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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Natur und Umwelt“

#AlleFürsKlima bei #FridaysForFuture

Hamburg erlebte am heutigen Freitag die größte aller bisherigen Klima-Demonstrationen. Ich war dabei und versuche das mal in alle Richtungen Revue passieren zu lassen.

Für mich persönlich war es inzwischen die dritte Teilnahme an einer Demo zu diesem Thema. Vor einigen Jahren dachten wohl die meisten noch, dass so ein doch eher abstraktes Thema wie das Klima kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken könnte.

Die erste Demo vor ca. 4 oder 5 Jahren war auch noch ein Versuch, bei typisch regnerisch-diesigem Hamburg-Schmuddel-Wetter, mit Taschenlampen wenigstens eine dünne Menschenkette um die Binnenalster zu bilden, was einigermaßen gelang. Ich erinnere mich sehr gut daran. Da waren es vielleicht 1.000 – 1.500 Leute in Regencapes und mit Schirmen, die noch wie verirrte Glühwürmchen wirkten. Doch es war schon ein kleines, erhellendes Zeichen.

Die zweite Demo fand an gleicher Stelle 1017 im Rahmen der G20 Woche statt. Damals versammelten sich bei bestem Sonnenwetter 25.000 Menschen auf dem Rathausplatz. Wir zogen dann im Bogenmarsch einmal rund um die Binnenalter bis zum Jungfernstieg zurück. Das war schon sehr beeindruckend (s. hier).

Doch der heutige Ansturm war einfach nur gewaltig! Egal in welche Richtung man blickte und so weit man schauen konnte – überall riesige Menschenmassen mit Schildern, Transparenten und Fahnen. Nach offiziellen Angaben waren es mindestens über 70.000 Menschen, die am Jungfernstieg dabei waren. Die Veranstalter sprachen sogar von 100.000 Teilnehmern (hier).

Aufgerufen waren diesmal nicht nur die Schüler der FFF-Bewegung, sondern auch alle anderen Generationen. Es waren außergewöhnlich viele Rentner und Senioren dabei, streikende Arbeiter in ihren gelben Westen (Verdi hatte ebenfalls dazu aufgerufen), sowie Studenten und Azubis. Was mir allerdings auffiel war, dass die Generation der typischen Arbeiter und Angestellten weniger vertreten war. Die hatten wohl deutlich in die Schwanz gekniffen und trauten sich noch nicht ihrem „Arbeitgeber“ klar zu machen, dass das Thema wirklich ALLE etwas angeht und vor allem jede Form von Lohnarbeit zum Problem beiträgt. Das scheint in den meisten Köpfen ohnehin noch nicht angekommen zu sein. Anders die Unternehmen, die schon gezielt in Sachen Natur- und Umweltschutz aktiv sind oder auch die GLS-Bank. Deren Mitarbeiter hatten frei und waren sogar mit Transparenten vor Ort.

Tolle Sprüche auf den Schildern

Umso erfrischender war es zu sehen, dass es mehr Kapitalismus kritische Transparente gab und von mir bislang unbekannten, jugendlichen Aktivisten-Gruppen (Young Struggle) aufklärende Flyer und Infos verteilt wurden. Echter, also nachhaltiger Naturschutz, geht generell nur antikapitalistisch. In der Theorie gibt es viele Artikel und Bücher dazu, die sachlich begründen, warum das so ist. Schon 2011 hatte ich hier in Hamburg (im Centro Sociale) einen wissenschaftlichen Vortrag gehört mit dem Titel „Warum der Kapitalismus die Umwelt zerstören muss“. Ich hatte selbst mehrfach Artikel auf diesen Seiten dazu veröffentlicht (s. hier) und (hier). Den meisten Leuten ist das aber entweder immer noch nicht klar, oder sie wissen das insgeheim ganz genau,  fürchten aber die Konsequenten dieser Einsicht. Ganz anders die moderne Jugend. Man konnte freche, lustige, coole und wahrhaftige Sprüche auf den hoch gehaltenen Schildern lesen. Das machte wirklich Spaß! Ich hab viel fotografiert. Hier eine kleine Auswahl an Schnappschüssen: (Solution) (Rettet die Umwelt)(Rettet den Planeten)(Tempo des Klimaschutzes)(Omas gegen Klima-Haie)(Solidarität fürs Klima) (Kriege sind völlig unterschätze Naturzerstörer) (Alarmstufe Rot) (Burn capitalism)(Grünkohl statt Braunkohle) (Global Warming) (Die Zeit für Insekten läuft ab)(Rentner für die Zukunft der Jugend)(Wir sind jung)(Klimaerwärmung schmeckt uns nicht) (Kein Planet B) (White Christmas) (Kohle ist kein Grund zum Anbaggern)(Rettet den Schneemann)(keine Zeit)(Eurer Profit zerstört unsere Zukunft)(Niemand hat die Absicht…)(Don`t Wait For The Doctor)

Niemand müsste die Wahrheit fürchten, denn die Lösungsideen existieren längst. Nur die Profiteure des heutigen Systems haben Angst vor der Wahrheit.

Landesweite und weltweite Proteste

#AlleFürsKlima 20.09.2019 Greta ThunbergHamburg war bei weitem nicht allein. Anderswo war der Andrang noch größer. Allein in Berlin forderten sogar 270.000 Leute den Klimaschutz ein (s. hier) und (hier). Ganz im Süden, in Freiburg waren 30.000 Leute dabei (s. Video). Bundesweit waren heute 575 Demonstrationen in allen größeren Städten des Landes angemeldet (s. hier). Offiziell sollen insgesamt 1,4  Millionen Menschen hierzulande auf der Straße gewesen sein… International dürften es auf jeden Fall mehrere Millionen Demonstranten gewesen sein. Die 2019 als Schüler-Demos ins Leben gerufenen Proteste sind heute weltweit förmlich explodiert. Ganze 159 Länder beteiligten sich. Allein in Sydney/Australien waren 300.000 Menschen dabei (s. hier). Auch dort baute sich das schrittweise auf und wurde immer größer (s. hier). Ursprungsinitiatorin der FFF-Bewegung, die 16jährige Schülerin Greta Thunberg aus Schweden, die derzeit noch immer in den USA weilt, sprach heute vor 250.000 Leuten in New York (s. hier) und (hier) und (hier).

Was bringt der neue Klima-Rettungsplan?

Alle bisherigen Proteste der Klima-Aktivisten verliefen (noch) nach dem Muster, sich friedlich mit Forderungen an die Regierungen zu richten. Noch besteht also scheinbar die Hoffnungen, dass unsere demokratisch gewählten Vertreter nicht mehr nur reden, sondern endlich drastisch-wirksame  Maßnahmen einleiten (denn die braucht es mittlerweile, nach verschlafenen Jahrzehnten des aktiven Nichtstuns), anstatt nur zu reden. Das ist bei genauerer Betrachtung erstaunlich, weil von Seiten der Protestler doch außergewöhnlich nett und sehr entgegenkommend. Die Leute sind inzwischen mit ihrer Geduld fast am Ende und zu Recht stinksauer (s. hier)

In Deutschland sahen die Reaktionen seitens der Bundesregierung bisher nämlich nicht nur sehr bescheiden aus, sondern man klüngelte bis zuletzt mit der Autoindustrie, druckste rum und wehrte Forderungen mit Scheinargumenten ab. (s. Marktinteresse als Ausrede) Sogar an der Gesetzgebung war deutlich zu erkennen, dass man ökologisch orientiertes Handeln nicht bevorzugt. Beispielsweise galten Schwarzfahrer in öffentlichen Verkehrsmitteln als Straftäter, während Falschparken eines KfZ lediglich als Ordnungswidrigkeit behandelt wurde (s. hier)…und das in einer Zeit, in der längst generell darüber debattiert wird, ob man den Nahverkehr nicht gleich generell preisfrei umgestalten soll (s. hier) und (hier) und (hier). Allein daran lässt sich erkennen, wie lange schon die Regierungen in ihrem Denken nicht auf der Höhe der Zeit sind. Wirklich entschlossene Maßnahmen fürs Klima müssten ganz anders aussehen.

#AlleFürsKlima 20.09.2019 Holger RoloffDoch der öffentliche Druck zeigt zumindest erste, kleine Wirkungen. Noch etwas passierte nämlich am heutigen Tag. Die Bundesregierung tagte und beschloss ein sogenanntes „Klimaschutzprogramm 2030“. Taugt das was?

Leider nein. Man meint weiter nur an ein paar kleinen Schräubchen drehen zu müssen, um wieder nur ein paar Feinjustierungen vorzunehmen. Eine wirksame, klare Weichenstellung, eine konsequent am Umweltschutz orientierte Ausrichtung der vorhandenen Einsatzmittel, sähe anders aus. Da würde mir spontan eine lange Liste möglicher Maßnahmen samt Finanzierungsweg einfallen…

Doch schaut man in die ideen- und inhaltslosen Gesichter der offiziellen Regierungsvertreter, dann ist völlig klar, dass denen das Thema nur ein belastender Klotz am Bein ist, aller schöner Worte zum Trotz (s. hier). Das kann nicht nur eine Folge von zu wenig Schlaf sein. Selbst die Kanzlerin räumte auf der abschließenden Pressekonferenz ein, dass all ihre bislang vorschlagenden Maßnahmen die bisherigen Klima-Ziele verfehlten (hier). Jetzt mit dem Klimaschutz „beginnen zu wollen“ (was Angela Merkel/CDU und Olaf Scholz/SPD betonten) entlarvt sich quasi selbst.(s. Wer Umweltprobleme nicht ernst nimmt ist selber ein)

Prompt zerreißt die Presse die Vorschläge und charakterisierte sie ebenfalls vor allem als Geschenke an die jeweilige Wählerklientel (hier) und (hier) und (hier). Es sei ein „Dokument der Mutlosigkeit“. Die Ziele sind also alles andere als „ehrgeizig“ (Kramp-Karrenbauer/CDU). Von „Rückenwind“ durch die Demonstranten (Malu Dreyer/SPD) kann nicht die Rede sein, sondern die Demos machen Druck und damit den Politikern endlich Beine. Von deutlichen Einschnitten bei Industrie, Bauwirtschaft (Betonproduktion), Stahlproduktion und sonstig extrem energieintensiven Bereichen wird erst gar nicht gesprochen. Man spart weiter systematisch aus, wo da das Problem wirklich angepackt werden könnte. So viel zur Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der bürgerlichen Politik.

Grundsätzlicher Denkfehler

Der dahinter liegende intellektuelle Irrtum – wie oben bereits angedeutet – liegt auch in Wahrheit viel tiefer. Das Problem ist dem Kapitalismus quasi kaufmännisch in seine inneren Strukturen eingeschrieben.

Natürlich ist es durchaus möglich, auch unter den heutigen Bedingungen gezielt zu beginnen, in eine nicht-fossil-basierte Energieproduktion zu investieren. Keine Frage. Auch eine CO2 Steuer kann man einführen usw. usf. (s. Probleme vs. Lösungen). All das wird aber nichts grundlegend ändern. Technische Innovationen können zwar hilfreich sein. Technik kann aber das grundsätzliche Problem der wirtschaftlichen Dynamik nicht lösen. Die Technik wird ja selbst im Interesse des Kapitals geschaffen und soll Profite erwirtschaften können. Genau da liegt der Knackpunkt, denn die damit verbundene, exponentielle Dynamik der „Verwertung des Wertes“ (R. Kurz) erfordert ein stetiges Wachstum – was man auch klar an Begriffen wie „Mehrwert“ und „Mehrwertsteuer“ erkennt. Der geschaffene Wert (= Aufwand an menschlicher Arbeit) wird jedes Mal in der abstrakten Monetär-Form festgehalten und im nächsten Verwertungszyklus kommt jeweils eine Schippe oben drauf.

Wachstum ist für das Kapitalverhältnis die zwingend notwendige Rahmenbedingung. Das geht stets einher mit stofflichem Wachstum (s. hier) und Energieverbrauch. Energieeinsparungen an einer Stelle (z.B. einzelnes Auto) werden insgesamt (Gesamtzahl aller produzierten Neuwagen) überkompensiert und somit ad absurdum geführt. Auch der Bau von noch mehr Kreuzfahrtschiffen, Containerriesen, Tankergiganten geht ungebrochen weiter, obwohl sie bekanntermaßen ökologische Dreckschleudern sind und für ein glückliches Leben verzichtbar wären. Die Kapitalseite (Geld verdienen zu müssen) lässt sich nicht entkoppeln von der energetisch-stofflichen Seite (es muss mehr je Zeiteinheit produziert werden).

Sowie der Kapitalismus stagniert oder gar die Wirtschaft sinkt, bekommt er ein Problem. Will man das ändern – was durchaus möglich wäre, um das zu betonen – muss man anfangen zu überlegen, wie man denn aus dem Kapital als willkürlich gesetzten, gesellschaftlichen Zwangs-rahmen rauskommen kann. DAS wäre der eigentliche Beginn der Lösung alle sozialen und ökologischen Probleme. Wie das geht, kann man auf dieser Seite mehrfach nachlesen (s. hier) und (hier).

Eine quasi „grüne Marktwirtschaft“ (politisch: „Green New Deal„) ist deshalb dauerhaft nicht möglich (s. hier) und (hier). Man kann mit marktwirtschaftlichen Mitteln die Probleme der stofflich-ökologischen Ebene nicht sinnvoll lösen, denn der nächste Autokauf wird da schon immer mitgedacht (wie auf der Pressekonferenz von Olaf Scholz ja auch ausdrücklich zu hören). Das Mobilitätskonzept (= Geschäftsmodell) ansich soll nicht angetastet werden. Geld durch Warenproduktion zu verdienen, soll als Prinzip bestehen bleiben. Deshalb werden immer wieder Arbeitsplätze als doch „zu retten“ vorgeschoben, um seit jeher klimaschonende Umweltmaßnahmen auszubremsen. Deshalb muss von allem immer mehr hergestellt und hinterher wieder verschrottet werden, damit bald noch mehr produziert und verkauft werden kann. Was für ein systemsicher Irrsinn…

Noch mehr Druck und Aufklärung notwendig

Deshalb braucht es auf jeden Fall noch mehr Druck und Aufklärung über die gesellschaftlichen Zusammenhäng und darüber noch mehr Entschlossenheit, Zivilcourage und auch zivilen Wider-stand und Ungehorsam im Alltagsleben, um sich nicht bedingungslos dem warenförmigen Arbeitsregime unter-zuordnen. Je mehr Geldwert zyklisch verwertet werden muss, um die Superreichen noch reicher zu machen, desto stärker sind quantitative, zerstörerische Eingriffe in die Natur durch den Arbeitsprozess notwendig. Nur damit alle gut leben können, bräuchte man das nicht. Ich behaupte sogar: fast niemand braucht WIRKLICH einen SUV. Derartige Fahrzeuge werden den Leuten durch die Werbung nur aus zwei Gründen schmackhaft gemacht: Status und Profit. Das gilt für ganz viele Produkte. In Wahrheit würde eine 5(-10)h Arbeitswoche ausreichen, wenn man alles auf die tatsächlich sinnvollen Tätigkeiten beschränken und zeitlich auf alle Schultern umlegen würde.  Heutige Phänomene wie Überproduktion, Arbeitslosigkeit, Armut, Obdachlosigkeit, Naturzerstörung usw. würden verschwinden.

Das alles ist der Wissenschaft längst bekannt und ich habe schon wiederholt auf diesen Seiten darauf hingewiesen. Mehr kann man nicht tun. Nachdenken, Konsequenzen ziehen und Handeln muss jeder selbst.

Holger Roloff, den 20.09.2019

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Nachtrag vom 21.09.2019: Die Halbwertzeit der Regierungsversprechen war kurz, sehr kurz – Dauer: einen Tag. Dann konnte man an der Praxis der Politiker bereits ablesen, wie die eigene Haltung in Wahrheit aussieht…(hier) und (hier) und (hier). Bundeskanzlerin Angela Merkel betreibt also nicht nur die Maximierung der Industrie-Profite, sondern auch die Maximierung der Ignoranz der Bevölkerung (s.hier) (hier) (hier). Immer mehr Details kamen dazu ans Licht (hier) (hier) (hier). Das ach so mächtige Klimapaket schrumpfte indes zum kleinen Päckchen, während sich genau die falsche Klientel über den Merkel-AKKK-Skandal echovierten.

Nachtrag vom 23.09.2019: Greta Thunberg sprach auf dem UN-Klima-Gipfel in New York (Video). Sie betonte, dass es von ihrer Generation aus keine Vergebung für das Versagen der Regierungen geben wird. Richtig so! Dem schließe ich mich nicht nur ausdrücklich an, sondern ich mache darauf aufmerksam, dass sich der Kapitalismus als System inzwischen auf allen Ebenen blamiert hat. (Video zum Beispiel/Bundestagsrede Sahra Wagenknecht zur bisherigen Verkehrs-Struktur- und Klima- und Umwelt-Politik der Bundesregierung)

Dahinter steckt nicht nur ein falsches Gesell-schaftssystem. Das allein ist schon kritikwürdig genug. Dazu kommt vielmehr ein komplettes intellektuelles Versagen der bürgerlichen Führungseliten, die ihr eigenes System nicht verstehen und einen klaren Blick auf das Leben und den Planeten völlig verloren haben. Sie haben diesen Blick selbst aktiv verschleiert durch Diäten, Provisionen, exorbitante Vortrags-Honorare, gut bezahlte Sitze in Aufsichtsräten und Konzernvorständen (= „Nebentätigkeiten“), direkte und indirekte Korruption durch den Lobbyismus der Industrie- und Finanzkonzerne. (Altmaier erklärt das Klimaschutzkonzept)

Das ist gleichermaßen Ausdruck von Dummheit, Egoismus und Habgier, gepaart mit Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber allen Menschen und sonstigen Lebewesen der Erde. Unser Planet ist vergiftet und schon voll mit Plastikmüll. Damit wurden allein in Deutschland Milliarden verdient. Das Artensterben ist die tägliche Folge. Immer mehr Menschen durchsuchen hierzulande Mülleimer nach Flaschen und Recyclingmüll, kämpfen damit um`s nackte überleben. Die Aufrüstung läuft gleichzeitig auf Hochtouren. Dafür reicht das Steuergeld immer.

Was davon wäre zu verzeihen? Nichts! Verzeihbar sind nur Dinge, die nicht absichtlich, sondern aus Versehen passiert sind. Davon kann hier aber nicht die Rede sein, denn die neoliberale Marktdoktrin, die Diktatur des Marktes (= Ideologie der „alternativlosen Sachzwänge“) ist hier gewolltes Programm. Für all das und mehr – darf es keine Vergebung geben. Niemals!!! Das sehen auch andere Analytiker so (hier)

Es gilt diese Geschichte zu bewahren und daraus zu lernen.

Was der Kapitalismus mit all seinen ideologischen Handlangern verdient, ist unsere tiefe, aufrichtige Verachtung! Die falschen Leute in einem tödlichen System sind eine ganz schlechte Kombination. Mit dem ewigen Klein Klein geht es nicht weiter. Es gibt nur eine konsequente Lösung für das alles: machen wir endlich Schluss damit!!!==> (hier), (vgl. auch hier) und (hier) Der Widerstand  läuft bereits (s. extinction rebellion) (s. Dokumentation SPIEGEL TV) (Proteste werden radikaler)


Die Hamburger Morgenpost berichtet von #AlleFürsKlima (hier)

Auch die Tageszeitung Junge Welt sieht das „Klimaschutzprogramm 2030“ kritisch (hier)

Hier ein paar Eindrücke aus Hamburg, als sich zum Ende hin schon alles langsam wieder auflöste, aber noch Poetry Slam und eine interessante Rede zu hören waren (Video)

Unser geschätzter Kollege Martin Sonneborn (DIE PARTEI) begeistert mit seinem Redebeitrag Schüler der FFF-Demo in Düsseldorf  (Video)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Der Green New Deal ist eine Mogelpackung (hier)

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen (Audiovortrag)

Hand in Hand für Tierrechte – auch das trägt zum Klima bei (hier)

Danke, Greta! Soviel Klartext im Angesicht der Herrschenden war selten in der Menschheitsgeschichte – ein Kommentar von Florian Kirner  für Tagesdosis 25.09.2019 (hier)

Vom Menschengemachtes Klima – konkrete Beispiele – ein Beitrag von Peter Frey (hier)

Die CO2-Steuer ist eine Mogelpackung! Ebenso ein Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten – eine Analyse von Hermann Ploppa für Tagesdosis 27.09.2019 (hier)

Wo anfangen? Wie wäre es bei den drei größten Verursachern von Abgasen – der Bauwirtschaft, der Landwirtschaft und vor allem dem Militär – Me, Myself and Media 53 – Toxisches Klima! (Video)

Greta angeblich total ferngesteuert…wirklich? Uli Geller-mann hakt nach und beleuchtet diese Argumentationsart (hier)

Schwindendes Eis – Fakten und Grafiken zu Forschungsergebnissen (hier bei statista)

Ökodiktatur – stimmt dieser Begriff? (hier)

Wie und warum Menschen falsche Vorstellung von Hoffnung entwickeln – ein Beitrag von Chris Hedges für Tagesdosis 22.10.2019 (hier)

Zu diesen Kosten wären die Klimaziele bis 2050 noch zu schaffen (hier als PDF)

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Hand in Hand für Tierrechte

Am Samstag den 27. Oktober 2018 (12:00 – 17:00 Uhr) findet am Jungfernstieg im Zentrum Hamburgs eine große Aktion für Tierrechte statt.

Wenige Tage vor dem 25. Weltvegantag wollen Tierrechtsaktivisten ein Zeichen setzen und einen symbolischen Rekordversuch starten. Es wird versucht, die bislang längste Menschenkette für Tierrecht zu bilden – 1.800 Meter rund um die innere Binnenalster!

Dem soll 15:00 Uhr ein Marsch durch die Innenstadt folgen. Wer für die Lobbyisten der Agrarindustrie, Massen-tierhaltung und Tierquälerei nichts übrig hat und auch denkt, dass Tiere mehr Rechte zugesprochen bekommen sollen, kann sich an diesem Tag energetisch mit Gleichgesinnten verbinden und viel Spaß haben. Natürlich gibt es Info-stände, diverse Gimmicks, Flyer, Plakate etc. Eigene Transparente, Kostüme usw. sind willkommen!

Aufgerufen haben Organisationen, die sich für Tierschutz einsetzen, darunter die Albert Schweizer Stiftung, PETA Deutschland, Animal Rights Watch, das Deutsche Tierschutzbüro mit seiner Anti-Tiertransport-Kampagne namens »Truck You«, Animal Equality Deutsch-land, Sea Shepherd Deutschland, die Ärzte gegen Tierversuche u.a.

 

Sei dabei beim Rekordversuch in Hamburg!

offizielle Homepage: Tierrechtsaktivistenbündnis

genauer Ort: 20354 Hamburg, Jungfernstieg

Details/Beschreibung: hier und hier

facebook: Hand in Hand für Tierrechte


Die Demo war ein großer Erfolg! Tausende waren gekommen. Es war zumeist sonnig, doch schon merklich kühl, und die Stimmung unter mehreren tauend Teilnehmern prächtig. Die Demo  erregte visuell und von den Sprechchören her in der City Hamburg sehr viel Aufmerksamkeit. Hier die ersten Eindrücke:

Bericht der Hamburger MOPO (hier)

Der Blitzrechner – wieviel trage ich zum Natur- und Umweltschutz durch eine gesunde Ernährungsweise bei (hier)

Wenn Werbung für Kuhmilch ehrlich wäre (Video)

Milch gesund oder nicht? Eine Ärztin packt aus (Video)

Mehr zum Thema Milchprodukte wird hier erläutert (Video)

Milch – die bittere, historische und medizinische Wahrheit (Video) Tipp: darunter bei „MEHR ANSEHEN“ finden sich Links zu  diversen Vorträge von Ärzten und Wissenschaftlern – hier einer in deutscher Sprache als Beispiel (Video)

Umfangreiche Infoquelle zum Thema Milch (Videoliste)

So einfach wie bei der weinenden Kuh Emma kann die Lösung sein (Video) …einfach loslassen und SEIN lassen. Die eigene Gesundheit sagt Danke (s. hier) und Emma ganz bestimmt auch.

Milch ist alles andere als gesund (Video)

Die Jugend hat teilweise von gesunder Ernährung so ihre eigene Vorstellungen, wie dieser Sketsch zeigt (Video)

Wie die kapitalistische Wirtschaftsform das Insekten- und Artensterben produziert und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört (Video)

Einfache, erhellende Fragen an den Wissenschaftler Mark Benecke – zu Tieren und Menschen und Gesellschaft (Video)

Viele Tiere Erleben ihre Tötung bewusst mit – selbst bei kleinen Schlachthöfen (hier)

Können Veganer die Umwelt retten? Hier gibt es wissenschaftliches Basiswissen unterhaltsam vermittelt durch maiLab (Video) und hier eine Reaktion darauf (Video) und hier auch (Video)

Langsam tut sich was in der offiziellen Ernährungsempfehlung – Kanada ist dabei anderen Ländern eine Nase voraus (Video)

Kapitalismus ist eine durch und durch auf Gewalt basierende Gesellschaft, was im Alltag systematisch ausgeblendet bleibt. Deutlich wird das als Entfremdung auch im menschlichen Verhalten gegenüber  Tieren (Video)

Das menschliche „Gesundheitssystem“ verdient oft seinen Namen nicht. Es wird vermehrt kommerziellen Interessen unterworfen – mit dramatischen Folgen für alle Beteiligten (hier)

Klimawende von unten – mit Buch-Download als PDF (hier)

Artensterben nimmt weltweit dramatische Ausmaße an und könnte die ganze Menschheit mit dahin raffen – neue Studienergebnisse zeigen, warum wir aus der Dynamik des Kapitalismus raus müssen (Video) Es bleibt kein Zweifel: Wir müssen uns politisch und ökonomisch einmischen!!! Aktuell mindestens 1200 Arten in unmittelbarer Gefahr (hier)

AWAKE2PARADISE – eine Doku (2019) die endlich die richtigen Fragen stellt und versucht ganzheitliche Antworten auf die grundlegenden, existenziellen Fragen der Welt zu finden (hier)

So nach und nach gibt es in Sachen Tierschutz Erfolge, wie bei IKEA (hier)

vegane WeihnachtsbotschaftWeihnachtsbotschaft der Musikerin Fiona McMillan von 1989 (hier)

Musiker wie DIE  ÄRZTE bringen es 2019 kurz, knackig und humorvoll auf den Punkt (Video)

Warum die Lösung für alles – angesichts einer übermächtigen Problemlage – eine spirituelle Lösung ist – ein Kommentar von Rüdiger Lenz/Tagesdisis 20.03.2019 (hier)

Es gibt Länder, die bereits aus dem Pestizid-Einsatz aussteigen, wie eine Studie von Aktion Agrar dokumentiert (hier)

Ernährung und Klimaschutz – Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen Treibhausgase – Ann-Kathrin Nezik bei SPIEGEL-online (hier)

Vom Frühstücksei zur Wirtschaftsflucht – arte Doku – unser TV-Tipp (hier)

Richtige Ernährung und Gesundheit gehen auch Hand in Hand – hier erläutert Dr.Probst im Gespräch wie es im Körper langfristig zu Krebs kommen kann und wie man es richtig heilen kann (Video)

Abschaffung der Käfighaltung – (hier unterstützen/unterschreiben)

Fast Food ist keine artgerechte Ernährung für den Menschen und besonders schädlich für Kinder – sieht nun selbst ein McDonald Mitarbeiter ein – Interview im Spiegel (hier)

Tintenfische sind schützenswert – die Albert Schweizer Stiftung informiert (hier)

Faktenlage zur schwindenden Artenvielfalt (hier)

Menschen brauche artenreiche Wälder ebenso wie Wildtiere – wie sieht es damit aus? Ein Kommentar von Hermann Ploppa bei Tagesdosis 3.08.2019 (hier)

Im Hamburger Salongespräch mit dem Autor Dirk C. Fleck erhält man ebenfalls viele Anregung in Sachen Natur und Weltsicht (Video)

Warum 13 Millionen Schweine im Müll landen  – Spiegel Online Bericht (hier)

 

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Erdüberlastungstag auf Wanderschaft

Heute ist der 1. August 2018 – es ist der aktuelle Erdüberlastungstag. Im Vorjahr war es noch der 2. August  gewesen. Er ist also weiter auf stetiger Wanderschaft – nur leider weiter in die falsche, nicht wünschenswerte Richtung.

Dieser Tag markiert den aktuellen Ressourcenverbrauch unseres Planeten (hier) und damit eine Grenze, die entgegen jeglicher Vernunft überschritten ist, denn es bedeutet, dass die natürlichen Grundlagen schneller verbraucht werden, als es der „grüne Fußabdruck“ es eigentlich erlaubt (Info), wenn wir langfristig nachhaltig leben wollen. Das hat ganz viel mit der heutigen Art zu Wirtschaften zu tun.

Halbes Bewusstsein = halbe Wahrheit

Zwar wird dieses Thema sogar in den Mainstream-Medien inzwischen angesprochen (hier), jedoch ohne es allzu genau zu hinterfragen. Zwar wird auf den „grünen Fußabdruck“ verwiesen und ein Stopp des Raubbaus von Ressourcen angemahnt, doch eine strukturelle Verbindung zwischen der Eigenlogik einer Warengesellschaft und damit dem Kapitalismus als Produktions- und Lebensweise und dem stetig wachsenden Verbrauch an Ressourcen, sowie dem Anstieg von Abgasen, Umweltgiften und Müll, wird tunlichst vermieden.

Es wird stillschweigend unterstellt, dass beides durchaus in Einklang zu bringen wäre – also quasi eine „grüne Marktwirtschaft“ möglich sei, wenn die Politik dies nur wolle. Die Annahme erfolgt, obwohl das Gegenteil nicht nur empirisch längst erfasst, sondern auch theoretisch gut begründet vorliegt (Faktensammlung und Artikel dazu – hier).

Müll im Park "Planten un Bloßen" in Hamburg im Juni 2018

Die kritische Theorie hat nämlich längst erkannt, dass es einen Widerspruch zwischen Stoff und Form gibt (s. hier), der nicht nur die innere Schranke des Kapitals erklären kann und damit auch die strukturelle Wertschöpfungskrise seit den 1970er Jahren, die einfach nur nach hinten verschoben wurde und zur Finanzkrise mutierte, sondern auch auf die äußere Schranke der Ökologie hinweist.

Ginge die Wanderschaft dieses Grenztages ungehindert so weiter, strebt der Kapitalismus – allein was die äußere, absolute Schranke (Verhältnis Mensch-Natur) betrifft, unwiderruflich auf einen höchstwahrscheinlich unlösbaren Konflikt und sein eigenes Ende zu. Bis 2030 bräuchten wir bei dem Tempo schon zwei Planeten (hier). Parallel strebt er durch die Arbeitslogik (Verhältnis Mensch-Mensch) der inneren Schranke der Kapitalverwertung entgegen (s. hier). Welche Schranke zuerst erreicht wird, ist offen. Schon die Annäherung erscheint weltweit äußerlich in verschiedenen Krisenszenarien.

Lösungssansatz

Wie man diesem Dilemma entkommen könnte, ist indes grundsätzlich als Gesellschafts-Skizze bekannt – nämlich durch bewusste, konkrete Mengensteuerung der Wirtschaft, anstatt unbewusst einer abstrakten Wertsteuerung (der inneren Funktionslogik des Geldes und der unsichtbaren Hand des Marktes) zu folgen (Konzept s. hier), was bislang aber von der vorherrschenden Politik nicht zur Kenntnis genommen wird.

 

Holger Roloff, 01. August 2018


2019 wandert der Erdüberlastungstag weiter zum: 29. Juli…!!!

Zum Ort des Fotos: „Planten un Blomen“ (Platt-Deutsch für Planzen und Blumen) ist ein beliebter Park im Zentrum Hamburgs (hier)

CO2 Entwicklung – Prognose und Ziele täuschen, denn selbst eine Erhöhung um 1,5 Grad hätte bereits katastrophale Auswirkungen. Das ist mit der kapitalistischen, also eine an  finanziell und stofflich gesehen, permanentes Wachstum gebundenen Wirtschaftsweise nicht in Einklang zu bringen. Wir bräuchten eine drastische Schrumpfung der Wirtschaft im hoch entwickelten Westen, damit noch gering entwickelte Weltregionen Spielraum erhalten (hier)

Auch ein „Green New Deal“ wäre bei näherer Betrachtung eine Mogelpackung, die das Gegenteil erzeugen würde von dem, was propagiert wird – Ernst Wolff bei Tagesdosis 5.9.2019 (hier)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Gegen die Wand – Von den gemeinsamen Ursachen der ökologischen und ökonomischen Krise (hier)

Audiovortrag – Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll von Nachhaltigkeit schweigen (hier)

Kapitalismus und Umweltprobleme hängen strukturell direkt zusammen. Deshalb muss unsere Art zu Leben endlich verhandelbar sein – Bericht im Spiegel (hier)

Deutschland verweigert sich echten Klimazielen und boykottierte bekanntlich 2017 sinnvolle Maßnahmen der sehr engagierten Umweltministerin Barbara Hendricks – das Politische-Kabarett spottete zu Recht (Video)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform (hier)

Der kapitalistische Irrsinn sowie die Überlastung der Mitwelt zeigen sich auch in der Massentierhaltung. Der Mensch ist entfremdet von der Natur und blendet aus Bequemlichkeit das damit verbundene Leid aus. Hier ein Vorfilm zur neuen Dokumentation „Dominion“, der unser aller Bewusstsein anspricht und aktivieren kann (Video)

Was bedeutet ein Epochenwechsel (hier)

Wohlstand neu erfinden (hier)

Die Zukunft heißt Ressourcenwirtschaft anstatt Marktwirtschaft auf Basis von COMMONS (hier) und (hier)

Extrem heißer Sommer 2018 in Deutschland – Astronaut Alexander Gerst zeigt die Trockenheit aus Sicht der ISS (hier)

„Der Drops ist gelutscht, Freunde“ – das Dilemma des Klimawandels und seine Wahrnehmung – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

„Der Gott, der Plastik schuf“ – zur objektiven Grenze der kapitalistischen Produktionsweise – ein Kommentar von Daniel Bratanovic bei Junge Welt (hier)

„Müllberge und Überflüssige“ – ein Kommentar von Susan Bonath bei KenFM (hier)

„Der größte Mikroplastik-Verursacher sind Autoreifen“ – Bericht im Spiegel (hier)

Der Kampf um die Ressource Wasser – tolle WWF-Animation (Video)

Bereits 1912 wurden die heutigen Veränderungen der Erdatmosphäre vorhergesagt und vor der dauerhaften Verbrennung von Kohle gewarnt, wie eine alte Zeitung aus Neuseeland belegt (hier)

„Wie kann man einen Wald kaufen oder verkaufen?“ – Was Entfremdung, Kapital und Faschismus verbindet – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei Tagesdosis 19.09.2018 (hier) Und wie geht es dem deutschen Wald (hier)

„Sonderprofite versus Lebensgrundlage“ – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 24.09.2018 (hier)

Wirtschaften in stofflichen Kreisläufen lautet eine der alternativen Ansätze wie das Craddle To Craddle Prinzip (hier)

Wirtschaften in stofflichen Kreisläufen lautet eine der alternativen Ansätze wie das Craddle To Craddle Prinzip (hier)

Karikatur zum grundsätzlichen Widerspruch zwischen materiellem Sinn des Lebens und kaufmännischem Profit im Kapitalismus am Beispiel Bücher (hier)

Lebensräume schrumpfen und forcieren das Artensterben, bei Insekten, Reptilien und Lurche sowie bei Wirbeltieren – hier ein Spiegel Bericht zum Thema (hier)

Klimakonferenz 2018 – nur ein 15jähriges Mädchen aus Schweden traut sich die offensichtliche Wahrheit jenseits von ideologischen Gedankenfiltern auszusprechen – was für ein Moment der Schande für die westliche Klimapolitik (Video) Die Ergebnisse der Konferenz muss man mit der Lupe suchen (hier)

Bietet das Weltwirtschaftsforum 2019 endlich Antworten? Und was sagt eigentlich ATTAC dazu? Die Tageszeitung Junge Welt berichtet (hier)

Wie die kapitalistische Wirtschaftsform das Insekten- und Artensterben produziert und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört (Video)

Wie 2019 eine absurde Schadstoffdebatte geführt wird – als wenn das, was aus einem Verbrennungsmotor rauskommt plötzlich nicht mehr schädlich wäre (hier) Zur Ablenkung werden schnell nebensächliche Scheindebatten inszeniert (hier) und (hier). Das ruft zu Recht im Netz nur noch Spott und Satire hervor (wie hier)

Wissenschaftler warnen vor realer Gefahr – auch der Mensch könnte im Extremfall aussterben, wenn wir nichts ändern (Video)

In der Klimadebatte hilft philosophisches Grundwissen, um eine Einschätzung der Argumente nachvollziehen zu können – der SPIEGEL Online zeigt wie es geht (hier)

Wer die Wahrheit sagt… – Susan Bonath für Tagesdosis 04.02.2019 (hier)

Die deutsche Bundesregierung versuchte Anfang 2019 massiv über die Medien der Bevölkerung einzureden, dass Feinstaub und Stickoxide doch gar nicht so gefährlich seien, um die Autoindustrie zu schützen. Man ließ sogar 100 Lungenärzte aufmarschieren, die als Beleg dienen sollten. Doch Wissenschaftler, die nicht auf der Gehaltsliste der Regierung stehen, klären darüber auf, was wirklich dahinter steckt z.B. hier (Video 1) und hier (Video 2)

Welche Rolle in Sachen Schadstoffe und Grenzwerte spielte da eigentlich Andreas Scheuer (CSU) – der zuständige Bundesminister für Verkehr (Video 1) Anstelle dessen wurde die Bevölkerung für dumm verkauft – oder anders gesagt – mit wissenschaftlichen Fakten hat es der Herr Minister nicht so (Video 2)

Die schwedische Schülerin Greta Thunberg drückt klar aus, was ihre  junge Generation fühlt und was ihr bevor steht (hier) 10.000 Schüler-Demonstranten folgten ihr auch in Hamburg auf die Straße (hier) Die Hamburger MOPO berichtet (hier als PDF) und online (hier) und (hier) Wie reagiert die Politik darauf? Kanzlerin Merkel dreht wie immer sofort ihr Fähnchen in den Wind, nachdem ihr PR-Berater sie in diese Richtung gelenkt hatte (s. hier), während andere Minister auf die Einhaltung der Schulpflicht pochen (hier), was nur noch den Spott der Karikaturisten hervorruft (hier). Doch die Stimmung in der Bevölkerung ist längst zugunsten Greta gekippt (s. Video) und BILD-Meldung (hier). Und manchmal gibt es sogar richtig gute, tief gehende, spirituelle und psychoanalytische Analysen wie (hier) …und eine kapitalismuskritische Strömung innerhalb der Schülerbewegung (FFF = Friday for Future)  – Interview bei Telepolis (hier)

Klimairrtümer gibt es zuhauf. Harald Lesch will es genauer wissen und fragt nach beim Klimaforscher Stefan Rahmstorf (Video) Allerdings ist die Interpretation der Faktenlage stark umstritten (siehe Video hier)

Der Vergleich politischer Handlungsnotwendigkeitenin Sachen Klimapolitik mit der Realität sieht Anfang 2019 leider so aus – Volker Quaschning – Spezialist für regenerative Energiesysteme klärt auf (hier)

Klimawende von unten – mit Buch-Download als PDF (hier)

Artensterben nimmt weltweit dramatische Ausmaße an und könnte die ganze Menschheit mit dahin raffen – neue Studienergebnisse zeigen, warum wir aus der Dynamik des Kapitalismus raus müssen (Video) Es bleibt kein Zweifel: Wir müssen uns politisch und ökonomisch einmischen!!!

AWAKE2PARADISE – eine Doku (2019) die endlich die richtigen Fragen stellt und versucht ganzheitliche Antworten auf die grundlegenden, existenziellen Fragen der Welt zu finden (hier)

Wachstum, Wachstum über alles – der Wahn kennt keine Grenzen und spiegelt sich entsprechenden Karikaturen (hier)

Kinder als Klimakiller? Deshalb als Lösung einfach alle Kinder abschaffen? Etwa in schlechter Scherz? Oder Satire? Weit gefehlt – es gibt keine Ideologie, die nicht blöd genug wäre, um sowas tatsächlich zu fordern – ein Kommentar von Rüdiger Lenz für Tagesdosis 13.03.2019 (hier)

Erfolgreiches Handeln gegen Wüstenbildung und Verödung ganzer Landschaften ist möglich, wenn man gemeinsam und entschlossen ist – Spektrum berichtet (hier)

Warum die Lösung für alles – angesichts einer übermächtigen Problemlage – eine spirituelle Lösung ist – ein Kommentar von Rüdiger Lenz/Tagesdisis 20.03.2019 (hier)

Wie Medien, Lobbyisten und Politik Gesetze mißbrauchen, um ein künstliches Umweltgift wie Glyphosat (Monsanto/Bayer) als Profitbringer zu erhalten – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 30.03.2019 (hier)

Kennen Sie die Widersprüche deutscher Klimapolitik? So sieht am Ende der „Erfolg“ der „Klimakanzlerin“ und Merkel-Regierung in Wahrheit aus (Video 1) (Video 2)

Es gibt Länder, die bereits aus dem Pestizid-Einsatz aussteigen, wie eine Studie von Aktion Agrar dokumentiert (hier)

Das PROJECT-EARTH spielt eine SciFi-Zeitreise ins Jahr 2036 durch und deutet an, was mit einem anderem Spirit alles möglich wäre (hier)

Eine echte Energiewende wäre technisch möglich – Dank elektronischer Steuerung der regenerativen Energieeinspeisung kombiniert mit Elektrolyse (Animation) – und da fehlt sogar noch die Raumenergie und kalte Kernfusion. Stattdessen setzen Deutschland u.a. Länder immer noch auf Kohle und Atomstrom oder experimentieren mit warmer Kernfusion – wahrscheinlich eine weitere, technisch sehr aufwändige Sachgasse.

Immer mehr ökologisch-stoffliche Grenzen werden erreicht, z.B. beim Bausand (hier)

Die Marketing-Abt. großer Konzerne manipulieren über die Medien systematisch die ganze Öffentlichkeit, wie folgendes Beispiel des Ölriesen Exxon zeigt (hier)

So kann man Stoffkreisläufe ökologisch besser gestalten – nach dem Prinzip Craddle To Craddle – eine weitere Kernmethode einer zukünftigen Ressourcenwirtschaft (hier)

Systematischer Betrug ist nicht etwa die Ausnahme, sondern bildet im Kapitalismus den Normalzustand – hier am Bsp. von AUDI (Doku)

Diskussion, Interpretation und Abwägung der Faktenlage zum Thema Klimawandel – Lügen zum Klimawandel entlarvt – gefunden bei Spirit Online (hier)

Faktenlage zur schwindenden Artenvielfalt (hier)

Faktenlage zum Thema Klimawandel (hier)

Das Blaue Ticket / Das 365 Tage Ticket – eine Idee für eine neue Verkehrspolitik von DeutscheUmwelthilfe (hier)

Primat der ökologischen Notwendigkeiten wäre die sinnvolle Alternative – Ökoligenta veröffentlicht Aufruf von Bern Winkelmann von der Akademie für solidarische Ökonomie (hier)

Vom notwendigen Wandel – die große Transformation von Bobby Langer (hier)

Wir bräuchten einen Ökologischen Marshall-Plan – Wir sind dran – sagen die Autoren – Sein berichtet (hier)

Bäume pflanzen wird in Zukunft zum Alltag gehören – SEIN-Bericht

Menschen brauche artenreiche Wälder ebenso wie Wildtiere – wie sieht e damit aus? Ein Kommentar von Hermann Ploppa bei Tagesdosis 3.08.2019 (hier)

Die Erd-Charta (hier)

Die Freie Welt Charta (hier)

ecosia.org – die grüne Suchmaschine – spendet permanent Geld für das Anpflanzen neuer Bäume (hier) und Bericht (hier)

Kapital killt Klima – ein Beitrag von Thomasz Konicz in der Wochenzeitung KONTEXT (hier) und (als PDF)

2019 brennen die Wälder nicht nur im Amazonas-Gebiet, während sich die Marionetten der Politik in Brasilien und den führenden, kapitalistischen Industrieländern des Westens gegenseitige Vorwürfe der Fremdeinmischung machen und keinerlei echten Handlungswillen zeigen (hier)

Der erste Bio-Staat in der indische Bundesstaat Sikkim – dort gibt es nur noch ökologische Landwirtschaft ohne künstliche Pestizide etc. (hier)

Massentierhaltung und Lebensmittelmärkte bewirken nur eines – Spekulationen und Hunger. 2 Mrd. Menschen sind mangelernährt (hier)

Wie Ökologie-feindlich/-ignorant z.B. die Landwirtschaftspolitik in Deutschland ist beleuchtet die Doku „Gekaufte Agrapolitik – wie Industrie und Agrarlobby durchregieren“ (2019) (hier)

„Strategien der Natur“ – wer gut beobachtet, kann lernen, wie ganzheitliches Denken funktioniert. Sich davon inspirieren zu lassen führt zu spiritueller Politik – Erwin Thoma im Gespräch bei KenFM (Video)

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Das Goldene Kalb namens Arbeit

Es gibt zahlreiche Bücher wie „Der Tanz um das Goldene Kalb“  (hier) und (hier) oder „Der Tanz um den Gewinn“ (hier) o.ä. Titel, stets Bezug nehmend auf die biblische Vorlage, in der es sich um ein Götzenbild handelt (Info). Meistens wird darunter das Rumgeeier um das Thema Geld verstanden, oft verbunden mit Aussagen wie „Über Geld redet man nicht“, „Über Gehälter reden wir nicht im Unternehmen.“, „Das liegt am Schleier des Geldes“ u.ä. Sätzen. Auch wenn sich das gerade aufzulösen scheint (Stichwort Transparenz, gleiche Bezahlung von Frauen) – stellt sich die Frage, ob die Zuordnung „Goldenes Kalb = Geld“ tatsächlich den Kern trifft!?

Kapitalismus baut auf drei grundlegenden Kategorien auf: Ware, Geld, Arbeit. Über jede davon sind zahlreiche Aufsätze und ganze Bücher verfasst worden. Dominierte in der letzten großen Krise 2007-2010 vor allem die Diskussion ums Geld (Finanzmärkte, Finanzblasen, Gier, Zinsen, Moral, Kreditklemme etc.) hat sich das seit 2017 verschoben. Jetzt tobt die Debatte eindeutig um das Thema „Arbeit“.

Abstrakte Arbeit

Das Wesen der kapitalistischen Tätigkeitsform besteht darin, abstrakt zu sein. Sie wird als Kostenaufwand betriebswirtschaftlich in den kaufmännischen Büchern geführt, geplant und abgerechnet. Abstrakte Arbeit als sozial-ökonomisches Formprinzip – und das ist den meisten Protagonisten (=“Marktteilnehmern“) nicht klar –  ist eigentlich Irrsinn pur. Der Mythos „Ehrliche“ oder „Harte“ Arbeit stellt nur dessen ideologischer Gipfel der damit verbundenen Illusionen dar und dient den Herrschenden als Verblendungszusammenhang um den Kapitalismus aufrecht zu erhalten, um ihre Macht zu rechtfertigen, die wiederum den Zwang zur Arbeit gewährleisten soll.

Macht, Arbeitszwang und Hartz IV

Wäre „Arbeit“ die natürliche Form menschlicher Tätigkeiten, bräuchte es logischerweise weder Zwang, noch Macht, noch strukturelle Gewalt, um sie als Formprinzip aufrecht zu erhalten. Das kennen wir verklausuliert und mystifiziert als „Leistungsprinzip“ und wird in vielen Diskussionen positivierend als Bezugspunkt aufgeführt, um Menschen zu normieren und für das Kapital zu domestizieren wie Haustiere. Der deutsche Soziologe Robert Kurz prägte deshalb schon in den 90er Jahren einen passenden Begriff, indem er formulierte, „wir sind verhausschweint“, also domestiziert wie Hausschweine (für`s Kapital). Die andere Seite der Diskussion, die dem Leistungsprinzip gegenüber steht, ist die des Hartz IV-Systems. Es dient dazu Angst vor sozialem Abstieg zu verbreiten. Das zeigt, welchen Charakter diese Art Gesellschaftsform in Wahrheit hat und worum es ihr geht.

Tanz und as Goldene Kalb der Arbeit

Konkrete Arbeit

Möglich wird den Herrschenden die positive Bezugnahme auf das Thema Arbeit, weil sie nie die Unterscheidung zur stofflichen Seite menschlicher Tätigkeiten vornehmen. Das wird nie abgegrenzt, thematisiert und bewusst gemacht. Arbeit wird im aktuellen Herrschaftsdiskurs auch nie als „abstrakte Arbeit“ bezeichnet, sondern unbewusst mit seiner konkreten Seite („konkrete Arbeit“) assoziiert. Da die konkret-stofflichen Seite aller Tätigkeiten universell immer da ist, erscheint das dem Zuhörer als unvermeidlich und plausibel. Diese Seite gäbe es ja auch noch nach dem Kapitalismus, wenn es längst gar keine „Arbeit“ in heutigen Sinne mehr wäre, sondern nur noch der gesellschaftlich-notwendige Aufwand, um die Dinge und Dienstleistungen zu erzeugen, die unser Leben verbessern können.

Genau dieses Ziel – ein gutes Leben für alle – ist aber nicht das Primärziel im Kapitalismus, sondern hier dient Arbeit dem Gelderwerb und somit der Geldvermehrung. Das ist der große und entscheidende Unterschied, der den oben benannten Irrsinn ausmacht. Geld erscheint als Zahlen, die auf Münzen geprägt, auf Papier gedruckt oder Konten gespeichert werden. Zahlen sind die höchst mögliche Abstraktionsstufe. Wenn Tätigkeiten mit Geld bezahlt werden, um gesellschaftlich gültig zu sein, erschließt sich auch, warum Arbeit seinem Wesen nach abstrakt ist. Gleichzeitig existiert die Dualität zur konkret-stofflichen Seite als „konkrete Arbeit“. Ohne sie kommt das Kapital nicht aus, da es physische Waren braucht. Da das in der Herrschaftsrhetorik jedoch so wie gesagt nicht vorkommt, bleibt der Zusammenhang im Dunkeln und kann ideologisch zur Systemrechtfertig benutzt werden.

Natürlich findet man diese Begriffe historisch in der Philosophie bereits im 19. Jahrhundert bei keinem Geringeren als Karl Marx. Auch wenn der 2018 gerade mit einem 200. Jubiläum gefeiert wird, will man es doch lieber nicht so genau wissen, wie weit dessen Erkenntnisse schon mal waren. Ein derartiges Wissen, ein derart geschultes Bewusstsein, könnte den herrschenden Eliten gefährlich werden. Sie wollen ihre Macht nicht an die breite Bevölkerung abgeben…sonst könnten durch Transparenz noch ganz andere Fragen aufgeworfen werden, die das heutige Konstrukt grundsätzlich in Frage stellen. Die Rechtfertigungen könnten wie Seifenblasen zerplatzen. Alle Finanzblasen machen das ja immer wieder anschaulich und eilen dem sozusagen voraus…

Die Logik des Irrsinns der abstrakten Arbeit

Wenn Arbeit in Geld aufgewogen wird, heißt das, dass ihr Wert in abstrakter Form erhalten bleibt. Das wirft die Frage auf – wozu? Antwort: Wertschöpfung zur Kapitalakkumulation. Die Verwertung des Wertes oder in Alltagssprache übersetzt – aus Geld muss mehr Geld werden. Da das Geld im Zusammenspiel mit den Waren zirkuliert und zurückfließt zu den Produzenten, steigert sich der gesamtgesellschaftlich erzeugte Wert mit jedem Durchlauf. Es wird immer wieder etwas als Marge hinzu gerechnet. Da die menschlich verausgabte Arbeit das Verstoffwechseln und somit in der Endkonsequenz immer den Einsatz und Verbrauch von Energie bewirkt, heißt das, dass der Wert der Arbeit stets zum kaufmännischen Ausgangspunkt für die nächste Runde wird. Wir leisten Arbeit, um in der nächsten Runde noch mehr Arbeit verausgaben zu müssen – jedoch nicht etwa, weil das dem Bedarf nach notwendig wäre, sondern weil die gesellschaftliche Vermittlung durch abstraktes Geld erfolgt, anstatt durch konkreten Bedarf. Geld kann – da abstrakt – unendlich vermehrt werden. Dem folgt die Logik der Arbeit ohne eingebaute Bremse. Das beißt sich irgendwann und muss folglich scheitern. Da sind wir jetzt historisch angekommen. Das Auftauchen von Kryptowährungen in den letzten Jahren zeigt zweifelsfrei an, wie irrational das Geld- und Finanzsystem und somit (kategorial gesehen) das Medium Geld an sich schon geworden ist.

Buchtitel Der Flexible Mensch

Aus einmal verausgabter Arbeit muss in der jeweils nächsten Runde somit als rein gesellschaftlich gesetzter Zwang immer mehr Verausgabung von Arbeit werden. Das ist – wenn überhaupt – nur dann sinnvoll, wenn noch ein akuter Mangel an Produkten und große materielle Not besteht. Sobald die breite Bevölkerung jedoch bestens versorgt ist (Überflussgesellschaft), müßte man das stabil halten oder wieder auf das notwendige Maß runter fahren, sonst nimmt dieser Zusammenhang irrationale Ausmaße und Formen an (von den Umweltauswirkungen ganz zu schweigen). Alle Krisen im Kapitalismus sind eine Folge dessen. Abstrakte Zahlen (und damit Geld) können sich theoretisch unendlich vermehren. Konkrete Arbeit, stoffliche Produkte und Dienstleistungen (weil der Tag nur 24 h hat) nicht. Der Umgang mit der Größe Zeit entspricht im Kapitalismus also nicht der wahren Natur der Zeit. Das ist als Widerspruch konstitutiver Bestand der Entfremdung des Menschen von sich selbst, eine falsche gesellschaftliche Form und deshalb irrational.

Lösung – ein zeitkonformes Ziel

Vernünftig wäre es vielmehr die Produktion und alle Tätigkeiten so zu organisieren, dass wir Lebenszeit für Muße, zum Nachdenken und Beraten gewinnen. Doch das lassen die Logik der Geldvermehrung und abstrakten Arbeit nicht zu. Falsch ist also nicht das Leben an sich, sondern unsere vorherrschende Gesellschaftsform (Kapital). Würde man die Produktion am tatsächlichen und ökologisch sinnvollen Bedarf ausrichten, anstatt am von der Werbung manipulierten und künstlich gepushten Markt, kämen wir wie durch ein Wunder mit viel weniger aus und wären dabei glücklicher, denn wir müssten weniger „arbeiten“. Es ist seit langem bekannt, dass bei kluger Gestaltung des ökonomischen Aufwandes fünf Stunden pro Woche ausreichen würden (s. hier). Gleichzeitig wäre es möglich, alle ökologischen Problemfragen zu klären. Die Ursachen der Umweltprobleme stecken ebenfalls im kapitalistischeren System und sind nur die andere Seite des Verwertungsprozesses und der Entfremdung des Menschen von der Natur.

Schlachtet das Kalb oder die Abschaffung der Arbeit

Doch die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Die Massenarbeitslosigkeit nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich nicht zufällig in den 1970er Jahren, also genau da, wo die breite Automatisierung der Produktion einsetzte. Das setzte sich mit der Einführung von PCs in den 80ern, dem Internet in den 90ern, dem Web 2.0 mit sozialen Netzwerken seit 2000 fort und gipfelt nun in der Industrie 4.0, in der die Robotik und Produktivität die konkret-stoffliche Seite der Wirtschaftswelt radikal verändert, während alle Erscheinungsformen des Wertesystems (Ware, Geld, Arbeit) gleichermaßen entwertet werden. Das Universum ist eben seinem Wesen nach nicht kapitalistisch aufgebaut, sondern strebt danach, die Entfremdung durch gesellschaftliche (Fehl-)formen wie Ware, Geld und Arbeit wieder aufzuheben. Es kennt diese Formen (rein menschliche Erfindungen/Prinzipien) einfach nicht, sondern strebt danach, uns wieder der konkreten Seite namens Leben zu erinnern.

Es ist an der Zeit den Tanz um das eigentliche Goldene Kalb – die Arbeit – zu beenden. Der Kapitalismus ist gezwungen seinen eigenen, inneren Gesetzmäßigkeiten zu folgen. Die drängen auch weiterhin in Richtung Kostensenkung (= Preisvorteil in der Marktkonkurrenz), also danach, den gesamtgesellschaftlichen Arbeitsaufwand zu senken – oder anders gesagt – immer mehr konkrete Arbeit überflüssig zu machen. Doch damit wird auch die abstrakte Arbeit als Formprinzip an sich obsolet. Der Widerspruch wird heute historisch reif. Klug wäre es, das schnell zu erkennen, um in diese Richtung denken und handeln zu können, z.B. in dem über neue Prinzipien des Wirtschaftens nachgedacht werden kann. Ist der Geist frei, öffnen sich zahlreiche Türen und eröffnen Möglichkeiten, die man vorher zu sehen nicht in der Lage war. Wie auch, wenn einen der Glanz des goldenen Kalbes blendet?

 

Holger Roloff, 01. Mai 2018


Kapitalismus wertkritisch erklärt (hier)

Hart arbeiten? Eine kritische Reflexion von Franz Schandl (hier)

Arbeitszwang und Arbeitsethos von Claus Peter Ortlieb (hier)

Wie entfremdete Arbeit heute aussieht und mit welchen Scheinargumenten wie sie uns uns im Alltag oft schön reden – ein arte Beitrag lässt Karl Marx aus dem Off plaudern (Video)

Es muss wieder gestraft werden – Strafrecht in Zeiten der Krise der Arbeitsgesellschaft (hier)

Repariert nicht, was euch kaputt macht! – ein Plädoyer für das gute Leben der Streifzüge-Redaktion Wien (hier)

Manifest gegen die Arbeit – Gruppe Krisis 1999 – ein Klassiker zum Thema Arbeit (hier)

1.Mai 2015 – Warum ich nicht zur Demo gehe… – eine kritische Reflexion (hier)

Allein schon Arbeit (hier)

Sind Menschen ohne Arbeit eigentlich keine Menschen mehr? (Video) oder wird nicht vielmehr einfach der Begriff der Arbeit in Frage gestellt? (hier)

Das Netzwerk des Kapitals… – über das weltweite Kapital (hier)

Wohin geht der ökonomische Trend…? (hier)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaft (hier)

Glauben, Geld und Warenform… – eine Kritik des Schuldprinzips (hier)

Des armen (Raub-)Ritters neue Ideen – sind eigentlich ein Mangel an Ideen (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen – der Irrsinn namens Hartz IV (hier)

Debatte um eine Maschinensteuer – warum das kein sinnvoller Ansatz ist (hier)

Die 4.Dimension als unlösbarer Widerspruch des Kapitals (hier)

(Ver-)Kommerzialisierung des Gesundheitssystems (hier)

Wohlstand neu erfinden – welche echten Alternativen es gibt (hier)

Was bedeutet ein Epochenwechsel – ein größer Blick auf den Wandel (hier)

Es ist leichter sozial-ökonomische Formen jenseits des Kapitalismus denken zu können, wenn man zuvor die wahre Natur des Universums wissenschaftlich und philosophisch verstanden hat – wie diese nach neuestem Stand aussieht stellt diese Doku dar (Video)

Älteste Frau der Welt (Stand Mai 2018) zieht Lebensbilanz. Arbeit ist erstrebenswert? Von wegen. Arbeit ist vielmehr Mühsal und Strafe – Bericht in BILD.de (hier)

An Mitarbeitern wird gespart, die Produkte sind fragwürdig – ein Blick hinter die Kulissen von modernen Billigläden TEDi und EuroShop bei BILD.de (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Das Politkabarett weiß sehr genau, wo wir uns quasi wie eine „Titanic“ geschichtlich befinden und was als gesellschaftliche Aufgabe ansteht – Abschied von der Vollbeschäftigung (Video)

Stellschrauben im SGB 2/Hartz IV System u.a. Irrsinn (Audio)

„Gutes Geld für gute Arbeit“ oder doch eher „Irre viel für zweifelhaft wenig“ (hier)

Ausbeutung 1.0 als Trickfilm (Video) Und im zweiten Trickfilm wird noch der Unterschied wird absolutem und relativem Mehrwert erklärt (Video). Dazu passt diese satirische Meldung des POSTILLON (hier)

Ausbeutung 2.0 am Bsp., wie selbst beim Mindestlohn betrogen wird (Video)

Der Arbeit-Skandal in der Regierung enthüllt im August 2018 – entlarvt die Doppelmoral (hier) und (hier)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Firmen verlassen das „Textilbündnis“ – so sieht „Verantwortung“ also wirklich aus (hier)

Hallo Andrea Nahles… ein Kommentar von Susan Bonath bei KenFM bringt Wesen und Charakter der kapitalistischen Arbeitsontologie ans Licht (hier)

Wesen und Charakter des Hartz IV-Systems am konkreten Bsp. (hier)

Täuschung und Gefangenschaft – die psychischen Grundlage der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

„Wie der Kapitalismus zur Religion wird“ – der Spiegel weist darauf hin, wie die ARD-Dokumentation namens „Der Motivationstrainer“ die Wiederauferstehung von Jürgen Höller ins Licht rückt. Da es am Sinn des eigenen SEINs und TUNs im Kapitalismus seinem Wesen nach  mangelt 8wen mag es wundern?), wird auf diese Weise versucht beim bürgerlichen Marktsubjekt von außen eine Motivation zu erreichen. Davon abgesehen – das sei hier anzumerken – trägt Kapitalismus ohnehin seinen Strukturen, Erscheinungen und Begriffen nach immer die Wesensmerkmale einer Religion. Ein „Motivationstrainer“ bringt as also nicht erst hervor, sondern forciert es nur von außen.

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Die Zukunft des Kapitalismus, sein Wesen, sein Charakter, Konkurrenz, Sozialabbau, austauschbare Politiker – ein Kommentar von Susan Bonath zum inneren Zusammenhang von allem in unserer Gesellschaftsform bei Tagesdosis 5.11.2018 (hier)

SPD erwacht Dank Sinkflug der eigenen Wahlergebnisse aus Koma – Der Postillon berichtet (hier)

Arbeitszwang als Bedingung zur Kapitalsteigerung ist charakteristisch für Faschismus – wie der zur irrationalen Normalität wird offenbart dieser Beitrag von Susan Bonath (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Massenmigration als Flucht vor Massenarbeitslosigkeit – der Mensch als Ware Arbeitskraft im Spiel westlicher Politik – ein Beitrag von Rainer Ruppig für Tagesdosis 11.01.2019 (hier)

Generalstreik in Indien, Globalisierung und der Drang nach Profit – Susann Bonath für Tagesdosis 14.01.2019 (hier)

Die technologische Entwicklung erzeugt die historische Notwendigkeit, unsere Gesellschaft zu verändern. Ein BGE ist der erste Schritt in diese Richtung. Selbst Dirk Müller – als bekannter Vertreter des Kapitalismus – sieht das geistig ganz klar auf uns zukommen (Video)

Die Sündenbock-Propaganda der Markt-Mythologen – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 2.3.2019 analysiert und hinterfragt die neuen Hartz IV-Konzepte (hier)

Wer im Arbeitsleben steckt, steckt im Klassenkampf (hier)

Dienen und Gehorchen für Maximalprofit – warum das im Widerspruch zur  Arbeit im gesellschaftlichen Gesamtsinn steht erläutert Susan Bonath für KenFM für Tagesdosis 13.04.2019 (hier)

Der große Jobaufschwung der 2010er Jahre – eine Mogelpackung (hier)

Gedanken zum 1.Mai – warum ein BGE möglich und sinnvoll ist und die Gegenargumente vorn und hinten nicht stimmen – der Philosophie-Bär denkt nach (Video) …und hat im Kern Recht, denn die Arbeiterklasse der Zukunft sieht so aus (Karikatur)

Tod durch Arbeit – eine arte Doku über die Situation in Japan (Video)

Hartz IV Sanktionen teilweise verfassungswidrig (Video) Doch diese Meldung entpuppt sich schnell als Farce!!! Der Arbeitsfetisch wird in Deutschland weiter hoch gehalten. Menschenwürde unterliegt reiner Willkür und einer politischen Justiz – eine  Analyse von Diana Aman für KenFM (hier)

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