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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Eindrücke“

Vergangenheit reloaded? Bundestagswahl 2017

Als ich heute durch meinen Stadtteil hier in Hamburg schlenderte, fielen mir die ganzen Wahlplakate zur bevorstehenden Bundestagswahl 2017 schon nicht mehr auf. Dafür ein eher unscheinbarer, kleiner Aufkleber – darauf der Spruch:

„Pegida, Hogesa und AfD – 1933 wärt ihr die NSDAP“.

Eine kurze Recherche im Netz ergab, dass sich zahlreiche Soziologen und Politikforscher bereits damit beschäftigt hatten und deutliche Parallelen in der Weltanschauung und den Ideologien bei Pegida und Co. ausmachen konnten (siehe unten). Auch die Sprache ähnelt sich auffällig. Dazu gesellt sich bei der AfD noch ein marktradikaler Neoliberalismus.

Aus spiritueller Sicht handelt es sich bei der Denkweise von Bewegungen wie PEGIDA sowie einer Partei wie der AfD sozusagen um die gleiche Energie und  den gleichen gesellschaftlichen Impuls wie in der Weimarer Republik bis 1933 – ein Denken mit dem Ziel, die Menschen zu trennen, sie gegeneinander auszuspielen und aufzubringen. Beides sind kurzatmige ideologische Reflexe. Anstatt tiefer gehender  Analysen und Reflexionen der Verhältnisse, begnügt man sich mit einfachen Erklärungen auf der unmittelbaren Handlungsebene politischer Entscheidungsträger. Einfache Scheinlösungen an der Oberfläche sind populär, weil leicht verdaulich und für den Einzelnen bequem.

Aufkleber.Hamburg.2017

Angst regiert hier alles

Die eigene Angst paart sich dabei mit der politischer Enttäuschung der sozial Abgehängten bzw. der gefährdeten Mittelschichten, die keinen Ausweg aus der Krise des kapitalistischen Gesamtsystems sehen, ohne diesen Zusammen-hang als solchen zu erkennen. Wäre das anders, würden nicht nur die bürgerliche Politik, einzelne Politiker oder die etablierten Parteien sowie das Phänomen der Flüchtlinge am Pranger der Populisten stehen, sondern die gesellschaftliche Form Kapitalismus selbst, denn darin verstecken sich die tieferen Ursachen aller Krisen, einschließlich der Fluchtgründe von Millionen von Menschen.

Wer jedoch auf derartige Oberflächenrhetorik anspringt, neigt sogar dann dazu die AfD zu wählen, selbst wenn die eine Politik verkörpert, die den Interessen dieser Wähler eigentlich konträr gegenübersteht. Das sind klare Parallelen zur Tea-Party Bewegung in den USA, die bekanntlich einen Großkapitalisten wie Donald Trump fanatisch die Treue hält und zum Wahlsieg verholfen hatte, obwohl er objektiv beileibe nicht deren Interessenvertreter ist. Irrationaler könnte es kaum sein. Was Verbitterung gepaart mit Angst und Unwissen so alles anrichtet…

Eigene Geschichte konsequent ausgeblendet

Doch von ernsthafter Kapitalismuskritik ist wie gesagt bei der AfD nichts zu hören. Ursachen werden  ausgeblendet, denn sie würden die eigene Mitverantwortung einschließen, zumal man selbst pro-kapitalistisch und marktkonform argumentiert und zahlungskräftige Industrie- und Kapitalvertreter im unsichtbaren Rücken hat, die bereitwillig die AfD-Parteiwerbung finanzieren. Übrigens auch eine deutliche Parallele zum Jahr 1933. Auch die NSDAP fand großzügigen Spender im Kapital (s. hier).

Würde man die eigene Lebensgeschichte und Mitverantwortung thematisieren, würde so manche persönliche Lebenslüge auffliegen. Also wird ausgeblendet, ignoriert, kaschiert, was die eigene Rhetorik so hergibt. Wahrhaftigkeit ist was anderes.

Politkabarettist Volker Pispers brachte es einst auf den Punkt mit der Aussage: „Man nehme das Schlechteste von der FDP und der NPD und vermische es. Heraus kommt die AfD.“

Doch selbst das sind nur zwei Drittel der Wahrheit. Ein Drittel wurde da noch nicht genannt – die CDU.

Viele ehemalige CDU-Mitglieder sind heute Aktivisten und Wortführer der „Alternative für Deutschland“. Allen voran Alexander Gauland, Spitzenkandidat der AfD im Bundeswahlkampf 2017. Er war 40 Jahre Mitglied in der CDU und witterte im Zuge der Flüchtlingsproblematik die Chance, das für seine Art  Politik geschickt nutzen zu können. Mit reichlich nationalistisch orientierten Sprüchen angereichert kam das bei manchen gut an. Die Resonanz bescherte der Partei zweistellige Ergebnisse bei Landtagswahlen und das könnte sich am kommenden Sonntag bundesweit wiederholen.

Wie sehr die AfD tatsächlich mit der CDU verflochten ist wird deutlich, wenn man genauer hinschaut. Der Autor Markus Bernhardt beleuchtete das gerade in der Tageszeitung JUNGE WELT am Beispiel von Sachsen (hier).

Intellektuelles Fiasko

Wie lautet der oft zitierte Spruch der deutschen Kanzlerin? „Deutschland geht es gut.“ Tatsächlich? Geistig wohl kaum. Da sind berechtigte Zweifel anzumelden. Das mutet eher an wie ein intellektuelles Fiasko. Wer sorgt schon selbst dafür, ein Kind wie die AfD zu gebären(?)…wobei es (fast) egal scheint, in welcher Partei diese Geister sind oder zuvor waren. Die Denkformen sind gleich oder ähneln sich zumindest sehr und lassen sich nur allzu leicht revisionistisch verbiegen. Sie werfen jedenfalls kein gutes Licht auf das Kollektivbewusstsein anno 2017 in Deutschland.

Deshalb ist es umso mehr zu begrüßen, wenn Menschen ihrer Angst trotzen und offen zeigen, dass es auch noch den anderen, fortschrittlichen und konsequent humanistischen Teil gibt – und sei es nur dadurch, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, auch wenn das bei weitem nicht ausreicht (weil s. ideologiekritische Beiträge unten). Wir alle sollten zeigen, mehr Verantwortung tragen zu wollen. Sonst benutzen uns gewisse Kreise für ihre Interessen.

Holger Roloff, 21. September 2017

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Vergleich der Wahlprogramme von AfD und NSDAP (hier)

PEGIDA und NSDAP – ein Vergleich (hier)

PEGIDA, AFD, COMPACT – Rückkehr nach 1933? (hier)

„Wie mit Besen und Zauberlehrling“ – Ohne die CDU keine AfD (hier)

Gibt es ein Zurück zur D-Mark? (hier) und (als PDF)

Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements (Vortrag per Video hier)

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird (hier)

Wahlen sind ein „Inhaltsleeres Ritual“ – eine bemerkenswerte, tiefergehende Analyse zu Sinn, Zweck und Bedeutung des Funktionsmechanismus von Wahlen in der bürgerlichen Gesellschaft von Autor Hansgeorg Hermann bei JUNGE WELT online (hier)

Selbst Börsenkenner wie Dirk Müller sagen inzwischen offen, wieviel von unserer Art von Demokratie aus Sicht des Kapitals zu halten ist und macht das am Bsp. des CETA-Abkommens deutlich (Video 1) und hier (Video 2)

Offizielles Ergebnis der Bundestagswahl 2017 (hier)

Der Philosoph Erich Fromm im Gespräch über die Aufgabe des Intellektuellen in Bezug zum Verhältnis von Politik und Wahrheit; dem lässt sich hinzufügen, dass die heutigen, etablierten Parten die Suche nach Wahrheit leider allzuoft vermissen lassen und stattdessen bestenfalls ihnen angenehme Teilwahrheiten nach vorne rücken sowie  lediglich althergebrachte, starre Strukturen des Gestern vertreten. Die Masse der Menschen gibt sich damit leider (noch) zufrieden. Doch nicht alle. Es läßt sich heute ebenso beobachten dass das Erwachen und die Suche nach Wahrheit für eine wachsende Zahl von Menschen wieder Fahrt aufgenommen hat und neue Ideen ihren Raum finden (hier)

Hier als konkretes Beispiel eine Erlebnisepisode, in der kurz die Wahrheit auftaucht, die im Westen gern verdrängt und mit „der Markt soll das regeln“ und „wir brauchen mehr Wachstum“ aus dem Bewusstsein verdrängt wird – gefunden bei SPIEGEL online (hier)

Warum wir mit Kritik bei uns uns selbst anfangen sollten – Gedanken von Hagen Rether, die unseren Ansatz von Spiritualität gut verständlich machen – die eigene Mitverantwortung sollten wir nicht ausblenden, sondern bewusst annehmen und reflektieren (Video)

Wie die Marktlogik konkret aussieht, was das für die Ware „Arbeitskraft Mensch“ bedeutet und welche Widersprüche das aufwirft, wenn sich die Menschen versuchen zur Wehr zu setzen, zeigen sowohl Beispiele im Inland (hier) als auch Ausland (hier)

Die CDU als „Steigbügelhalter“ der AfD – ein Resümee von Ulla Jelpke bei JUNGE WELT online (hier)

Die Ursachen für die Krisen der letzten Jahre, für Rechtsruck und Nationalismus wurden im Zuge des Europäischen Einigungsprozesses klar erkennbar und auch konkret im Bundestag ausgesprochen – siehe die folgende Rede von Gregor Gysi (1998). Die Ergebnisse haben zwar auch etwas mit der Flüchtlingsfrage zu tun – primär jedoch noch mehr mit der von CDU/CSU und später SPD/DIE GRÜNEN gemachten, langfristigen Europa-Politik und deutschen Innen- und Außenpolitik. Alle verantwortlichen Partei ignorieren die Fehler ihrer eigenen politischen Entscheidungen und Kurzsichtigkeit (Video)

Die mit der finalen Krise des Kapitals einhergehenden bewusstseinsmäßig-ideologischen Reflexe könnte man auch als „Ignoranz von biblischem Ausmaß“ auffassen. Folgerichtig beschäftigen sich immer mehr kritische Künstler mit diesem Themenkomplex – wie hier die deutsche Formation GOETHES ERBEN (Videoclip)

Schauspieler Matt Damon regt zum Nachdenken an  und reflektiert blinden Gehorsam und zivilen Ungehorsam. Was davon brauchen wir? (Video[Hinweis: Es geht wie bei allen Links nur um diesen einen Beitrag. Wir distanzieren uns wie immer ausdrücklich vom anbietenden Kanal und dessen sonstigen Inhalten und der politischen Haltung, mit der diese dort präsentiert werden! An falschen Querfronten besteht unsererseits kein Intresse!]

„Im Geiste Schönhubers“ – Bericht vom AfD-Parteitag Dezember 2017 bei JUNGE WELT  (hier)

 

 

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Der Teufel und die Horrormärchen

In der morgigen Ausgabe der bundesweiten Tageszeitung JUNGE WELT gibt es ein aufschlussreiches Gespräch, welches der Redakteur Markus Bernhardt mit Christian Woltering vom Paritätischen Wohlfahrtsverband geführt hat. In der JW-Online-Ausgabe ist es heute schon zu lesen (hier). Darin gibt es Aufschluss über die aktuellen Entwicklungen in Sachen Hartz IV, Armut und wie die Schere zwischen zwischen Arm und Reich in unserem Land immer weiter auseinandergeht.

Als Ursachen werden verschiedene Dinge angesprochen. Es sei vor allem ein Ergebnis falscher Sozial- und Steuerpolitik in Deutschland. Das wird auch tatsächlich einen großen Einfluss haben. Ebenso wie der industrielle Strukturwandel weg von der Kohle, was besonders im Ruhrgebiet starke Konsequenzen hat. Als alleinige Erklärung dürfte dies jedoch kaum ausreichen. Steckt der Teufel im Detail? Oder fehlt da etwas in der Betrachtung?

Es ist meines Erachtens viel mehr die dritte industrielle Revolution, die Digitalisierung, die seit vier Jahrzehnten massiv die Verwertungspotenziale abschmelzen lässt und somit für eine Entwertung aller Kapitalbestandteile sorgt, einschließlich menschlicher Arbeitskraft. Somit fehlt nicht nur zunehmend Einkommen in den Familien, sondern es sind auch immer mehr hoch qualifizierte Fachkräfte und studierte Akademiker und Führungskräfte davon betroffen. Darüber wird nur ungern öffentlich gesprochen.

Die Mainstream-Medien, allen voran die Springer-Presse, führt stattdessen bekanntermaßen eine offene Kampagne gegen angeblichen „Sozialmissbrauch“ bei Hartz IV, der aber allein statistisch gesehen bei der Verteilung der Vermögen in Deutschland insgesamt überhaupt keine Rolle spielt – schon gar nicht gegenüber den Summen, die hier tagtäglich z.B. durch die Steuerpolitik zugunsten der großen Vermögen umverlagert werden, was die bürgerliche Statistik regelmäßig belegt.

Berücksichtigt man diese Umstände, wird vielleicht ein rundes Bild daraus, allerdings ein Bild des sozialen Schreckens. Das können doch wohl alles nur „Horrormärchen“ sein…

Dieser Schrecken fährt längst dem Bildungsbürgertum in die Knochen, was sich in dessen Reaktionen und Elitedenken z.B. in Fragen der Gestaltung des Bildungssystems ihrer Kinder zeigt, wo eine Gesamtschule abgelehnt, nach unten getreten wird und sich als Reaktion Rassismen und Ideologien sowie ein deutlich rechtspopulistischer Trend zeigen, was besonders an der AfD sichtbar wird.

Doch es regt sich etwas. Immer mehr Menschen fangen an, diese Trends der Prekarisierung nicht länger hinnehmen zu wollen. Wie gesagt…ein sehr lesenswerter Artikel, über den sich jeder aufgerufen fühlen darf, sich seine eigenen Gedanken zu machen.

Holger Roloff, 05. Juni 2015

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JUNGE WELT Artikel: „Das sind keine Horrormärchen“ (hier)

JUNGE WELT Artikel: „Neoliberale Legenden – Minierhöhung bei Hartz IV“ (hier)

JUNGE WELT Artikel: „Neofeudalismus im Finanzmarktkapitalismus“ (hier)

JUNGE WELT ARTIKEL: „Kein Herz für Kinder“ (hier) und als (PDF)

JUNGE WELT ARTIKEL: so sieht es z.B. in Argentinien aus (hier) und als (PDF)

JUNGE WELT ARTIKEL: Sanktionen gegen Minderjährige (hier) und als (PDF)

SPIEGEL Bericht: Soziale Kluft vergrößert sich in Europa (hier)

TAZ Bericht: Jeder Fünfte in Deutschland ist arm (hier)

DER FREITAG Artikel: Auf dem Weg ins Mittelalter (hier)

Mindestlohn-Spott beim POSTILLON: Neureiche Friseurin (hier)

Der Charakter des Hart IV-Systems offenbart sich auch in der Art und Weise, wie juristisch darin mit Widersprüchen umgegangen wird. Es geht offenkundig nicht um das Wohl von Menschen, wie dieser Artikel beweist:  (hier)

Nachtrag vom 27.04.2016: Gauck sagt sorry…könnte er jedenfalls… eigentlich… eventuell… oder doch nicht??? (Aktions-Video hier) …(leider nur) eine Satire zur Hartz IV-Reform: (Infos hier)

Hartz IV – psychologische Kriegsführung und die Folgen (Video)

Nachtrag vom 06.05.2016 – DIW stellt fest: auch die deutsche Mittelschicht schrumpft: (hier)

Erfahrungsbericht und erhellende Kommentare beim FREITAG (hier)

Kunstaktion „Deutschland sagt Sorry!“ – was eigentlich überfällig wäre (Video hier)

Das Märchen vom Fachkräftemangel (Video hier)

Der Irrsinn von Hartz IV und Bewerbungsmarathon in Fakten (hier)

Was das kapitalistische Wertesystem für erstrebenswert und somit berechtigt hält, zeigt diese Meldung aus dem MANAGER MAGAZIN 2016 – nur mal als kleiner Vergleich zur realen Armut (hier)

Luxus für alle. Eine Kritik des Arbeitsfetischs – Vortrag von Stephan Grigat (hier)

Flaschensammeln für die Rente – ZDF-Doku Jan. 2017 – Altersarmut in Deutschland (hier)

Immer mehr Obdachlose in Hamburg – Der Kampf um die Straße (hier)

Nach Pleite eines Gier-Bankers – Villen-Ausverkauf an an der Elbchaussee in Hamburg – die MoPo berichtet (hier)

Was passiert, wenn jemand auf einem von Ideologie getragener Posten in der Politik mit der Realität konfrontiert wird? Aktuelles Beispiel: Arbeitsministerin Andrea Nahles, deren bekanntermaßen sehr ignorantes Weltbild (besonders hinsichtlich der von ihr vertretenden Arbeitsontologie) gerade einen Schock erleben musste (hier) und (als PDF)

Mythos Fachkräftemangel (Video hier)

Armuts- und Reichtumsbericht 2017 – So verharmlost die Bundesregierung die Kinderarmut (hier) sowie die Ursachen (hier)

Die Wahrheit ist schon lange bekannt – die Armut ist hausgemacht, wirtschaftlich und politisch gewollt (hier)

Die Bedeutung von Hartz IV erschließt sich Kontext der EU-Wirtschaftspolitik – hier dargestellt durch Politkabarett (hier)

Überleben auf Pump – wie armselig das Jobcenter über Menschen entscheidet und wer das mal maßgeblich mit inszeniert hat (hier)

Warum die neoliberale Rot/Grüne-Koalition bei Hartz IV massiv Murks betrieben hat – ein Mitglied der Hartz-Kommision pack auch 10 Jahren aus (Video)

Zitat des Tages: 

»Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland hat sich seit 2014 mehr als verdoppelt, alarmierte Anfang der Woche die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Im Vorjahr waren 860.000 Menschen betroffen. Im aktuellen Freitag ist das unser Schwerpunkt. Timo Reuter schreibt in seinem Report, entscheidende Ursachen für diese Art des sozialen Abstiegs seien eine immer größer werdende Armut und akute Wohnungsnot. Man könnte ergänzen, auch das Versagen der bisherigen Bundesregierung.« (Lutz Herden, Politredaktion DER FREITAG  am 15.11.2017)

Das Parlament der Wohnungslosen meldet sich zu Wort (hier)

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Widersprüche und Denkformen in der Krise

Heute möchte ich an einem aktuellen Beispiel zeigen, wie sich die bürgerliche Denkform in Widersprüche verstrickt. In diesem Fall hat sich die Partei DIE LINKE leider in eine argumentative Zwickmühle begeben.

Wie der SPIEGEL in seiner heutigen Online-Ausgabe vom 1. Juli 2013 berichtet, heißt zunächst Wirtschaftsminister Rösler junge Südeuropäer in Deutschland willkommen, die aufgrund der wirtschaftlichen Krise in ihren Heimatländern keine Lehrstelle mehr finden. Das allein ist schon mit ein Desaster für die Bundesregierung und ihre Europa-Politik und wäre als solches zu hinterfragen. Doch statt dessen fordert die Fraktionsvize der Partei DIE LINKE Sahra Wagenknecht, dass doch bitte schön zunächst deutsche Jugendliche zuerst gefördert werden sollten (mehr), was in der bürgerlichen Öffentlichkeit eigentlich als eine Selbstverständlichkeit verstanden wird.

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Vortrag von Prof. Claus Turtur in Hamburg zum Thema „Freie Energie“

Info-Stand Die Violetten und Turtur und Besucher


Freie Energie – Prof. Dr. Claus W. Turtur über seine Grundlagenforschung am Raumenergie-Motor (dieses Interview wurde vor Beginn der Veranstaltung im Rudolf Steiner Haus aufgenommen)

Dem 27. Oktober 2012 hatten scheinbar viele Interessenten, Uni-Dozenten, Physik-Studenten, Techniker, Physik-Arbeitsgruppen, Forscher, begeisterte Freizeit-Bastler und Praktiker entgegengefiebert. Manche waren extra aus anderen Bundesländern angereist, um diese Gelegenheit wahrnehmen zu können. Zum ersten Mal durfte man auch im Norden den international bekannten Physiker Prof. Dr. Claus Turtur zu einem Vortragsabend begrüßen. Der Landesvorstand der Partei DIE VIOLETTEN hatte in Hamburg mit dem Rudolf-Steiner-Haus einen Veranstaltungsort mit sehr angenehmer Atmosphäre und sehr guter Akustik ausgewählt. Man hatte bewusst Befürworter wie Kritiker des Themas aufgerufen, sich selbst vor Ort und aus erster Hand ein Bild zu machen.

Besucheransturm in Hamburg
Diesem Aufruf waren über 250 Gäste und Medienvertreter gefolgt. Dank zahlreicher Helfer bewältigte man den Andrang. Die Gäste fühlten sich wohl und die Veranstaltung ging reibungslos über die Bühne. Die Bandbreite der Besucher reichte vom Schüler bis zum Rentner, quer durch alle Altergruppen. Erstaunlich war für mich, dass sich mindestens so viele Frauen wie Männer für das Thema interessierten. Es handelt sich also keineswegs um eine Männerdomäne. Ganz im Gegenteil. In Verbindung mit ökologischem Bewusstsein und zukünftige Möglichkeiten von „Freier Energie“, scheint die Bedeutung des Themenkomplexes insgesamt doch schon viel weiter ins Bewusstsein breiterer Bevölkerungsschichten gedrungen zu sein, als ich es im Vorfeld vermutet hätte. Das war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, war aber die erste positive Erkenntnis dieses Abends. Es sollte nicht die einzige bleiben.

Prof.Claus Tutur in HamburgReferent Claus Turtur entpuppte sich als sehr versiert darin, ein vielleicht nicht jedem so leicht zugängliches Thema wie Physik, verständlich zu machen. Dabei ging es ihm darum, verschiedene Aspekte darzustellen. Nach einer obligatorischen Einführung ging es wie erwartet um die theoretischen Grundlagen, um überhaupt erstmal ins Bewusstsein zu rücken, worum es sich bei „Freier Energie“ in seinem Sinne handelt, denn der Begriff ist durchaus mit verschiedenen Bedeutungen besetzt.
Vorführung von Energiekonvertern in Hamburg

Es wurden von Claus Turtur einige zwingend notwendige Grundbegriffe eingeführt, ohne die Neueinsteigern in das Thema ein Verständnis nicht möglich wäre. Es wurden auch Diagramme vorgestellt, um die den Vorgängen innewohnende Dynamik anzudeuten.

Es wurde auf einige Formeln und Zusammenhänge verwiesen, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen. Wichtig war es Herrn Turtur offensichtlich, eine Vorstellung von den Relationen dieser speziellen Energieart im Vergleich zu anderen, bekannten Formen aufzuzeigen sowie die basalen physikalischen Grundgedanken darzustellen.

So war es mir möglich, stets den roten Faden und das große Ganze im Kopf zu behalten und darauf zu achten, ob meine im Vorfeld  bestehenden Zweifel und ungeklärten Fragen auch angeschnitten und hinreichend beantwortet wurden. Diese dürften bei jedem Zuhörer, je nach Kenntnisstand, natürlich anders gelegen haben. Ich war jedenfalls angenehm überrascht und ging sehr zufrieden in die Pause.

verschiedene EnergiekonverterDiese Pause wurde von vielen Besuchern bereits genutzt, um sich verschiedene Arten von Energie-Konvertern in Funktion anzusehen. So gab es neben mechanischen Wandlern auch diverse elektrische Spulen zu sehen. Sehr beeindruckend fand ich auch eine Art Feststoff-Kristall-Stabbatterien, die permanent Energie lieferten. Nach Aussage von Claus Turtur ist das selbst dann der Fall, wenn man diese Konverterart über viele Wochen hinweg einfach kurz schließt und somit völlig entladen hat. Klemmt man sie ab, muss man nicht lange warten. Nach 30 Minuten haben sich die Batterien bereits erholt. Sie haben sich mit Energienachschub aus dem Raum versorgt, also quasi selbstständig aufgeladen und geben dann wieder ununterbrochen Strom ab. Die Leistungsdichte, dieser aus eher amateurartiger Kleinserienproduktion stammenden Exemplare, sei zwar noch gering, doch das ließe sich natürlich ändern, wenn man etwas Forschung und Ingenieur-technisches Können investieren würde, um die Konstruktion und Bauart zu optimieren.

verschiedene Konverter - Kristall-BatterienGenau darum ging es den Veranstaltern auch – eine offizielle Professur z.B. an der Hamburger Universität anzuregen, damit genau diese noch notwendige Forschung endlich seriös angegangen werden kann. Herr Turtur hat seine persönlichen Möglichkeiten diesbezüglich inzwischen ausgeschöpft. Nun wäre der nächste Schritt notwendig.

Schwerpunkt könnten zunächst die Konverterart sein, für die Herr Turtur das theoretische Wissen bereits besitzt. So steht es als Know How für eine professionelle Umsetzung in die Konstruktion leistungsfähiger Geräte zur Verfügung. Weitere Konverterarten könnten im Zuge dieser Forschungsarbeiten hinzugekauft oder nachgebaut werden. Diese würden dann analysiert, ausgemessen und so deren Funktionsweise ebenfalls besser verstanden und theoretisch untermauert.

Wie sich nach der Pause und einem Ausflug in den Stand der gesellschaftlichen Reflexion und Reaktion auf „Freie Energie“ und entsprechende Anfragen an die deutsche Bundeskanzlerin zeigte, steckt das Thema in Deutschland und wohl Westeuropa insgesamt noch in den Kinderschuhen und wird noch nicht für förderwürdig gehalten.

Organisatoren und fleißige Helfer der Violetten

Das steht allerdings im Widerspruch zu den bereits weltweit zahlreich existierenden Geräten für „Freie Energie“. Es scheint nach Aussagen von Besuchern, die sich dann in einer folgenden Diskussionsrunde über ein wanderndes Mikrofon engagiert zu Wort meldeten, längst eine große Vielzahl von Energiekonvertern unterschiedlichster Bauart zu geben. Es gibt insbesondere östliche Länder, wo es derartige Vorbehalte wohl nicht gibt und diverse Geräte längst im praktischen Einsatz sind.

Die Bundesregierung wäre im Zuge des angestrebten ökologischen Energiewandels und Energiemixes, sehr gut beraten, aus dem unendlichen Dornröschenschlaf heraus zu kommen und sich dieser Energieart zu stellen. Angesichts von anderen, weit exorbitanteren Ausgaben der zuständigen Ministerien, mit eher fragwürdigem Nutzen, wäre die Finanzierung des Forschungsaufwandes bezüglich „Freier Energie“ ohne weiteres zu leisten. Es ist also nur eine Frage des politischen Willens, ob man das angeht und umsetzt.

Wie sich herausstellte, gibt es seitens der Besucher Interesse das Projekt „Freie Energie“ ab jetzt gezielter zu unterstützen. So wurde die Anregung der Violetten, einen speziellen Förderverein ins Leben zu rufen, wohlwollend aufgegriffen.

Autor: Holger Roloff, 28.Oktober 2012

offizielle Auftritte und Informationen im Netz:

Ostfalia / Claus Turtur

Der Physiker Harald Lesch denkt zwar selbst nicht an die Möglichkeit von Raumenergie als Freier Energiequelle, erläutert aber  physikalische Gründe, warum wir sie zwingend brauchen (hier)

„Freie Energie für Jeden“ Seegespräche 2016 mit Claus Tortur u.a. (Video hier)

Raumenergie – Die Lösung existiert und wartet – Vortrag von Claus. W. Turtur (Video hier)

Energie mit ganz einfacher Idee im Wasser speicherbar (hier)

Freie Energie-(Magnet)-Motoren gab es schon in den 1950er Jahren, wie dieser Filmbeitrag aus dem Bundesarchiv zeigt (Video hier)

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Zitat des Moments
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