilme bieten mitunter solche Einblicke, wie hier am Bsp. Chicago/USA im Streifen „Windows – Tödliche Witwen“ (2018) (hier)

Die westliche Demokratie muss immer wieder in Blut gebadet werden, damit die Lämmer weiter schweigen (hier)

Demonstranten Gegen das neue Polizeigesetz bringen die Antwort auf die Frage des Ausgangsartikels auf den Punkt (hier)

Oxfam und Transparency International legen neue Zahlen vor – sie zeigen die großen Trends unserer Zeit auf – Tagesdosis 02.02.2019 (hier)

Sozialdemokraten, Nationalisten und ihre Mär vom Staat – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 11.02.2019 (hier)

Ohne Analyse keine Lösung – ein Kommentar von Susan Bonath, der auf die inneren, antagonistischen Widersprüche im Kapitalismus verweist (hier)

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