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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Eindrücke“

Maueröffnung – und was dann?

Die große Freiheit ist es nicht gewordenHeute begeht ganz Deutschland ein historisches Jubiläumdie Maueröffnung vor 30 Jahren am 9. November 1989. Ich kann mich selbst gut daran erinnern, wie ich als Student im letzten Semester, also gerade mit der Diplomarbeit befasst, zusammen mit meinen Kommilitonen im Studentenwohnheim in Dresden, mit Spannung die im DDR-Fernsehen übertragende, legendäre Pressekonferenz verfolgte. Uns war sofort klar, was das vom Prinzip her bedeutete, was Günter Schabowski (Info) da vom provisorischen Kladdezettel verkündete (hier). Reisefreiheit! Das wurde prompt auch in der AKTUELLEN KAMERA, dem DDR Äquivalent zur westdeutschen TAGESSCHAU, offiziell bestätigt.

Endspiel - Die Revolution von 1989 in der DDRWas wir noch nicht wussten  „im Tal der Ahnungslosen“, wie Dresden, tief im Elbtal liegend, im Volksmund scherzhaft genannt wurde, weil es dort keinen Empfang von Westradio und Westfernsehen gab, war, dass die Ostberliner Schabowski wörtlich Namen und sich sofort an der Mauer versammelten, die dann noch am gleichen Abend unter dem emotionalen Druck der Bevölkerung spontan geöffnet wurde. Die Zeit war endgültig reif dafür.

Begeisterung und Glücksgefühle

Die in den nächsten Tagen und Wochen folgende Euphorie war unbeschreiblich. Ein nie gekanntes Glücksgefühl ließ das Energieniveau im ganzen Osten ansteigen. Es begann für sechs Monate tatsächlich eine Zeit, die einen Vorgeschmack  darauf brachte, was echte Demokratie und Pressefreiheit ab jetzt sein könnten. Die Stasi-Zentralen wurden gestürmt. Die Rathäuser wurden geöffnet und runde Tische gegründet. Das Volk übernahm an vielen Orten direkt die Verantwortung für gesellschaftlich relevante Fragen. Im Idealfall hätten eine echte Räterepublik oder eine deutsch-deutsche Konföderation aus zwei Staaten entstehen können, die dann vielleicht sogar allmählich historisch zusammen wachsen würden, unter demokratisch allgemein akzeptierten, fairen Bedingungen.

Buchtitel Raubzug OstDDR-Bürgerrechtler erarbeiteten Grundsätze dafür, d.h. für einen echten Sozialismus, so wie er 40 Jahre lang versprochen, aber nie gekommen war. Eine Riege vor allem alter, ignoranter Männer, Ex-Stalinisten und Politbüro-Kader der SED hatte alle Reformversuche der DDR bislang erfolgreich verhindert. Würde der Westen es zulassen, dass solche Reformen nun eine reelle Chance bekommen würden?


Wendezeit war reif

Vorausgegangen waren bekanntlich in der Herbst-Wendezeit 1989 regelmäßige Massendemonstrationen in allen großen Städten der DDR. Man wollte eine friedliche Wende von der Strasse aus schaffen. Das gelang.  Die dafür notwendige, kritische Masse war erreicht. Der sich allgemein angestaute Unmut, der Ärger, die politischen und juristischen Repressalien, die wachsende Anzahl an Ausreiseanträgen sowie die ab Sommer `89 zunehmende Zahl an Flüchtlingen in Richtungen Westen, bedingt durch die Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich,   addierten sich zu einer revolutionären Situation, die sich nun Bahn brach. Der DDR-Obrigkeit war schnell klar, dass sich all das nicht wieder so einfach zurückdrehen lassen würde. Der Drops war gelutscht, zumindest für die alte SED-Riege.

 

Buchtitel Wer verkaufte die DDR?

Deutschmark als Weiche

Der Ende der 80er Jahre amtierende Bundeskanzler Helmut Kohl erkannte die historisch einmalige Chance. Er sprach mit allen relevanten Vertretern der alliierten Westmächte sowie der Sowjetunion, die den 2. Weltkrieg gewonnen und sowohl Westberlin, als auch letztendlich ganz Deutschland nach 1945 unter sich aufgeteilt hatten. Besonders wichtig waren dabei die Haltung von US-Präsident Ronald Reagan sowie Michael Gorbatschow im Moskauer Kreml. Beide stimmten bekanntlich einem vereinigten Deutschland zu. Als Zünglein an der Wage blieb also die DDR-Bevölkerung selbst. Wie würde sie sich letztendlich entscheiden?

Dann setzte die West-Propaganda-Maschine ein (s. Video des Politkabarett aus Die Anstalt 11.11.2019).

Schließlich gelang Helmut Kohl ein geschickter politischer Schachzug. Er verknüpfte die schnelle Einführung der D-Mark mit der Frage der deutschen Wiedervereinigung. Das eine bedingt das andere. Käme die deutsche Einheit, dann auch mit ihr die D-Mark. Mit Honig fängt man Fliegen.

Damit kippte die Stimmung. Als Kohl in Dresden öffentlich auftrat und in seiner Rede die historische Einheit in Aussicht stellte, jubelten die Masse mit Deutschland-Fahnen in der Hand, während wir als Studenten ein Pfeifkonzert intonierten. Wir taten das aus gutem Grund, denn uns war klar, was da auf uns zukommen würde. Eine eigenständige Fortsetzung der Moderniserungsgeschichte im Osten würde ersetzt durch die reine Profitmaximierungslogik. Die rhetorische Figur der „blühenden Landschaften“, die mit dem Kapitalismus kommen würden, würde sich langfristig gesehen als eine Mogelpackung erweisen und zu einem großen Katzenjammer führen.

Buchtitel Die Treuhändler - Wie Helden und Halunken die DDR verkauftenDoch das wollte damals kaum jemand wahr haben. Die ersten freien Wahlen wurden zugunsten der CDU entschieden. Man feierte die Deutsche Einheit. Alle Konten wurden abgewertet und auf Westmark umgestellt. Die Revolution war abgewürgt worden und die Chance auf eine echte Veränderung vertan. An die Stelle der alten traten nun neue Machthaber. Anfangs schmerzte das allerdings nicht so sehr, da die Euphorie über die Wende noch vieles kaschieren konnte. Doch das sollte sich bald  ändern. Schon 1992 wuchs der Frust der Einheimischen im Osten und es kam vermehrt zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen (wie hier) und Morden.

 

KoKo-Bonzen und Milliarden

Auch aus den eigenen Reihen der DDR-Wirtschaftsbonzen heraus wurden die Weichen umgestellt und die DDR-Bevölkerung verraten und verkauft. Die KoKo – kurz für Kommer-zielle Koordinierung – die Spezialabteilung von Alexander Schalck-Golodkowski (Info), hatte auf den finalen Verlauf der Wende maßgeblichen Einfluss. In der Woche vor dem diesjährigen Jubiläum der Maueröffnung liefen im TV der Dreiteiler „Der Preis der Freiheit“ (Infos hier) sowie eine Dokumentation, die speziell die Ereignisse rund um die KoKo beleuchteten. Als Schalck, der auch nicht vor höchst Buchtitel - Die Übernahmekriminellen Machenschaften zurückschreckte, um Devisen für die DDR ran zu holen, erkannte, dass die politische DDR-Führung völlig unfähig und unwillig war, insbesondere die DDR-Wirtschaft zu reformieren, änderte sich in der KoKo die Einstellung. Das neue Motto lautete „Kein Feind, kein Freund – nur noch gute Kunden“. Dabei hätte allein(!) die KoKo so hohe finanzielle Mittel in ihrem internationalen Firmennetzwerk gehabt, darunter 21 Mrd. DM in Goldbarren, um alle offenen Verbindlichkeiten der DDR begleichen zu können. Eigentlich gehörte dieses Vermögen der DDR-Bevölkerung, der es zuvor in weiten Teilen geraubt worden war, doch es wurde illegal beiseite geschafft und ist bis heute nie wieder aufgetaucht.

So kam es insgesamt, wie es als Folge aus all dem kommen musste. Die DDR Bürger verkauften ihre selbstbestimmte Zukunft ans Kapital. Der Osten wurde einfach an die BRD angeschlossen. Der DDR wurden die Westgesetze übergestülpt. Die Geschäfte wurden mit Westwaren geflutet. Die Eigentümer wechselten. Die Mieten explodierten. Die Ost-Bürger trafen sich in langen Reihen auf den Arbeitsämtern beim Ziehen von Nummern in den Warteschlangen wieder. Die Ex-DDR-Bonzen („Wendenhälse“ genannt) sicherten sich über Seilschaften ihre Pfunde und die Masse der DDR-Bürger, einschließlich derer, die sich für die Wende eingesetzt hatten und auf die Straße gegangen waren, wurden erneut über den Tisch gezogen. Wie sehr, ahnten viele damals noch nicht.

 

Der deutsche Goldrausch - die wahre Geschichte hinter der TreuhandTreuhand und totaler Ausverkauf

Auch das nächste Kapitel war kein Glanzpunkt der Nachwendegeschichte. In der DDR gab es kein Staatseigentum, wie viele vielleicht meinen, sondern Volkseigentum. Der Wert aller Betriebe, Maschinen, Gebäude, Grundstücke usw. hätte eigentlich über die neue Institution namens Treuhandanstalt (Info hier) (siehe auch „Der deutsche Goldrausch“, Dirk Laabs „) im Bestand erfasst und dann auf 16 Mio. DDR-Bürger zu gleichen Anteilen aufgeteilt werden müssen – als faires Startguthaben.

Das wäre wahrlich eine echte Volksaktie gewesen und hätte zumindest den bisherigen Ungerechtigkeiten der DDR symbolisch und praktisch ein Ende setzen und einen fairen finanziellen Neuanfang ermöglichen können. Mit diesen Anteilen an den Betrieben, hätte jeder selbst entscheiden können, ob sie behalten, veräußert oder kaufmännisch und betrieblich durch einen technisch und organisatorisch erneuerten Geschäftsbetrieb genutzt würden.

So hätte die Masse der DDR-Betrieben möglicherweise durchaus erhalten und auf modernsten Stand nachgerüstet werden können. Damit wären ein Großteil der Massenarbeitslosigkeit gemildert und eine breite finanzielle Absicherung und ein Neustart möglich gewesen. Stattdessen wurden die Betriebe bekanntlich billig verramscht und die Betriebskonten von den neuen Eigentümern geräumt. Der Kapitalismus des Westens brauchte den Osten nur als Markt. Die Mitarbeiter wurden gestaffelt zunächst auf Kurzarbeit gesetzt und dann entlassen. Die Maschinen wurden ins Ausland verkauft und die Grundstücke und Gebäude ebenfalls veräußert. Natürlich so gut wie immer durch Spekulanten aus dem Westen, die ja nun die neuen Eigentümer waren.

Was war die DDR wert? Die große Enteignung

Ebenso lief es bei der KoKo. Deren Mitarbeiterin Margot Spindler wandelte die KoKo-Firmen in GmbH um, räumte deren Konten und fuhr diese GmbH dann systematisch an die Wand, wie der genannte TV-Dreiteiler auch zeigt.

 

Frust hinter polierten Fassaden

Kommt man heute in den Osten, sieht alles saniert und supermodern aus. Glasgebäude, die denen in Hamburg und München in Nichts nachstehen. Äußerlich floß jede Menge Geld aus dem Westen in die Sanierung, was die Kohl-Regierung durch eine entsprechend großzügige Steuerpolitik auch forcierte. Da waren sie, die blühenden Landschaften. Doch an was die  DDR-Bürger nicht gedacht hatten, war, was hinter den Fassaden steckte, welche gesellschaftliche Bedingungen zur kapitalistischen Produktionsweise zwangsläufig dazu gehören.

Es gibt unzählige Geschichten von kleinen und großen Betrügereien aus der Nachwendezeit, von Schenkungskreisen über Anlagebetrug bis zur dreisten Abzocke in allen nur erdenklichen Varianten. Dazu gesellte sich eine Unmenge an klassischer Kriminalität. Ganze Banden aus West- und Osteuropa zogen ihre faulen Nummern im Osten ab.

In einer ebenfalls gerade ausgestrahlten Spiegel-TV-Dokumentation über die Stadt Zeitz wurde außerdem gezeigt, wie die Innenstädte veröden und die Wohnungsnot dramatisch angestiegen ist. Für so manchen, so berichtete dort eine Einwohnerin, die sich mutig und engagiert in die Marktwirtschaft gestürzt und selbstständig gemacht hatten, blieben am Ende nur Schulden, finanzieller Bankrott, Depressionen und ein Strick um sich aufzuhängen (s. Video bei YouTube).

 

Die Treuhand - wie eine Behörde ein ganzes Land abschaffteSelbstmord  in verschiedenen Formen

Schon in der Wendezeit war die Zahl der Selbstmorde dramatisch gestiegen. Viele Ex-DDR-Getreue kamen mit dem Zusammenbruch des alten Regimes nicht klar und nutzen die Dienstwaffe für einen letzten Gnadenschuss gegen sich selbst, was in „Der Preis der Freiheit“ auch gezeigt wurde. Doch das all dies jetzt gleichsam in der doch angeblichen so tollen, neuen Freiheit passierte, wirft ein bezeichnendes Licht auf die berechtigte Enttäuschung bei den einst Kohl zujubelnden Ostdeutschen.

Der Frustpegel ist heute enorm. Gerade dort, wo damals am euphorischsten gejubelt wurde, ist die Stimmung spätestens in den 2010er Jahren völlig gekippt. Man wählt dort jetzt, 30 Jahre später, aus Frust und Protest vor allem auffällig oft die AfD, womit man sich allerdings freimütig der nächsten Selbsttäuschung hingibt, denn die AfD ist die neue Partei der Restriktionen. Sie will am liebsten mit starker, national geführter Hand noch stärker durchgreifen und den Menschen noch mehr an kapitalistischen Zumutungen abverlangen, anstatt diese zu beenden. So käme man endgültig vom Regen in die Traufe. Die AfD zu wählen ist eine Art politischer Selbstmord zweiten Grades. Das ganz böse Erwachen ist damit schon vorprogrammiert.

 

Die Flachzangen aus dem WestenDemokratieabbau und Marktdiktatur

Was bleibt also vom Tag der Maueröffnung und der Wendezeit? Ich war selbst in der DDR-Opposition aktiv und möchte die alte DDR um keinen Preis wieder haben. Viele Bereiche des Lebens haben sich seit 1989 trotz der hier beschriebenen Entwicklungen und Ereignisse dennoch insgesamt positiv entwickelt. Die Betonung liegt also auf trotz. Jeder kleine Fortschritt muss dem Kapital mühsam abgerungen werden. Daran hat sich nichts geändert.

Die Hoffnung auf die nächste, echte Wende, ohne Vereinnahmung durch Herrschaftseliten, ist aber keineswegs verschwunden. Gerade jetzt zum 30. Jubiläum wird das an zahlreichen Beiträgen in den alternativen Medien deutlich. Daran zu erinnern ist auch der Grund für diese Zeilen. Die Revolution wurde nicht vollendet.

Wissenschaftler fassen die aktuelle Lage durchaus kritisch und präzise zusammen (Video). Deutschland anno 2019 ist durch einen starken  Demokratieabbau und durch Neoliberalismus, also eine Diktatur des Marktes charakterisiert. Das ist die Wahrheit hinter der Farce namens „freie Marktwirtschaft“. Der Osten hat sich von bunten, glitzernden Waren in Schaufenstern täuschen lassen, wie einst die Indianer von Glasperlen. Man ist dem System längst zum Opfer gefallen. Der Mensch ist per Lohnarbeitskraft selbst zur Ware  geworden, die nun auf dem Arbeitsmarkt wie Vieh Warum die Lämmer Schweigengehandelt wird. Bleibt die Nachfrage aus, wird es allerdings schnell trübe. Der Kapitalismus produziert Überflüssige, Obdachlose und Elend nämlich genauso wie Sahnetrüffel und Autos. Das wurde 1989 ausgeblendet. Arbeitslosigkeit gehört zum System dazu, denn regiert wird durch Angst.

Diese Wahrheit wollte keiner hören, obwohl man es hätte besser wissen können. Die historische Chance auf echte Selbstbestimmung wurde so vertan, einst geködert über ein Begrüßungsgeld und geschickte politische Weichenstellungen, mit denen der Sack schließlich zu gemacht wurde. Ist die Katze erst im Sack, ist der Katzenjammer groß…hinterher, versteht sich. (vgl. auch Daniela Dahn Klappentext, der das haargenau auf den Punkt bringt).


Absichten vs. Fehler-Rhetorik

So sind die Wende, die Maueröffnung und die Entwicklungen bis heute ein zwiespälti-ges Stück Geschichte. Alles hätte absolut und relativ gesehen viel besser laufen können. Die jetzt oft zitierten „Fehler im Einigungsprozess“ unterstellen zumeist Versehen. Doch genau das waren sie nicht! Wer all die Bücher über die Nachwendezeit, die Treuhandanstalt und „Den Schnee von gestern…“ liest, dem wird schnell klar, dass damit seitens der Protagonisten, vor allem aus dem Westen, klare Absichten verbunden waren. So viele dumme Fehler kann niemand machen. Dahinter steckte ein klares Kalkül (vgl. auch Gesprächsrunde „9.Nov.`89 – Der Beginn vom Ende des Neuanfangs?“ bei KenFM).

 

Die Wahrheit, die keiner hören will

Ich konnte das in diesem Beitrag alles nur wage andeuten, was wirklich nach der Maueröffnung im Osten mit den Menschen abgelaufen ist. Die Wahrheit ist noch viel schlimmer, als es der willige Leser ahnt. Man muss es selbst detailliert nachgelesen haben, um es zu begreifen.Buch "Der Schnee von gestern" von Daniela Dahn

Der Kapitalismus hat sich am Osten gesund gestoßen und den großen Reibach gemacht. Es war der größte Raubzug aller Zeiten, einmalig in der bisherigen Weltgeschichte. Daran änderte auch ein Solidaritätszuschlag auf dem Lohnzettel nichts…und wie wurde darüber gejammert…

Die Bevölkerung wurde in den letzten 20 Jahren außerdem und zusätzlich vom „Kanzler der Bosse“ Gerhard Schröder und der neoliberalen Politik im Merkelismus dermaßen geschröpft und übers Ohr gehauen, dass es erneut ganze Bücher füllen wird, das alles aufzuarbeiten (permanente Steuergeschenke an die Industrie und Reichen, Cum-Ex-Geschäfte, MWSt.-Betrug durch Dreiländergeschäfte, Bad Banks, Hartz IV-System usw.). Das kommt also noch dazu, denn davon war hier ja noch gar nicht die Rede. Das wäre einen komplett  eigenen Beitrag wert.

Egal womit man anfängt sich über all die Entwicklungen und Machenschaften zu informieren – all die kritischen Analysen zu lesen ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Nur wer Bescheid weiß, wird in der Lage sein, sich zukünftig nicht erneut verschaukeln zu lassen und bessere Entscheidungen zu treffen.

»Die Zukunft wird durch den Charakter derjenigen vorbestimmt, die sie zu gestalten versuchen.« (aus STARGATE ATLANTIS, US-SciFi-Serie)

 

Holger Roloff, 09. November 2019

 


Was geschah ab 18:57 Uhr vor 30 Jahren? BILD schaut zurück und lässt alles im Liveticker Revue passiert (hier)

Boxenstopp: 9. November 1989 – 30 Jahre Mauerfall – ein rücklichkendes Interview mit Bernd Leyon bei youtube für KenFM (hier)

Der Blick zurück – Mauerfall am 9. November 1989 – bei Tagesdosis 09.11.2019 mit Hermann Ploppa (hier)

Nachdenken über 25 Jahre Mauerfall: Russland-bashing anstatt Dankbarkeit – der Original-Beitrag bei KenFM von 2014 zum Nachhören (hier)

Echter Sozialismus statt Einheitsbrei! Eine Erinnerung an die größte Demo im Herbst `89 von Andreas Peglau bei Tagesdosis 11.11.2019 (hier)

Zur Sache/KenFM: 9. November 1989 – Der Beginn vom Ende des Neuanfangs? (Video)

Honeckers Absetzung offenbart dessen Ignoranz gegenüber der politischen Wirklichkeit – Augenzeuge Günter Schabowski erzählt, wie das im Politbüro ablief (Video)

Warum es bei der Herbst-Revolution in der DDR nicht zu Gewalt Seiten des Staates kam, zeigen die Erinnerungen von Egon Krenz (Video)

30 Jahre Mauerfall – Die bewegendsten SPIEGEL TV-Momente (Video)

Ein Lied brachte schon 1992 die Lage im Osten auf den Punkt – DRITTE WAHL mit ihrem satirischen „Verlorenes Paradies“ – besungen wird hier natürlich nicht etwa die DDR, sondern die vertane Chance auf einen echten Neuanfang (hier) (Songtext hier)

Buchtitel Der Kollaps der ModernisierungEs steht sehr schlecht um unsere Demokratie Prof. Mausfeld rückt bei den „Palais Gesprächen 2019 zum 30. Jahrestag des Mauerfalls“ die Zusammenhänge ins Bewusstsein (Video)

Was bedeutet ein Epochenwechsel (hier)

Wohlstand neu erfinden (hier)

Ministerium für Glück und Wohlbefinden (hier)

Recht auf Abstimmung über ein BGE eingefordert (hier)

Vortrag über Alternativen zum Kapitalismus (hier)

Medien, macht und Manipulation (hier)

Preissteigerung und Werte(verfall) (hier)

Das Goldenen Kalb namens Arbeit (hier)

Wachsender Überwachungsstaat – warum eigentlich? (hier)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform (hier)

Des armen (Raub)Ritters neue Ideen (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen (hier)

 

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#AlleFürsKlima bei #FridaysForFuture

Hamburg erlebte am heutigen Freitag die größte aller bisherigen Klima-Demonstrationen. Ich war dabei und versuche das mal in alle Richtungen Revue passieren zu lassen.

Für mich persönlich war es inzwischen die dritte Teilnahme an einer Demo zu diesem Thema. Vor einigen Jahren dachten wohl die meisten noch, dass so ein doch eher abstraktes Thema wie das Klima kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken könnte.

Die erste Demo vor ca. 4 oder 5 Jahren war auch noch ein Versuch, bei typisch regnerisch-diesigem Hamburg-Schmuddel-Wetter, mit Taschenlampen wenigstens eine dünne Menschenkette um die Binnenalster zu bilden, was einigermaßen gelang. Ich erinnere mich sehr gut daran. Da waren es vielleicht 1.000 – 1.500 Leute in Regencapes und mit Schirmen, die noch wie verirrte Glühwürmchen wirkten. Doch es war schon ein kleines, erhellendes Zeichen.

Die zweite Demo fand an gleicher Stelle 1017 im Rahmen der G20 Woche statt. Damals versammelten sich bei bestem Sonnenwetter 25.000 Menschen auf dem Rathausplatz. Wir zogen dann im Bogenmarsch einmal rund um die Binnenalter bis zum Jungfernstieg zurück. Das war schon sehr beeindruckend (s. hier).

Doch der heutige Ansturm war einfach nur gewaltig! Egal in welche Richtung man blickte und so weit man schauen konnte – überall riesige Menschenmassen mit Schildern, Transparenten und Fahnen. Nach offiziellen Angaben waren es mindestens über 70.000 Menschen, die am Jungfernstieg dabei waren. Die Veranstalter sprachen sogar von 100.000 Teilnehmern (hier).

Aufgerufen waren diesmal nicht nur die Schüler der FFF-Bewegung, sondern auch alle anderen Generationen. Es waren außergewöhnlich viele Rentner und Senioren dabei, streikende Arbeiter in ihren gelben Westen (Verdi hatte ebenfalls dazu aufgerufen), sowie Studenten und Azubis. Was mir allerdings auffiel war, dass die Generation der typischen Arbeiter und Angestellten weniger vertreten war. Die hatten wohl deutlich in die Schwanz gekniffen und trauten sich noch nicht ihrem „Arbeitgeber“ klar zu machen, dass das Thema wirklich ALLE etwas angeht und vor allem jede Form von Lohnarbeit zum Problem beiträgt. Das scheint in den meisten Köpfen ohnehin noch nicht angekommen zu sein. Anders die Unternehmen, die schon gezielt in Sachen Natur- und Umweltschutz aktiv sind oder auch die GLS-Bank. Deren Mitarbeiter hatten frei und waren sogar mit Transparenten vor Ort.

Tolle Sprüche auf den Schildern

Umso erfrischender war es zu sehen, dass es mehr Kapitalismus kritische Transparente gab und von mir bislang unbekannten, jugendlichen Aktivisten-Gruppen (Young Struggle) aufklärende Flyer und Infos verteilt wurden. Echter, also nachhaltiger Naturschutz, geht generell nur antikapitalistisch. In der Theorie gibt es viele Artikel und Bücher dazu, die sachlich begründen, warum das so ist. Schon 2011 hatte ich hier in Hamburg (im Centro Sociale) einen wissenschaftlichen Vortrag gehört mit dem Titel „Warum der Kapitalismus die Umwelt zerstören muss“. Ich hatte selbst mehrfach Artikel auf diesen Seiten dazu veröffentlicht (s. hier) und (hier). Den meisten Leuten ist das aber entweder immer noch nicht klar, oder sie wissen das insgeheim ganz genau,  fürchten aber die Konsequenten dieser Einsicht. Ganz anders die moderne Jugend. Man konnte freche, lustige, coole und wahrhaftige Sprüche auf den hoch gehaltenen Schildern lesen. Das machte wirklich Spaß! Ich hab viel fotografiert. Hier eine kleine Auswahl an Schnappschüssen: (Solution) (Rettet die Umwelt)(Rettet den Planeten)(Tempo des Klimaschutzes)(Omas gegen Klima-Haie)(Solidarität fürs Klima) (Kriege sind völlig unterschätze Naturzerstörer) (Alarmstufe Rot) (Burn capitalism)(Grünkohl statt Braunkohle) (Global Warming) (Die Zeit für Insekten läuft ab)(Rentner für die Zukunft der Jugend)(Wir sind jung)(Klimaerwärmung schmeckt uns nicht) (Kein Planet B) (White Christmas) (Kohle ist kein Grund zum Anbaggern)(Rettet den Schneemann)(keine Zeit)(Eurer Profit zerstört unsere Zukunft)(Niemand hat die Absicht…)(Don`t Wait For The Doctor)

Niemand müsste die Wahrheit fürchten, denn die Lösungsideen existieren längst. Nur die Profiteure des heutigen Systems haben Angst vor der Wahrheit.

Landesweite und weltweite Proteste

#AlleFürsKlima 20.09.2019 Greta ThunbergHamburg war bei weitem nicht allein. Anderswo war der Andrang noch größer. Allein in Berlin forderten sogar 270.000 Leute den Klimaschutz ein (s. hier) und (hier). Ganz im Süden, in Freiburg waren 30.000 Leute dabei (s. Video). Bundesweit waren heute 575 Demonstrationen in allen größeren Städten des Landes angemeldet (s. hier). Offiziell sollen insgesamt 1,4  Millionen Menschen hierzulande auf der Straße gewesen sein… International dürften es auf jeden Fall mehrere Millionen Demonstranten gewesen sein. Die 2019 als Schüler-Demos ins Leben gerufenen Proteste sind heute weltweit förmlich explodiert. Ganze 159 Länder beteiligten sich. Allein in Sydney/Australien waren 300.000 Menschen dabei (s. hier). Auch dort baute sich das schrittweise auf und wurde immer größer (s. hier). Ursprungsinitiatorin der FFF-Bewegung, die 16jährige Schülerin Greta Thunberg aus Schweden, die derzeit noch immer in den USA weilt, sprach heute vor 250.000 Leuten in New York (s. hier) und (hier) und (hier).

Was bringt der neue Klima-Rettungsplan?

Alle bisherigen Proteste der Klima-Aktivisten verliefen (noch) nach dem Muster, sich friedlich mit Forderungen an die Regierungen zu richten. Noch besteht also scheinbar die Hoffnungen, dass unsere demokratisch gewählten Vertreter nicht mehr nur reden, sondern endlich drastisch-wirksame  Maßnahmen einleiten (denn die braucht es mittlerweile, nach verschlafenen Jahrzehnten des aktiven Nichtstuns), anstatt nur zu reden. Das ist bei genauerer Betrachtung erstaunlich, weil von Seiten der Protestler doch außergewöhnlich nett und sehr entgegenkommend. Die Leute sind inzwischen mit ihrer Geduld fast am Ende und zu Recht stinksauer (s. hier)

In Deutschland sahen die Reaktionen seitens der Bundesregierung bisher nämlich nicht nur sehr bescheiden aus, sondern man klüngelte bis zuletzt mit der Autoindustrie, druckste rum und wehrte Forderungen mit Scheinargumenten ab. (s. Marktinteresse als Ausrede) Sogar an der Gesetzgebung war deutlich zu erkennen, dass man ökologisch orientiertes Handeln nicht bevorzugt. Beispielsweise galten Schwarzfahrer in öffentlichen Verkehrsmitteln als Straftäter, während Falschparken eines KfZ lediglich als Ordnungswidrigkeit behandelt wurde (s. hier)…und das in einer Zeit, in der längst generell darüber debattiert wird, ob man den Nahverkehr nicht gleich generell preisfrei umgestalten soll (s. hier) und (hier) und (hier). Allein daran lässt sich erkennen, wie lange schon die Regierungen in ihrem Denken nicht auf der Höhe der Zeit sind. Wirklich entschlossene Maßnahmen fürs Klima müssten ganz anders aussehen.

#AlleFürsKlima 20.09.2019 Holger RoloffDoch der öffentliche Druck zeigt zumindest erste, kleine Wirkungen. Noch etwas passierte nämlich am heutigen Tag. Die Bundesregierung tagte und beschloss ein sogenanntes „Klimaschutzprogramm 2030“. Taugt das was?

Leider nein. Man meint weiter nur an ein paar kleinen Schräubchen drehen zu müssen, um wieder nur ein paar Feinjustierungen vorzunehmen. Eine wirksame, klare Weichenstellung, eine konsequent am Umweltschutz orientierte Ausrichtung der vorhandenen Einsatzmittel, sähe anders aus. Da würde mir spontan eine lange Liste möglicher Maßnahmen samt Finanzierungsweg einfallen…

Doch schaut man in die ideen- und inhaltslosen Gesichter der offiziellen Regierungsvertreter, dann ist völlig klar, dass denen das Thema nur ein belastender Klotz am Bein ist, aller schöner Worte zum Trotz (s. hier). Das kann nicht nur eine Folge von zu wenig Schlaf sein. Selbst die Kanzlerin räumte auf der abschließenden Pressekonferenz ein, dass all ihre bislang vorschlagenden Maßnahmen die bisherigen Klima-Ziele verfehlten (hier). Jetzt mit dem Klimaschutz „beginnen zu wollen“ (was Angela Merkel/CDU und Olaf Scholz/SPD betonten) entlarvt sich quasi selbst.(s. Wer Umweltprobleme nicht ernst nimmt ist selber ein)

Prompt zerreißt die Presse die Vorschläge und charakterisierte sie ebenfalls vor allem als Geschenke an die jeweilige Wählerklientel (hier) und (hier) und (hier). Es sei ein „Dokument der Mutlosigkeit“. Die Ziele sind also alles andere als „ehrgeizig“ (Kramp-Karrenbauer/CDU). Von „Rückenwind“ durch die Demonstranten (Malu Dreyer/SPD) kann nicht die Rede sein, sondern die Demos machen Druck und damit den Politikern endlich Beine. Von deutlichen Einschnitten bei Industrie, Bauwirtschaft (Betonproduktion), Stahlproduktion und sonstig extrem energieintensiven Bereichen wird erst gar nicht gesprochen. Man spart weiter systematisch aus, wo da das Problem wirklich angepackt werden könnte. So viel zur Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der bürgerlichen Politik.

Grundsätzlicher Denkfehler

Der dahinter liegende intellektuelle Irrtum – wie oben bereits angedeutet – liegt auch in Wahrheit viel tiefer. Das Problem ist dem Kapitalismus quasi kaufmännisch in seine inneren Strukturen eingeschrieben.

Natürlich ist es durchaus möglich, auch unter den heutigen Bedingungen gezielt zu beginnen, in eine nicht-fossil-basierte Energieproduktion zu investieren. Keine Frage. Auch eine CO2 Steuer kann man einführen usw. usf. (s. Probleme vs. Lösungen). All das wird aber nichts grundlegend ändern. Technische Innovationen können zwar hilfreich sein. Technik kann aber das grundsätzliche Problem der wirtschaftlichen Dynamik nicht lösen. Die Technik wird ja selbst im Interesse des Kapitals geschaffen und soll Profite erwirtschaften können. Genau da liegt der Knackpunkt, denn die damit verbundene, exponentielle Dynamik der „Verwertung des Wertes“ (R. Kurz) erfordert ein stetiges Wachstum – was man auch klar an Begriffen wie „Mehrwert“ und „Mehrwertsteuer“ erkennt. Der geschaffene Wert (= Aufwand an menschlicher Arbeit) wird jedes Mal in der abstrakten Monetär-Form festgehalten und im nächsten Verwertungszyklus kommt jeweils eine Schippe oben drauf.

Wachstum ist für das Kapitalverhältnis die zwingend notwendige Rahmenbedingung. Das geht stets einher mit stofflichem Wachstum (s. hier) und Energieverbrauch. Energieeinsparungen an einer Stelle (z.B. einzelnes Auto) werden insgesamt (Gesamtzahl aller produzierten Neuwagen) überkompensiert und somit ad absurdum geführt. Auch der Bau von noch mehr Kreuzfahrtschiffen, Containerriesen, Tankergiganten geht ungebrochen weiter, obwohl sie bekanntermaßen ökologische Dreckschleudern sind und für ein glückliches Leben verzichtbar wären. Die Kapitalseite (Geld verdienen zu müssen) lässt sich nicht entkoppeln von der energetisch-stofflichen Seite (es muss mehr je Zeiteinheit produziert werden).

Sowie der Kapitalismus stagniert oder gar die Wirtschaft sinkt, bekommt er ein Problem. Will man das ändern – was durchaus möglich wäre, um das zu betonen – muss man anfangen zu überlegen, wie man denn aus dem Kapital als willkürlich gesetzten, gesellschaftlichen Zwangs-rahmen rauskommen kann. DAS wäre der eigentliche Beginn der Lösung alle sozialen und ökologischen Probleme. Wie das geht, kann man auf dieser Seite mehrfach nachlesen (s. hier) und (hier).

Eine quasi „grüne Marktwirtschaft“ (politisch: „Green New Deal„) ist deshalb dauerhaft nicht möglich (s. hier) und (hier). Man kann mit marktwirtschaftlichen Mitteln die Probleme der stofflich-ökologischen Ebene nicht sinnvoll lösen, denn der nächste Autokauf wird da schon immer mitgedacht (wie auf der Pressekonferenz von Olaf Scholz ja auch ausdrücklich zu hören). Das Mobilitätskonzept (= Geschäftsmodell) ansich soll nicht angetastet werden. Geld durch Warenproduktion zu verdienen, soll als Prinzip bestehen bleiben. Deshalb werden immer wieder Arbeitsplätze als doch „zu retten“ vorgeschoben, um seit jeher klimaschonende Umweltmaßnahmen auszubremsen. Deshalb muss von allem immer mehr hergestellt und hinterher wieder verschrottet werden, damit bald noch mehr produziert und verkauft werden kann. Was für ein systemsicher Irrsinn…

Noch mehr Druck und Aufklärung notwendig

Deshalb braucht es auf jeden Fall noch mehr Druck und Aufklärung über die gesellschaftlichen Zusammenhäng und darüber noch mehr Entschlossenheit, Zivilcourage und auch zivilen Wider-stand und Ungehorsam im Alltagsleben, um sich nicht bedingungslos dem warenförmigen Arbeitsregime unter-zuordnen. Je mehr Geldwert zyklisch verwertet werden muss, um die Superreichen noch reicher zu machen, desto stärker sind quantitative, zerstörerische Eingriffe in die Natur durch den Arbeitsprozess notwendig. Nur damit alle gut leben können, bräuchte man das nicht. Ich behaupte sogar: fast niemand braucht WIRKLICH einen SUV. Derartige Fahrzeuge werden den Leuten durch die Werbung nur aus zwei Gründen schmackhaft gemacht: Status und Profit. Das gilt für ganz viele Produkte. In Wahrheit würde eine 5(-10)h Arbeitswoche ausreichen, wenn man alles auf die tatsächlich sinnvollen Tätigkeiten beschränken und zeitlich auf alle Schultern umlegen würde.  Heutige Phänomene wie Überproduktion, Arbeitslosigkeit, Armut, Obdachlosigkeit, Naturzerstörung usw. würden verschwinden.

Das alles ist der Wissenschaft längst bekannt und ich habe schon wiederholt auf diesen Seiten darauf hingewiesen. Mehr kann man nicht tun. Nachdenken, Konsequenzen ziehen und Handeln muss jeder selbst.

Holger Roloff, den 20.09.2019

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Nachtrag vom 21.09.2019: Die Halbwertzeit der Regierungsversprechen war kurz, sehr kurz – Dauer: einen Tag. Dann konnte man an der Praxis der Politiker bereits ablesen, wie die eigene Haltung in Wahrheit aussieht…(hier) und (hier) und (hier). Bundeskanzlerin Angela Merkel betreibt also nicht nur die Maximierung der Industrie-Profite, sondern auch die Maximierung der Ignoranz der Bevölkerung (s.hier) (hier) (hier). Immer mehr Details kamen dazu ans Licht (hier) (hier) (hier). Das ach so mächtige Klimapaket schrumpfte indes zum kleinen Päckchen, während sich genau die falsche Klientel über den Merkel-AKKK-Skandal echovierten.

Nachtrag vom 23.09.2019: Greta Thunberg sprach auf dem UN-Klima-Gipfel in New York (Video). Sie betonte, dass es von ihrer Generation aus keine Vergebung für das Versagen der Regierungen geben wird. Richtig so! Dem schließe ich mich nicht nur ausdrücklich an, sondern ich mache darauf aufmerksam, dass sich der Kapitalismus als System inzwischen auf allen Ebenen blamiert hat. (Video zum Beispiel/Bundestagsrede Sahra Wagenknecht zur bisherigen Verkehrs-Struktur- und Klima- und Umwelt-Politik der Bundesregierung)

Dahinter steckt nicht nur ein falsches Gesell-schaftssystem. Das allein ist schon kritikwürdig genug. Dazu kommt vielmehr ein komplettes intellektuelles Versagen der bürgerlichen Führungseliten, die ihr eigenes System nicht verstehen und einen klaren Blick auf das Leben und den Planeten völlig verloren haben. Sie haben diesen Blick selbst aktiv verschleiert durch Diäten, Provisionen, exorbitante Vortrags-Honorare, gut bezahlte Sitze in Aufsichtsräten und Konzernvorständen (= „Nebentätigkeiten“), direkte und indirekte Korruption durch den Lobbyismus der Industrie- und Finanzkonzerne. (Altmaier erklärt das Klimaschutzkonzept)

Das ist gleichermaßen Ausdruck von Dummheit, Egoismus und Habgier, gepaart mit Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber allen Menschen und sonstigen Lebewesen der Erde. Unser Planet ist vergiftet und schon voll mit Plastikmüll. Damit wurden allein in Deutschland Milliarden verdient. Das Artensterben ist die tägliche Folge. Immer mehr Menschen durchsuchen hierzulande Mülleimer nach Flaschen und Recyclingmüll, kämpfen damit um`s nackte überleben. Die Aufrüstung läuft gleichzeitig auf Hochtouren. Dafür reicht das Steuergeld immer.

Was davon wäre zu verzeihen? Nichts! Verzeihbar sind nur Dinge, die nicht absichtlich, sondern aus Versehen passiert sind. Davon kann hier aber nicht die Rede sein, denn die neoliberale Marktdoktrin, die Diktatur des Marktes (= Ideologie der „alternativlosen Sachzwänge“) ist hier gewolltes Programm. Für all das und mehr – darf es keine Vergebung geben. Niemals!!! Das sehen auch andere Analytiker so (hier)

Es gilt diese Geschichte zu bewahren und daraus zu lernen.

Was der Kapitalismus mit all seinen ideologischen Handlangern verdient, ist unsere tiefe, aufrichtige Verachtung! Die falschen Leute in einem tödlichen System sind eine ganz schlechte Kombination. Mit dem ewigen Klein Klein geht es nicht weiter. Es gibt nur eine konsequente Lösung für das alles: machen wir endlich Schluss damit!!!==> (hier), (vgl. auch hier) und (hier) Der Widerstand  läuft bereits (s. extinction rebellion) (s. Dokumentation SPIEGEL TV) (Proteste werden radikaler)


Die Hamburger Morgenpost berichtet von #AlleFürsKlima (hier)

Auch die Tageszeitung Junge Welt sieht das „Klimaschutzprogramm 2030“ kritisch (hier)

Hier ein paar Eindrücke aus Hamburg, als sich zum Ende hin schon alles langsam wieder auflöste, aber noch Poetry Slam und eine interessante Rede zu hören waren (Video)

Unser geschätzter Kollege Martin Sonneborn (DIE PARTEI) begeistert mit seinem Redebeitrag Schüler der FFF-Demo in Düsseldorf  (Video)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Der Green New Deal ist eine Mogelpackung (hier)

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen (Audiovortrag)

Hand in Hand für Tierrechte – auch das trägt zum Klima bei (hier)

Danke, Greta! Soviel Klartext im Angesicht der Herrschenden war selten in der Menschheitsgeschichte – ein Kommentar von Florian Kirner  für Tagesdosis 25.09.2019 (hier)

Vom Menschengemachtes Klima – konkrete Beispiele – ein Beitrag von Peter Frey (hier)

Die CO2-Steuer ist eine Mogelpackung! Ebenso ein Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten – eine Analyse von Hermann Ploppa für Tagesdosis 27.09.2019 (hier)

Wo anfangen? Wie wäre es bei den drei größten Verursachern von Abgasen – der Bauwirtschaft, der Landwirtschaft und vor allem dem Militär – Me, Myself and Media 53 – Toxisches Klima! (Video)

Greta angeblich total ferngesteuert…wirklich? Uli Gellermann hakt nach und beleuchtet diese Argumentationsart (hier)

Schwindendes Eis – Fakten und Grafiken zu Forschungsergebnissen (hier bei statista)

Buch: Die Öko-KatastropheDie Öko-Katastrophe – das Buch mit Berichten aus aller Welt zum Tempo des Klimawandels (hier) Interview dazu mit Dirk Kohlmann (Video)

Ökodiktatur – stimmt dieser Begriff? (hier)

Wie und warum Menschen falsche Vorstellung von Hoffnung entwickeln – ein Beitrag von Chris Hedges für Tagesdosis 22.10.2019 (hier)

Zu diesen Kosten wären die Klimaziele bis 2050 noch zu schaffen (hier als PDF)

Lawinengefahr und schmelzende Gletscher wenn der Klimawandel jetzt schon den Alltag verändert – WWF-Interview mit dem Meteorologen Torgeir Mork und dem Klimaforscher Kim Holmèn (hier)

Eine Perspektive des zivilen Widerstandes ist möglich, aber nur dann sinnvoll, wenn sich wirklich substanziell etwas ändert. Andernfalls verhallen alle FFF-, Naturschutz- und Klimaschutzproteste in einem nur grün lackierten „weiter so bisher“. Wir brauchen das Ende aller Kriege, eine massive Abrüstung und den Beginndes Aufbaus eine humanen Wirtschaftssystems! Ein Standpunkt von Jens Wernicke für KenFM (hier)

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Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform

Wesen und Charakter einer warenförmigen Gesellschaft sind durch diverse Artikel auf diesen Seiten schon mehrfach analysiert und beschrieben worden. Das Wesen besteht in seiner abstrakten Inwertsetzung. Das bedeutet, das alles durch Tauschverhältnisse geregelt und bestimmt wird. Der Konsequenz dessen, sind sich die westlichen Gesellschaften lange Zeit nicht klar gewesen. Manche Leute sind es bis heute nicht, berufsbedingt, weil sie selbst davon profitieren oder weil sie einfach zu bequem sind, zu faul zum Denken, lesen, diskutieren – oder zu feige aufzustehen, sich sich zu positionieren und zu wehren. Da schwimmt man lieber mit dem Strom.

Das Ziel so einer Gesellschaft, bezüglich ihrer Inwertsetzung, ist nicht ein gutes Leben an sich, wie man vielleicht vermuten würde. Die gesellschaftliche Bestimmung und der Sinn einer Sache in einer Tauschgesellschaft, messen sich nicht an  deren konkreten Nutzen, sondern werden allein bestimmt durch ein gesamtgesellschaftliches Verhältnis, genannt der Wert oder genauer „die kapitalistische Wertform“. So findet als höchste Abstraktionsform (Zahlen) das Wesen der warenförmigen Gesellschaftsform einerseits ihren konkreten Ausdruck in der Geldform (Zahlen auf Münzen, Scheinen, Konten, Aktien, Schuldscheinen usw.), sowie andererseits in der Arbeit, deren Wesen folglich ebenso darin besteht, abstrakt zu sein. Das Zusammenspiel der Elemente Ware/Geld/Arbeit ermöglicht wie gesagt die nahezu beliebige Austauschbarkeit aller Waren und setzt dabei eine sehr spezielle Dynamik in Gang, innerhalb eines sich geschichtlich permanent verändernden Prozesses – dem Kapital. Weil Geld jedoch nur Quantitäten messen kann (durch Preisgrößen), verwundert es auch nicht, dass die alles bestimmenden Zahlen wachsen und wachsen müssen, egal ob das der Sache auf der Ebene der stofflichen Größen nach überhaupt Sinn hat (Gebrauchswert, Nutzen kontra Umwelt) oder nicht. Das Kapital aus sich selbst zu vermehren ist der dem System immanent eingeschriebene Zwang und irrationale Selbstzweck, der letztlich direkt lebensfeindlich, tödlich und sogar explizit mörderisch werden kann (in der Soziologie bezeichnet als „Der Todestrieb bürgerlicher Subjektivität“, Robert Kurz, vgl. hier), von Amokläufen, über Kriege bis hin zur industrialisierten Menschenvernichtungsmaschine  im Dritten Reich. Arbeit besitzt die Tendenz zum Töten. Selbst normale bürgerliche Ökonomen haben das inzwischen erkannt (vgl. Peter Fleming, Wirtschaftswissenschaftler an der Cass Business School of London, s. Bericht bei WELT online vom 08.02.2018 – hier)

Das Leben, so es denn im Kapitalismus wenigstens zeitweise historisch stressfrei gelang, war und ist nur ein Abfallprodukt dieses Prozesses, aber eben nicht der eigentliche Zweck. Selbst die Menschen sind als Arbeitskräfte nur Waren auf dem „Arbeitsmarkt“ und werden für den Prozess der Profitproduktion an- und verkauft. Dabei strebt das Kapital stets tendenziell zur höchsten, durchsetzbaren Ausbeutungsrate, im Idealfall zur Kinderarbeit, da die sich am wenigsten dagegen wehren können. Jeder hat Angst, am Markt von anderen überrundet zu werden. Auch die produktiven Kapitalisten (Unternehmer) sind von dieser Angst getrieben. Es betrifft uns alle. Echte Selbstbestimmung des Menschen wäre gewiss etwas anderes. Stattdessen herrscht die Diktatur des Marktes.

5 Buchtitel Kapitalismuskritik

Das so konstruierte Sein ist keineswegs „natürlich“, „schon immer da gewesen“ und „ewig weiter so existent“, auch wenn uns die bürgerlichen Apologeten der Marktwirtschaft das gerne weiß machen möchten (z.B. „Das Ende der Geschichte“, Francis Fukuyama, „Mehr Kapitalismus wagen“, Friedrich März usw.), sondern lediglich eine Phase innerhalb der Entwicklungsgeschichte der Menschheit insgesamt. Der Kapitalismus, also die alles bestimmende Konsum- und Warengesellschaft, erlebte eine Geburtsphase (noch als Sklaverei, s. hier und hier), eine Aufstiegsphase (Industrialisierung, Modernisierung), eine Hoch- und Wohlstandszeit (Keynianistischer Wohlfahrtsstaat nach dem 2.WK, soziale Marktwirtschaft) und sie erlebt gerade ihre Niedergangsphase (Krisenkette seit 1970, Globalisierung seit 1980, Zusammenbruch des Ostens 1989,  Hochtechnologiezeit und Internet seit 1990), die irgendwann mit ihrem Ableben enden wird. Dieser Lebenszyklus/Verlauf ist aber auch das einzige was aus einer übergeordneten Perspektive betrachtet, mit den allgemeinen Gesetzen im Universum übereinstimmt. Der Kapitalismus im Inneren wird adäquat durch das Wertgesetz beschrieben, ist hochgradig widersprüchlich, irrational und stimmt keineswegs mit den allgemeinen Gesetzen im Universum überein. Je mehr wir uns als Menschen dessen bewusst werden, desto klarer sehen wir, was wirklich ist. Die gesamte Modernisierungsgeschichte wäre auch anders denkbar und möglich gewesen.

Durch das genannte gesamtgesellschaftliche Verhältnis, den abstrakten Wert, werden umfassende gesellschaftliche Mechanismen in Gang gesetzt, deren innere Gesetzmäßigkeiten durch die Funktionslogik des Geldes bestimmt werden. Dem soll alles untergeordnet werden.

„Man sollte nie vergessen, Kapitalismus war in erster Linie immer auch ein System der Zumutungen.“ (Robert Kurz).

Durch diese geschichtlich gesehen sehr spezielle Art von Wirtschaft und dessen Wesen nach abstrakte Inwertsetzung ist das Leben in der realen Geschichte bestimmt worden, samt genannter Zumutungen im Alltag. Dessen sind sich die meisten Menschen, die in so einer Gesellschaft leben, jedoch nicht unmittelbar bewusst. Fehlendes und falsches Bewusstsein wird langfristig aber zum Problem, weil die Ursachen unerkannt bleiben. Die ebenfalls auf diesen Seiten zu findenden Artikel zum Thema Ideologien legen Zeugnis davon ab, warum (s. hier). Ergänzen lässt sich, dass der Philosoph Erich Fromm bereits in den 1960er Jahren, als das Aufkommen einer Konsum-Zwangsgesellschaft diskutiert wurde, dem Kapitalismus tiefgehend analysierte und all die mentalen Zusammenhänge aufdeckte, die bis heute Gültigkeit besitzen (vgl. Vortrag hier). Seit dem ist es insgesamt leider immer schlimmer geworden.

Solange noch geschichtlich wenigstens auch reale Verbesserungen im Alltag spürbar waren (bis rein in die 1970er Jahre), war das zumindest nach dem 2. Weltkrieg in Zentraleuropa nicht so stark ins Gewicht gefallen (davor schon! zwei Weltkriege berichten davon). Der Wettstreit zwischen Ost und West trug dazu bei, soziale Zugeständnisse zu machen. Und man redete sich die Verhältnisse einfach schön. Doch scheitert jemand im Alltag (was im Turbokapitalismus der Globalisierung ab 1980 zunahm) und fühlt sich nicht anpassungs- oder leistungsfähig genug, meint der Einzelne vielleicht zu schwach zu sein und gibt sich selbst die Schuld, anstatt das gesellschaftliche SEIN, d.h. konkret das sozial-ökonomische Formprinzip dahinter kritisch zu hinterfragen. Dann ist man hoffnungslos gefangen in der Matrix aus Arbeit, Leistung, Geld und Konsum. Jeder hält das ja für normal. Damit ebenso, dass mitten im materiellen Überfluss allein 100.000 Menschen täglich an Hunger sterben…viele weitere durch übermäßigen Konsum, durch die Produktion der Waren, also Arbeit…alles normal hier. Das alles im Bewusstsein ausblenden zu können, geht nur durch Ideologien.

Ideologien sind in so einer Gesellschaft deshalb der Normalzustand, das „notwenig falsche Bewusstsein“ (Karl Marx), um in einer Warengesellschaft leben zu können. Die damit verbundenen Ketten des Alltags und der Herrschaftsverhältnisse legen sich die Bürger als warenförmig Handlungssubjekte quasi selber an, wenn sie alles unreflektiert annehmen. Sie verinnerlichen das wie Automatismen. Doch wie ist das möglich? Lassen wir uns etwa manipulieren?

Das beginnt schon mit einem Bildungssystem, welches darauf abzielt, arbeits- und konsumwillige Besitzstandsbürger heranzuziehen, die willig akzeptieren, was Geld und Markt ihnen vorsetzen und diktieren. Das geht einher mit massiver Werbung, die Ausrichtung der Presse auf das Konsum- und Arbeitsverhalten als Grundzustand der Normalität, Konzepte wie „geplante Obsoleszenz“, eingeredete Krankheiten durch veränderte Grenzwerte für bestimmte Kennzahlen, um anschließend mehr Medikamente verkaufen zu können, einer riesigen Armee an Lobbyisten sowie die Hoheit über die Sprache derer, die sich als Repräsentanten der Gesellschaft in den Medien wie z.B. in TV-Talkrunden etc. präsentieren und „streiten“ dürfen.

Das alles wird überlagert von Staat, Exekutive und Justiz samt eines Gesetzeswerkes, welches die Zügel wahlweise locker läßt oder da fest anzieht, wo nötig – die Herrschaftsverhältnisse. Heute ist auch klar zu erkennen, dass Sozialismus in diesem Sinn auch nur eine Art dessen, also ein historischer Ableger des Kapitalismus war. Er war seinem (abstrakt-warenförmigen) Wesen nach identisch. Anders war lediglich das politische Selbstverständnis, das Ziel (immerhin!) und die Art und Weise, wie man sich das Realisieren der warenförmigen Modernisierung vorstellte. Doch das scheiterte an der Dynamik des Weltmarktes sowie an einem Mangel an den zugestadenen bürgerlichen Grundrechten (quasi handwerklich-politische Fehler der Modernisierung im Osten; gleiches gilt heute für Polen, Ungarn und dien Türkei, wo ähnliche Tendenzen zu beobachten sind).

Die Irrationalität(en) in der Arbeits- und Konsumwelt sind so umfangreich und vielschichtig, dass es unmöglich ist, sie an dieser Stelle alle auszubreiten. Im Zuge eines Aufwachens, eines sich selbst bewusst Werdens, um eine andere Haltung einnehmen zu können, sollte man sich jedoch damit mal befasst haben. Das ermöglicht es, nicht nur unmittelbar bessere Entscheidungen für das eigenes Leben zu treffen (Mitzudenken, auch mal „Nein“ sagen zu können, ein anderes Konsum- und Arbeitsverhalten zu zeigen, Empathie zu entwickeln, bewusstere Gestaltung der eigenen Ernährung und Gesundheit, gesellschaftliches Engagement, Solidarität usw.), sondern für eine andere Welt einzutreten getreu dem Motto „Die Welt ist keine Ware“. Es gäbe durchaus andere Möglichkeiten eine Gesellschaft zu gestalten und andere Prinzipien, Wege und Möglichkeiten wirtschaftlich sinnstiftend zu agieren…wenn man das will. Auch dazu findet man hier etliche Artikel auf den Seiten mit entsprechenden Quelle, Buch- und Lesetipp.

Holger Roloff, den 09. Februar 2018

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Es folgt eine Sammlung an Links und Dokumentationen, die das oben genannte an konkreten Beispielen anschaulich machen und vertiefen kann:

Kapitalismus wertkritisch erklärt (hier)

Ein nachdenklicher Song über den Irrsinn unserer Wirtschaftsweise von FEVER RAY (Video)

Russisches Kunstprojekt: Miss Kapitalismus klärt auf! (Video)

Was der Konsum mit uns macht – kleiner Animationsfilm mit einem ersten Überblick zu Kritikpunkten (hier)

Der Philosoph Christian Weilmeier erklärt bekannte Begriffe und Zitate der Philosophie-Geschichte – hier „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ von Adorno (Video)

Waren brauchen Werbung – vor allem, wenn sie eigentlich niemand wirklich braucht, der Produzent aber „anständig“ Geld damit verdienen will (Video)

„Money“ Irrsinn mit Methode – wussten auch schon PINK FLOYD im gleichnamigen Song anno 1974 (Video)

Sammeln Sie noch oder Leben sie schon (hier)

Warenfunktion im Kapitalismus erklärt am Beispiel von Kinofilmen für Kinder – TOY STORY 1 – 4 in der Filmanalyse und Kritik (Video)

Kinderarmut ist weltweit Gang und Gebe – wird aber höchstens mal wahrgenommen bei uns im Westen als Sarkasmus – hier beim POSTILLION (hier)

Kranke Konsumgesellschaft – über den lebensfeindlichen Irrsinn, die Fremdbestimmung und die Zumutungen in der Arbeits-Konsum-Zwangsgesellschaft als alltäglich verinnerlichter Normalzustand (hier)

Shoppen bis zum Umfallen – über das Entstehen des Massenkonsums und Prestigekäufe, um andere zu beeindrucken – die Geschichte der Waren als Statussymbole (hier)

Die gelenkte Konsumgesellschaft – über die Manipulationen und den Irrsinn der Konsumslogik (hier)

Unser absurdes Bildungssystem – wie der Normalbürger erzogen und erzeugt wird (hier)

Das bürgerliche Glücks-Versprechen des Geldes und der globalen kapitalistischen Produktionsweise wird heutzutage auch wieder philosophisch-kritisch diskutiert – hier bei Scobel/3sat (hier)

Manipulierte Gesellschaft – wie der ideologische Normalzustand erzeugt wird (hier)

Konsum – Eine schmerzliche Wahrheit – wie die Warenproduktion tatsächlich aussieht (hier)

Doku über den Konsumterror von Arte (hier)

EGOnomics – Die irrationale Welt der Manager und Chefs (hier)

Koste es was es wolle – Konsumwahn (hier)

Ausversehen die Wahrheit sagen- nee das geht gar nicht! Und wie werden wir endlich fit für die Konkurrenz der Globalisierung? Durch Selbstkannibalismus! Max Uphoff klärte schon 2010 über pikante Details in unserer Gesellschaftsform auf (Video)

Gesellschafts- und Konsumkritik in legendärem Film von John Carpenter – die entlarvende Brille der Wahrheit hinter den Dingen als Symbol des Erwachens und der Bewusstwerdung (hier)

Kaufen für die Müllhalde – die Geschichte der bewusst geplanten Obsoleszenz, um die Widersprüche der Warenform zu handhaben (hier)

Konsum auf Pump – wie das eigentlich oft im Hintergrund funktioniert analysiert Politkabarettist Volker Pispers in „Wer hat hier die Arschkarte“ (hier)

Bereits vorkapitalistsiche Verhaltensweise hatten dramatisch-verheerende Auswirkungen auf der Erde, wie dieses Sendethema indirekt zeigt: – Frag den Lesch – Wie würde die Erde ohne Menschen aussehen?

Kapitalismus ist wie eine Religion – Kabarettist Volker Pispers arbeitet sich wie immer an den systemimmanenten Widersprüchen ab – mal mehr oder weniger gelungen, aber stets unterhaltsam und mit vielen unausgesprochenen Wahrheiten (hier)

So wie man anfängt die richtigen Fragen zu stellen, kommt die ganze Irrationalität des kapitalistischen Systems zum Vorschein – Pelzig fragt! Pispers antwortet! (hier)

Dafür bietet diese Art Gesellschaft viel Stoff für Depressionen, auf die man nur noch satirisch-nihilistisch und satirisch mit beißendem Spott reagieren kann wie hier Nico Semsrott (Video)

Ein unhaltbarer Zustand – Kritik von Heiner Geissler, der eine neue Wirtschaftsordnung fordert (hier), meint damit aber z.B. nur eine andere „Verteilung des Geldes“. So beklagt er eine ausufernde „Gier nach Geld“, als wenn es im Kapitalismus jemals um etwas andere gegangen wäre, als um Macht und monetären Reichtum. Dass wir längt geschichtlich in einer Phase jenseits der „sozialen Marktwirtschaft“ sind und vor allem warum, entzieht sich seinem Bewusstsein. Anstatt die grundsätzliche Strukturen zu hinterfragen, laufen seine Argumente so nur auf eine bessere Moral innerhalb des Systems hinaus. Seine Matrix des Ganzen hingegen kann damit intakt bleiben (hier).

Nein zum Kapitalismus – diese Gesprächsrunde mit Jean Ziegler und Heiner Geissler zeigt, dass in den Argumenten ebenfalls die zeitliche Dimension der Entwicklung des Kapitalismus völlig ausgeblendet bleibt. Vor allem Herr Geissler versucht immer wieder in die Runde zu werfen, man solle nicht gegen Kapital und Marktkonkurrenz sein („das wäre ja verrückt“), sondern müsse lediglich nur wieder alles in „die Ordnung bringen“…schließlich versucht er, anstatt auf die Möglichkeit echter, kategorialer Änderungen hinzuweisen, sich auf einen weichen Faktor wie Ethik zu berufen. In beiden Ansätzen zeigt sich, wie er trotz seiner Kritik selbst in einer Ideologie (eben der oben genannten Normalität) gefangen bleibt. Er verkennt völlig Wesen und Charakter der kapitalistischen Gesellschaft (hier), was deutlich macht, wie schwierig es dem bürgerlichen Warensubjekt fällt, sich da quasi herauszudenken.

Manche Aktivisten schaffen es bereits zeitweise durch einen Ausstieg den Konsum drastisch zugunsten gewonnener Lebenszeit zu reduzieren (Video hier)

Selbst ein Flußabschnitt steht erstmals in Deutschland zum Verkauf – wird also zur Ware, auf die spekuliert werden könnte (hier)

Alles wird zur Ware – sogar getrocknete Hundewelpen (hier)

Systematischer Irrsinn im Kapitalismus führt zwangsläufig zur Entwertung der Waren und aller anderen Kapitalformen – auch der Arbeit – das führt mittelfristig zum BGE, weil es sonst keine Käufer mehr gibt – langfristig wird alles kostenlos – der Philosoph Andre Gorz im TV-Magazin KULTURZEIT (hier)

Konsumkonditionierung und Terrorismus hängen auf irrationale Weise zusammen im französischen Film  „Nocturama“ (2017) (hier) Hier wird das bürgerliche Subjekt mit seiner inneren Leere konfrontierte was auf den Normalkonsumenten äußerst verstörend wirken muss… Der Film wurde deshalb bei einem Filmfestival schon hoch „offiziell ausgeladen“.

Alike short film – zeigt exemplarisch, was in unserer Art warenförmiger Gesellschaft (mit entfremdeter Arbeit) falsch läuft (Video hier)

Kinderschützer des Tages: Edeka – Bericht über die Widersprüche der internen Firmenpolitik des Handelskonzerns EDEKA in JUNGE WELT (hier) und (als PDF)

Bitte Hassen Sie Jetzt – Adventsgruß 2017 – von Sibylle Berg im SPIEGEL online (hier)

Schnäppchen beim Teleshopping – präsentiert von Martina Hill (Video) (Video)

Warum die Zirkulation von Geld keinen Mehrwerts erzeugt zeigt sich durch eine kleine Anekdote, ein literarisches Beispiel, für die Fragwürdigkeit und Irrationalität der Geldlogik (Video)

Kapitalistische Ausbeutung in Deutschland spiegelt sich gelegentlich auch in der Rede eines Gewerkschafters – wie hier im Februar 2018 – am Bsp. Volkswagen: (hier)

Der Selbstoptimierungswahn des Neoliberalismus – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Arbeit nach Feierabend macht krank – Artikel gefunden bei Ping Spielraum (hier)

Die Irrationalität des kapitalistischen Wertesystems zeigt sich auch im Steuersystem wie z.B. das ARD TV-Magazin brisant berichtet (Video)

In Zeiten wie diesen hat politisches Kabarett Hochkonjunktur, weil es reichlich Stoff gibt, sich an der Irrationalität, Subjektivität und den Widersprüchen des Systems sowie der bürgerlichen Politik und nazistischen Protagonisten abzuarbeiten. Ein Meister seines Fachs ist diesbezüglich Max Uthoff. Er zeigt, wie man das unterhaltsam machen kann (Video)

Damit die Großkonzerne weiter ihre Profite scheffeln können werden technische Entwicklungen unterdrückt und sogar führende Wissenschaftler, wenn sie sich nicht kaufen lassen  wollen,  ermordet – hier ein winziger Einblick in die Hintergründe vom deutschen Wissenschaftler Dr. Klinghardt speziell zum Thema „Freie Energie“-Forschung (Video)

Die Widersprüche und Irrationalität der Binnenwirtschaft setzt sich auch im Außenverhältnis zu anderen Staaten fort – hier am Bsp. der deutschen Griechenlandpolitik und Außen- und Militärpolitik sowie dem Umgang mit Kapital – Bundestagsrede von Gregor Gysi (DIE LINKE): (Video)

Star Trek / Raumschiff Enterprise Parodie bei Die Anstalt vom 27. Februar 2018 – zeigt Irrationalität der bürgerlichen Gesellschaft in Bezug auf das Klimaproblem (Video lang) und (hier Start als Episoden)

Als Folge der kapitalistischen Krisen wiederholen sich Populismus, Protektionismus,  Strafzölle und Handelskriege brechen aus – Bericht beim SPIEGEL (hier)

Groß, größer, am größten – diese Supermarktneuheit 2018 wirkt wie Realsatire – Sch… in Dosen reicht nicht mehr aus – jetzt gibt es Nutella in Eimern – Bericht die Hamburger MOPO (hier)

Kapitalismus ist nicht das natürliche, gesellschaftliche Formprinzip, sondern musste historisch mit staatlicher Gewalt durchgesetzt werden, was sich auch heute noch vielerorts zeigt, z.B. hier in Lhasa, wie der SPIEGEL online berichtet (hier)

Reicher Hamburger war Kriegsprofiteur und Sklavenhändler – Bericht in der MOPO (hier)

„Kapitalismus und Sklaverei“ – eine Reflexion vom noch immer inhaftierten US-Journalisten Mumie Abu-Jamal in JUNGE WELT beleuchtet, wie die Kapitalisten zu ihren ersten Arbeitern kamen, noch vor diese zu Lohnarbeitern mutierten (hier)

Es droht im Zuge der historischen Entwicklung des Kapitalismus ein Ende der Globalisierung und somit der Übergang vom Neoliberalismus zum Neonationalismus – [Analyse bei TELEPOLIS vom Autor  (hier) ] – einhergehend mit einem Angriff seitens China auf die Dominanzrolle des Dollar (hier)

Selbst die wirtschaftlichen und finanziellen Experten verstehen ihr eigenes Wirtschaftssystem nicht und liegen – wie dieses Bsp. aus dem Finanzministerium zeigt – mit ihren Einschätzungen häufig völlig daneben, wie BILD berichtet  (hier)

Was der Kapitalismus mit den Daten der Bürger vor hat? Hier einige Hintergrundinfos von Dirk Müller (Video)

Österliche Nächstenliebe – Fröhliches Foltern! Eine kritische Betrachtung der westlich-christlichen Wertegemeinschaft vom Autor Christian Stöcker – gefunden beim SPIEGEL (hier)

Um das Medium Geld steht es inzwischen auch nicht mehr so gut, was man an der wachsenden Bedeutung von Krytowährungepn ablesen kann (hier). Sie unterliegen der gleichen Krisenhaftigkeit wie der Kapitalismus insgesamt.

Wie denken eigentlich die Kapitalisten? Am besten, man hört ihnen mal zu. Dirk Müller alias „Mr.Dax“ plaudert aus dem Nähkästchen. Eigentlich Kapitalismuskritik pur…wenn es nicht gleichzeitig doch wieder positiviert werden würde. Warum macht er das? Nun, weil er selbst davon profitiert. Dennoch treten hier zahlreiche Teilwahrheiten ans Licht (Video-Interview 17.01.2018)

Der Irrsinn setzt sich natürlich auch im Bankwesen fort – Kapitalismus ist systematischer Betrug – hier packt z.B. bei Domian ein Banker aus (Video)

Warum man stets nur Sündenböcke sucht, anstatt die Ursachen in den Strukturen des kapitalistischen  Systems selbst zu suchen – ein analytischer Wortbeitrag bei KenFM deckt die dahinter liegende ideologische Denkform auf (Audio hier)

Die Domestizierung fürs Kapital kennt inzwischen längst eigene TV-Shows (hier)

Mord für Profit ist leider allgegenwärtig – hier am Bsp. von Wilderei (hier)

Selbst der gesetzliche Mindestlohn reicht vielerorts nichtmal zum Überleben (hier)

Jeffrey Bezos – Chef von Amazon – aktuell reichster Mann der Welt, hat seine Unternehmensstrukturen hinsichtlich der Ausbeutung seiner Angestellten optimiert, erhält Auszeichnungen und läßt sich als innovativ feiern – Bericht zu Protesten seiner Mitarbeiter in JUNGE WELT online (hier)

„Tribute – Das komplexe Subventionsdickicht“ von Fabian Scheidler. Die Verbindung von Kapital und Staat gehört zu den Diskussionspunkten, warum der Kapitalismus immer noch läuft. Entdeckt bei SEIN.de (hier) und (als PDF)

Die BRD ideologisch auf dem Weg zu einem neoliberalen Faschismus – jedenfalls wenn es nach dem Willen von Christian Gräff (CDU-Wirtschaftsflügel) geht. Die Reaktionen darauf leisten endlich Widerspruch und beschreiben schonungslos die Wahrheit (Video) und (hier) Künstler haben das schon längst erkannt, wie in diesem Videoclip (Video)

Die Irrationalität der Kapital-Jünger offenbaren geradezu religiösen Züge – zu sehen in einer Doku „System Error“ (2018) – Bericht im Spiegel (hier)

Willkommen im Ungleichland – wie aus Reichtum Macht wird – die Doku (2018) zeigt, mit was für absurden Argumenten Reiche ihren Status meinen rechtfertigen zu können…(Video)

Unabhängiger Journalist und Friedensaktivist Ken Jebsen spricht im Mai 2018 zum Kriegsende vor 73 Jahren erkennt den wahren Krieg und Irrsinn im Alltag unserer unnatürlichen Lebensweise, die auf Waren, Geld, Konsum und Vermarktung basiert (Video)

Umwelt vs. Dummwelt – die irrationale Politik in Deutschland – Tagesdosis vom 15.05.2018 bei KenFM (hier)

Warum nicht mehr Menschen gegen dieses irrationale System aufstehen, bringt Dirk Müller auf einer Pressekonferenz auf den Punkt (Video)

Die Irrationalität im Kapitalismus ist auch an der Regierungspolitik abzulesen – deutliche, Worte der Abgeordneten Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) im Bundestag im Mai 2018 (Video)

An Mitarbeitern wird gespart, die Produkte sind fragwürdig – ein Blick hinter die Kulissen von modernen Billigläden TEDi und EuroShop bei BILD.de (hier)

Warum eine neue Scheinlösung wie der Bitcoin die Irrationalität nur fortsetzt berichtet der SPIEGEL online (hier)

Die Irrationalität der Warenform wird per Gesetz auch anderen Lebensbereichen aufgezwungen – nur umgekehrt proportional…so werden z.B. Informationen vorenthalten und sogar juristisch ausdrücklich verboten und bestraft, indem man sie als einfach Werbung deklariert – Bsp. Abtreibungen (Video)

Die Irrationalität aus Gründen des Profits zeigt sich z.B. auch bei Medikamenten. So versuchte die Pharmalobby schon vor Jahren Kamille zu verbieten. Andere Mittel – wie dieser Wirkstoff gegen Krebs und alle Tumorarten, wird bis heute aus gleichen Gründen verschwiegen. Dieses natürliche Heilmittel findet man im Fruchtfleisch und den Kernen einer Beere in Australien und ist in seiner Wirkkraft wissenschaftlich sehr gut belegt (Video). Solange jedoch die Pharmafirmen locker 30.000 – 50.000 Euro an einer konventionellen Krebstherapie verdienen, interessiert das nicht. Es braucht Insider und kleine Youtuber, die sich um dieses Heilwissen bemühen.

Anstatt Lebensmittel beständig und biologisch sauber zu erhalten wird Nahrung unter kapitalistischen Bedingungen zunehmend in eine Giftquelle verwandelt – der Forscher Walter Hagen berichtet im Interview (Video)

Irre – weil irrational sind auch die bürgerlichen Politiker – hier analysiert am Bsp. des SPD-Mannes und Möchtegern-EU-Retters Martin Schulz (hier)

Altersvorsorge – Regierungsvorstellung vs. Wirklichkeit als Karikatur (hier)

Warenvernichtung gehört zum ökonomischen Kalkül des Kapitals (hier) und (hier)

Wie Firmen für Profit Menschen töten – am Bsp. des Konzerns NESTLE (Video) Dazu gehören Produkte folgender Marken (hier)

Der Irrsinn in den den Supermärkten mit Billig-Obst und Gemüse liegt in den Produktionsverhältnissen und der doppelten Ausbeutung von Arbeitskräften (hier)

Mythen des Kapitalismus – Spiegel-Bericht – „der ehrbare Hamburger Kaufmann“ (hier)

Die Palette der Handlungsakteure am Markt reicht bekanntlich bin hin zu groß angelegtem, systematischem Betrug – hier ein Fall aus Dresden (hier)

Anstatt Eigenverantwortung zu übernehmen denkt sich das bürgerliche Subjektbewusstsein bekanntlich  gern Verschwörungstheorien aus. Sehr populär ist die Vorstellung von „Chemtrails“. Was technisch, physikalisch und gesellschaftlich dahinter steckt, deckt der Videokanal DetailVerliebt auf (Video)

Die deutsche Verkehrspolitik ist eine Katastrophe. Das zeigt sich an den darin enthaltenen Widersprüchen. Nico Semsrott erläutert, warum ein freier Nahverkehr sinnvoll ist (Video)

Firmen verlassen das „Textilbündnis“ – so sieht „Verantwortung“ also wirklich aus (hier)

Spirale der Gewalt und ihre Ursachen in den Basisstrukturen der warenförmigen Gesellschaft samt Hartz IV – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 03.09.2018 bei KenFM (hier)

Sind wir bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

„System Error“ – ein Film über das Festhalten am religiösen Irrglauben des Wachstums als unabänderlicher Naturtatsache. Das funktioniert nur als quasi Religion mit reichlich kognitiver Dissonanz und blinder Flecken der Wahrnehmung (Trailer). Bericht bei ttt (Video) Hier ein Interview mit dem Regisseur Florian Optik (Video)

ZDF Doku (2018) zur Finanzkrise entlarvt die tatsächliche Rolle der Deutschen Bank. Dabei offenbart sich ganz nebenbei die totale Unfähigkeit der politischen Elite ihr eigenes System namens Kapitalismus zu verstehen. Alle Beteiligten schätzten die Lage völlig falsch ein und trafen falsche Entscheidungen. Und das läuft bis heute ungebremst und unverstanden so weiter. Ein Bezug zur „Realwirtschaft“ wird selbst in der Doku nicht erwähnt, obwohl die Krise primär eine Krise der Arbeitsgesellschaft (1970er Jahre) ist (hier).

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Die Zukunft des Kapitalismus, sein Wesen, sein Charakter, Konkurrenz, Sozialabbau, austauschbare Politiker – ein Kommentar von Susan Bonath zum inneren Zusammenhang von allem in unserer Gesellschaftsform bei Tagesdosis 5.11.2018 (hier)

Arbeitszwang als Bedingung zur Kapitalsteigerung ist charakteristisch für Faschismus – wie der zur irrationalen Normalität wird offenbart dieser Beitrag von Susan Bonath (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Scheiternder Kapitalismus, Sozialabbau, Verbrechen und Kriminalität gehören strukturell zusammen. Auch Kinofilme bieten mitunter solche Einblicke, wie hier am Bsp. Chicago/USA im Streifen „Windows – Tödliche Witwen“ (2018) (hier)

Wie sich Kapitalismus ideologisch in „rechts“ und „links“ aufteilt (hier)

Der Mensch selbst wird zur Ware, um besser und mehrfach ausgebeutet werden zu können (hier)

TEDi und Co. – Die dunkle Seite der Billishops – (Doku)

Was ist eigentlich gefährlicher – die normalen Pharma-Medikamente oder ein achtsamer Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln? (Video)

Wie reflektieren Künstler diesen Zeitgeist? So wie z.B. NEUSCHNEE (Video) oder auch Deichkind, die der Diktatur der Dinge durch deren symbolische Demontage begeben (Video)

Was ist die Bedeutung von TTIP, CETA, JEFTA u.a. Freihandelsabkommen? Was steckt hinter der Opioid-Krise der USA? Dirk Müller bringt es kurz auf den Punkt (Video)

Opoid-Krise in den USA mit bislang 400.000 Toten  – ein Kommentar zu den Hintergründen und Zusammenhängen von Hermann Ploppa bei Tagesdosis 26.10.2019 (hier)

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Vergangenheit reloaded? Bundestagswahl 2017

Heute soll es um die Wahrnehmung von politischen Erscheinungen unserer Zeit in Teilen der Bevölkerung gehen. Da fang ich am besten gleich bei der eigenen an. Als ich heute durch meinen Stadtteil hier in Hamburg schlenderte, fielen mir die ganzen Wahlplakate zur bevorstehenden Bundestagswahl 2017 schon nicht mehr auf. Dafür ein eher unscheinbarer, kleiner Aufkleber – darauf der Spruch: „Pegida, Hogesa und AfD – 1933 wärt ihr die NSDAP“ (Belegfoto hier)

Eine kurze Recherche im Netz ergab, dass sich zahlreiche Soziologen und Politikforscher bereits damit beschäftigt hatten und deutliche Parallelen in der Weltanschauung und den Ideologien bei Pegida und Co. ausmachen konnten (siehe unten). Auch die Sprache ähnelt sich auffällig. Dazu gesellt sich bei der AfD noch ein marktradikaler Neoliberalismus.

Aus spiritueller Sicht handelt es sich bei der Denkweise von Bewegungen wie PEGIDA sowie einer Partei wie der AfD sicherlich um die gleiche Energie und  den gleichen gesellschaftlichen Impuls wie in der Weimarer Republik bis 1933 – ein Denken mit dem Ziel, die Menschen zu trennen, sie gegeneinander auszuspielen und aufzubringen. Beides sind kurzatmige ideologische Reflexe. Anstatt tiefer gehender  Analysen und Reflexionen der gesellschaftlichen Verhältnisse insgesamt, begnügt man sich mit einfachen Erklärungen auf der unmittelbaren Handlungsebene politischer Entscheidungsträger. Einfache Scheinlösungen an der Oberfläche sind populär, weil leicht verdaulich und für den Einzelnen bequem. Es ist eben leichter Schuldige zu suchen, als sich um eine differenzierte Sicht der Dinge und anstrenge Dialektik zu bemühen. Das würde den gemeinen Konsumenten, der am liebsten alles im Fastfood-Stil fertig vorgesetzt bekommt, stark überfordern.

Angst regiert hier alles

Die eigene Angst paart sich dabei mit der politischer Enttäuschung der sozial Abgehängten bzw. der gefährdeten Mittelschichten, die keinen Ausweg aus der Krise des kapitalistischen Gesamtsystems sehen, ohne diesen Zusammenhang als solchen zu erkennen. Wäre das anders, würden nicht nur die bürgerliche Politik, einzelne Politiker oder die etablierten Parteien sowie das Phänomen der Flüchtlinge am Pranger der Populisten stehen, sondern die gesellschaftliche Form Kapitalismus selbst, denn darin verstecken sich die tieferen Ursachen aller Krisen, einschließlich der Fluchtgründe von Millionen von Menschen.

Wer jedoch auf derartige, populistische Oberflächenrhetorik anspringt, neigt sogar dann dazu bspw. die AfD zu wählen, selbst wenn die eine Politik verkörpert, die den Interessen dieser Wähler eigentlich konträr gegenübersteht. Das sind klare Parallelen zur Tea-Party Bewegung in den USA, die bekanntlich einen Großkapitalisten wie Donald Trump fanatisch die Treue hält und zum Wahlsieg verholfen hatte, obwohl er objektiv beileibe nicht deren Interessenvertreter ist. Irrationaler könnte es kaum sein. Was Verbitterung gepaart mit Angst und Unwissen so alles anrichtet…

Eigene Geschichte konsequent ausgeblendet

Doch von gesellschaftlichen Zusammenhängen und ernsthafter Kapitalismuskritik ist wie gesagt bei der AfD nichts zu hören. Ursachen werden ausgeblendet, denn sie würden die eigene Mitverantwortung einschließen, zumal man selbst pro-kapitalistisch und marktkonform argumentiert und zahlungskräftige Industrie- und Kapitalvertreter im unsichtbaren Rücken hat, die bereitwillig die AfD-Parteiwerbung finanzieren. Das wäre dann allerdings eine deutliche Parallele zum Jahr 1933. Auch die NSDAP fand großzügigen Spender im Kapital (s. hier).

Würde man die eigene Lebensgeschichte und Mitverantwortung thematisieren, würde so manche persönliche Lebenslüge auffliegen. Also wird ausgeblendet, ignoriert, kaschiert, was die eigene Rhetorik so hergibt. Wahrhaftigkeit ist was anderes.

Politkabarettist Volker Pispers brachte es einst auf den Punkt mit der Aussage: „Man nehme das Schlechteste von der FDP und der NPD und vermische es. Heraus kommt die AfD.“

Doch selbst das sind nur zwei Drittel der Wahrheit. Ein Drittel wurde da noch nicht genannt – die CDU.

Viele ehemalige CDU-Mitglieder sind heute Aktivisten und Wortführer der „Alternative für Deutschland“. Allen voran Alexander Gauland, Spitzenkandidat der AfD im Bundeswahlkampf 2017. Er war 40 Jahre Mitglied in der CDU und witterte im Zuge der Flüchtlingsproblematik die Chance, das für seine Art  Politik geschickt nutzen zu können. Mit reichlich nationalistisch orientierten Sprüchen angereichert kam das bei manchen gut an. Die Resonanz bescherte der Partei zweistellige Ergebnisse bei Landtagswahlen und das könnte sich am kommenden Sonntag bundesweit wiederholen.

Wie sehr die AfD tatsächlich mit der CDU verflochten ist wird deutlich, wenn man genauer hinschaut. Der Autor Markus Bernhardt beleuchtete das gerade in der Tageszeitung JUNGE WELT am Beispiel von Sachsen (hier).

Intellektuelles Fiasko

Wie lautet der oft zitierte Spruch der deutschen Kanzlerin? „Deutschland geht es gut.“ Tatsächlich? Geistig wohl kaum. Da sind angesichts einer offenkundig unkritischen Wahrnehmung des gesamten Rechtspopulismus in weiten Teilen der Wählerschaft berechtigte Zweifel anzumelden. Das mutet eher an wie ein intellektuelles Fiasko. Und in Sachen CDU läßt sich nur ergänzen: Wer sorgt schon selbst dafür, ein Kind wie die AfD zu gebären(?)…wobei es (fast) egal scheint, in welcher Partei diese Geister sind oder zuvor waren. Die Denkformen sind gleich oder ähneln sich zumindest sehr und lassen sich nur allzu leicht revisionistisch verbiegen. Sie werfen jedenfalls kein gutes Licht auf das Kollektivbewusstsein anno 2017 in Deutschland.

Deshalb ist es umso mehr zu begrüßen, wenn Menschen ihrer Angst trotzen und offen zeigen, dass es auch noch den anderen, fortschrittlichen und konsequent humanistischen Teil gibt – und sei es nur dadurch, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, auch wenn das bei weitem nicht ausreicht (weil s. ideologiekritische Beiträge unten). Wir alle sollten zeigen, mehr Verantwortung tragen zu wollen. Sonst benutzen uns gewisse Kreise für ihre Interessen.

Alter Impuls mit Anteilen neuer Ideologie

Im speziellen Fall der Partei AfD lässt sich konstatieren, dass es Parallelen in der Denkweise und dem Impuls der Abwehr von Problemlagen gibt. Auch einfache Scheinlösungen populär zu machen ist so eine Parallele. Dennoch sind weder die AfD noch Bewegungen wie Pegida und Co. eins zu eins mit der NSDAP gleichzusetzen. In den 1920er Jahren wurde der Kapitalismus durch diverse Krisen geschüttelt, die in bis dato unbekannter Massenarbeitslosigkeit, Hyperinflation und einem legendären Börsencrash mündeten. Die Nazis reagierten ideologisch darauf und es gelang ihnen bekanntlich im Deutschland der Weimarer Republik an die Macht gewählt zur werden (im TV-Film sehr gut dargestellt s. hier), genau wie der AfD heute bereits ein Teilerfolg beschieden war. Doch die Programmatik der AfD zielt im Gegensatz zu den Nazis nicht darauf ab, die sozialen Verhältnisse zu verbessern. Selbst bei den Nazis sollte das – rassistisch verklärt – nur einem „arisch reinen Teil“ der Bevölkerung zugutekommen. Und zweifelsfrei gibt es vereinzelt auch in den Reihen der AfD Leute, die zumindest alles daran setzen den Eindruck zu erwecken, noch so zu denken. Dennoch ist das nicht die Masse der AfD-Mitglieder (zu denen auch Juden zählen) oder gar deren Wählerschaft. Der AfD geht es um etwas anderes. Die AfD-Mitglieder sind ausdrücklich keine Sozialisten und somit auch keine Nazis (Nationalsozialisten), selbst wenn man das mitunter vereinfacht so im Volksmund vernimmt oder auf besagtem Aufkleber zu lesen bekommt. Es handelt sich vielmehr um Nakaps – also Nationalkapitalisten, die das Rad der Geschichte am liebsten in die vermeintlich gute alte Zeit (was bzw. wann immer das auch sein soll…) zurückdrehen möchten.

Nur weil ein neoliberaler Vorzeige-Ökonom wie Herr Lucke längst die AfD-Reihen verlassen hat, haben sich dessen Vorstellung vom Idealbild des Marktes keineswegs aus dieser Partei verabschiedet. Das ist ein zentraler Unterschied zu den 1930 Jahren. Die Nazis wollten eine Volkswirtschaft anführen und per politischer Diktatur beherrschen, die dem besagten „arisch-reinen Volk“ dient. Die AfD will hingegen ein williges Volk, das der Diktatur des freien Marktes dient und folglich in der Sphäre des politischen eine „marktkonforme Demokratie“. Das wiederum deckt sich mit den Vorstellungen von CDU/CSU, wird von der deutschen Kanzlerin Merkel ausdrücklich betont und ist somit aus Sicht der AfD eine Parallele zum Ausgangsfleisch, von dem man selbst abgefallen ist. Damit schließt sich gewissermaßen der Kreis bzw. mehrere Kreise überlagern sich. Dabei werden Schnittpunkte und Teilmenge alter Ideologien mit aktuellen Vorstellungen sichtbar. Es entsteht dabei eine Gemengenlage, die für den unbedarften und politisch nicht besonders geschulten Normalbürger aber potentiellen Wähler kaum zu durchschauen ist…zumindest entsteht der Eindruck, dass dem innerhalb der Wählerschaft so ist. Das Wahlergebnis zeigte es im Herbst 2017 zweifelsfrei an. Die AfD zog erstmals in den Deutschen Bundestag ein.

Was bedeutet „keine Sozialisten“? 

Konkret heißt das, die Programmatik und Ziele der AfD bieten alles mögliche, nur keine Alternative zur kapitalistischen Produktions- und Lebensweise oder fordert Verbesserungen wie wenigstens etwas mehr soziale Gerechtigkeit. Sie steht nicht für eine Politik und Argumentation, die bei Fluchtursachen ansetzt, sondern bei deren oberflächlichen Folgeerscheinungen und versucht sich lediglich in der rhetorischen Abwehrhaltung dieser Folgen und deren unangenehmen Wahrheiten und Konsequenzen. Die AfD will auch keine sozialen Verbesserungen für die eigene Bevölkerung, sondern sie will den Leuten noch mehr Zumutungen zugunsten von Markt und Kapital abverlangen…also in der Summe noch mehr von all dem, was CDU/CSU und SPD als neoliberale Leitideologie im Zusammenspiel mit FDP und den GRÜNEN seit Jahrzehnten praktiziert haben (ich sage nur Hartz IV System, Steuerparadiese, Frontex etc.)!!! Das scheint von den AfD-Wählern völlig unverstanden und nicht wahrgenommen zu werden. Wie heißt es doch so schon: „Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber!“.

Fazit: Die Wahrnehmung politischer Zeitphänomene stellt sich sehr unterschiedlich und allzuoft zu vereinfachend und oberflächlich plakativ dar. Das lässt sich nur durch eine eingehende, differenzierte Betrachtung und Analyse ändern. Wer seine Wahrnehmung verbessern und an der Realität schärfen möchte, kommt um die Beschäftigung mit kritischer Theorie und Philosophie nicht herum (vgl. auch hier). Nur wer das Wesen einer Sache, sozialen Bewegung oder Institution versteht, deren Struktur, Beweggründe, Ziele und Absichten durchschaut, wird sich auch nicht politisch in die Irre führen lassen. Rechts- und oft auch linkspopulistische Bewegungen sind eine Art Irrlichter, die den unbedarft Suchenden tief ins Moor locken. Nur durch ernsthafte Auseinandersetzung und Kritik läßt sich der Weg in die Zukunft so ausleuchten, dass man dem politischen Morast entgehen kann.

Holger Roloff, 21. September 2017, überarbeitet am 20. Januar 2018*

(* die Überarbeitung, Ergänzung und Aktualisierung machte sich erforderlich, weil für manche Leser der falsche Eindruck entstand, die Gleichsetzung von AfD und NSDAP entspräche der Auffassung des Autors und sei hier womöglich das Fazit. Dem ist nicht so, was nun hoffentlich deutlicher erkennbar wird, auch wenn es zwischen beiden viele Parallelen gibt. Es geht in diesem Artikel auch nicht primär um die AfD, sondern um die Wahrnehmung politischer Entwicklungen, was am Bsp. des Aufklebers, soziologischer Studien, von Wahlergebnissen und somit auch der Partei AfD gezeigt und konkretisiert werden sollte.)

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Vergleich der Wahlprogramme von AfD und NSDAP (hier)

PEGIDA und NSDAP – ein Vergleich (hier)

PEGIDA, AFD, COMPACT – Rückkehr nach 1933? (hier)

„Wie mit Besen und Zauberlehrling“ – Ohne die CDU keine AfD (hier)

Gibt es ein Zurück zur D-Mark? (hier) und (als PDF)

Die Angst der Machteliten vor dem Volk – Vortrag und Analyse des deutschen Soziologen Rainer Mausfeld (Video) sowie ein Interview/Gespräch mit ihm (Video)

VORSICHT: Oder wollen Sie den modernen Rattenfängern auf den Leim gehen? Toller Musik-Clip zum Thema von OBERER TOTPUNKT (Video)

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird (hier)

Wahlen sind ein „Inhaltsleeres Ritual“ – eine bemerkenswerte, tiefergehende Analyse zu Sinn, Zweck und Bedeutung des Funktionsmechanismus von Wahlen in der bürgerlichen Gesellschaft von Autor Hansgeorg Hermann bei JUNGE WELT online (hier)

Selbst Börsenkenner wie Dirk Müller sagen inzwischen offen, wieviel von unserer Art von Demokratie aus Sicht des Kapitals zu halten ist und macht das am Bsp. des CETA-Abkommens deutlich (Video 1) und hier (Video 2)

Offizielles Ergebnis der Bundestagswahl 2017 (hier)

Der Philosoph Erich Fromm im Gespräch über die Aufgabe des Intellektuellen in Bezug zum Verhältnis von Politik und Wahrheit; dem lässt sich hinzufügen, dass die heutigen, etablierten Parten die Suche nach Wahrheit leider allzuoft vermissen lassen und stattdessen bestenfalls ihnen angenehme Teilwahrheiten nach vorne rücken sowie  lediglich althergebrachte, starre Strukturen des Gestern vertreten. Die Masse der Menschen gibt sich damit leider (noch) zufrieden. Doch nicht alle. Es läßt sich heute ebenso beobachten dass das Erwachen und die Suche nach Wahrheit für eine wachsende Zahl von Menschen wieder Fahrt aufgenommen hat und neue Ideen ihren Raum finden (hier)

Hier als konkretes Beispiel eine Erlebnisepisode, in der kurz die Wahrheit auftaucht, die im Westen gern verdrängt und mit „der Markt soll das regeln“ und „wir brauchen mehr Wachstum“ aus dem Bewusstsein verdrängt wird – gefunden bei SPIEGEL online (hier)

Warum wir mit Kritik bei uns uns selbst anfangen sollten – Gedanken von Hagen Rether, die unseren Ansatz von Spiritualität gut verständlich machen – die eigene Mitverantwortung sollten wir nicht ausblenden, sondern bewusst annehmen und reflektieren (Video)

Wie die Marktlogik konkret aussieht, was das für die Ware „Arbeitskraft Mensch“ bedeutet und welche Widersprüche das aufwirft, wenn sich die Menschen versuchen zur Wehr zu setzen, zeigen sowohl Beispiele im Inland (hier) als auch Ausland (hier)

Merkels „Konzept“ basiert auf dem Wunsch „marktkonformen Demokratie“ (also der Diktatur des Marktes). Ihre Art von Politik ist eine der inhaltsfernen Politiklosigkeit, voll mit Widersprüchen in sich selbst. Das spiegeln auch Umfragen wider. Dafür hat sie einen „Duktus“ – Politkabarettist Volker Pispers klärt auf (hier)

Die CDU als „Steigbügelhalter“ der AfD – ein Resümee von Ulla Jelpke bei JUNGE WELT online (hier)

Die Ursachen für die Krisen der letzten Jahre, für Rechtsruck und Nationalismus wurden im Zuge des Europäischen Einigungsprozesses klar erkennbar und auch konkret im Bundestag ausgesprochen – siehe die folgende Rede von Gregor Gysi (1998). Die Ergebnisse haben zwar auch etwas mit der Flüchtlingsfrage zu tun – primär jedoch noch mehr mit der von CDU/CSU und später SPD/DIE GRÜNEN gemachten, langfristigen Europa-Politik und deutschen Innen- und Außenpolitik. Alle verantwortlichen Partei ignorieren die Fehler ihrer eigenen politischen Entscheidungen und Kurzsichtigkeit (Video)

Die mit der finalen Krise des Kapitals einhergehenden bewusstseinsmäßig-ideologischen Reflexe könnte man auch als „Ignoranz von biblischem Ausmaß“ auffassen. Folgerichtig beschäftigen sich immer mehr kritische Künstler mit diesem Themenkomplex – wie hier die deutsche Formation GOETHES ERBEN (Videoclip)

Schauspieler Matt Damon regt zum Nachdenken an  und reflektiert blinden Gehorsam und zivilen Ungehorsam. Was davon brauchen wir? (Video[Hinweis: Es geht wie bei allen Links nur um diesen einen Beitrag. Wir distanzieren uns wie immer ausdrücklich vom anbietenden Kanal und dessen sonstigen Inhalten und der politischen Haltung, mit der diese dort präsentiert werden! An falschen Querfronten besteht unsererseits kein Intresse!]

„Im Geiste Schönhubers“ – Bericht vom AfD-Parteitag Dezember 2017 bei JUNGE WELT  (hier)

„Inside AfD“ – eine Aussteigerin berichtet über ihre eigenen Erfahrungen in der Partei   (hier) – auch der Verfassungsschutz kommt dabei nicht gut weg  (Buch)

„Kritik des Falschen“ – wie die negative Dialektik der Verneinung des Falschen zur Aufklärung beiträgt und Propheten des Rechtspopulismus entlarvt – am Bsp des Wirkens von Leo Löwenthal – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Wie es um die Glaubwürdigkeit anderer Parteien bestellt ist, zeigt am 8. Februar 2018 am Bsp. der SPD: (Video)

Eine moderne Klassenanalyse von Werner Seppmann gewährt Einblick in die Entwicklung, wie die neoliberale Umverteilung von unten nach oben in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat und zeigt Zusammenhänge auf – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Soziologe und Ex-SPD-Mitglied Christoph Butterwegge im Gespräch zum Zustand der SPD im Februar 2018  – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

14. Politischer Aschermittwoch am 14.02.2018 mit Max Uthoff (hier)

Die Kriterien von Propaganda – im Vortrag erklärt vom deutschen Kommunikationswissenschaftler Uwe Krüger (Video)

Die Regierung entdeckt plötzlich das Volk – Scheindemokratie anno 2018 (hier)

Der SPD-Traum – ein Geniestreich der KenFM-Redaktion legt offen, was Mut echter zur Wahrheit wäre – Tagesdosis 24.04.2018 (hier)

Die Hintergründe liegen in den sozialen Klassenstrukturen – Junge Welt berichtet und zitiert aus einem Bericht zu aktuellen Forschungsergebnissen aus Deutschland (hier)

Warum nicht mehr Menschen gegen dieses irrationale System aufstehen, bringt Dirk Müller auf einer Pressekonferenz auf den Punkt (Video)

Dieser Vortrag von Gregor Gysi an der Uni Witten/Herdecke (2018) deckt zahlreiche, irrationale Widersprüche bürgerlicher Politik auf (Video)

Die Irrationalität im Kapitalismus ist auch an der Regierungspolitik abzulesen – deutliche, Worte der Abgeordneten Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) im Bundestag im Mai 2018 (Video)

Hier plaudert ein Politischer-Kabarettist mal über seine Beweggründe und Einsichten aus mehreren Jahrzehnten Beobachtung der Politik (Video). Sehr lesenswert auch die Fakten unter dem Video (auf MEHR ANZEIGEN klicken).

Fragwürdig sind auch die bürgerlichen Politiker selbst – hier analysiert am Bsp. des SPD-Mannes und Möchtegern-EU-Retters Martin Schulz (hier)

Nachtrag vom 12. Juni 2018: Hier mal die auf den Punkt gebrachte Begründung für die Entwicklungen der Geschichte, die sich nicht mehr zurück drehen läßt am Bsp. des Richtungsstreites der Partei DIE LINKE. Falsches Denken über die Realität birgt die Gefahr, an eben dieser Realität zu scheitern. Moralisches Mahnen (Wagenknecht) hilft da ebensowenig weiter, wie zu kurz gedacht Forderungen (Kipping) aus Sicht Sicht linker Politik (hier)

Nachtrag vom 09. Juli 2018: hier die Begründung, warum besonders gebildete Menschen auf die Märchen der Propaganda hereinfallen (hier)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Interview mit der Autorin Bini Adamczak im SPIEGEL zum Thema Revolution und deren vorgetäuschte Version seitens der rechten Parteien (hier) und (als PDF)

Psychologie der kapitalistischen Scheindemokratie – gut erklärt von Rainer Mausfeld (Video)

Warum haben wir eigentlich immer noch keine Basisdemokratie? Dirk Müller erklärt die geschichtlichen Gründe und politischen Herrschaftsabsichten, warum das bislang so ist (Video)

Einführung des bundesweiten Volksentscheides ist überfällig (hier)

Welche Energie herrscht teilweise in DIE LINKE? Welcher Umgang wird gepflegt? Welche Denkform liegt dem zugrunde? Innenansichten – recherchiert von Dirk Pohlmann – Tagesdosis 26.03.2019 (hier)

Hinter Parteispenden stecken Absichten – bei der AfD kam durch genaues Hinsehen von Journalisten dazu einiges ans Licht (hier)

Politik und Staat halten war an der Macht fest, jedoch ohne Probleme ernsthaft anzugehen und zu lösen – das kapitalistische System blamiert sich (hier)

Wovon die AfD beseelt ist, wonach sie sich sehnt, verkünden ihre Repräsentanten immer unholender. Eine Analyse von Susan Bonath klärt auf (hier)

Wie verlogen und widersprüchlich die bürgerliche Politik sich bis zum Jahr 2019 darstellt zeigt sich anhand zahlreicher Beispiele – ein Beitrag von Jochen Mitschka für KenFM (hier)

Das Beispiel der österreichischen Partei ÖVP macht deutlich, wie rückschrittlich das bürgerliche Denken mancherorts ist und wo sie die Bevölkerung am liebsten wieder hin haben möchten – so willenlos wie möglich: Zurück ins 18. Jahrhundert – Bericht SPIEGEL online (hier als PDF)

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