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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Gesellschaft“

Hand in Hand für Tierrechte

Am Samstag den 27. Oktober 2018 (12:00 – 17:00 Uhr) findet am Jungfernstieg im Zentrum Hamburgs eine große Aktion für Tierrechte statt.

Wenige Tage vor dem 25. Weltvegantag wollen Tierrechtsaktivisten ein Zeichen setzen und einen symbolischen Rekordversuch starten. Es wird versucht, die bislang längste Menschenkette für Tierrecht zu bilden – 1.800 Meter rund um die innere Binnenalster!

Dem soll 15:00 Uhr ein Marsch durch die Innenstadt folgen. Wer für die Lobbyisten der Agrarindustrie, Massen-tierhaltung und Tierquälerei nichts übrig hat und auch denkt, dass Tiere mehr Rechte zugesprochen bekommen sollen, kann sich an diesem Tag energetisch mit Gleichgesinnten verbinden und viel Spaß haben. Natürlich gibt es Info-stände, diverse Gimmicks, Flyer, Plakate etc. Eigene Transparente, Kostüme usw. sind willkommen!

Aufgerufen haben Organisationen, die sich für Tierschutz einsetzen, darunter die Albert Schweizer Stiftung, PETA Deutschland, Animal Rights Watch, das Deutsche Tierschutzbüro mit seiner Anti-Tiertransport-Kampagne namens »Truck You«, Animal Equality Deutsch-land, Sea Shepherd Deutschland, die Ärzte gegen Tierversuche u.a.

 

Sei dabei beim Rekordversuch in Hamburg!

offizielle Homepage: Tierrechtsaktivistenbündnis

genauer Ort: 20354 Hamburg, Jungfernstieg

Details/Beschreibung: hier und hier

facebook: Hand in Hand für Tierrechte


Die Demo war ein großer Erfolg! Tausende waren gekommen. Es war zumeist sonnig, doch schon merklich kühl, und die Stimmung unter mehreren tauend Teilnehmern prächtig. Die Demo  erregte visuell und von den Sprechchören her in der City Hamburg sehr viel Aufmerksamkeit. Hier die ersten Eindrücke:

Bericht der Hamburger MOPO (hier)

Wenn Werbung für Kuhmilch ehrlich wäre (Video)

Milch gesund oder nicht? Eine Ärztin packt aus (Video)

Mehr zum Thema Milchprodukte wird hier erläutert (Video)

Milch – die bittere, historische und medizinische Wahrheit (Video) Tipp: darunter bei „MEHR ANSEHEN“ finden sich Links zu  diversen Vorträge von Ärzten und Wissenschaftlern – hier einer in deutscher Sprache als Beispiel (Video)

Umfangreiche Infoquelle zum Thema Milch (Videoliste)

So einfach wie bei der weinenden Kuh Emma kann die Lösung sein (Video) …einfach loslassen und SEIN lassen. Die eigene Gesundheit sagt Danke (s. hier) und Emma ganz bestimmt auch.

Milch ist alles andere als gesund (Video)

Die Jugend hat teilweise von gesunder Ernährung so ihre eigene Vorstellungen, wie dieser Sketsch zeigt (Video)

Wie die kapitalistische Wirtschaftsform das Insekten- und Artensterben produziert und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört (Video)

Einfache, erhellende Fragen an den Wissenschaftler Mark Benecke – zu Tieren und Menschen und Gesellschaft (Video)

Viele Tiere Erleben ihre Tötung bewusst mit – selbst bei kleinen Schlachthöfen (hier)

Können Veganer die Umwelt retten? Hier gibt es wissenschaftliches Basiswissen unterhaltsam vermittelt durch maiLab (Video) und hier eine Reaktion darauf (Video) und hier auch (Video)

Langsam tut sich was in der offiziellen Ernährungsempfehlung – Kanada ist dabei anderen Ländern eine Nase voraus (Video)

Kapitalismus ist eine durch und durch auf Gewalt basierende Gesellschaft, was im Alltag systematisch ausgeblendet bleibt. Deutlich wird das als Entfremdung auch im menschlichen Verhalten gegenüber  Tieren (Video)

Das menschliche „Gesundheitssystem“ verdient oft seinen Namen nicht. Es wird vermehrt kommerziellen Interessen unterworfen – mit dramatischen Folgen für alle Beteiligten (hier)

Klimawende von unten – mit Buch-Download als PDF (hier)

Artensterben nimmt weltweit dramatische Ausmaße an und könnte die ganze Menschheit mit dahin raffen – neue Studienergebnisse zeigen, warum wir aus der Dynamik des Kapitalismus raus müssen (Video) Es bleibt kein Zweifel: Wir müssen uns politisch und ökonomisch einmischen!!! Aktuell mindestens 1200 Arten in unmittelbarer Gefahr (hier)

AWAKE2PARADISE – eine Doku (2019) die endlich die richtigen Fragen stellt und versucht ganzheitliche Antworten auf die grundlegenden, existenziellen Fragen der Welt zu finden (hier)

So nach und nach gibt es in Sachen Tierschutz Erfolge, wie bei IKEA (hier)

Musiker wie DIE  ÄRZTE bringen es 2019 kurz, knackig und humorvoll auf den Punkt (Video)

Warum die Lösung für alles – angesichts einer übermächtigen Problemlage – eine spirituelle Lösung ist – ein Kommentar von Rüdiger Lenz/Tagesdisis 20.03.2019 (hier)

Es gibt Länder, die bereits aus dem Pestizid-Einsatz aussteigen, wie eine Studie von Aktion Agrar dokumentiert (hier)

Ernährung und Klimaschutz – Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen Treibhausgase – Ann-Kathrin Nezik bei SPIEGEL-online (hier)

Vom Frühstücksei zur Wirtschaftsflucht – arte Doku – unser TV-Tipp (hier)

Richtige Ernährung und Gesundheit gehen auch Hand in Hand – hier erläutert Dr.Probst im Gespräch wie es im Körper langfristig zu Krebs kommen kann und wie man es richtig heilen kann (Video)

Abschaffung der Käfighaltung – (hier unterstützen/unterschreiben)

Fast Food ist keine artgerechte Ernährung für den Menschen und besonders schädlich für Kinder – sieht nun selbst ein McDonald Mitarbeiter ein – Interview im Spiegel (hier)

Tintenfische sind schützenswert – die Albert Schweizer Stiftung informiert (hier)

Faktenlage zur schwindenden Artenvielfalt (hier)

Menschen brauche artenreiche Wälder ebenso wie Wildtiere – wie sieht es damit aus? Ein Kommentar von Hermann Ploppa bei Tagesdosis 3.08.2019 (hier)

Im Hamburger Salongespräch mit dem Autor Dirk C. Fleck erhält man ebenfalls viele Anregung in Sachen Natur und Weltsicht (Video)

 

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Digitalisierung im Kapitalismus

Die Hamburger Lesekreis der exit!-Redaktion lädt am 18. Oktober 2018 zu einem Vortrag ein:

DIGITALISIERUNG IM KAPITALISMUS.

 

Das Thema hat gleich mehrere, hoch relevante Aspekte. Einerseits sind die Wertschöp-fungsketten maßgeblich von der Digitalisierung von Arbeits- und Handelsprozessen betroffen. Das Verhältnis Mensch-Natur wird auf eine neue Entwicklungsstufe gehoben. Andererseits beeinflusst die neue Technik auch die sozialen Beziehungen der Menschen zueinander sowie den Umgang mit der universellen Größe Zeit. Die Menschen werden konformiert bis zur inneren Schmerzgrenze der körperlichen und psychischen Belastbar-keit. Das hat negative Langzeitkonsequenzen bis in unsere neuronalen Strukturen hinein. Hinzu kommen die totale Überwachung und Kontrolle des „gläsernen Menschen“, einer falsch verstandenen Vorstellung von dem, was wir uns unter Transparenz wünschen. Die Art und Weise der Digitalisierung folgt unter kapitalistischem Vorzeichen der Logik der Durchsetzung autoritärer Konzepte.

Referent ist Werner Seppmann (Infos), Autor des Buches „Kritik des Computers: Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen“ (Mangroven-Verlag, 2017).

Zitat: „Es geht bei der kapitalistischen Verwen-dungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemei-nerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt. Digital flankierte Anpassungsprozesse sind die aktuellen Mechanis-men, mit denen der Kapitalismus sich jene Menschen schafft, die er für sein reibungsloses Funktionieren auf hochtechnologischer Grundlage benötigt.“ [Klappentext des Buches]

Wann: Donnerstag 18. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Wo: Centro Soziale / Sternstraße 2, 20357 Hamburg (hier) und (hier) / nur 3 min. Fußweg von U-Bahn/Feldstraße + (hier)

Info: exit!-Hompage, offizieller Flyer

Holger Roloff, 9. Oktober 2018


weitere Artikel zu diesem Themenkomplex:

Kapitalismus wertkritisch erklärt (hier)

Die Rolle des bürgerlichen Sozialstaates (hier)

Preissteigerung und Werte(verfall) (hier)

Wachsender Überwachungsstaat – warum eigentlich? (hier)

(Ver-)Kommenzialisierung des Gesundheitswesens gescheitert (hier)

Die 4.Dimension als unlösbarer Widerspruch des Kapitals (hier)

Hier mal ein Eindruck davon, was die Digital-Technik (Stichwort KI / Künstliche Intelligenz) im Jahr 2018 schon kann. Dass das nicht ohne Auswirkungen bleiben dürfte liegt nahe, auch wenn man noch nicht konkret sagen kann, wo das hinführen wird (Video)

Debatte um eine Maschinensteuer (hier)

Was stimmt nicht am Umgang und Einsatz moderner Technik unter kapitalistischen Bedingungen? Worin liegt die Entfremdung? Das offenbaren  ungewollt entsprechende Kino-Filme wie z.B. „Transformers“ (Video), „Johnny English – Man lebt nur dreimal“ (Video)

Supermonopole als Lösungs-Vision? – die Idee des deutschen Wirtschaftsministers – eine weitere Illusion des Kapitalismus offenbart die systemischen Grenzen der Weltmarktlogik (Video)

Mehr Technikeinsatz in der Warenproduktion erzeugt im 21. Jhd. langfristig den Trend einer stetig sinkenden Profitrate. Es ist gesamtgesellschaftlich immer weniger zum Verteilen da. Altersarmut und leere Staatskassen sind die Folge. Aktuell hält die Simulation der Mehrwertproduktion durch den Verkauf von fiktiven „Finanzprodukten“ im Bankensektor die Realwirtschaft durch Rückflüsse noch künstlich am Laufen – doch eine unbegrenzte Ausweitung solcher Geschäfte sowie der Verschuldung im Kreditwesen als Kompensationsmechanismen sind nicht dauerhaft durchzuhalten. Ein Kommentar von Susan Bonath zeigt diesen Zusammenhang für Tagesdosis 22.10.2018 am Bsp. der Renten auf (hier)

Zum Marktversagen (allen voran der Telekom) kommt das Totalversagen der deutschen Politik hinzu – sichtbar z.B. in Sachen Ausbau eines Internet-Breitbandnetzes (Video)

Der erste Quantencomputer wird 2019 in Las Vegas offiziell vorgestellt. Vor nur zehn Jahren war das noch reine Theorie. Damit beginnt eine neue Stufe der technischen Entwicklung, die wiederum weitere nach sich ziehen wird, samt gesellschaftlichen Folgen, die heute noch gar nicht abzusehen sind – Bericht in der FA (hier)

Die technologische Entwicklung erzeugt die historische Notwendigkeit, unsere Gesellschaft zu verändern. Ein BGE ist der erste Schritt in diese Richtung. Selbst Dirk Müller – als bekannter Vertreter des Kapitalismus – sieht das ganz klar auf uns zukommen (Video) und hier (Video)

Komplexe Systeme (wie Kapitalismus) erreichen innere Kipppunkte – der kleinste Teil hat mit dem großen Ganzen zu tun. Es geht nicht so weiter wie bisher! Ein Vortrag vom deutschen Physiker Harald Lesch (Video)

Selbst Naturwissenschaftler sprechen sich inzwischen für ein BGE aus – hier erläutert der Physiker Harald Lesch, was er im eigenen Umwelt beobachtet (Video)

Showdown für den Kapitalismus – jetzt wird selbst Zweiflerin in den USA allmählich, wer am Ende Recht behält – ein Kommentar von Jeff Cohen für Tagesdosis 13.2.2019 (hier)

Bargeld retten oder abschaffen? – Moderne Technik, Computer und Internet sollen unter dem hochgradig manipulierenden Begriff „finanzielle Inklusion“ zur Bargeldabschaffung eingesetzt werden (hier)

Wie reflektieren Künstler diesen Zeitgeist? So wie z.B. NEUSCHNEE (Video)

Die Sündenbock-Propaganda der Markt-Mythologen – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 2.3.2019 analysiert und hinterfragt die neuen Hartz IV-Konzepte (hier)

Die Digitalisierung hat schwerwiegende Folgen für den Medienbereich. Der Versuch der Zensur von unliebsamen Inhalten klopft so durch die Hintertür und über Umwege an – wie Artikel 13 – der indirekt als Zensur-Schlüssel dienen soll. Doch mit so massiven Protesten hat man wohl nicht gerechnet (hier)

Das gläserne Leben. Die Wirkung des Datenschutzgesetzes (DSGVO) (hier)

Gedanken zum 1.Mai – warum ein BGE möglich und sinnvoll ist und die Gegenargumente vorn und hinten nicht stimmen – der Philosophie-Bär denkt nach (Video) …und hat im Kern Recht, denn die Arbeiterklasse der Zukunft sieht so aus (Karikatur)

Die unterbewusste Angst vor der Roboterisierung der Gesellschaft kann dem bürgerlichen Subjekt durchaus Angst einflößen und schlaflose Nächte bereiten – hier dargestellt in einem (Videoclip) der CHEMICAL BROTHERS

Zur Produktion von E-Autos werden deutlich weniger Menschen benötigt – das setzt viele Arbeitskräfte frei (hier)

K.I. – Künstliche Intelligenz – Wohin programmieren wir uns? Mainstream-Pop-Philosoph Richard David Brecht denkt auch (Video)

Digitaler Horror in der schönen, neuen, smarten Welt – gekonnt verarbeitet im modernen Horror-Film CHILD`S PLAY (Video)

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Die Rolle des bürgerlichen Sozialstaates

Zum Repertoire der typischen Beteuerungen, die von Politik und Medien immer wieder zu hören sind, gehören die Loblieder auf den „deutschen Sozialstaat“. Das hat nicht nur Tradition, sondern wurde historisch geradezu zum Maßstab erhoben, an dem sich andere Länder zu messen hätten.

Hinter diesem Mythos, der einem Vorhang gleich, als grauer Nebel vor den sozialen Realitäten hängt, lassen sich wirkliche Zusammenhänge und Disproportionen der Sozialverhältnisse wunderbar verschleiern. In den Rest des öffentlichen Bildes werden bunte Warenberge geschoben, so dass jeder sein Gewissen und emotionale Löcher durch Konsum leicht stopfen kann, solange man noch das nötige Kleingeld hat, um konsumieren zu können. Das Erwachen begingt erst dann, wenn einen selbst das Gespenst des sozialen Abstiegs erreicht, wenn die Angst sich nähert, abgehängt zu sein und die Armut Dank Ebbe im eigenen Portemonnaie nicht mehr zu leugnen ist. Spätestens dann beginnt der eigene Simulationsmodus, um das Wohlstandsbild auch Außen aufrecht zu erhalten (vgl. hier).

„Marktwirtschaft“ – also die kapitalistische Produktions- und Lebensweise – das sagen selbst ihre schärfsten Kritiker – ist zwar die bislang erfolgreichste, produktivste und am höchsten entwickelt gesellschaftliche Form, welche die Menschheit bisher entwickelt hat. Aber das ist eine relative Aussage. Sie bedeutet keineswegs, dass Kapitalismus an an sich gut und eine sachlich kluge Art zu wirtschaften wäre. Produktion ist eben keineswegs zu verwechseln und gleichzusetzen mit gesellschaftlichem Fortschritt an sich. Sich damit zu befassen, wie die Zusammenhänge tatsächlich strukturell zusammenhängen, wäre Aufgabe der Soziologie und kritischen Theorie. Dem kommt sie oft allerdings nicht ausreichend nach.

Buchcover Der soziale Staat

Es gibt positive Ausnahmen, die Klartext sprechen. In diesem Sinne weist die Tageszeitung JUNGE WELT auf eine bemerkenswerte Buchveröffentlichung der Soziologie hin. Publiziert im Hamburger VSA-Verlag werden die neuesten soziologischen Erkenntnisse durch die Autoren Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie veröffentlicht. Diese Publikation lüftet den Vorhang des Nebels auf und flutet die Schattenwelt der kleinbürgerlichen Idylle mit der notwendigen Menge Licht. Titel: „Der soziale Staat: Über nützliche Armut und ihre Verwaltung – Ökonomische Grundlagen – Politische Maßnahmen – Historische Etappen“.

Was darin zum Vorschein kommt ist die im Alltag millionenfach gefühlte Wahrheit, dass Arbeitslosigkeit und Armut zum System dazu gehören. Der Kapitalismus schaffte es zwar historisch in der Zeit des Fordismus (Keynianistisch-fordistischer Wohlfahrtsstaat nach dem II. WK) zum Erfolgsmodell zu werden (=“soziale Marktwirtschaft“) und damit den Eindruck zu erwecken, man wäre in Sachen Modernisierung auf gutem Wege. Doch das täuschte, denn sozialer Fortschritt war kein unabhängig anvisiertes humanistisches Ziel des Westens, sondern ein Zugeständnis im Wettstreit mit dem Realsozialismus im Osten. Bereits mit Rückkehr der Massenarbeitslosigkeit in den 1970er Jahren bekam das Bild Risse. Der Keynianismus scheiterte im Westen und wurde durch den Neoliberalismus als politischen Verwaltungsdenken in Wirtschaft und Politik abgelöst. So begann ab 1980 die Globalisierung. Damit kehrte auch echte Armut zurück, was bei gleichzeitigem Anstieg des materiellen Wohlstandes insgesamt natürlich ein offenkundiger Widerspruch war.

Mit dem Scheitern des Marxismus im Osten 1989 fiel das ideologische Gegenmodell weg und somit auch der Grund für das Kapital im Westen, weiterhin derartige Zugeständnisse zu machen. Sozialer Fortschritt kostet immer Geld. Das ist eine Binsenweisheit. Nichtsdestotrotz verstanden sich neoliberale Ideologen mit ihrer marktkonformen Rhetorik bestens darauf, die prekärer werdenden Verhältnisse begrifflich so darzustellen und zu verdrehen, dass es ab den 1990er Jahren so erschien, als wenn Reformen unabdingbar wären. Der Gürtel sei nun enger zu schnallen. Der Sozialstaat sei zu reformieren, sprich abzubauen. Eine Politik der Sparsamkeit (Austeritätspolitik) sei nun alternativlos und das geeignete Mittel der Wahl, um weiteren Fortschritt zu erzielen. Das verdrehte natürlich die Tatsachen. Scheinbare Gründe zur Rechtfertigung zauberte man locker aus dem Ärmel, wie ein Zauberer weiße Hasen. Auf den versprochenden Fortschritt warten wir bis heute. Der ist eher in China zu sehen, als hierzulande. Globalisierung wurde öffentlich nicht mehr dargestellt als Folge politischer Entscheidungen, aufgrund der Krise des Kapitalismus des 1970er Jahre, sondern als unabänderbare Naturkatastrophe, gegen, die man nichts machen könne. Welche Farce…

Das Ergebnis dieser Politik ist hinlänglich bekannt. Welche Rolle der bürgerliche Sozialstaat historisch inne hatte, lässt sich aus heutiger Sicht also eindeutig und selbstkritisch reflektieren. Genau das haben die Autoren gemacht. Wer Wesen, Bedeutung und Charakter des Sozialstaates verstehen will, findet es selten so gut auf den Punkt gebracht wie in diesem Buch. Schon der genannte JUNGE WELT-Artikel verschafft einem eine Vorahnung davon.

Verwaltete Armut– der genannte Artikel in JUNGE WELT (hier als PDF)

Holger Roloff, 05. Oktober 2018


weitere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

Zur historischen Rolle des Staates gibt einen aufschlussreichen Text von Gerd Bedszent, der einige Irrtümer klarstellt (hier Link) und (hier als PDF-Text)

Berichte und Infos rund und das Thema „Hartz System“Gegen-hartz.de

Kapitalismus wertkritisch erklärt (hier)

Selbst eine Organisation wie Oxfam verfehlt mit seiner Analyse die Rolle des bürgerlichen Staates und kommt zu zweifelhaft positiven Ergebnissen, wie ein Beitrag in der Tageszeitung JUNGE WELT offen legt (hier)

Der Staat ist um Teilung von Menschen und Macht bemüht, um den Status quo seiner selbst aufrecht zu erhalten (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen (hier)

Des armen (Raub)Ritters neue Ideen (hier)

Wachsender Überwachungsstaat – warum eigentlich? (hier)

(Ver)Kommerzialisierung des Gesundheitssystems gescheitert (hier)

Digitalisierung im Kapitalismus (hier)

Die Zukunft des Kapitalismus, sein Wesen, sein Charakter, Konkurrenz, Sozialabbau, austauschbare Politiker – ein Kommentar von Susan Bonath zum inneren Zusammenhang von allem in unserer Gesellschaftsform bei Tagesdosis 5.11.2018 (hier)

Arbeitszwang als Bedingung zur Kapitalsteigerung ist charakteristisch für Faschismus – wie der zur irrationalen Normalität wird offenbart dieser Beitrag von Susan Bonath (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Klassenbewusstsein in Frankreich, Tiefschlaf in Deutschland – Susan Bonath über die „Gelbwestenbewegung“ 10.12.2018 KenFM (hier)

Massenmigration als Flucht vor Massenarbeitslosigkeit – der Mensch als Ware Arbeitskraft im Spiel westlicher Politik – ein Beitrag von Rainer Ruppig für Tagesdosis 11.01.2019 (hier)

Aufgabe, Sinn und Zweck des Staates offenbaren sich stets in seiner Rechtsprechung – Untertanen zu erziehen, um die Ausbeutungsverhältnisse auch aus Sicht der juristischen Seite aufrecht zu erhalten (hier)

Zum Verteilungsirrsinn im Kapitalismus„Arme haben freie Wahl – Hamsterrad oder Hungerstrafe“ eine Sachbestandsaufnahme von Susan Bonath für Tagesdosis 21.01.2019 (hier)

Selbst Naturwissenschaftler sprechen sich inzwischen für ein BGE aus – hier erläutert der Physiker Harald Lesch, was er im eigenen Umwelt beobachtet (Video)

Trotz der angeblichen „Segnungen des Sozialstaates“ ist in Deutschland für viele Menschen nichtmal ein vollwertiges, gesundes Essen als garantiert, z.B. wenn man seine Arbeit verliert – berichtet die Frankfurter Allgemeine (hier)

Oxfam und Transparency International legen neue Zahlen vor – sie zeigen die großen Trends unserer Zeit auf – Tagesdosis 02.02.2019 (hier)

Sozialdemokraten, Nationalisten und ihre Mär vom Staat – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 11.02.2019 (hier)

Ohne Analyse keine Lösung – ein Kommentar von Susan Bonath, der auf die inneren, antagonistischen Widersprüche im Kapitalismus verweist (hier)

Es wird gern so getan als sei nicht genug Geld für soziale Verbesserungen da, doch bei so überflüssigen Dingen auf der Ausgabenseite wie militärischer Aufrüstung (welches Nachbarland soll uns eigentlich angreifen?) oder auf der Seite entgangener Einnahmen wie bei den kriminellen Cum-Ex-Geschäften, macht der Staat was? NICHTS – die ARD berichtet (hier)

Die Sündenbock-Propaganda der Markt-Mythologen – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 2.3.2019 analysiert und hinterfragt die neuen Hartz IV-Konzepte (hier)

Was machen neoliberale Think Tanks, wer finanziert sie, welchen Einfluss üben sie aus und wie lenken sie angebliche „Systemkritiker“ – Kommentar/Susan Bonath (hier)

Politik und Staat halten war an der Macht fest, jedoch ohne Probleme ernsthaft anzugehen und zu lösen – das kapitalistische System blamiert sich (hier)

Dienen und Gehorchen für Maximalprofit – warum das im Widerspruch zur  Arbeit im gesellschaftlichen Gesamtsinn steht erläutert Susan Bonath für KenFM für Tagesdosis 13.04.2019 (hier)

Raus aus dem Krieg – Raus aus dem Gedankengefängnis – Susan Bonath für Tagesdosis 20.04.2019 (hier)

Der Staat sichert im  Grunde nur die ungleichen Vermögensverhältnisse und deklariert die darin enthaltene Ungerechtigkeit als „sozial“ (Karikatur)

Die Mär von der Verantwortung – ein neoliberales Märchen, um neue Zumutungen und Verschlechterungen durchzusetzen – eine Analyse von Roland Rottenfußer für Tagesdosis 30.07.2019 (hier)

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Preissteigerung und Werte(verfall)

Die Tageszeitung JUNGE WELT brachte in ihrer heutigen Ausgabe einen kurios anmutenden Artikel mit dem Titel „Mit dem Ferrari zum Ein-Euro-Laden“ (hier). Darin wird auf eine bemerkenswerte Buchneuerscheinung der Autoren Markus Metz und Georg Seeßlen hingewiesen – Titel: KAPITALISTISCHER (SUR)REALISMUS (hier).

Die immer irrationaler werdende Konsumwarenwelt der kapitalistischen Spätmoderne und die sich in ihr zuspitzenden Widersprüche wertmäßiger, sozialer und ökologischer Art wurden an dieser Stelle schon mehrfach thematisiert und füllen andernorts inzwischen ganze Bücher.

Buch-Cover Kapitalistischer (Su)RealismusDie im Jahr 2018 aktuelle Politik der meisten Staaten weltweit ist trotzdem immer noch der Neoliberalismus, also der stete Glaube, der Markt regelt alles – man müsse in diesem Sinne nur mehr Vertrauen wagen. Dabei spielt es bekanntlich keine Rolle, ob das tatsächlich auch so ist oder längst mehr als in der Kritik steht, die Umwelt ruiniert wird, immer mehr Staaten scheitern („failed states“), Bürgerkriege toben und die HighTech-Erfindungen nur scheinbar Probleme lösen und die Produktivkräfte gar destruktiv werden.

Andererseits bildet so eine warenförmige Gesellschaft ein dazu passendes Subjektbewusstsein aus. Konsum ersetzt echtes Leben. Ideologien und Populismus haben Hochkonjunktur. Man fröhnt dem Warenfetisch. Schlangen bilden sich bei Produktstarts vor bestimmten Läden und Kaufhausketten erwarten an Rabattverkaufstagen einen regelrechten Kundenansturm. Der Preis für Luxusgüter steigt aus Gründen des Prestige ebenso wie die notwendigen Lebenserhaltungskosten durch Inflation.

Gleichzeitig findet aber ein Wertever-fall statt. Der ist Thema des Buches. Während die Soziologin Roswitha Scholz schon vor Jahren von einer zunehmenden „Verwilderung des Patriarchats“ sprach, schauen sich die Autoren Metz und Seeßlen die subjektive Bedeutung des Warenfetisch` und seiner grotesken Entwicklungen und teilweise in sich selbst widersprüchlichen Tendenzen an. Ihre Darstellung ist jedoch keine trockene, soziologische Abhandlung, sondern eine – obwohl sehr sachlich orientiert – durchaus unterhaltsam geschriebene Fachlektüre. Es tauchen so manche Protagonisten aus Politik und Medien auf, so dass der Leser gut folgen kann, was mit den Argumenten und Feststellungen gemeint ist. Obwohl so eine Veröffentlichung Abstraktionen verlangt, bleibt sie so konkret dass der Leser den Roten Faden nie verliert und sich gut unterhalten fühlt.

Einerseits treiben politisch engagierte Menschen stets positiv motivierte Fragen wie „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ und „Welche Werte vertreten wir dabei?“. Doch es gilt dabei, den negativen Ausgangspunkt zu kennen, genau hinzusehen was gegenwärtig los ist und warum wir es zu überwinden wünschen. Der westliche Wertekanon wird nur aufgerufen, wenn er politisch gerade ins Bild paßt. Man vergißt ihn jedoch schnell oder deutet ihn um, wenn soziale und freiheitliche Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte einkassiert werden sollen. Der moderne Mainstream-Mensch handelt in sich widersprüchlich und ist längst vom Realist zum Surrealist mutiert.

Den Autoren gelingt es spielend aufzuzeigen, wie absurd unsere moderne Konsumwelt geworden ist, welche Stilblüten sie hervorbringt, warum selbst die Welt der Reichen Upperclass längst bröckelt und mit welchem moralischen Niedergang des Wertesystems das alles einhergeht.

Holger Roloff, 06. August 2018


weitere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

„Die Verwilderung des Patriarchats in der Postmoderne“ von Roswitha Scholz (hier)

So beherrscht das Kapital die Politik – hier am Bsp. der Bankenlobby – Steuerzahlen überlässt man dem Normalbürger und kleinen Mittelstandsunternehmen, während sich die Elite und ihre Handlanger in Lobbyverbänden und Politik (Stichwort „Nebenverdienst“) die Taschen voll machen (hier)

Der drohende Kapitalkollaps und die Angst der Profiteure – ein Kommentar von Susan Bonath  Tagesdosis vom 13.08.2018 bei KenFM macht den Widerspruch von steigender Produktivität und Fall der Profitrate deutlich (hier)

Billigfliegen – Der Airport-Kapitalismus – eine Kolumne von Georg Dietz beim SPIEGEL (hier) und (PDF)

Nichts wird mehr als Wert gepriesen und hochgehalten als der kapitalistische Leistungsmythos – Volker Pispers klärte schon vor Jahren auf über deutsche Spitzenmanager (Video)

19.08.2018 Zitat des Tages bei JUNGE WELT

“Sie beeinflussen Stiftungen, sie kaufen Lehrstühle, sie finanzieren Universitäten – alles in ihrem Sinne. Und das schafft ein großes Ungleichgewicht, und die Demokratie wird dadurch entwertet.”

(Foodwatch-Gründer Thilo Bode am Sonntag im Deutschlandfunk über die Macht der ­Konzerne)

Warum „Wahrheit“ nicht von Mehrheiten abhängen darf, sondern unabhängigen Kriterien genügen muß, erläutert der deutsche Philosoph Christian Weilmeier (Video)

Wie Denkformen, Ideologien und Wertvorstellungen weiter gegeben werden (hier)

Me, Myself and Media 45 vom 02.09.2018 (KenFM) – bietet einen kritischen Blick auf die Medienmanipulationen und den Mangel an zeitgemäßer Demokratie in Deutschland (Video)

Was kann ich selbst im Rahmen des Zerfalls des aktuellen Systems und der ökologischen und sozialen Krisen tun, um etwas zu verbessern? Anregungen gibt dieses Interview (30.08.2018) mit dem alternativen Journalisten und Friedensaktivisten Ken Jensen bei NuoViso.TV (Video)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Sind wir bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

„System Error“ – ein Film über das Festhalten am religiösen Irrglauben des Wachstums als unabänderlicher Naturtatsache. Das funktioniert nur als quasi Religion mit reichlich kognitiver Dissonanz und blinder Flecken der Wahrnehmung (Trailer). Bericht bei ttt (Video) Hier ein Interview mit dem Regisseur Florian Optik (Video)

ZDF Doku (2018) zur Finanzkrise entlarvt die tatsächliche Rolle der Deutschen Bank. Dabei offenbart sich ganz nebenbei die totale Unfähigkeit der politischen Elite ihr eigenes System namens Kapitalismus zu verstehen. Alle Beteiligten schätzten die Lage völlig falsch ein und trafen falsche Entscheidungen. Und das läuft bis heute ungebremst und unverstanden so weiter. Ein Bezug zur „Realwirtschaft“ wird selbst in der Doku nicht erwähnt, obwohl die Krise primär eine Krise der Arbeitsgesellschaft (1970er Jahre) ist (hier). Hier noch ein Gespräch zu Hintergründen mit dem Autor Dirk Laabs (hier)

Mr. „Dax“ Dirk Müller argumentiert natürlich stets aus pro-kapitalistischer Sicht – macht aber ebenfalls deutlich, dass 10 Jahre nach der letzten großen Krise von Seiten der Politik nichts unternommen wurde, um ihre neoliberal-politische Ausrichtung zu ändern. Weder Frau Merkel, noch die EU noch die internationale Finanzwelt haben „ihre Hausaufgaben“ gemacht (Video)

Wie systematisch auch der moralische Wertezerfall in der vor zehn Jahren in eine 700 Mrd US-Dollar Pleite gesteuerte Bank Lehmann-Brothers bereits war berichtet die Doku „Inside Lehmann“. Das Spektrum der Unternehmensführung reichte von Druck und Mobbing gegen die eigenen Mitarbeiter, Lügen gegenüber der Bankenaufsicht bis zur Bilanzfälschung (hier), wobei warnende Stimmen konsequent ignoriert oder verschwiegen wurden. Mit ähnlich krimineller Energie wurde die in Hong Kong ansässige HSBC Bank geführt, wobei sogar Geldwäsche für Drogenkartelle aus Mexiko eine Rolle spielten. Die Doku „Die Skandalbank“ beleuchtet den Fall (hier)

Der moralische und humanistische Werteverfall spiegelt sich bekanntlich auch im Teil der unkritischen Künste unbewusst  wieder – hier wird als Beispiel dafür der Kino-Film „Klassentreffen 1.0“ (Til Schweiger) einer kritischen Analyse unterzogen (Video)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Hoffnungsschimmer wachsende Zivilcourage – warum eine deutsche Journalistin den »Helmut-Schmidt-Preis« ablehnt Junge Welt-Bericht (hier)

Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit, Ignoranz und Bequemlichkeit sind die natürliche Nahrung jeder Ideologie – Hagen Rether denkt laut auch (Video)

Es lohnt ein Blick in die USA, um die Zusammenhänge in Zeiten des Neoliberalismus (= Politik pro Diktatur des Marktes) und damit das, was auf uns zu kommt, besser zu verstehen – „Feudalismus 2.0“ ein Kommentar von Chris Hedges für Tagesdosis 17.10.2018 (hier)

Hochglanzbroschüren ersetzen hierzulande jede sachorientierte Politik – das zeigt sich aktuell am Thema Wohnungsnot und die Folgen deutscher Planungspolitik – hier in Die Anstalt (Video)

Wie der Neoliberalismus sich ab 1980 öffentlich etablierte, zeigt sich auch am Kino – hier am Bsp. „Risky Business – Lockere Geschäfte“ (Video)

Der Neoliberalismus ist die der Simulationsgesellschaft adäquate Politik, in der inhaltsleere Zeichen das Leben aufdiktieren und bestimmen. Die Psyche derart entfremdeter und ästhetisierter Menschen wird auch dargestellt in Spielfilmen wie z.B. „American Psycho“ – hier eine Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt (Video)

100 DINGE – wieviel braucht der Mensch und die Pseudosystemkritik im deutschen Film – Wolfgang M. Schmitt geht der Dummheit dieser Komödie nicht auf den Leim und entlarvt den doppelten Boden der kapitalistischen Ästhetik unserer Tage (Video)

Der Mensch selbst wird zur Ware, um besser und mehrfach ausgebeutet werden zu können (hier)

Die neoliberale Ästhetik der Ware Kinofilm – hier analysiert am Bsp. der FLOP 10 der schlechtesten Filme des Jahres 2018 (Video)

Die Qualität der Neoliberalen erkennt man auch an der Planung ihrer Großprojekte wie z.B. Stuttgart 21 (Video). Was da hinter den Kulissen abgelaufen ist, an Seilschaften existiert und Profit-Interessen eine rolle spielt ist hier ansatzweise zu hören (Video)

Warum Neoliberale ähnlich wie Rassisten gleichermaßen methodischen Denkfehlern unterliegen, erfährt man, wenn man einem Wissenschaftler wie Mark Benecke mal genauer zuhört, der das anschaulich erläutert (Video)

Auch der Verfall westlicher Politik ist nicht mehr zu übersehen- die Kritik daran wird deshalb sprachlich deutlicher – Tagesdosis vom 01.02.2019 (hier)

Der neoliberale Irrsinn liefert Stoff fürs Kabarett – Mann, Lieber! vom 12.02.2019 (Video)

TEDi und Co. – Die dunkle Seite der Billishops – (Doku)

Was machen neoliberale Think Tanks, wer finanziert sie, welchen Einfluss üben sie aus und wie lenken sie angebliche „Systemkritiker“ – Kommentar/Susan Bonath (hier)

Sogar Feminismus wird von Vertreter*innen des Neoliberalismus fehlinterpretiert und in sein Gegenteil verkehrt, wie das Bsp. der Autorin Verena Brunschweiger mit ihrem Buch „Kinderfrei statt kinderlos: Ein Manifest“ zeigt – eine Analyse von Felix Feistel für Tagesdosis 10.04.2019 (hier)

Dienen und Gehorchen für Maximalprofit – warum das im Widerspruch zur  Arbeit im gesellschaftlichen Gesamtsinn steht erläutert Susan Bonath für KenFM für Tagesdosis 13.04.2019 (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Raus aus dem Krieg – Raus aus dem Gedankengefängnis – Susan Bonath für Tagesdosis 20.04.2019 (hier)

Globale Finanzmärkte: Die Fieberkurve steigt – weiter Geld in die Märkte zu pumpen beschleunigt den Niedergang des Kapitalismus ein Kommentar von Ernst Wolff (hier)

Wie verlogen und widersprüchlich die bürgerliche Politik sich bis zum Jahr 2019 darstellt zeigt sich anhand zahlreicher Beispiele – ein Beitrag von Jochen Mitschka für KenFM (hier)

Der Neoliberalismus ist eine zutiefst menschenverachtende Ideologie – der deutsche Soziale Rainer Mausfeld erläutert, was der Wissenschaft dazu bekannt ist (Video)

Der Wertverfall im Spätkapitalismus lässt sich sehr gut am Bertelsmann Konzern, seinen irrationalen und unethischen Ideen sowie gesellschaftlich hochgradig manipulierenden Einfluss erkennen, z.B. jedes zweite Krankenhaus schließen zu wollen – kritisch beleuchtet von Dagmar Henn (hier)

Das Münchhausen-Prinzip – wir werden von Narzisten regiert –  ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei Tagesdosis 24.07.2019 (hier)

Die Mär von der Verantwortung – ein neoliberales Märchen, um neue Zumutungen und Verschlechterungen durchzusetzen – eine Analyse von Roland Rottenfußer für Tagesdosis 30.07.2019 (hier)

Neoliberalismus und Kapitalismus machen Menschen zu Objekten. Psychologe Hans-Joachim Maaz legt die grundlegenden Pathologien auf (Video)

Der herrschende Neoliberalismus ist eine Ideologie des Materialismus (hier)

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