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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Eindrücke“

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform

Wesen und Charakter einer warenförmigen Gesellschaft sind durch diverse Artikel auf diesen Seiten schon mehrfach analysiert und beschrieben worden. Das Wesen besteht in seiner abstrakten Inwertsetzung. Das bedeutet, das alles durch Tauschverhältnisse geregelt und bestimmt wird. Der Konsequenz dessen, sind sich die westlichen Gesellschaften lange Zeit nicht klar gewesen. Manche Leute sind es bis heute nicht, berufsbedingt, weil sie selbst davon profitieren oder weil sie einfach zu bequem sind, zu faul zum Denken, lesen, diskutieren – oder zu feige aufzustehen, sich sich zu positionieren und zu wehren. Da schwimmt man lieber mit dem Strom.

Das Ziel so einer Gesellschaft, bezüglich ihrer Inwertsetzung, ist nicht ein gutes Leben an sich, wie man vielleicht vermuten würde. Die gesellschaftliche Bestimmung und der Sinn einer Sache in einer Tauschgesellschaft, messen sich nicht an  deren konkreten Nutzen, sondern werden allein bestimmt durch ein gesamtgesellschaftliches Verhältnis, genannt der Wert oder genauer „die kapitalistische Wertform“. So findet als höchste Abstraktionsform (Zahlen) das Wesen der warenförmigen Gesellschaftsform einerseits ihren konkreten Ausdruck in der Geldform (Zahlen auf Münzen, Scheinen, Konten, Aktien, Schuldscheinen usw.), sowie andererseits in der Arbeit, deren Wesen folglich ebenso darin besteht, abstrakt zu sein. Das Zusammenspiel der Elemente Ware/Geld/Arbeit ermöglicht wie gesagt die nahezu beliebige Austauschbarkeit aller Waren und setzt dabei eine sehr spezielle Dynamik in Gang, innerhalb eines sich geschichtlich permanent verändernden Prozesses – dem Kapital. Weil Geld jedoch nur Quantitäten messen kann (durch Preisgrößen), verwundert es auch nicht, dass die alles bestimmenden Zahlen wachsen und wachsen müssen, egal ob das der Sache auf der Ebene der stofflichen Größen nach überhaupt Sinn hat (Gebrauchswert, Nutzen kontra Umwelt) oder nicht. Das Kapital aus sich selbst zu vermehren ist der dem System immanent eingeschriebene Zwang und irrationale Selbstzweck, der letztlich direkt lebensfeindlich, tödlich und sogar explizit mörderisch werden kann (in der Soziologie bezeichnet als „Der Todestrieb bürgerlicher Subjektivität“, Robert Kurz, vgl. hier), von Amokläufen, über Kriege bis hin zur industrialisierten Menschenvernichtungsmaschine  im Dritten Reich. Arbeit besitzt die Tendenz zum Töten. Selbst normale bürgerliche Ökonomen haben das inzwischen erkannt (vgl. Peter Fleming, Wirtschaftswissenschaftler an der Cass Business School of London, s. Bericht bei WELT online vom 08.02.2018 – hier)

Das Leben, so es denn im Kapitalismus wenigstens zeitweise historisch stressfrei gelang, war und ist nur ein Abfallprodukt dieses Prozesses, aber eben nicht der eigentliche Zweck. Selbst die Menschen sind als Arbeitskräfte nur Waren auf dem „Arbeitsmarkt“ und werden für den Prozess der Profitproduktion an- und verkauft. Dabei strebt das Kapital stets tendenziell zur höchsten, durchsetzbaren Ausbeutungsrate, im Idealfall zur Kinderarbeit, da die sich am wenigsten dagegen wehren können. Jeder hat Angst, am Markt von anderen überrundet zu werden. Auch die produktiven Kapitalisten (Unternehmer) sind von dieser Angst getrieben. Es betrifft uns alle. Echte Selbstbestimmung des Menschen wäre gewiss etwas anderes. Stattdessen herrscht die Diktatur des Marktes.

5 Buchtitel Kapitalismuskritik

Das so konstruierte Sein ist keineswegs „natürlich“, „schon immer da gewesen“ und „ewig weiter so existent“, auch wenn uns die bürgerlichen Apologeten der Marktwirtschaft das gerne weiß machen möchten (z.B. „Das Ende der Geschichte“, Francis Fukuyama, „Mehr Kapitalismus wagen“, Friedrich März usw.), sondern lediglich eine Phase innerhalb der Entwicklungsgeschichte der Menschheit insgesamt. Der Kapitalismus, also die alles bestimmende Konsum- und Warengesellschaft, erlebte eine Geburtsphase (noch als Sklaverei, s. hier und hier), eine Aufstiegsphase (Industrialisierung, Modernisierung), eine Hoch- und Wohlstandszeit (Keynianistischer Wohlfahrtsstaat nach dem 2.WK, soziale Marktwirtschaft) und sie erlebt gerade ihre Niedergangsphase (Krisenkette seit 1970, Globalisierung seit 1980, Zusammenbruch des Ostens 1989,  Hochtechnologiezeit und Internet seit 1990), die irgendwann mit ihrem Ableben enden wird. Dieser Lebenszyklus/Verlauf ist aber auch das einzige was aus einer übergeordneten Perspektive betrachtet, mit den allgemeinen Gesetzen im Universum übereinstimmt. Der Kapitalismus im Inneren wird adäquat durch das Wertgesetz beschrieben, ist hochgradig widersprüchlich, irrational und stimmt keineswegs mit den allgemeinen Gesetzen im Universum überein. Je mehr wir uns als Menschen dessen bewusst werden, desto klarer sehen wir, was wirklich ist. Die gesamte Modernisierungsgeschichte wäre auch anders denkbar und möglich gewesen.

Durch das genannte gesamtgesellschaftliche Verhältnis, den abstrakten Wert, werden umfassende gesellschaftliche Mechanismen in Gang gesetzt, deren innere Gesetzmäßigkeiten durch die Funktionslogik des Geldes bestimmt werden. Dem soll alles untergeordnet werden.

„Man sollte nie vergessen, Kapitalismus war in erster Linie immer auch ein System der Zumutungen.“ (Robert Kurz).

Durch diese geschichtlich gesehen sehr spezielle Art von Wirtschaft und dessen Wesen nach abstrakte Inwertsetzung ist das Leben in der realen Geschichte bestimmt worden, samt genannter Zumutungen im Alltag. Dessen sind sich die meisten Menschen, die in so einer Gesellschaft leben, jedoch nicht unmittelbar bewusst. Fehlendes und falsches Bewusstsein wird langfristig aber zum Problem, weil die Ursachen unerkannt bleiben. Die ebenfalls auf diesen Seiten zu findenden Artikel zum Thema Ideologien legen Zeugnis davon ab, warum (s. hier). Ergänzen lässt sich, dass der Philosoph Erich Fromm bereits in den 1960er Jahren, als das Aufkommen einer Konsum-Zwangsgesellschaft diskutiert wurde, dem Kapitalismus tiefgehend analysierte und all die mentalen Zusammenhänge aufdeckte, die bis heute Gültigkeit besitzen (vgl. Vortrag hier). Seit dem ist es insgesamt leider immer schlimmer geworden.

Solange noch geschichtlich wenigstens auch reale Verbesserungen im Alltag spürbar waren (bis rein in die 1970er Jahre), war das zumindest nach dem 2. Weltkrieg in Zentraleuropa nicht so stark ins Gewicht gefallen (davor schon! zwei Weltkriege berichten davon). Der Wettstreit zwischen Ost und West trug dazu bei, soziale Zugeständnisse zu machen. Und man redete sich die Verhältnisse einfach schön. Doch scheitert jemand im Alltag (was im Turbokapitalismus der Globalisierung ab 1980 zunahm) und fühlt sich nicht anpassungs- oder leistungsfähig genug, meint der Einzelne vielleicht zu schwach zu sein und gibt sich selbst die Schuld, anstatt das gesellschaftliche SEIN, d.h. konkret das sozial-ökonomische Formprinzip dahinter kritisch zu hinterfragen. Dann ist man hoffnungslos gefangen in der Matrix aus Arbeit, Leistung, Geld und Konsum. Jeder hält das ja für normal. Damit ebenso, dass mitten im materiellen Überfluss allein 100.000 Menschen täglich an Hunger sterben…viele weitere durch übermäßigen Konsum, durch die Produktion der Waren, also Arbeit…alles normal hier. Das alles im Bewusstsein ausblenden zu können, geht nur durch Ideologien.

Ideologien sind in so einer Gesellschaft deshalb der Normalzustand, das „notwenig falsche Bewusstsein“ (Karl Marx), um in einer Warengesellschaft leben zu können. Die damit verbundenen Ketten des Alltags und der Herrschaftsverhältnisse legen sich die Bürger als warenförmig Handlungssubjekte quasi selber an, wenn sie alles unreflektiert annehmen. Sie verinnerlichen das wie Automatismen. Doch wie ist das möglich? Lassen wir uns etwa manipulieren?

Das beginnt schon mit einem Bildungssystem, welches darauf abzielt, arbeits- und konsumwillige Besitzstandsbürger heranzuziehen, die willig akzeptieren, was Geld und Markt ihnen vorsetzen und diktieren. Das geht einher mit massiver Werbung, die Ausrichtung der Presse auf das Konsum- und Arbeitsverhalten als Grundzustand der Normalität, Konzepte wie „geplante Obsoleszenz“, eingeredete Krankheiten durch veränderte Grenzwerte für bestimmte Kennzahlen, um anschließend mehr Medikamente verkaufen zu können, einer riesigen Armee an Lobbyisten sowie die Hoheit über die Sprache derer, die sich als Repräsentanten der Gesellschaft in den Medien wie z.B. in TV-Talkrunden etc. präsentieren und „streiten“ dürfen.

Das alles wird überlagert von Staat, Exekutive und Justiz samt eines Gesetzeswerkes, welches die Zügel wahlweise locker läßt oder da fest anzieht, wo nötig – die Herrschaftsverhältnisse. Heute ist auch klar zu erkennen, dass Sozialismus in diesem Sinn auch nur eine Art dessen, also ein historischer Ableger des Kapitalismus war. Er war seinem (abstrakt-warenförmigen) Wesen nach identisch. Anders war lediglich das politische Selbstverständnis, das Ziel (immerhin!) und die Art und Weise, wie man sich das Realisieren der warenförmigen Modernisierung vorstellte. Doch das scheiterte an der Dynamik des Weltmarktes sowie an einem Mangel an den zugestadenen bürgerlichen Grundrechten (quasi handwerklich-politische Fehler der Modernisierung im Osten; gleiches gilt heute für Polen, Ungarn und dien Türkei, wo ähnliche Tendenzen zu beobachten sind).

Die Irrationalität(en) in der Arbeits- und Konsumwelt sind so umfangreich und vielschichtig, dass es unmöglich ist, sie an dieser Stelle alle auszubreiten. Im Zuge eines Aufwachens, eines sich selbst bewusst Werdens, um eine andere Haltung einnehmen zu können, sollte man sich jedoch damit mal befasst haben. Das ermöglicht es, nicht nur unmittelbar bessere Entscheidungen für das eigenes Leben zu treffen (Mitzudenken, auch mal „Nein“ sagen zu können, ein anderes Konsum- und Arbeitsverhalten zu zeigen, Empathie zu entwickeln, bewusstere Gestaltung der eigenen Ernährung und Gesundheit, gesellschaftliches Engagement, Solidarität usw.), sondern für eine andere Welt einzutreten getreu dem Motto „Die Welt ist keine Ware“. Es gäbe durchaus andere Möglichkeiten eine Gesellschaft zu gestalten und andere Prinzipien, Wege und Möglichkeiten wirtschaftlich sinnstiftend zu agieren…wenn man das will. Auch dazu findet man hier etliche Artikel auf den Seiten mit entsprechenden Quelle, Buch- und Lesetipp.

Holger Roloff, den 09. Februar 2018

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Es folgt eine Sammlung an Links und Dokumentationen, die das oben genannte an konkreten Beispielen anschaulich machen und vertiefen kann:

Ein nachdenklicher Song über den Irrsinn unserer Wirtschaftsweise von FEVER RAY (Video)

Was der Konsum mit uns macht – kleiner Animationsfilm mit einem ersten Überblick zu Kritikpunkten (hier)

„Money“ Irrsinn mit Methode – wussten auch schon PINK FLOYD im gleichnamigen Song anno 1974 (Video)

Kranke Konsumgesellschaft – über den lebensfeindlichen Irrsinn, die Fremdbestimmung und die Zumutungen in der Arbeits-Konsum-Zwangsgesellschaft als alltäglich verinnerlichter Normalzustand (hier)

Shoppen bis zum Umfallen – über das Entstehen des Massenkonsums und Prestigekäufe, um andere zu beeindrucken – die Geschichte der Waren als Statussymbole (hier)

Die gelenkte Konsumgesellschaft – über die Manipulationen und den Irrsinn der Konsumslogik (hier)

Unser absurdes Bildungssystem – wie der Normalbürger erzogen und erzeugt wird (hier)

Das bürgerliche Glücks-Versprechen des Geldes und der globalen kapitalistischen Produktionsweise wird heutzutage auch wieder philosophisch-kritisch diskutiert – hier bei Scobel/3sat (hier)

Manipulierte Gesellschaft – wie der ideologische Normalzustand erzeugt wird (hier)

Konsum – Eine schmerzliche Wahrheit – wie die Warenproduktion tatsächlich aussieht (hier)

Doku über den Konsumterror von Arte (hier)

EGOnomics – Die irrationale Welt der Manager und Chefs (hier)

Koste es was es wolle – Konsumwahn (hier)

Gesellschafts- und Konsumkritik in legendärem Film von John Carpenter – die entlarvende Brille der Wahrheit hinter den Dingen als Symbol des Erwachens und der Bewusstwerdung (hier)

Kaufen für die Müllhalde – die Geschichte der bewusst geplanten Obsoleszenz, um die Widersprüche der Warenform zu handhaben (hier)

Konsum auf Pump – wie das eigentlich oft im Hintergrund funktioniert analysiert Politkabarettist Volker Pispers in „Wer hat hier die Arschkarte“ (hier)

Bereits vorkapitalistsiche Verhaltensweise hatten dramatisch-verheerende Auswirkungen auf der Erde, wie dieses Sendethema indirekt zeigt: – Frag den Lesch – Wie würde die Erde ohne Menschen aussehen?

Kapitalismus ist wie eine Religion – Kabarettist Volker Pispers arbeitet sich wie immer an den systemimmanenten Widersprüchen ab – mal mehr oder weniger gelungen, aber stets unterhaltsam und mit vielen unausgesprochenen Wahrheiten (hier)

So wie man anfängt die richtigen Fragen zu stellen, kommt die ganze Irrationalität des kapitalistischen Systems zum Vorschein – Pelzig fragt! Pispers antwortet! (hier)

Dafür bietet diese Art Gesellschaft viel Stoff für Depressionen, auf die man nur noch satirisch-nihilistisch und satirisch mit beißendem Spott reagieren kann wie hier Nico Semsrott (Video)

Ein unhaltbarer Zustand – Kritik von Heiner Geissler, der eine neue Wirtschaftsordnung fordert (hier), meint damit aber z.B. nur eine andere „Verteilung des Geldes“. So beklagt er eine ausufernde „Gier nach Geld“, als wenn es im Kapitalismus jemals um etwas andere gegangen wäre, als um Macht und monetären Reichtum. Dass wir längt geschichtlich in einer Phase jenseits der „sozialen Marktwirtschaft“ sind und vor allem warum, entzieht sich seinem Bewusstsein. Anstatt die grundsätzliche Strukturen zu hinterfragen, laufen seine Argumente so nur auf eine bessere Moral innerhalb des Systems hinaus. Seine Matrix des Ganzen hingegen kann damit intakt bleiben (hier).

Nein zum Kapitalismus – diese Gesprächsrunde mit Jean Ziegler und Heiner Geissler zeigt, dass in den Argumenten ebenfalls die zeitliche Dimension der Entwicklung des Kapitalismus völlig ausgeblendet bleibt. Vor allem Herr Geissler versucht immer wieder in die Runde zu werfen, man solle nicht gegen Kapital und Marktkonkurrenz sein („das wäre ja verrückt“), sondern müsse lediglich nur wieder alles in „die Ordnung bringen“…schließlich versucht er, anstatt auf die Möglichkeit echter, kategorialer Änderungen hinzuweisen, sich auf einen weichen Faktor wie Ethik zu berufen. In beiden Ansätzen zeigt sich, wie er trotz seiner Kritik selbst in einer Ideologie (eben der oben genannten Normalität) gefangen bleibt. Er verkennt völlig Wesen und Charakter der kapitalistischen Gesellschaft (hier), was deutlich macht, wie schwierig es dem bürgerlichen Warensubjekt fällt, sich da quasi herauszudenken.

Manche Aktivisten schaffen es bereits zeitweise durch einen Ausstieg den Konsum drastisch zugunsten gewonnener Lebenszeit zu reduzieren (Video hier)

Selbst ein Flußabschnitt steht erstmals in Deutschland zum Verkauf – wird also zur Ware, auf die spekuliert werden könnte (hier)

Alles wird zur Ware – sogar getrocknete Hundewelpen (hier)

Systematischer Irrsinn im Kapitalismus führt zwangsläufig zur Entwertung der Waren und aller anderen Kapitalformen – auch der Arbeit – das führt mittelfristig zum BGE, weil es sonst keine Käufer mehr gibt – langfristig wird alles kostenlos – der Philosoph Andre Gorz im TV-Magazin KULTURZEIT (hier)

Konsumkonditionierung und Terrorismus hängen auf irrationale Weise zusammen im französischen Film  „Nocturama“ (2017) (hier) Hier wird das bürgerliche Subjekt mit seiner inneren Leere konfrontierte was auf den Normalkonsumenten äußerst verstörend wirken muss… Der Film wurde deshalb bei einem Filmfestival schon hoch „offiziell ausgeladen“.

Alike short film – zeigt exemplarisch, was in unserer Art warenförmiger Gesellschaft (mit entfremdeter Arbeit) falsch läuft (Video hier)

Kinderschützer des Tages: Edeka – Bericht über die Widersprüche der internen Firmenpolitik des Handelskonzerns EDEKA in JUNGE WELT (hier) und (als PDF)

Bitte Hassen Sie Jetzt – Adventsgruß 2017 – von Sibylle Berg im SPIEGEL online (hier)

Warum die Zirkulation von Geld keinen Mehrwerts erzeugt zeigt sich durch eine kleine Anekdote, ein literarisches Beispiel, für die Fragwürdigkeit und Irrationalität der Geldlogik (Video)

Kapitalistische Ausbeutung in Deutschland spiegelt sich gelegentlich auch in der Rede eines Gewerkschafters – wie hier im Februar 2018 – am Bsp. Volkswagen: (hier)

Der Selbstoptimierungswahn des Neoliberalismus – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Arbeit nach Feierabend macht krank – Artikel gefunden bei Ping Spielraum (hier)

Die Irrationalität des kapitalistischen Wertesystems zeigt sich auch im Steuersystem wie z.B. das ARD TV-Magazin brisant berichtet (Video)

In Zeiten wie diesen hat politisches Kabarett Hochkonjunktur, weil es reichlich Stoff gibt, sich an der Irrationalität, Subjektivität und den Widersprüchen des Systems sowie der bürgerlichen Politik und nazistischen Protagonisten abzuarbeiten. Ein Meister seines Fachs ist diesbezüglich Max Uthoff. Er zeigt, wie man das unterhaltsam machen kann (Video)

Damit die Großkonzerne weiter ihre Profite scheffeln können werden technische Entwicklungen unterdrückt und sogar führende Wissenschaftler, wenn sie sich nicht kaufen lassen  wollen,  ermordet – hier ein winziger Einblick in die Hintergründe vom deutschen Wissenschaftler Dr. Klinghardt speziell zum Thema „Freie Energie“-Forschung (Video)

Die Widersprüche und Irrationalität der Binnenwirtschaft setzt sich auch im Außenverhältnis zu anderen Staaten fort – hier am Bsp. der deutschen Griechenlandpolitik und Außen- und Militärpolitik sowie dem Umgang mit Kapital – Bundestagsrede von Gregor Gysi (DIE LINKE): (Video)

Star Trek / Raumschiff Enterprise Parodie bei Die Anstalt vom 27. Februar 2018 – zeigt Irrationalität der bürgerlichen Gesellschaft in Bezug auf das Klimaproblem (Video lang) und (hier Start als Episoden)

Als Folge der kapitalistischen Krisen wiederholen sich Populismus, Protektionismus,  Strafzölle und Handelskriege brechen aus – Bericht beim SPIEGEL (hier)

Groß, größer, am größten – diese Supermarktneuheit 2018 wirkt wie Realsatire – Sch… in Dosen reicht nicht mehr aus – jetzt gibt es Nutella in Eimern – Bericht die Hamburger MOPO (hier)

Kapitalismus ist nicht das natürliche, gesellschaftliche Formprinzip, sondern musste historisch mit staatlicher Gewalt durchgesetzt werden, was sich auch heute noch vielerorts zeigt, z.B. hier in Lhasa, wie der SPIEGEL online berichtet (hier)

Es droht im Zuge der historischen Entwicklung des Kapitalismus ein Ende der Globalisierung und somit der Übergang vom Neoliberalismus zum Neonationalismus – [Analyse bei TELEPOLIS vom Autor  (hier) ] – einhergehend mit einem Angriff seitens China auf die Dominanzrolle des Dollar (hier)

Selbst die wirtschaftlichen und finanziellen Experten verstehen ihr eigenes Wirtschaftssystem nicht und liegen – wie dieses Bsp. aus dem Finanzministerium zeigt – mit ihren Einschätzungen häufig völlig daneben, wie BILD berichtet  (hier)

Was der Kapitalismus mit den Daten der Bürger vor hat? Hier einige Hintergrundinfos von Dirk Müller (Video)

Österliche Nächstenliebe – Fröhliches Foltern! Eine kritische Betrachtung der westlich-christlichen Wertegemeinschaft vom Autor Christian Stöcker – gefunden beim SPIEGEL (hier)

Um das Medium Geld steht es inzwischen auch nicht mehr so gut, was man an der wachsenden Bedeutung von Krytowährungepn ablesen kann (hier). Sie unterliegen der gleichen Krisenhaftigkeit wie der Kapitalismus insgesamt.

Wie denken eigentlich die Kapitalisten? Am besten, man hört ihnen mal zu. Dirk Müller alias „Mr.Dax“ plaudert aus dem Nähkästchen. Eigentlich Kapitalismuskritik pur…wenn es nicht gleichzeitig doch wieder positiviert werden würde. Warum macht er das? Nun, weil er selbst davon profitiert. Dennoch treten hier zahlreiche Teilwahrheiten ans Licht (Video-Interview 17.01.2018)

Warum man stets nur Sündenböcke sucht, anstatt die Ursachen in den Strukturen des kapitalistischen  Systems selbst zu suchen – ein analytischer Wortbeitrag bei KenFM deckt die dahinter liegende ideologische Denkform auf (Audio hier)

Die Domestizierung fürs Kapital kennt inzwischen längst eigene TV-Shows (hier)

Mord für Profit ist leider allgegenwärtig – hier am Bsp. von Wilderei (hier)

Selbst der gesetzliche Mindestlohn reicht vielerorts nichtmal zum Überleben (hier)

Jeffrey Bezos – Chef von Amazon – aktuell reichster Mann der Welt, hat seine Unternehmensstrukturen hinsichtlich der Ausbeutung seiner Angestellten optimiert, erhält Auszeichnungen und läßt sich als innovativ feiern – Bericht zu Protesten seiner Mitarbeiter in JUNGE WELT online (hier)

„Tribute – Das komplexe Subventionsdickicht“ von Fabian Scheidler. Die Verbindung von Kapital und Staat gehört zu den Diskussionspunkten, warum der Kapitalismus immer noch läuft. Entdeckt bei SEIN.de (hier) und (als PDF)

Die BRD ideologisch auf dem Weg zu einem neoliberalen Faschismus – jedenfalls wenn es nach dem Willen von Christian Gräff (CDU-Wirtschaftsflügel) geht. Die Reaktionen darauf leisten endlich Widerspruch und beschreiben schonungslos die Wahrheit (Video) und (hier) Künstler haben das schon längst erkannt, wie in diesem Videoclip (Video)

Die Irrationalität der Kapital-Jünger offenbaren geradezu religiösen Züge – zu sehen in einer Doku „System Error“ (2018) – Bericht im Spiegel (hier)

Willkommen im Ungleichland – wie aus Reichtum Macht wird – die Doku (2018) zeigt, mit was für absurden Argumenten Reiche ihren Status meinen rechtfertigen zu können…(Video)

Unabhängiger Journalist und Friedensaktivist Ken Jebsen spricht im Mai 2018 zum Kriegsende vor 73 Jahren erkennt den wahren Krieg und Irrsinn im Alltag unserer unnatürlichen Lebensweise, die auf Waren, Geld, Konsum und Vermarktung basiert (Video)

Umwelt vs. Dummwelt – die irrationale Politik in Deutschland – Tagesdosis vom 15.05.2018 bei KenFM (hier)

Warum nicht mehr Menschen gegen dieses irrationale System aufstehen, bringt Dirk Müller auf einer Pressekonferenz auf den Punkt (Video)

Die Irrationalität im Kapitalismus ist auch an der Regierungspolitik abzulesen – deutliche, Worte der Abgeordneten Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) im Bundestag im Mai 2018 (Video)

An Mitarbeitern wird gespart, die Produkte sind fragwürdig – ein Blick hinter die Kulissen von modernen Billigläden TEDi und EuroShop bei BILD.de (hier)

Warum eine neue Scheinlösung wie der Bitcoin die Irrationalität nur fortsetzt berichtet der SPIEGEL online (hier)

Die Irrationalität der Warenform wird per Gesetz auch anderen Lebensbereichen aufgezwungen – nur umgekehrt proportional…so werden z.B. Informationen vorenthalten und sogar juristisch ausdrücklich verboten und bestraft, indem man sie als einfach Werbung deklariert – Bsp. Abtreibungen (Video)

Die Irrationalität aus Gründen des Profits zeigt sich z.B. auch bei Medikamenten. So versuchte die Pharmalobby schon vor Jahren Kamille zu verbieten. Andere Mittel – wie dieser Wirkstoff gegen Krebs und alle Tumorarten, wird bis heute aus gleichen Gründen verschwiegen. Dieses natürliche Heilmittel findet man im Fruchtfleisch und den Kernen einer Beere in Australien und ist in seiner Wirkkraft wissenschaftlich sehr gut belegt (Video). Solange jedoch die Pharmafirmen locker 30.000 – 50.000 Euro an einer konventionellen Krebstherapie verdienen, interessiert das nicht. Es braucht Insider und kleine Youtuber, die sich um dieses Heilwissen bemühen.

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Vergangenheit reloaded? Bundestagswahl 2017

Heute soll es um die Wahrnehmung von politischen Erscheinungen unserer Zeit in Teilen der Bevölkerung gehen. Da fang ich am besten gleich bei der eigenen an. Als ich heute durch meinen Stadtteil hier in Hamburg schlenderte, fielen mir die ganzen Wahlplakate zur bevorstehenden Bundestagswahl 2017 schon nicht mehr auf. Dafür ein eher unscheinbarer, kleiner Aufkleber – darauf der Spruch: „Pegida, Hogesa und AfD – 1933 wärt ihr die NSDAP“ (Belegfoto hier)

Eine kurze Recherche im Netz ergab, dass sich zahlreiche Soziologen und Politikforscher bereits damit beschäftigt hatten und deutliche Parallelen in der Weltanschauung und den Ideologien bei Pegida und Co. ausmachen konnten (siehe unten). Auch die Sprache ähnelt sich auffällig. Dazu gesellt sich bei der AfD noch ein marktradikaler Neoliberalismus.

Aus spiritueller Sicht handelt es sich bei der Denkweise von Bewegungen wie PEGIDA sowie einer Partei wie der AfD sicherlich um die gleiche Energie und  den gleichen gesellschaftlichen Impuls wie in der Weimarer Republik bis 1933 – ein Denken mit dem Ziel, die Menschen zu trennen, sie gegeneinander auszuspielen und aufzubringen. Beides sind kurzatmige ideologische Reflexe. Anstatt tiefer gehender  Analysen und Reflexionen der gesellschaftlichen Verhältnisse insgesamt, begnügt man sich mit einfachen Erklärungen auf der unmittelbaren Handlungsebene politischer Entscheidungsträger. Einfache Scheinlösungen an der Oberfläche sind populär, weil leicht verdaulich und für den Einzelnen bequem. Es ist eben leichter Schuldige zu suchen, als sich um eine differenzierte Sicht der Dinge und anstrenge Dialektik zu bemühen. Das würde den gemeinen Konsumenten, der am liebsten alles im Fastfood-Stil fertig vorgesetzt bekommt, stark überfordern.

Angst regiert hier alles

Die eigene Angst paart sich dabei mit der politischer Enttäuschung der sozial Abgehängten bzw. der gefährdeten Mittelschichten, die keinen Ausweg aus der Krise des kapitalistischen Gesamtsystems sehen, ohne diesen Zusammenhang als solchen zu erkennen. Wäre das anders, würden nicht nur die bürgerliche Politik, einzelne Politiker oder die etablierten Parteien sowie das Phänomen der Flüchtlinge am Pranger der Populisten stehen, sondern die gesellschaftliche Form Kapitalismus selbst, denn darin verstecken sich die tieferen Ursachen aller Krisen, einschließlich der Fluchtgründe von Millionen von Menschen.

Wer jedoch auf derartige, populistische Oberflächenrhetorik anspringt, neigt sogar dann dazu bspw. die AfD zu wählen, selbst wenn die eine Politik verkörpert, die den Interessen dieser Wähler eigentlich konträr gegenübersteht. Das sind klare Parallelen zur Tea-Party Bewegung in den USA, die bekanntlich einen Großkapitalisten wie Donald Trump fanatisch die Treue hält und zum Wahlsieg verholfen hatte, obwohl er objektiv beileibe nicht deren Interessenvertreter ist. Irrationaler könnte es kaum sein. Was Verbitterung gepaart mit Angst und Unwissen so alles anrichtet…

Eigene Geschichte konsequent ausgeblendet

Doch von gesellschaftlichen Zusammenhängen und ernsthafter Kapitalismuskritik ist wie gesagt bei der AfD nichts zu hören. Ursachen werden ausgeblendet, denn sie würden die eigene Mitverantwortung einschließen, zumal man selbst pro-kapitalistisch und marktkonform argumentiert und zahlungskräftige Industrie- und Kapitalvertreter im unsichtbaren Rücken hat, die bereitwillig die AfD-Parteiwerbung finanzieren. Das wäre dann allerdings eine deutliche Parallele zum Jahr 1933. Auch die NSDAP fand großzügigen Spender im Kapital (s. hier).

Würde man die eigene Lebensgeschichte und Mitverantwortung thematisieren, würde so manche persönliche Lebenslüge auffliegen. Also wird ausgeblendet, ignoriert, kaschiert, was die eigene Rhetorik so hergibt. Wahrhaftigkeit ist was anderes.

Politkabarettist Volker Pispers brachte es einst auf den Punkt mit der Aussage: „Man nehme das Schlechteste von der FDP und der NPD und vermische es. Heraus kommt die AfD.“

Doch selbst das sind nur zwei Drittel der Wahrheit. Ein Drittel wurde da noch nicht genannt – die CDU.

Viele ehemalige CDU-Mitglieder sind heute Aktivisten und Wortführer der „Alternative für Deutschland“. Allen voran Alexander Gauland, Spitzenkandidat der AfD im Bundeswahlkampf 2017. Er war 40 Jahre Mitglied in der CDU und witterte im Zuge der Flüchtlingsproblematik die Chance, das für seine Art  Politik geschickt nutzen zu können. Mit reichlich nationalistisch orientierten Sprüchen angereichert kam das bei manchen gut an. Die Resonanz bescherte der Partei zweistellige Ergebnisse bei Landtagswahlen und das könnte sich am kommenden Sonntag bundesweit wiederholen.

Wie sehr die AfD tatsächlich mit der CDU verflochten ist wird deutlich, wenn man genauer hinschaut. Der Autor Markus Bernhardt beleuchtete das gerade in der Tageszeitung JUNGE WELT am Beispiel von Sachsen (hier).

Intellektuelles Fiasko

Wie lautet der oft zitierte Spruch der deutschen Kanzlerin? „Deutschland geht es gut.“ Tatsächlich? Geistig wohl kaum. Da sind angesichts einer offenkundig unkritischen Wahrnehmung des gesamten Rechtspopulismus in weiten Teilen der Wählerschaft berechtigte Zweifel anzumelden. Das mutet eher an wie ein intellektuelles Fiasko. Und in Sachen CDU läßt sich nur ergänzen: Wer sorgt schon selbst dafür, ein Kind wie die AfD zu gebären(?)…wobei es (fast) egal scheint, in welcher Partei diese Geister sind oder zuvor waren. Die Denkformen sind gleich oder ähneln sich zumindest sehr und lassen sich nur allzu leicht revisionistisch verbiegen. Sie werfen jedenfalls kein gutes Licht auf das Kollektivbewusstsein anno 2017 in Deutschland.

Deshalb ist es umso mehr zu begrüßen, wenn Menschen ihrer Angst trotzen und offen zeigen, dass es auch noch den anderen, fortschrittlichen und konsequent humanistischen Teil gibt – und sei es nur dadurch, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, auch wenn das bei weitem nicht ausreicht (weil s. ideologiekritische Beiträge unten). Wir alle sollten zeigen, mehr Verantwortung tragen zu wollen. Sonst benutzen uns gewisse Kreise für ihre Interessen.

Alter Impuls mit Anteilen neuer Ideologie

Im speziellen Fall der Partei AfD lässt sich konstatieren, dass es Parallelen in der Denkweise und dem Impuls der Abwehr von Problemlagen gibt. Auch einfache Scheinlösungen populär zu machen ist so eine Parallele. Dennoch sind weder die AfD noch Bewegungen wie Pegida und Co. eins zu eins mit der NSDAP gleichzusetzen. In den 1920er Jahren wurde der Kapitalismus durch diverse Krisen geschüttelt, die in bis dato unbekannter Massenarbeitslosigkeit, Hyperinflation und einem legendären Börsencrash mündeten. Die Nazis reagierten ideologisch darauf und es gelang ihnen bekanntlich im Deutschland der Weimarer Republik an die Macht gewählt zur werden (im TV-Film sehr gut dargestellt s. hier), genau wie der AfD heute bereits ein Teilerfolg beschieden war. Doch die Programmatik der AfD zielt im Gegensatz zu den Nazis nicht darauf ab, die sozialen Verhältnisse zu verbessern. Selbst bei den Nazis sollte das – rassistisch verklärt – nur einem „arisch reinen Teil“ der Bevölkerung zugutekommen. Und zweifelsfrei gibt es vereinzelt auch in den Reihen der AfD Leute, die zumindest alles daran setzen den Eindruck zu erwecken, noch so zu denken. Dennoch ist das nicht die Masse der AfD-Mitglieder (zu denen auch Juden zählen) oder gar deren Wählerschaft. Der AfD geht es um etwas anderes. Die AfD-Mitglieder sind ausdrücklich keine Sozialisten und somit auch keine Nazis (Nationalsozialisten), selbst wenn man das mitunter vereinfacht so im Volksmund vernimmt oder auf besagtem Aufkleber zu lesen bekommt. Es handelt sich vielmehr um Nakaps – also Nationalkapitalisten, die das Rad der Geschichte am liebsten in die vermeintlich gute alte Zeit (was bzw. wann immer das auch sein soll…) zurückdrehen möchten.

Nur weil ein neoliberaler Vorzeige-Ökonom wie Herr Lucke längst die AfD-Reihen verlassen hat, haben sich dessen Vorstellung vom Idealbild des Marktes keineswegs aus dieser Partei verabschiedet. Das ist ein zentraler Unterschied zu den 1930 Jahren. Die Nazis wollten eine Volkswirtschaft anführen und per politischer Diktatur beherrschen, die dem besagten „arisch-reinen Volk“ dient. Die AfD will hingegen ein williges Volk, das der Diktatur des freien Marktes dient und folglich in der Sphäre des politischen eine „marktkonforme Demokratie“. Das wiederum deckt sich mit den Vorstellungen von CDU/CSU, wird von der deutschen Kanzlerin Merkel ausdrücklich betont und ist somit aus Sicht der AfD eine Parallele zum Ausgangsfleisch, von dem man selbst abgefallen ist. Damit schließt sich gewissermaßen der Kreis bzw. mehrere Kreise überlagern sich. Dabei werden Schnittpunkte und Teilmenge alter Ideologien mit aktuellen Vorstellungen sichtbar. Es entsteht dabei eine Gemengenlage, die für den unbedarften und politisch nicht besonders geschulten Normalbürger aber potentiellen Wähler kaum zu durchschauen ist…zumindest entsteht der Eindruck, dass dem innerhalb der Wählerschaft so ist. Das Wahlergebnis zeigte es im Herbst 2017 zweifelsfrei an. Die AfD zog erstmals in den Deutschen Bundestag ein.

Was bedeutet „keine Sozialisten“? 

Konkret heißt das, die Programmatik und Ziele der AfD bieten alles mögliche, nur keine Alternative zur kapitalistischen Produktions- und Lebensweise oder fordert Verbesserungen wie wenigstens etwas mehr soziale Gerechtigkeit. Sie steht nicht für eine Politik und Argumentation, die bei Fluchtursachen ansetzt, sondern bei deren oberflächlichen Folgeerscheinungen und versucht sich lediglich in der rhetorischen Abwehrhaltung dieser Folgen und deren unangenehmen Wahrheiten und Konsequenzen. Die AfD will auch keine sozialen Verbesserungen für die eigene Bevölkerung, sondern sie will den Leuten noch mehr Zumutungen zugunsten von Markt und Kapital abverlangen…also in der Summe noch mehr von all dem, was CDU/CSU und SPD als neoliberale Leitideologie im Zusammenspiel mit FDP und den GRÜNEN seit Jahrzehnten praktiziert haben (ich sage nur Hartz IV System, Steuerparadiese, Frontex etc.)!!! Das scheint von den AfD-Wählern völlig unverstanden und nicht wahrgenommen zu werden. Wie heißt es doch so schon: „Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber!“.

Fazit: Die Wahrnehmung politischer Zeitphänomene stellt sich sehr unterschiedlich und allzuoft zu vereinfachend und oberflächlich plakativ dar. Das lässt sich nur durch eine eingehende, differenzierte Betrachtung und Analyse ändern. Wer seine Wahrnehmung verbessern und an der Realität schärfen möchte, kommt um die Beschäftigung mit kritischer Theorie und Philosophie nicht herum (vgl. auch hier). Nur wer das Wesen einer Sache, sozialen Bewegung oder Institution versteht, deren Struktur, Beweggründe, Ziele und Absichten durchschaut, wird sich auch nicht politisch in die Irre führen lassen. Rechts- und oft auch linkspopulistische Bewegungen sind eine Art Irrlichter, die den unbedarft Suchenden tief ins Moor locken. Nur durch ernsthafte Auseinandersetzung und Kritik läßt sich der Weg in die Zukunft so ausleuchten, dass man dem politischen Morast entgehen kann.

Holger Roloff, 21. September 2017, überarbeitet am 20. Januar 2018*

(* die Überarbeitung, Ergänzung und Aktualisierung machte sich erforderlich, weil für manche Leser der falsche Eindruck entstand, die Gleichsetzung von AfD und NSDAP entspräche der Auffassung des Autors und sei hier womöglich das Fazit. Dem ist nicht so, was nun hoffentlich deutlicher erkennbar wird, auch wenn es zwischen beiden viele Parallelen gibt. Es geht in diesem Artikel auch nicht primär um die AfD, sondern um die Wahrnehmung politischer Entwicklungen, was am Bsp. des Aufklebers, soziologischer Studien, von Wahlergebnissen und somit auch der Partei AfD gezeigt und konkretisiert werden sollte.)

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Vergleich der Wahlprogramme von AfD und NSDAP (hier)

PEGIDA und NSDAP – ein Vergleich (hier)

PEGIDA, AFD, COMPACT – Rückkehr nach 1933? (hier)

„Wie mit Besen und Zauberlehrling“ – Ohne die CDU keine AfD (hier)

Gibt es ein Zurück zur D-Mark? (hier) und (als PDF)

Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements (Vortrag per Video hier)

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird (hier)

Wahlen sind ein „Inhaltsleeres Ritual“ – eine bemerkenswerte, tiefergehende Analyse zu Sinn, Zweck und Bedeutung des Funktionsmechanismus von Wahlen in der bürgerlichen Gesellschaft von Autor Hansgeorg Hermann bei JUNGE WELT online (hier)

Selbst Börsenkenner wie Dirk Müller sagen inzwischen offen, wieviel von unserer Art von Demokratie aus Sicht des Kapitals zu halten ist und macht das am Bsp. des CETA-Abkommens deutlich (Video 1) und hier (Video 2)

Offizielles Ergebnis der Bundestagswahl 2017 (hier)

Der Philosoph Erich Fromm im Gespräch über die Aufgabe des Intellektuellen in Bezug zum Verhältnis von Politik und Wahrheit; dem lässt sich hinzufügen, dass die heutigen, etablierten Parten die Suche nach Wahrheit leider allzuoft vermissen lassen und stattdessen bestenfalls ihnen angenehme Teilwahrheiten nach vorne rücken sowie  lediglich althergebrachte, starre Strukturen des Gestern vertreten. Die Masse der Menschen gibt sich damit leider (noch) zufrieden. Doch nicht alle. Es läßt sich heute ebenso beobachten dass das Erwachen und die Suche nach Wahrheit für eine wachsende Zahl von Menschen wieder Fahrt aufgenommen hat und neue Ideen ihren Raum finden (hier)

Hier als konkretes Beispiel eine Erlebnisepisode, in der kurz die Wahrheit auftaucht, die im Westen gern verdrängt und mit „der Markt soll das regeln“ und „wir brauchen mehr Wachstum“ aus dem Bewusstsein verdrängt wird – gefunden bei SPIEGEL online (hier)

Warum wir mit Kritik bei uns uns selbst anfangen sollten – Gedanken von Hagen Rether, die unseren Ansatz von Spiritualität gut verständlich machen – die eigene Mitverantwortung sollten wir nicht ausblenden, sondern bewusst annehmen und reflektieren (Video)

Wie die Marktlogik konkret aussieht, was das für die Ware „Arbeitskraft Mensch“ bedeutet und welche Widersprüche das aufwirft, wenn sich die Menschen versuchen zur Wehr zu setzen, zeigen sowohl Beispiele im Inland (hier) als auch Ausland (hier)

Die CDU als „Steigbügelhalter“ der AfD – ein Resümee von Ulla Jelpke bei JUNGE WELT online (hier)

Die Ursachen für die Krisen der letzten Jahre, für Rechtsruck und Nationalismus wurden im Zuge des Europäischen Einigungsprozesses klar erkennbar und auch konkret im Bundestag ausgesprochen – siehe die folgende Rede von Gregor Gysi (1998). Die Ergebnisse haben zwar auch etwas mit der Flüchtlingsfrage zu tun – primär jedoch noch mehr mit der von CDU/CSU und später SPD/DIE GRÜNEN gemachten, langfristigen Europa-Politik und deutschen Innen- und Außenpolitik. Alle verantwortlichen Partei ignorieren die Fehler ihrer eigenen politischen Entscheidungen und Kurzsichtigkeit (Video)

Die mit der finalen Krise des Kapitals einhergehenden bewusstseinsmäßig-ideologischen Reflexe könnte man auch als „Ignoranz von biblischem Ausmaß“ auffassen. Folgerichtig beschäftigen sich immer mehr kritische Künstler mit diesem Themenkomplex – wie hier die deutsche Formation GOETHES ERBEN (Videoclip)

Schauspieler Matt Damon regt zum Nachdenken an  und reflektiert blinden Gehorsam und zivilen Ungehorsam. Was davon brauchen wir? (Video[Hinweis: Es geht wie bei allen Links nur um diesen einen Beitrag. Wir distanzieren uns wie immer ausdrücklich vom anbietenden Kanal und dessen sonstigen Inhalten und der politischen Haltung, mit der diese dort präsentiert werden! An falschen Querfronten besteht unsererseits kein Intresse!]

„Im Geiste Schönhubers“ – Bericht vom AfD-Parteitag Dezember 2017 bei JUNGE WELT  (hier)

„Kritik des Falschen“ – wie die negative Dialektik der Verneinung des Falschen zur Aufklärung beiträgt und Propheten des Rechtspopulismus entlarvt – am Bsp des Wirkens von Leo Löwenthal – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Wie es um die Glaubwürdigkeit anderer Parteien bestellt ist, zeigt am 8. Februar 2018 am Bsp. der SPD: (Video)

Eine moderne Klassenanalyse von Werner Seppmann gewährt Einblick in die Entwicklung, wie die neoliberale Umverteilung von unten nach oben in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat und zeigt Zusammenhänge auf – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Soziologe und Ex-SPD-Mitglied Christoph Butterwegge im Gespräch zum Zustand der SPD im Februar 2018  – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

14. Politischer Aschermittwoch am 14.02.2018 mit Max Uthoff (hier)

Die Kriterien von Propaganda – im Vortrag erklärt vom deutschen Kommunikationswissenschaftler Uwe Krüger (Video)

Die Regierung entdeckt plötzlich das Volk – Scheindemokratie anno 2018 (hier)

Der SPD-Traum – ein Geniestreich der KenFM-Redaktion legt offen, was Mut echter zur Wahrheit wäre – Tagesdosis 24.04.2018 (hier)

Die Hintergründe liegen in den sozialen Klassenstrukturen – Junge Welt berichtet und zitiert aus einem Bericht zu aktuellen Forschungsergebnissen aus Deutschland (hier)

Warum nicht mehr Menschen gegen dieses irrationale System aufstehen, bringt Dirk Müller auf einer Pressekonferenz auf den Punkt (Video)

Dieser Vortrag von Gregor Gysi an der Uni Witten/Herdecke (2018) deckt zahlreiche, irrationale Widersprüche bürgerlicher Politik auf (Video)

Die Irrationalität im Kapitalismus ist auch an der Regierungspolitik abzulesen – deutliche, Worte der Abgeordneten Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) im Bundestag im Mai 2018 (Video)

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Der Teufel und die Horrormärchen

 

In der morgigen Ausgabe der bundesweiten Tageszeitung JUNGE WELT gibt es ein aufschlussreiches Gespräch, welches der Redakteur Markus Bernhardt mit Christian Woltering vom Paritätischen Wohlfahrtsverband geführt hat. In der JW-Online-Ausgabe ist es heute schon zu lesen (hier) und als (PDF). Darin gibt es Aufschluss über die aktuellen Entwicklungen in Sachen Hartz IV, Armut und wie die Schere zwischen zwischen Arm und Reich in unserem Land immer weiter auseinandergeht.

Als Ursachen werden verschiedene Dinge angesprochen. Es sei vor allem ein Ergebnis falscher Sozial- und Steuerpolitik in Deutschland. Das wird auch tatsächlich einen großen Einfluss haben. Ebenso wie der industrielle Strukturwandel weg von der Kohle, was besonders im Ruhrgebiet starke Konsequenzen hat. Als alleinige Erklärung dürfte dies jedoch kaum ausreichen. Steckt der Teufel im Detail? Oder fehlt da etwas in der Betrachtung?

Es ist meines Erachtens viel mehr die dritte industrielle Revolution, die Digitalisierung, die seit vier Jahrzehnten massiv die Verwertungspotenziale abschmelzen lässt und somit für eine Entwertung aller Kapitalbestandteile sorgt, einschließlich menschlicher Arbeitskraft. Somit fehlt nicht nur zunehmend Einkommen in den Familien, sondern es sind auch immer mehr hoch qualifizierte Fachkräfte und studierte Akademiker und Führungskräfte davon betroffen. Darüber wird nur ungern öffentlich gesprochen.

Die Mainstream-Medien, allen voran die Springer-Presse, führt stattdessen bekanntermaßen eine offene Kampagne gegen angeblichen „Sozialmissbrauch“ bei Hartz IV, der aber allein statistisch gesehen bei der Verteilung der Vermögen in Deutschland insgesamt überhaupt keine Rolle spielt – schon gar nicht gegenüber den Summen, die hier tagtäglich z.B. durch die Steuerpolitik zugunsten der großen Vermögen umverlagert werden, was die bürgerliche Statistik regelmäßig belegt.

Berücksichtigt man diese Umstände, wird vielleicht ein rundes Bild daraus, allerdings ein Bild des sozialen Schreckens. Das können doch wohl alles nur „Horrormärchen“ sein…

Dieser Schrecken fährt längst dem Bildungsbürgertum in die Knochen, was sich in dessen Reaktionen und Elitedenken z.B. in Fragen der Gestaltung des Bildungssystems ihrer Kinder zeigt, wo eine Gesamtschule abgelehnt, nach unten getreten wird und sich als Reaktion Rassismen und Ideologien sowie ein deutlich rechtspopulistischer Trend zeigen, was besonders an der AfD sichtbar wird.

Doch es regt sich etwas. Immer mehr Menschen fangen an, diese Trends der Prekarisierung nicht länger hinnehmen zu wollen. Wie gesagt…ein sehr lesenswerter Artikel, über den sich jeder aufgerufen fühlen darf, sich seine eigenen Gedanken zu machen.

Holger Roloff, 05. Juni 2015

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JUNGE WELT Artikel: „Das sind keine Horrormärchen“ (hier) und als (PDF)

JUNGE WELT Artikel: „Neoliberale Legenden – Minierhöhung bei Hartz IV“ (hier)

JUNGE WELT Artikel: „Neofeudalismus im Finanzmarktkapitalismus“ (hier)

JUNGE WELT ARTIKEL: „Kein Herz für Kinder“ (hier) und als (PDF)

JUNGE WELT ARTIKEL: so sieht es z.B. in Argentinien aus (hier) und als (PDF)

JUNGE WELT ARTIKEL: Sanktionen gegen Minderjährige (hier) und als (PDF)

SPIEGEL Bericht: Soziale Kluft vergrößert sich in Europa (hier)

TAZ Bericht: Jeder Fünfte in Deutschland ist arm (hier)

DER FREITAG Artikel: Auf dem Weg ins Mittelalter (hier)

Mindestlohn-Spott beim POSTILLON: Neureiche Friseurin (hier)

Der Charakter des Hart IV-Systems offenbart sich auch in der Art und Weise, wie juristisch darin mit Widersprüchen umgegangen wird. Es geht offenkundig nicht um das Wohl von Menschen, wie dieser Artikel beweist:  (hier)

Nachtrag vom 27.04.2016: Gauck sagt sorry…könnte er jedenfalls… eigentlich… eventuell… oder doch nicht??? (Aktions-Video hier) …(leider nur) eine Satire zur Hartz IV-Reform: (Infos hier)

Hartz IV – psychologische Kriegsführung und die Folgen (Video)

Nachtrag vom 06.05.2016 – DIW stellt fest: auch die deutsche Mittelschicht schrumpft: (hier)

Erfahrungsbericht und erhellende Kommentare beim FREITAG (hier)

Kunstaktion „Deutschland sagt Sorry!“ – was eigentlich überfällig wäre (Video hier)

Das Märchen vom Fachkräftemangel (Video hier)

Der Irrsinn von Hartz IV und Bewerbungsmarathon in Fakten (hier)

Was das kapitalistische Wertesystem für erstrebenswert und somit berechtigt hält, zeigt diese Meldung aus dem MANAGER MAGAZIN 2016 – nur mal als kleiner Vergleich zur realen Armut (hier)

Luxus für alle. Eine Kritik des Arbeitsfetischs – Vortrag von Stephan Grigat (hier)

Flaschensammeln für die Rente – ZDF-Doku Jan. 2017 – Altersarmut in Deutschland (hier)

Immer mehr Obdachlose in Hamburg – Der Kampf um die Straße (hier)

Nach Pleite eines Gier-Bankers – Villen-Ausverkauf an an der Elbchaussee in Hamburg – die MoPo berichtet (hier)

Was passiert, wenn jemand auf einem von Ideologie getragener Posten in der Politik mit der Realität konfrontiert wird? Aktuelles Beispiel: Arbeitsministerin Andrea Nahles, deren bekanntermaßen sehr ignorantes Weltbild (besonders hinsichtlich der von ihr vertretenden Arbeitsontologie) gerade einen Schock erleben musste (hier) und (als PDF)

Mythos Fachkräftemangel (Video hier)

Armuts- und Reichtumsbericht 2017 – So verharmlost die Bundesregierung die Kinderarmut (hier) sowie die Ursachen (hier)

Die Wahrheit ist schon lange bekannt – die Armut ist hausgemacht, wirtschaftlich und politisch gewollt (hier)

Die Bedeutung von Hartz IV erschließt sich Kontext der EU-Wirtschaftspolitik – hier dargestellt durch Politkabarett (hier)

Überleben auf Pump – wie armselig das Jobcenter über Menschen entscheidet und wer das mal maßgeblich mit inszeniert hat (hier)

Warum die neoliberale Rot/Grüne-Koalition bei Hartz IV massiv Murks betrieben hat – ein Mitglied der Hartz-Kommision pack auch 10 Jahren aus (Video)

Zitat des Tages: 

»Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland hat sich seit 2014 mehr als verdoppelt, alarmierte Anfang der Woche die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Im Vorjahr waren 860.000 Menschen betroffen. Im aktuellen Freitag ist das unser Schwerpunkt. Timo Reuter schreibt in seinem Report, entscheidende Ursachen für diese Art des sozialen Abstiegs seien eine immer größer werdende Armut und akute Wohnungsnot. Man könnte ergänzen, auch das Versagen der bisherigen Bundesregierung.« (Lutz Herden, Politredaktion DER FREITAG  am 15.11.2017)

Das Parlament der Wohnungslosen meldet sich zu Wort (hier)

CDU-Politiker Jens Spahn tut sich im März 2018 durch zweifelhafte Äußerungen zum Hartz IV-Satz hervor und rückt sich damit selbst in den Fokus der Satire z.B. (hier), (hier) und (hier). Dabei attestieren ihm andere Politiker nicht nur fehlende Sachkenntnis (hier)

Warum man stets nur Sündenböcke sucht, anstatt die Ursachen in den Strukturen des kapitalistischen  Systems selbst zu suchen – ein analytischer Wortbeitrag bei KenFM deckt die dahinter liegende ideologische Denkform auf (Audio hier)

Selbst der gesetzliche Mindestlohn reicht vielerorts nichtmal zum Überleben (hier)

Bedingtes Grundeinkommen – ein Mogelpackungs-Vorschlag der FDP – nächste Stufe abwärts im Sozialsystem – Bericht in der Tageszeitung JUNGE WELT (hier)

Der Hartz IV Satz wird künstlich klein gerechnet – aller Vernunft zum trotz – und erreicht damit nicht das Existenzminimum, während man den Reichsten der Reichen politisch stets Steuererleichterungen zugebilligt hat – Bericht bei MONITOR / Das Erste / WDR (Video)

Und wie es mit der Struktur des Reichtums aussieht, erfährt man im Politischen Kabarett (Video)

Hartz IV ist undemokratisch entstanden und wurde entgegen den Wählerstimmen durchgesetzt – daran erinnert Die Anstalt (Video)

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Widersprüche und Denkformen in der Krise

Heute möchte ich an einem aktuellen Beispiel zeigen, wie sich die bürgerliche Denkform in Widersprüche verstrickt. In diesem Fall hat sich die Partei DIE LINKE leider in eine argumentative Zwickmühle begeben.

Wie der SPIEGEL in seiner heutigen Online-Ausgabe vom 1. Juli 2013 berichtet, heißt zunächst Wirtschaftsminister Rösler junge Südeuropäer in Deutschland willkommen, die aufgrund der wirtschaftlichen Krise in ihren Heimatländern keine Lehrstelle mehr finden. Das allein ist schon mit ein Desaster für die Bundesregierung und ihre Europa-Politik und wäre als solches zu hinterfragen. Doch statt dessen fordert die Fraktionsvize der Partei DIE LINKE Sahra Wagenknecht, dass doch bitte schön zunächst deutsche Jugendliche zuerst gefördert werden sollten (mehr), was in der bürgerlichen Öffentlichkeit eigentlich als eine Selbstverständlichkeit verstanden wird.

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"Die Dinge verändern sich nicht. Das Einzige, was sich verändert, ist deine Sichtweise." (Carlos Castaneda)
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