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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Natur und Umwelt“

Die Wachstumsfrage und der Umgang mit Zeit

SRF - Sendung Sternstunde e der PhilosophieBeim SRF – (Schweizer Radio und Rundfunk) gab es gerade eine TV-Diskussion in Basel, die nun auch bei youtube zu sehen ist. In der Fernseh-Reihe „Sternstunde“ wurde zum „Philosophischen Stammtisch“ geladen, moderiert von Yves Bossart. [ Man findet es bei youtube unter dem Titel „Wieviel Wachstum darf noch sein? Philosophischer Stammtisch Sternstunde Philosophier SRF Kultur.“ ] Mit dabei als Studiogäste sind der Vertreter der Postwachs-tumsökonomie Niko Paech, die Philosophinnen Katja Gentinetta und Simone Rosa Miller und der klassische Ökonomen Reiner Eichenberger (Video hier). Zusätzlich gibt es Einschätzungen von zwei weiteren Studiogästen – Alexandra Gavilano (Umweltwissenschaftlerin, Klimaaktivistin und Umwelt-schützerin bei XR – Extinction Rebellion Schweiz) sowie Matthias P. Müller (aus Zürich, liberaler Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler, Vizepräsident der Jungfreisinnigen – quasi das Schweizer Jugend-FDP-Äquivalent).

 

 

War das tatsächlich eine „Sternstunde der Philosophie?“

Die Frage wird zum Ende hin beantwortet. Jetzt möchte ich erstmal nur sagen –  das dort Gesagte fiel teilweise leider weit hinter den Stand der aktuellen Erkenntnisse kritischer Theorie zurück. Deshalb ist es vielleicht mal notwendig und an der Zeit, Klartext zu reden und ungewohnt deutlich zu werden. Was insbesondere der Schweizer Ökonom Reiner Eichenberger in die Runde wirft, ist gekennzeichnet von Ideologie, nämlich im Wesentlichen von der „Harmonielehre des Marktes“, also das, was man uns seit Jahrzehnten einbläut, obwohl es längst an der Realität gescheitert ist (wäre es anders, würde diese Diskussion gar nicht notwendig). Wie immer hört man die Behauptung,„man müsse Marktwirtschaft nur richtig machen, dann würden die Probleme auch wieder verschwinden“. Teilweise widerspricht er sich dabei selbst, z.B. beim Thema Umweltschäden, was er meint auf „schlechte Politik“ abschieben zu können, obwohl die zum System dazu gehört, wenn man z.B. an all die Polit-Karrieristen und ihre Seilschaften, Korruption, kriminelle Mafia-Verstrickungen, persönliche Vorteilsnahme und Unterschlagungen usw. denkt, also Dinge, die unabhängig von der in einem Land herrschenden Geschichte, Kultur, Religion etc. auftreten. Sie sind also dem Kapitalismus zuzuordnen. Andererseits kann es aber aus dem gleichen Grund nicht überall die gleich schlechte Politik geben, weil verschiedene Länder auch andere ethisch-moralische Sichtweisen und andere historische Erfahrungen mitbringen. Davon abgesehen sind Eichenberger`s Argumente, Einwände und angeblichen Lösungswege bezüglich der Wachstumsfrage nicht nur in der empirischen Forschung längst widerlegt, sondern auch die wirklichen Ursachen theoretisch sehr plausibel hergeleitet und begründet worden (vgl. z.B. „Ein Widerspruch aus Stoff und Form“, Ortlieb/2008). Eine Sammlung an Links, die das zusätzlich belegen, ist wie gewohnt unter dem Artikel angefügt.

Herr Eichenberger haut sich die Taschen aber überraschenderweise so dermaßen voll, dass man als Zuschauer dann doch erstaunt ist und fast Mitleid bekommen könnte. Man sieht auch, wie im Publikum sich manche die Hand vor den Mund halten, um das Grinsen zu verbergen. Reiner Eichenberger hält als typischer Vulgärökonom die Marktwirtschaft, also die kapitalistische Produktions- und Lebensweise, für den quasi Naturzustand der Welt. Er kann sich offenkundig gar nichts anderes vorstellen. Er glaubt abgöttisch, was er da erzählt. Anstatt das angesichts der weltweiten Problemlage endlich kritisch zu hinterfragen, muss er sich Markt und subjektiven Wert als Problemlöser vor allem selbst immer wieder einreden und bestätigen, auch mit hanebüchenen, für den Zuschauer ganz offensichtlich falschen Argumenten, die vor allem von Niko Paech aber auch Simone Rosa Miller umgehend sehr anschaulich kritisch hinterfragt und widerlegt werden. Ich könnte da selbst noch jede Menge hinzufügen, möchte mir das aber an dieser Stelle allein aus Platzgründen ersparen und verweise lieber auf die zahlreichen Artikel auf dieser Seite, die dazu bereits reihenweise Argumente geliefert haben.

Identitätsstiftend betont Eichenberger dann auch auffällig seinen Status ein „Ökonom“ zu sein (er meint natürlich einen „bürgerlichen“ versteht sich…was auch sonst) und weist das auch den anderen in der Runde zu…offenbar gut gemeint als kleinsten gemeinsamen Nenner, da er sich schnell mit seinen Argumenten in der Defensive fühlt. Auch aus Sicht des Zuschauern erscheint das so. Wirklich retten kann ihn das aber nicht.

 

Hoch in den Schweizer Bergen

Sehr ähnlich mit Schieflage argumentiert auch die Dame neben ihm – Katja Gentinetta – die einem Technikfetisch anheim fällt und glaubt, die Ingenieure werden alle Probleme lösen. Also müsse man sich um sowas wie die Klimakrise nicht wirklich Sorgen machen, sondern nur Geduld haben und Vertrauen in die großen Hightech-Konzerne setzen. Dabei verursachen die ja oft sogar neue Probleme, die wir ohne sie gar nicht hätten. Niko Paech widerlegt das dann auch sehr gut. Und der Moderator sprich dann bezüglich des Vertrauens auf rein technische Lösungen auch von Technikblindheit. Aber woher kommt so eine Haltung, wie sie Frau Gentinetta vertritt?

Tja, die Schweizer Berge liegen eben recht hoch. Da kann man sich die Weltanschauung leicht und schön zurecht basteln. Man fühlt sich dort sehr sicher. Das Meer wird kaum bis da oben vordringen, wenn der Meeresspiegel steigt. Da fällt es manch bürgerlichem Subjekt scheinbar umso leichter auszublenden, dass weltweit längst reihenweise Küstengebiete unter Land gegangen sind und die Menschen aus ihrer angestammten Heimat endgültig und ohne Aussicht auf Rückkehr fliehen mussten. Selbst in Europa, aktuell in Venedig, musste gerade öffentlich der Notstand ausgerufen werden, da der berühmte Markusplatz durch ein Rekordhochwasser dauerhaft unter Wasser steht – siehe (Video 1) (Video 2) (Video 3) (Video 4). Da konnten selbst die Ingenieure mit einem Schutzmauerprojekt nichts mehr retten – Dank Korruptionsskandal übrigens – ein übliches, weil zum Kapitalismus immer gehörendes Phänomen, welches in Italien bekanntlich einen besonders festen Stammplatz inne hat.

Aber wen interessieren in der Schweiz schon Fakten, wenn man selbst gemütlich hoch oben in der Berghütte Glühwein schlürft oder in einem trockenen Baseler TV-Studio so vor sich hin philosophiert? Bei mir als Zuschauer hinterließ Katja Gentinetta eher den Eindruck, sich noch nie ernsthaft mit der Problemlage und dem Thema beschäftigt zu haben.

Richtig von ihrer Seite aus war zwar der Hinweis, dass Menschen den Drang haben kreativ und produktiv sein zu wollen, um selbst besser zu werden und auch das eigene Leben besser zu machen (*). Aber das bedeutet keineswegs, dass das zwingend zu einem ewigen oder gar destruktiven Wachstum führen muss und wir als Spezies unsere Mitwelt quasi der menschlichen, biologisch-mentalen Natur folgend zerstören müssen. Ein Biber verändert auch drastisch den Flusslauf, indem er Zweige heran schafft und damit Wasser aufstaut. Aber er wäre von Natur aus nie so dumm, es dabei so weit zu treiben, den Fluß zu verschmutzen oder zu zerstören, so dass er dort gar nicht mehr leben könnte oder vor ihm fliehen müsste. Auch die Indianer in Nordamerika hatten großen Respekt vor der Natur, jagden und töteten nur so viele Tiere, wie sie wirklich zum Überleben brauchten. Erst die weißen Trapper mit ihren Langbüchsen rotteten die Bisons fast aus – nur weil sie zeigen und beweisen wollten, dass sie es technisch konnten. Die Trapper waren in ihrer Denkform bereits kapitalistisch vergesellschaftet. Das machte den Unterschied.

Niko Paech gelang es glücklicherweise auch sofort, dieses Plädoyer als ursächlich für den Wachstumszwang zu entkräften. Dass es auch ein Wachstum an Wohlbefinden, innerer Ruhe und Kraft geben könnte, an mehr Freizeit, Zeit um in sich zu gehen, für Muße und Bildung, für die Familie usw. kam Frau Gentinetta gar nicht in den Sinn. Wie auch? Dem warenförmigen Subjekt erscheint das Leben oft nur als erfolgreicher Konsum. Haste was, biste was, haste mehr, biste mehr.

Zur Ehrenrettung der Schweiz sei übrigens angemerkt – es gibt dort auch großartige, weitsichtige Autoren, die das ganz anders sehen als Frau Gentinetta!


Wachstum verbieten oder Wachstumsgrenzen überwinden?

Hier schiebe ich zunächst ein, was die beiden zusätzlichen Studiogäste zum Thema sagen. Die Umweltforscherin Alexandra Gavilano wird zunächst nach ihrem Plan B befragt, wenn sich in der Klimapolitik nichts ändere. Genüge es, dass wir uns als Individuen einfach nur anders verhalten? Aus ihrer Erfahrung, so die Antwort, nein. An die individuellen Personen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und der Finanzwelt wurde seit Jahrzehnten appelliert – geändert habe sich grundsätzlich nichts. Sie sieht bzw. fordert deshalb einen Wertewandel, zu dem auch Maßnahmen wie sinnvolle Verbote gehören, wenn es nicht freiwillig geht.

Das ist sicherlich als Befund richtig. Ich würde sogar hinzufügen, dass übergangs-weise vieles im Alltag tatsächlich anders gestaltet und begrenzt werden könnte und angesichts der Problemlage auch müsste. Doch ein grundlegendes Problem übersieht Frau Gavilano dabei. Es hat einen triftigen Grund, warum alle Appelle ans Individuum nichts bringen. Ohne den Bezug zu den gesellschaftlichen Kategorien herzustel-len und grundsätzlich zu ändern, in denen die Individuen agieren und quasi syste-misch gefangen sind, werden auch Verbote langfristig erfolglos bleiben. Ich werde weiter unten noch näher darauf eingehen.

Der Wirtschaftsliberale Matthias Müller ist da ganz anderer Meinung. Er ist der Auffassung, menschliche Kreativität und Schöpfergeist hätten schließlich auch früher, z.B. schon in den 1970er Jahren vorausgesagte Wachsumgrenzen, überwunden. Warum solle das in der Zukunft nicht so sein?

Dem würde ich entgegnen, dass er damit gleich doppelt falsch liegt. Er verfehlt mit der Antwort nicht nur das Thema, denn es geht ja nicht darum, ob auch in Zukunft Ingenieure neue Technik, Kühlschränke, Handys und Autos erfinden und im materiellen Wachstumssinne bauen könnten – das bezweifelt niemand – sondern es geht darum, wie zerstörerische diese Art Produktion und Konsum dann sein werden, angesichts der Befunde, die wir heute schon weltweit sehen. Es mangelt ja auch heute keineswegs an Produktionsausstoß – und der wird zukünftig mit Hilfe der Digitalisierung der Produktionsfabriken sogar noch steigen. Er mißversteht die Logik und vor allem die Dynamik seines eigenen Gesellschaftsmodells und ignoriert, warum die Schäden heutzutage überhaupt auftreten. Primär zerstört niemand die Welt absichtlich. Warum auch? In Wahrheit ist das aber kein Nebeneffekt, der quasi nur aus Versehen oder Unachtsamkeit auftritt und der sich systemimmanent technisch leicht abstellen ließe, sondern er entspringt der gesellschaftlichen Inwertsetzung, die Müller natürlich als richtige, ja sogar einzig mögliche stillschweigend voraussetzt.

Ebenso fragwürdig bzw. in gewisser Weise falsch ist der Verweis von Matthias Müller auf andere Länder, z.B. in Asien, Afrika und  Südamerika, wo die Menschen bekanntlich auf die Straße gehen und demonstrieren, weil nicht genügend Wachstum vorhanden ist, da die jeweiligen Regierungen unzureichende juristische Grundlagen für die Rahmenbedingungen setzen und eine falsche Wirtschaftspolitik betreiben. Das stellt in Wahrheit niemand in Abrede, kein Postwachstumsökonom und nichtmal die schärfsten Kapitalismuskritiker, weil diese Länder sich in Weltregionen einer „nachholenden Modernisierung“ (Robert Kurz) befinden. Sie haben selbstverständlich ein historisches Recht auf Wachstum, um ebenfalls ein ausreichend hohes Lebensniveau erreichen zu können. Das heißt aber, dass wir im hoch entwickelten, reichen Westen, der das schon längst erreicht hat und bereits weit über seine Verhältnisse lebt, im Gegenzug endlich weniger Ressourcen verbrauchen müssten. Unser Verbrauch steigt jedoch.

Dieses Argument taugt also keineswegs, Wachstum per se zu erklären oder gar zu rechtfertigen, wie Müller das meint, sondern es zeigt lediglich auf, dass es rund um den Globus geschichtlich bedingte Unterschiede im Entwicklungsstand der Kapitalform gibt. Darauf gilt es einerseits Rücksicht zu nehmen und andererseits diese Länder aktiv in internationale Naturschutz- und Klimaziele mit einzubeziehen, soweit das angesichts der Wachstumsdynamik und den Erfordernissen gegenwärtig möglich ist. Wir, als Nutznießer der bisherigen Geschichte, müssten auf jeden fall vorangehen und sie dabei bestmöglich unterstützen, z.B. durch Wissenstransfer.

Blind in Bezug auf die Gesellschaftsform

Grundproblem dieser philosophischen Runde: die Studiogäste sind alle normale, kapitalistische Ökonomen oder können nur im Rahmen einer Konsum- und Warenwelt denken. Leider ist kein echter Kapitalismuskritiker dabei, vor allem keiner, die sich auf die Wertetheorie bezieht. Der könnte die Runde konsequent und komplett auseinandernehmen. Warum wurde z.B. ein Wirtschaftsautor wie Thomas Konicz nicht eingeladen? Der hat schon sehr viel zu dem Thema geschrieben und hätte echte Argumente. Seine Bücher zählen aktuell zum Besten, was es derzeit im deutschsprachigen Raum gibt. Aber vor solchen Leuten hat man natürlich Angst, denn die sprechen tiefer gehende Wahrheiten aus und werfen Fragen auf, die man fürchtet (s. Konicz.info).

Was an diesem „Philosophischen Stammtisch“ nämlich alle ausblenden sind die gesellschaftlichen Verhältnisse, die ganze sozio-ökonomische Form – also die Warenform – so, wie sie unseren Alltag bestimmt.

Niko Paech kann ich durchaus zu 90% zustimmen, weil bzw. solange er sich argumentativ auf der Ebene des „stofflichen Reichtums“ (Karl Marx), der Natur und Ökologie bewegt, bin ich völlig bei ihm. Ich hab ihn persönlich schon getroffen und mit ihm diskutiert. Was er grundsätzlich vorschlägt halte ich sachlich gesehen für richtig. Er glaubt aber, das alles ginge problemlos und weiterhin warenförmig. Genau da hab ich ihm bei seinem Vortrag in Hamburg (im Werk 3/ das war so ca. 2010/2011) widersprochen und Fragen gestellt, die er dann auch nicht mehr schlüssig beantworten konnte. Da lag ökonomisch gesehen sein blinder Fleck. Ich werde das gleich näher beleuchten. Diesen blinden Fleck führt hier in der gesamten Fernseh-Runde auch niemand als Argument für Wachstum an (soviel zum Thema „wir sind alle Ökonomen“), so dass die wirklich relevanten Argumente für den Zuschauer verborgen blieben. Wo keine Präsenz, da keine Wahrnehmung. Die echten, nämlich gesellschaftlich gesetzten Gründe für den Wachstumszwang blieben so leider völlig ausgeblendet. Genau deshalb ist diese Diskussionsrunde dem Zuschauer leider so manches schuldig geblieben… Ein guter Grund, jetzt näher darauf einzugehen.

 

Warenform, Wertschöpfung und Wachstum

Warenform bedeutet immer Wertschöpfung. Kapitalismus basiert auf „abstraktem Reichtum“ und somit immer auf dem kaufmännischen Wertschöpfungsprinzip. [ Niko Paech spricht das auch kurz mal an, spinnt den Faden aber leider nicht weiter. ] Das bestimmt alle wirtschaftlichen Zyklen. Es funktioniert aber nur, wenn die Finanzen und das Gesamtsystem inkl. des Produktionsausstoßes wachsen.

Grund: Der Wert einer Sache wird durch die monetäre Form selbst dann festgehalten, wenn das Produkt längst verbraucht ist, also z.B. aufgegessen wurde (z.B. Nahrungsmittel, Süßigkeiten etc.). Dieser abstrakte Wert wird dann (in die Geldform verwandelt) zum Ausgangspunkt für den nächsten Verwertungszyklus. Es bildet sich ein selbstreferenzielles, quasi automatisches Feedbacksystem (bildlich eine Wachstumsspirale) mit allmählich exponentiellem Anstieg. Damit meine ich keineswegs nur Zins- und Zinseszinseffekte, wie manch einer vielleicht denken mag. Zinsen im engeren Sinne gehören durchaus zum Problem, sind aber nur ein (Kosten-)Faktor unter vielen. Das Wesen des Problems ist viel allgemeinerer, denn es ist ursächlich untrennbar mit der Warenform verbunden. Kein kapitalistischer Warenproduzent stellt überhaupt irgendwas für menschliches Bedürfnis her, wenn er hinterher nicht mehr Geld in der Tasche hat, als am Anfang. Und die dabei erzielten Gewinnmargen sind deutlich höher als Zinsen. Das wird bei solchen Diskussionen stets übersehen, weil es objektiv als auch in der Denkform des Marktsubjektes tief verankert, so dermaßen systemimmanent ist, also schon vor jedem Gedanken existiert, dass es als unabänderlich vorausgesetzt wird. In der Psychoanalyse von Siegmund Freud ist es das kollektiv Unbewusste, das „Es“. Es ist immer da, bevor überhaupt ein erster, halbwegs klarer Gedanke gefasst werden kann. Karl Marx charakterisierte den Kapitalismus deshalb auch als Fetischgesellschaft. Dem Fetischisten erscheint das hingegen als normal. Daran zu rütteln wäre glatt Blasphemie.

Doch genau da liegt die Crux. Je mehr Waren historisch produziert wurden, desto höher war deren monetäre Repräsentanz, also der Gesamtwert. Es musste auch stetig mehr Geld in Umlauf gebracht werden, bis z.B. Anfang der 1970er Jahre die Golddeckung des Dollars nicht mehr aufrecht zu halten war, da es nicht genug Gold dafür gab. Mehr ließ sich damals schon nicht fördern; von heute, wo in jedem Land in Milliarden oder gar in Billionen gerechnet wird, ganz zu schweigen.

Bewegungsmuster des Kapitals

Das Kapital strebt automatisch immer zum Maximalprofit und hat mit Bedürfnisbefriedigung rein gar nichts zu tun, denn es produziert ebenso Mangel, wie z.B. Hunger, Wohnungsnot usw. Ebenso hat es nichts mit Gier zu tun (**), wie es der Moderator Yves Bossart zum Ende hin meint, sondern es liegt in der Logik der Strukturen des kapitalistischen Verwertungszusammenhangs selbst, denen es tief eingeschrieben ist. Wachstum ist als Rahmenbedingung für den Verwertungsprozeß (= „Die Verwertung des Wertes“, Robert Kurz) objektiv(!) notwendig und eben keine Frage des subjektiven Willens. Sowie das Wachstum stagniert oder gar rückläufig wird, kriegt der Kapitalismus deshalb auch ein massives Problem. Wer als kapitalistischer Moderator Yves BossartDienstleister oder Warenproduzent in der Marktkonkurrenz zurückfällt oder durch unbeglichene Zahlungsforderungen im Wachstum ausgebremst wird, gerät selbst in finanzielle Schieflage, kann letztendlich „freiwillig“ bzw. aktiv dicht machen oder bekommt Besuch vom Konkursverwalter, weil im eigenen Unternehmen zu viele Rechnung offen bleiben. Dann wird der Laden notfalls unfreiwillig geschlossen. Erzeugt das einen Dominoeffekt in der ganzen Wirtschaft, dann ist Krise. Lohnabhängig Beschäftigte landen beim Arbeitsamt. Massenkaufkraft geht verloren.

Das ist immer und weltweit überall gleich, also objektiv und gesetzmäßig, d.h. unabhängig von Land und Leuten, Moral und Ethik, Religion und Kultur, dem Entwicklungsstand von Wissenschaft und Technik etc. – wobei es eigentlich nicht so sein müsste, denn es handelt sich ja nicht um ein Naturgesetz (auch wenn es wie ein Naturgesetz unabhängig vom Bewusstsein wirkt), sondern um ein gesellschaftliches Gesetz – nämlich das des Marktes und der inneren Funktionslogik des Geldes (kaufmännische Regeln). Es sind nur soziale Formen und deshalb auch kein echter Sachzwang! Es handelt sich soziologisch gesehen rein um gesellschaftliche Konventionen. Es wäre also veränderbar.

Naturzerstörung und negative Klimabeeinflussung sind also in der Endkonsequenz keineswegs unabänderliche Notwendigkeiten und Erscheinungen, sondern Ergebnisse eines der Tauschlogik basierenden Wirtschaftssystems. Schon heute handeln viele Länder so, als wenn wir mehrere Planeten Erde zur Verfügung hätten (siehe Balken Grafik „Ressourcenverbrauch“).

Grafik Ressourcenverbrauch im Vergleich

Grafik Ressourcenverbrauch im Vergleich

Umgang mit Zeit als Charakteristikum

Richtig ist vielmehr das Argument von Niko Paech, dass man die allgemeine Arbeitszeit drastisch absenken müsste, auf 20 h und langfristig sogar auf 5 bis 10h, also durchschnittlich maximal 2 h Arbeit pro Tag. Mehr braucht man für ein gutes Leben aller Menschen bei unserem hohen technologischen Entwicklungsstand nicht. Selbst im Mittelalter haben die Menschen bekanntlich nur 4 h gearbeitet und man kannte nur Wasserräder,  Windmühlen, Pferde und Ochsen als Antriebsmittel. Nur – das war auch keine bezahlte Lohnarbeit bzw. wäre – in die Zukunft gedacht – keine „Arbeit“ im heutigen Sinne mehr, sondern das wären unbezahlte aber dafür durchweg sinnvolle, konkrete Tätigkeiten im Sinne des Gemeinwohls, wozu auch Produktion und Dienstleistungen zählen. Sie wurden (historisch) und würden (utopisch) ausgeführt, weil sie sinnstiftend und notwendig sind, also dem Leben und der Gemeinschaft dienen. Dann könnten auch alle heutigen Gründe entfallen für Umweltzerstörung, Ausbeutung, Plastik-Müllberge, die Produktion von Produkten, die schlecht oder gar nicht mehr zu reparieren sind usw.

Das setzt zukünftig allerdings eine strikte Demokratisierung des Wirtschaftslebens voraus (Basisdemokratie, PARECON = Partizipative Ökonomie) bzw. ein Räte- und Allmende-System, aus dem Englischen kommend auch oft als Commons bezeichnet.

Kapitalismus jedoch ist dadurch gekennzeichnet und charakterisiert, dass die bestimmende Tätigkeitsform ihrem Wesen nach „abstrakte Arbeit“ ist. Diesen abstrakten Charakter würde sie zukünftig in einer nicht-warenförmigen Ökonomie, die der direkten Bedürfnisbefriedigung dient, verlieren zugunsten von „konkreter Arbeit“ bzw. besser konkreten Tätigkeiten (Allmendieren, Commoning). Das Grundprinzip wäre langfristig gesehen und nach einer Übergangsperiode nicht mehr der Tausch (Äquivalententausch mit Geld als Königsware), sondern das bewusste Beitragen nach dem Prinzip des additiven Nutzens (vgl. auch „Die violette Wirtschaftsvision“, 2013). Die Strukturen würden auf Kooperation basieren, anstatt auf Konkurrenz.

Beitragen anstatt Tauschen

In einer warenförmigen Wirtschaftsform, einer Tauschgesellschaft, hängen Markt, Geld, abstrakte Arbeit und Wachstumszwang also strukturell zusammen. Der bürgerliche Staat ist lediglich der Wachhund, der mit scharfen Zähnen (Gewaltmonopol, Justiz, Polizei usw.) sowie lautem Bellen (Ideologien, Propaganda, linientreue Medien) darauf aufpasst, dass das auch so bleibt.

In einer nicht-warenförmigen Wirtschaft könnten alle Tätigkeiten, die vorher nur wegen der Form „Kapital“ und des Geldes wegen existierten, entfallen. Man bräuchte kein Geld mehr. Man bräuchte damit auch keine Sicherheitsdienste für Geldtransporte, keine Banker, keine Steuerberater, keine Hedgefond-Manager, keine Finanzbeamten, keine Börsenmakler und sonstigen Spekulanten. Die Polizei hätte es mit deutlich weniger Kriminalität zu tun. Viele Personengruppen, könnten nun ebenfalls produktiv tätig werden oder nützliche Dienstleistungen für das Gemeinwohl ausführen. Dadurch könnte sich der Rest an notwendiger Arbeitszeit bzw. Tätigkeitszeit auf alle Schultern verteilen lassen. Das würde zu einer massiven Absenkung der „Arbeitszeit“ sowie zu einem Sinken des „Renteneintrittsalters“ führen. Dieser richtige Umgang mit Zeit wäre ein typisches Merkmal, eine  Hauptcharakteristik einer natürlichen Wirtschaftsform, einer Ökonomie im ursprünglichen Sinne, die an der Sache, ökologischen Notwendigkeiten und sozialen Maximen orientiert ist, also orientiert an einem guten Leben für alle, anstatt an der Jagd nach abstraktem Maximalprofit für wenige.

Fazit: Spannend ist diese TV-Diskussion im SRF auf jeden Fall – es lohnt sich das anzuschauen. Teilweise ist es insofern zumindest eine kleine „Sternstunde der Philosophie“, weil endlich mal verbal Widerspruch gegen die ewig gleichen Scheinargumente vorgebracht wird, die sich in der Praxis ohnehin längst blamiert haben, aber dennoch immer und immer wieder kommen, weil deren Protagonisten sich hartnäckig weigern umzudenken. Lieber ignoriert man, was nicht zur eigenen Lehre paßt oder versucht das irgendwie zu integrieren. Man wiederholt das, was man jahrelang eingetrichtert bekommen hat. Niko Paech hat dazu gelernt. Er konnte dafür nicht in Gänze auf vorgefertigte Lehren zurückgreifen, sondern musste seinen Gedanken erst selbst entwicklen,  um zu neuen Einsichten zu kommen. Deshalb Wirken seine Argumente auch fundiert und glaubwürdig, in sich (fast schon) vollständig schlüssig. Den Rest an blindem Fleck hatte ich ja oben schon benannt. Drücken wir die Daumen, dass auch der irgendwann noch verschwinden wird.

„Das Geld ist nicht nur eine Sache, sondern ein gesellschaftliches Verhältnis.“ (Karl Marx, 1847 in »Das Elend der Philosophie«)

„Die Grenze des Kapitalismus ist das Kapital.“ (Karl Marx)

Erstaunlicherweise ist von Geld in der ganzen Wachstumsdebatte beim SRF gar nicht die Rede. Es gibt aber noch ein deutlichen Zeichens, welches gegenwärtig das bevorstehende, historische Ende des kapitalistischen Weltsystems ankündigt – und das hat was mit Geld zu tun. Wir leben im Zeitalter des Negativzins. Das ist nicht nur das Ende des heutigen Finanzsystems, wie der Moderator des folgenden Videobeitrages Ernst Wolff meint (s. Video), was durch ein „demokratisches Geldsystem“ irgendwie noch zu kitten wäre, sondern das Ende der Tauschlogik und der kapitalistischen Produktions- und Lebensweise an sich (***). Das Negativzins-Dilemma ist lediglich der äußere Ausdruck davon, der an der Oberfläche zusammen mit Umweltschäden, Klimaschäden, Artensterben usw. sichtbar wird. Dem liegt durch die Warenform ein tief greifenden Wertesystem in der Produktions- und der Konsumwelt zugrunde, welches auf abstrakter Arbeit und unendlicher Wertverwertung ausgelegt ist (= Mehrwertproduktion) und dazu eben ein unendliches Wachstum als notwendige Randbedingung braucht. Der Grund kapitalistischer Krisen ist und bleibt immer der Mangel an Mehrwertproduktion. Und der erscheint in der abstrakten Form des Geldes.

Holger Roloff, 23. November 2019

(*) – dieses Argument ist sozusagen kurios, weil äußerst „flexibel“. Hier wurde es als Grund für das Wachstum vorgetragen. Im Zusammenhang mit Diskussionen um ein Grundeinkommen wird es hingegen unterschlagen und stattdessen unterstellt, der Mensch sei per se faul und mit einem BGE würde ja niemand mehr arbeiten. Das zeigt, auf welchen Widersprüchen die Denkform bürgerlicher Ökonomie generell basiert…

(**) – dieses Argument ist durch die Sozialforschung vielfach untersucht und widerlegt worden; Gier entspringt einem inneren, emotionalem Mangelzustand und tritt nur auf, wenn die gesellschaftlichen Normen ein derartiges Verhalten erlauben, rechtfertigen oder gar belohnen, was im Kapitalismus bekanntlich der Fall ist.

(***) – das Argument bedeutet allerdings nicht, dass ein demokratisiertes Geldsystem z.B. durch Gründung einer Monetative, keine gute Idee wäre. Für den Übergang zu einem anderen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem jenseits von Markt und Geld könnte so eine neues Geld durchaus helfen, diesen Übergang besser zu ermöglichen und wirkungsvoll zu gestalten.

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Eine Perspektive des zivilen Widerstandes ist möglich, aber nur dann sinnvoll, wenn sich wirklich substanziell etwas ändert. Andernfalls verhallen alle FFF-, Naturschutz- und Klimaschutzproteste in einem nur grün lackierten „weiter so wie bisher“. Wir brauchen das Ende aller Kriege, eine massive Abrüstung und den Beginndes Aufbaus eine humanen Wirtschaftssystems! Ein Standpunkt von Jens Wernicke für KenFM (hier)

„Ein Widerspruch von Stoff und Form“: (hier online) und (hier als PDF)

Die 4.Dimension als unlösbarer Widerspruch des Kapitals (hier)

Im Jammertal von EZB und Niedrigzins (hier)

Langfristig müssen wir viele Küstenstädte einfach aufgeben – Klimaexperte äußert sich BILD (hier)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Erüberlastungstag auf Wanderschaft (hier)

#AlleFürsKlima bei #FridaysForFuture (hier)

Wohin geht der ökonomische Trend…? (hier)

Fabian Schilder: 16-Punkte-Programm für den sozial-ökologischen Umbau (hier)

Wohlstand neu erfinden – welche echten Alternativen es gibt (hier)

Was bedeutet ein Epochenwechsel – ein größer Blick auf den Wandel (hier)

Wachstumszwang, Konsumverhalten, Narzissmus hängen in der bürgerlichen Psyche zusammen und nehmen zutiefst katholische Züge an – Hans-Joachim Maaz im Gespräch (Video)

Buch: Die Öko-KatastropheDie Öko-Katastrophe – das Buch mit Berichten aus aller Welt zum Tempo des Klimawandels (hier) Interview dazu mit Dirk Kohlmann (Video)

Fragen zum Stand der Klimaforschung an Harald Lesch und Klimaforscher Prof. Stefan Rahmstorf (Video)

„Ohne Systemtransformation wird die Erhaltung der Lebensgrundlagen der Menschheit nicht gelingen“ – Telepolis Interview mit Ingenieur und Soziologen Dr. Wolfgang Neef (hier)

Neujahrsbotschaft 2020 von Axel Burkhart an alle ökologisch aktiven Menschen (Video). Deckt sich mit unserem spirituellen Ansatz.

Die Geschichte der Marktwirtschaft geht ihrem Ende entgegen, da ihre Wachstumsdynamik unerbittlich an die äußere Schranke der Kapitalverwertung stößt. Dass der Kapitalismus aktuell überhaupt noch läuft, hängt am seidenen Faden der Gelddruckmaschinen (Video)

Arbeitsplätze oder Klima? – Die Feuer-Katastrophe in Australien lässt die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Klimaschutz offen zu tage treten – von Thomas Konicz für Telepolis (hier)

Nicht nur der Umgang mit der Größe Zeit ist falsch – auch die Nahrungsmittel sind optimiert für den jeweiligen Herstellungsprozess, anstatt für die Gesundheit von Mensch und Tier – Vortrag des Mediziners Prof. Dr. med. Jörg Spitz  sorgt für Aufklärung (Video)

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#AlleFürsKlima bei #FridaysForFuture

Hamburg erlebte am heutigen Freitag die größte aller bisherigen Klima-Demonstrationen. Ich war dabei und versuche das mal in alle Richtungen Revue passieren zu lassen.

Für mich persönlich war es inzwischen die dritte Teilnahme an einer Demo zu diesem Thema. Vor einigen Jahren dachten wohl die meisten noch, dass so ein doch eher abstraktes Thema wie das Klima kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken könnte.

Die erste Demo vor ca. 4 oder 5 Jahren war auch noch ein Versuch, bei typisch regnerisch-diesigem Hamburg-Schmuddel-Wetter, mit Taschenlampen wenigstens eine dünne Menschenkette um die Binnenalster zu bilden, was einigermaßen gelang. Ich erinnere mich sehr gut daran. Da waren es vielleicht 1.000 – 1.500 Leute in Regencapes und mit Schirmen, die noch wie verirrte Glühwürmchen wirkten. Doch es war schon ein kleines, erhellendes Zeichen.

Die zweite Demo fand an gleicher Stelle 1017 im Rahmen der G20 Woche statt. Damals versammelten sich bei bestem Sonnenwetter 25.000 Menschen auf dem Rathausplatz. Wir zogen dann im Bogenmarsch einmal rund um die Binnenalter bis zum Jungfernstieg zurück. Das war schon sehr beeindruckend (s. hier).

Doch der heutige Ansturm war einfach nur gewaltig! Egal in welche Richtung man blickte und so weit man schauen konnte – überall riesige Menschenmassen mit Schildern, Transparenten und Fahnen. Nach offiziellen Angaben waren es mindestens über 70.000 Menschen, die am Jungfernstieg dabei waren. Die Veranstalter sprachen sogar von 100.000 Teilnehmern (hier).

Aufgerufen waren diesmal nicht nur die Schüler der FFF-Bewegung, sondern auch alle anderen Generationen. Es waren außergewöhnlich viele Rentner und Senioren dabei, streikende Arbeiter in ihren gelben Westen (Verdi hatte ebenfalls dazu aufgerufen), sowie Studenten und Azubis. Was mir allerdings auffiel war, dass die Generation der typischen Arbeiter und Angestellten weniger vertreten war. Die hatten wohl deutlich in die Schwanz gekniffen und trauten sich noch nicht ihrem „Arbeitgeber“ klar zu machen, dass das Thema wirklich ALLE etwas angeht und vor allem jede Form von Lohnarbeit zum Problem beiträgt. Das scheint in den meisten Köpfen ohnehin noch nicht angekommen zu sein. Anders die Unternehmen, die schon gezielt in Sachen Natur- und Umweltschutz aktiv sind oder auch die GLS-Bank. Deren Mitarbeiter hatten frei und waren sogar mit Transparenten vor Ort.

Tolle Sprüche auf den Schildern

Umso erfrischender war es zu sehen, dass es mehr Kapitalismus kritische Transparente gab und von mir bislang unbekannten, jugendlichen Aktivisten-Gruppen (Young Struggle) aufklärende Flyer und Infos verteilt wurden. Echter, also nachhaltiger Naturschutz, geht generell nur antikapitalistisch. In der Theorie gibt es viele Artikel und Bücher dazu, die sachlich begründen, warum das so ist. Schon 2011 hatte ich hier in Hamburg (im Centro Sociale) einen wissenschaftlichen Vortrag gehört mit dem Titel „Warum der Kapitalismus die Umwelt zerstören muss“. Ich hatte selbst mehrfach Artikel auf diesen Seiten dazu veröffentlicht (s. hier) und (hier). Den meisten Leuten ist das aber entweder immer noch nicht klar, oder sie wissen das insgeheim ganz genau,  fürchten aber die Konsequenten dieser Einsicht. Ganz anders die moderne Jugend. Man konnte freche, lustige, coole und wahrhaftige Sprüche auf den hoch gehaltenen Schildern lesen. Das machte wirklich Spaß! Ich hab viel fotografiert. Hier eine kleine Auswahl an Schnappschüssen: (Solution) (Rettet die Umwelt)(Rettet den Planeten)(Tempo des Klimaschutzes)(Omas gegen Klima-Haie)(Solidarität fürs Klima) (Kriege sind völlig unterschätze Naturzerstörer) (Alarmstufe Rot) (Burn capitalism)(Grünkohl statt Braunkohle) (Global Warming) (Die Zeit für Insekten läuft ab)(Rentner für die Zukunft der Jugend)(Wir sind jung)(Klimaerwärmung schmeckt uns nicht) (Kein Planet B) (White Christmas) (Kohle ist kein Grund zum Anbaggern)(Rettet den Schneemann)(keine Zeit)(Eurer Profit zerstört unsere Zukunft)(Niemand hat die Absicht…)(Don`t Wait For The Doctor)

Niemand müsste die Wahrheit fürchten, denn die Lösungsideen existieren längst. Nur die Profiteure des heutigen Systems haben Angst vor der Wahrheit.

Landesweite und weltweite Proteste

#AlleFürsKlima 20.09.2019 Greta ThunbergHamburg war bei weitem nicht allein. Anderswo war der Andrang noch größer. Allein in Berlin forderten sogar 270.000 Leute den Klimaschutz ein (s. hier) und (hier). Ganz im Süden, in Freiburg waren 30.000 Leute dabei (s. Video). Bundesweit waren heute 575 Demonstrationen in allen größeren Städten des Landes angemeldet (s. hier). Offiziell sollen insgesamt 1,4  Millionen Menschen hierzulande auf der Straße gewesen sein… International dürften es auf jeden Fall mehrere Millionen Demonstranten gewesen sein. Die 2019 als Schüler-Demos ins Leben gerufenen Proteste sind heute weltweit förmlich explodiert. Ganze 159 Länder beteiligten sich. Allein in Sydney/Australien waren 300.000 Menschen dabei (s. hier). Auch dort baute sich das schrittweise auf und wurde immer größer (s. hier). Ursprungsinitiatorin der FFF-Bewegung, die 16jährige Schülerin Greta Thunberg aus Schweden, die derzeit noch immer in den USA weilt, sprach heute vor 250.000 Leuten in New York (s. hier) und (hier) und (hier).

Was bringt der neue Klima-Rettungsplan?

Alle bisherigen Proteste der Klima-Aktivisten verliefen (noch) nach dem Muster, sich friedlich mit Forderungen an die Regierungen zu richten. Noch besteht also scheinbar die Hoffnungen, dass unsere demokratisch gewählten Vertreter nicht mehr nur reden, sondern endlich drastisch-wirksame  Maßnahmen einleiten (denn die braucht es mittlerweile, nach verschlafenen Jahrzehnten des aktiven Nichtstuns), anstatt nur zu reden. Das ist bei genauerer Betrachtung erstaunlich, weil von Seiten der Protestler doch außergewöhnlich nett und sehr entgegenkommend. Die Leute sind inzwischen mit ihrer Geduld fast am Ende und zu Recht stinksauer (s. hier)

In Deutschland sahen die Reaktionen seitens der Bundesregierung bisher nämlich nicht nur sehr bescheiden aus, sondern man klüngelte bis zuletzt mit der Autoindustrie, druckste rum und wehrte Forderungen mit Scheinargumenten ab. (s. Marktinteresse als Ausrede) Sogar an der Gesetzgebung war deutlich zu erkennen, dass man ökologisch orientiertes Handeln nicht bevorzugt. Beispielsweise galten Schwarzfahrer in öffentlichen Verkehrsmitteln als Straftäter, während Falschparken eines KfZ lediglich als Ordnungswidrigkeit behandelt wurde (s. hier)…und das in einer Zeit, in der längst generell darüber debattiert wird, ob man den Nahverkehr nicht gleich generell preisfrei umgestalten soll (s. hier) und (hier) und (hier). Allein daran lässt sich erkennen, wie lange schon die Regierungen in ihrem Denken nicht auf der Höhe der Zeit sind. Wirklich entschlossene Maßnahmen fürs Klima müssten ganz anders aussehen.

#AlleFürsKlima 20.09.2019 Holger RoloffDoch der öffentliche Druck zeigt zumindest erste, kleine Wirkungen. Noch etwas passierte nämlich am heutigen Tag. Die Bundesregierung tagte und beschloss ein sogenanntes „Klimaschutzprogramm 2030“. Taugt das was?

Leider nein. Man meint weiter nur an ein paar kleinen Schräubchen drehen zu müssen, um wieder nur ein paar Feinjustierungen vorzunehmen. Eine wirksame, klare Weichenstellung, eine konsequent am Umweltschutz orientierte Ausrichtung der vorhandenen Einsatzmittel, sähe anders aus. Da würde mir spontan eine lange Liste möglicher Maßnahmen samt Finanzierungsweg einfallen…

Doch schaut man in die ideen- und inhaltslosen Gesichter der offiziellen Regierungsvertreter, dann ist völlig klar, dass denen das Thema nur ein belastender Klotz am Bein ist, aller schöner Worte zum Trotz (s. hier). Das kann nicht nur eine Folge von zu wenig Schlaf sein. Selbst die Kanzlerin räumte auf der abschließenden Pressekonferenz ein, dass all ihre bislang vorschlagenden Maßnahmen die bisherigen Klima-Ziele verfehlten (hier). Jetzt mit dem Klimaschutz „beginnen zu wollen“ (was Angela Merkel/CDU und Olaf Scholz/SPD betonten) entlarvt sich quasi selbst.(s. Wer Umweltprobleme nicht ernst nimmt ist selber ein)

Prompt zerreißt die Presse die Vorschläge und charakterisierte sie ebenfalls vor allem als Geschenke an die jeweilige Wählerklientel (hier) und (hier) und (hier). Es sei ein „Dokument der Mutlosigkeit“. Die Ziele sind also alles andere als „ehrgeizig“ (Kramp-Karrenbauer/CDU). Von „Rückenwind“ durch die Demonstranten (Malu Dreyer/SPD) kann nicht die Rede sein, sondern die Demos machen Druck und damit den Politikern endlich Beine. Von deutlichen Einschnitten bei Industrie, Bauwirtschaft (Betonproduktion), Stahlproduktion und sonstig extrem energieintensiven Bereichen wird erst gar nicht gesprochen. Man spart weiter systematisch aus, wo da das Problem wirklich angepackt werden könnte. So viel zur Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der bürgerlichen Politik.

Grundsätzlicher Denkfehler

Der dahinter liegende intellektuelle Irrtum – wie oben bereits angedeutet – liegt auch in Wahrheit viel tiefer. Das Problem ist dem Kapitalismus quasi kaufmännisch in seine inneren Strukturen eingeschrieben.

Natürlich ist es durchaus möglich, auch unter den heutigen Bedingungen gezielt zu beginnen, in eine nicht-fossil-basierte Energieproduktion zu investieren. Keine Frage. Auch eine CO2 Steuer kann man einführen usw. usf. (s. Probleme vs. Lösungen). All das wird aber nichts grundlegend ändern. Technische Innovationen können zwar hilfreich sein. Technik kann aber das grundsätzliche Problem der wirtschaftlichen Dynamik nicht lösen. Die Technik wird ja selbst im Interesse des Kapitals geschaffen und soll Profite erwirtschaften können. Genau da liegt der Knackpunkt, denn die damit verbundene, exponentielle Dynamik der „Verwertung des Wertes“ (R. Kurz) erfordert ein stetiges Wachstum – was man auch klar an Begriffen wie „Mehrwert“ und „Mehrwertsteuer“ erkennt. Der geschaffene Wert (= Aufwand an menschlicher Arbeit) wird jedes Mal in der abstrakten Monetär-Form festgehalten und im nächsten Verwertungszyklus kommt jeweils eine Schippe oben drauf.

Wachstum ist für das Kapitalverhältnis die zwingend notwendige Rahmenbedingung. Das geht stets einher mit stofflichem Wachstum (s. hier) und Energieverbrauch. Energieeinsparungen an einer Stelle (z.B. einzelnes Auto) werden insgesamt (Gesamtzahl aller produzierten Neuwagen) überkompensiert und somit ad absurdum geführt. Auch der Bau von noch mehr Kreuzfahrtschiffen, Containerriesen, Tankergiganten geht ungebrochen weiter, obwohl sie bekanntermaßen ökologische Dreckschleudern sind und für ein glückliches Leben verzichtbar wären. Die Kapitalseite (Geld verdienen zu müssen) lässt sich nicht entkoppeln von der energetisch-stofflichen Seite (es muss mehr je Zeiteinheit produziert werden).

Sowie der Kapitalismus stagniert oder gar die Wirtschaft sinkt, bekommt er ein Problem. Will man das ändern – was durchaus möglich wäre, um das zu betonen – muss man anfangen zu überlegen, wie man denn aus dem Kapital als willkürlich gesetzten, gesellschaftlichen Zwangs-rahmen rauskommen kann. DAS wäre der eigentliche Beginn der Lösung alle sozialen und ökologischen Probleme. Wie das geht, kann man auf dieser Seite mehrfach nachlesen (s. hier) und (hier).

Eine quasi „grüne Marktwirtschaft“ (politisch: „Green New Deal„) ist deshalb dauerhaft nicht möglich (s. hier) und (hier). Man kann mit marktwirtschaftlichen Mitteln die Probleme der stofflich-ökologischen Ebene nicht sinnvoll lösen, denn der nächste Autokauf wird da schon immer mitgedacht (wie auf der Pressekonferenz von Olaf Scholz ja auch ausdrücklich zu hören). Das Mobilitätskonzept (= Geschäftsmodell) ansich soll nicht angetastet werden. Geld durch Warenproduktion zu verdienen, soll als Prinzip bestehen bleiben. Deshalb werden immer wieder Arbeitsplätze als doch „zu retten“ vorgeschoben, um seit jeher klimaschonende Umweltmaßnahmen auszubremsen. Deshalb muss von allem immer mehr hergestellt und hinterher wieder verschrottet werden, damit bald noch mehr produziert und verkauft werden kann. Was für ein systemsicher Irrsinn…

Noch mehr Druck und Aufklärung notwendig

Deshalb braucht es auf jeden Fall noch mehr Druck und Aufklärung über die gesellschaftlichen Zusammenhäng und darüber noch mehr Entschlossenheit, Zivilcourage und auch zivilen Wider-stand und Ungehorsam im Alltagsleben, um sich nicht bedingungslos dem warenförmigen Arbeitsregime unter-zuordnen. Je mehr Geldwert zyklisch verwertet werden muss, um die Superreichen noch reicher zu machen, desto stärker sind quantitative, zerstörerische Eingriffe in die Natur durch den Arbeitsprozess notwendig. Nur damit alle gut leben können, bräuchte man das nicht. Ich behaupte sogar: fast niemand braucht WIRKLICH einen SUV. Derartige Fahrzeuge werden den Leuten durch die Werbung nur aus zwei Gründen schmackhaft gemacht: Status und Profit. Das gilt für ganz viele Produkte. In Wahrheit würde eine 5(-10)h Arbeitswoche ausreichen, wenn man alles auf die tatsächlich sinnvollen Tätigkeiten beschränken und zeitlich auf alle Schultern umlegen würde.  Heutige Phänomene wie Überproduktion, Arbeitslosigkeit, Armut, Obdachlosigkeit, Naturzerstörung usw. würden verschwinden.

Das alles ist der Wissenschaft längst bekannt und ich habe schon wiederholt auf diesen Seiten darauf hingewiesen. Mehr kann man nicht tun. Nachdenken, Konsequenzen ziehen und Handeln muss jeder selbst.

Holger Roloff, den 20.09.2019

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Nachtrag vom 21.09.2019: Die Halbwertzeit der Regierungsversprechen war kurz, sehr kurz – Dauer: einen Tag. Dann konnte man an der Praxis der Politiker bereits ablesen, wie die eigene Haltung in Wahrheit aussieht…(hier) und (hier) und (hier). Bundeskanzlerin Angela Merkel betreibt also nicht nur die Maximierung der Industrie-Profite, sondern auch die Maximierung der Ignoranz der Bevölkerung (s.hier) (hier) (hier). Immer mehr Details kamen dazu ans Licht (hier) (hier) (hier). Das ach so mächtige Klimapaket schrumpfte indes zum kleinen Päckchen, während sich genau die falsche Klientel über den Merkel-AKKK-Skandal echovierten.

Nachtrag vom 23.09.2019: Greta Thunberg sprach auf dem UN-Klima-Gipfel in New York (Video). Sie betonte, dass es von ihrer Generation aus keine Vergebung für das Versagen der Regierungen geben wird. Richtig so! Dem schließe ich mich nicht nur ausdrücklich an, sondern ich mache darauf aufmerksam, dass sich der Kapitalismus als System inzwischen auf allen Ebenen blamiert hat. (Video zum Beispiel/Bundestagsrede Sahra Wagenknecht zur bisherigen Verkehrs-Struktur- und Klima- und Umwelt-Politik der Bundesregierung)

Dahinter steckt nicht nur ein falsches Gesell-schaftssystem. Das allein ist schon kritikwürdig genug. Dazu kommt vielmehr ein komplettes intellektuelles Versagen der bürgerlichen Führungseliten, die ihr eigenes System nicht verstehen und einen klaren Blick auf das Leben und den Planeten völlig verloren haben. Sie haben diesen Blick selbst aktiv verschleiert durch Diäten, Provisionen, exorbitante Vortrags-Honorare, gut bezahlte Sitze in Aufsichtsräten und Konzernvorständen (= „Nebentätigkeiten“), direkte und indirekte Korruption durch den Lobbyismus der Industrie- und Finanzkonzerne. (Altmaier erklärt das Klimaschutzkonzept)

Das ist gleichermaßen Ausdruck von Dummheit, Egoismus und Habgier, gepaart mit Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber allen Menschen und sonstigen Lebewesen der Erde. Unser Planet ist vergiftet und schon voll mit Plastikmüll. Damit wurden allein in Deutschland Milliarden verdient. Das Artensterben ist die tägliche Folge. Immer mehr Menschen durchsuchen hierzulande Mülleimer nach Flaschen und Recyclingmüll, kämpfen damit um`s nackte überleben. Die Aufrüstung läuft gleichzeitig auf Hochtouren. Dafür reicht das Steuergeld immer.

Was davon wäre zu verzeihen? Nichts! Verzeihbar sind nur Dinge, die nicht absichtlich, sondern aus Versehen passiert sind. Davon kann hier aber nicht die Rede sein, denn die neoliberale Marktdoktrin, die Diktatur des Marktes (= Ideologie der „alternativlosen Sachzwänge“) ist hier gewolltes Programm. Für all das und mehr – darf es keine Vergebung geben. Niemals!!! Das sehen auch andere Analytiker so (hier)

Es gilt diese Geschichte zu bewahren und daraus zu lernen.

Was der Kapitalismus mit all seinen ideologischen Handlangern verdient, ist unsere tiefe, aufrichtige Verachtung! Die falschen Leute in einem tödlichen System sind eine ganz schlechte Kombination. Mit dem ewigen Klein Klein geht es nicht weiter. Es gibt nur eine konsequente Lösung für das alles: machen wir endlich Schluss damit!!!==> (hier), (vgl. auch hier) und (hier) Der Widerstand  läuft bereits (s. extinction rebellion) (s. Dokumentation SPIEGEL TV) (Proteste werden radikaler)


Die Hamburger Morgenpost berichtet von #AlleFürsKlima (hier)

Auch die Tageszeitung Junge Welt sieht das „Klimaschutzprogramm 2030“ kritisch (hier)

Hier ein paar Eindrücke aus Hamburg, als sich zum Ende hin schon alles langsam wieder auflöste, aber noch Poetry Slam und eine interessante Rede zu hören waren (Video)

Unser geschätzter Kollege Martin Sonneborn (DIE PARTEI) begeistert mit seinem Redebeitrag Schüler der FFF-Demo in Düsseldorf  (Video)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Der Green New Deal ist eine Mogelpackung (hier)

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen (Audiovortrag)

Hand in Hand für Tierrechte – auch das trägt zum Klima bei (hier)

Danke, Greta! Soviel Klartext im Angesicht der Herrschenden war selten in der Menschheitsgeschichte – ein Kommentar von Florian Kirner  für Tagesdosis 25.09.2019 (hier)

Vom Menschengemachtes Klima – konkrete Beispiele – ein Beitrag von Peter Frey (hier)

Die CO2-Steuer ist eine Mogelpackung! Ebenso ein Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten – eine Analyse von Hermann Ploppa für Tagesdosis 27.09.2019 (hier)

Wo anfangen? Wie wäre es bei den drei größten Verursachern von Abgasen – der Bauwirtschaft, der Landwirtschaft und vor allem dem Militär – Me, Myself and Media 53 – Toxisches Klima! (Video)

Greta angeblich total ferngesteuert…wirklich? Uli Gellermann hakt nach und beleuchtet diese Argumentationsart (hier)

Schwindendes Eis – Fakten und Grafiken zu Forschungsergebnissen (hier bei statista)

Buch: Die Öko-KatastropheDie Öko-Katastrophe – das Buch mit Berichten aus aller Welt zum Tempo des Klimawandels (hier) Interview dazu mit Dirk Kohlmann (Video)

Ökodiktatur – stimmt dieser Begriff? (hier)

Wie und warum Menschen falsche Vorstellung von Hoffnung entwickeln – ein Beitrag von Chris Hedges für Tagesdosis 22.10.2019 (hier)

Zu diesen Kosten wären die Klimaziele bis 2050 noch zu schaffen (hier als PDF)

Lawinengefahr und schmelzende Gletscher wenn der Klimawandel jetzt schon den Alltag verändert – WWF-Interview mit dem Meteorologen Torgeir Mork und dem Klimaforscher Kim Holmèn (hier)

Eine Perspektive des zivilen Widerstandes ist möglich, aber nur dann sinnvoll, wenn sich wirklich substanziell etwas ändert. Andernfalls verhallen alle FFF-, Naturschutz- und Klimaschutzproteste in einem nur grün lackierten „weiter so bisher“. Wir brauchen das Ende aller Kriege, eine massive Abrüstung und den Beginndes Aufbaus eine humanen Wirtschaftssystems! Ein Standpunkt von Jens Wernicke für KenFM (hier)

Gibt es einen Treibhauseffekt? Die Antwort kommt aus der Kosmologie / Astronomie / Planetenforschung / Weltraumforschung – Harald Lesch klärt auf (Video)

Arbeitsplätze oder Klima? – Die Feuer-Katastrophe in Australien lässt die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Klimaschutz offen zu tage treten – von Thomas Konicz für Telepolis (hier)

Weltwirtschaftsforums in Davos 2020 – Greta Thunberg Rede (Video) (Video)

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Hand in Hand für Tierrechte

Am Samstag den 27. Oktober 2018 (12:00 – 17:00 Uhr) findet am Jungfernstieg im Zentrum Hamburgs eine große Aktion für Tierrechte statt.

Wenige Tage vor dem 25. Weltvegantag wollen Tierrechtsaktivisten ein Zeichen setzen und einen symbolischen Rekordversuch starten. Es wird versucht, die bislang längste Menschenkette für Tierrecht zu bilden – 1.800 Meter rund um die innere Binnenalster!

Dem soll 15:00 Uhr ein Marsch durch die Innenstadt folgen. Wer für die Lobbyisten der Agrarindustrie, Massen-tierhaltung und Tierquälerei nichts übrig hat und auch denkt, dass Tiere mehr Rechte zugesprochen bekommen sollen, kann sich an diesem Tag energetisch mit Gleichgesinnten verbinden und viel Spaß haben. Natürlich gibt es Info-stände, diverse Gimmicks, Flyer, Plakate etc. Eigene Transparente, Kostüme usw. sind willkommen!

Aufgerufen haben Organisationen, die sich für Tierschutz einsetzen, darunter die Albert Schweizer Stiftung, PETA Deutschland, Animal Rights Watch, das Deutsche Tierschutzbüro mit seiner Anti-Tiertransport-Kampagne namens »Truck You«, Animal Equality Deutsch-land, Sea Shepherd Deutschland, die Ärzte gegen Tierversuche u.a.

 

Sei dabei beim Rekordversuch in Hamburg!

offizielle Homepage: Tierrechtsaktivistenbündnis

genauer Ort: 20354 Hamburg, Jungfernstieg

Details/Beschreibung: hier und hier

facebook: Hand in Hand für Tierrechte


Die Demo war ein großer Erfolg! Tausende waren gekommen. Es war zumeist sonnig, doch schon merklich kühl, und die Stimmung unter mehreren tauend Teilnehmern prächtig. Die Demo  erregte visuell und von den Sprechchören her in der City Hamburg sehr viel Aufmerksamkeit. Hier die ersten Eindrücke:

Bericht der Hamburger MOPO (hier)

Der Blitzrechner – wieviel trage ich zum Natur- und Umweltschutz durch eine gesunde Ernährungsweise bei (hier)

Wenn Werbung für Kuhmilch ehrlich wäre (Video)

Milch gesund oder nicht? Eine Ärztin packt aus (Video)

Mehr zum Thema Milchprodukte wird hier erläutert (Video)

Milch – die bittere, historische und medizinische Wahrheit (Video) Tipp: darunter bei „MEHR ANSEHEN“ finden sich Links zu  diversen Vorträge von Ärzten und Wissenschaftlern – hier einer in deutscher Sprache als Beispiel (Video)

Umfangreiche Infoquelle zum Thema Milch (Videoliste)

So einfach wie bei der weinenden Kuh Emma kann die Lösung sein (Video) …einfach loslassen und SEIN lassen. Die eigene Gesundheit sagt Danke (s. hier) und Emma ganz bestimmt auch.

Milch ist alles andere als gesund (Video)

Die Jugend hat teilweise von gesunder Ernährung so ihre eigene Vorstellungen, wie dieser Sketsch zeigt (Video)

Wie die kapitalistische Wirtschaftsform das Insekten- und Artensterben produziert und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört (Video)

Einfache, erhellende Fragen an den Wissenschaftler Mark Benecke – zu Tieren und Menschen und Gesellschaft (Video)

Viele Tiere Erleben ihre Tötung bewusst mit – selbst bei kleinen Schlachthöfen (hier)

Können Veganer die Umwelt retten? Hier gibt es wissenschaftliches Basiswissen unterhaltsam vermittelt durch maiLab (Video) und hier eine Reaktion darauf (Video) und hier auch (Video)

Langsam tut sich was in der offiziellen Ernährungsempfehlung – Kanada ist dabei anderen Ländern eine Nase voraus (Video)

Kapitalismus ist eine durch und durch auf Gewalt basierende Gesellschaft, was im Alltag systematisch ausgeblendet bleibt. Deutlich wird das als Entfremdung auch im menschlichen Verhalten gegenüber  Tieren (Video)

Das menschliche „Gesundheitssystem“ verdient oft seinen Namen nicht. Es wird vermehrt kommerziellen Interessen unterworfen – mit dramatischen Folgen für alle Beteiligten (hier)

Klimawende von unten – mit Buch-Download als PDF (hier)

Artensterben nimmt weltweit dramatische Ausmaße an und könnte die ganze Menschheit mit dahin raffen – neue Studienergebnisse zeigen, warum wir aus der Dynamik des Kapitalismus raus müssen (Video) Es bleibt kein Zweifel: Wir müssen uns politisch und ökonomisch einmischen!!! Aktuell mindestens 1200 Arten in unmittelbarer Gefahr (hier)

AWAKE2PARADISE – eine Doku (2019) die endlich die richtigen Fragen stellt und versucht ganzheitliche Antworten auf die grundlegenden, existenziellen Fragen der Welt zu finden (hier)

So nach und nach gibt es in Sachen Tierschutz Erfolge, wie bei IKEA (hier)

vegane WeihnachtsbotschaftWeihnachtsbotschaft der Musikerin Fiona McMillan von 1989 (hier)

Musiker wie DIE  ÄRZTE bringen es 2019 kurz, knackig und humorvoll auf den Punkt (Video)

Warum die Lösung für alles – angesichts einer übermächtigen Problemlage – eine spirituelle Lösung ist – ein Kommentar von Rüdiger Lenz/Tagesdisis 20.03.2019 (hier)

Es gibt Länder, die bereits aus dem Pestizid-Einsatz aussteigen, wie eine Studie von Aktion Agrar dokumentiert (hier)

Ernährung und Klimaschutz – Jeder Veganer spart jährlich zwei Tonnen Treibhausgase – Ann-Kathrin Nezik bei SPIEGEL-online (hier)

Vom Frühstücksei zur Wirtschaftsflucht – arte Doku – unser TV-Tipp (hier)

Richtige Ernährung und Gesundheit gehen auch Hand in Hand – hier erläutert Dr.Probst im Gespräch wie es im Körper langfristig zu Krebs kommen kann und wie man es richtig heilen kann (Video)

Abschaffung der Käfighaltung – (hier unterstützen/unterschreiben)

Fast Food ist keine artgerechte Ernährung für den Menschen und besonders schädlich für Kinder – sieht nun selbst ein McDonald Mitarbeiter ein – Interview im Spiegel (hier)

Tintenfische sind schützenswert – die Albert Schweizer Stiftung informiert (hier)

Faktenlage zur schwindenden Artenvielfalt (hier)

Menschen brauche artenreiche Wälder ebenso wie Wildtiere – wie sieht es damit aus? Ein Kommentar von Hermann Ploppa bei Tagesdosis 3.08.2019 (hier)

Im Hamburger Salongespräch mit dem Autor Dirk C. Fleck erhält man ebenfalls viele Anregung in Sachen Natur und Weltsicht (Video)

Warum 13 Millionen Schweine im Müll landen  – Spiegel Online Bericht (hier)

Robert Franz – Vegetarier – nein – lieber ganz Veganer (Video)

Größte Tierschutzdemo in Deutschland gegen Tierversuche in Hamburg – NDR (hier) und die MOPO berichten (hier)

Wir können als Menschen Tiere neu denken – aber hilft vegane Ernährung innerhalb des Kapitalismus tatsächlich Tierleid zu verhindern? Richard David Precht im Gespräch bei arte 16.03.2019 (Video)

„Die Wirklichkeit ist ganz anders“ – Rüdiger Dahlke zu Gast im Gespräch bei M-Pathie (Video)

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Erdüberlastungstag auf Wanderschaft

Heute ist der 1. August 2018 – es ist der aktuelle Erdüberlastungstag. Im Vorjahr war es noch der 2. August  gewesen. Er ist also weiter auf stetiger Wanderschaft – nur leider weiter in die falsche, nicht wünschenswerte Richtung.

Dieser Tag markiert den aktuellen Ressourcenverbrauch unseres Planeten (hier) und damit eine Grenze, die entgegen jeglicher Vernunft überschritten ist, denn es bedeutet, dass die natürlichen Grundlagen schneller verbraucht werden, als es der „grüne Fußabdruck“ es eigentlich erlaubt (Info), wenn wir langfristig nachhaltig leben wollen. Das hat ganz viel mit der heutigen Art zu Wirtschaften zu tun.

Halbes Bewusstsein = halbe Wahrheit

Zwar wird dieses Thema sogar in den Mainstream-Medien inzwischen angesprochen (hier), jedoch ohne es allzu genau zu hinterfragen. Zwar wird auf den „grünen Fußabdruck“ verwiesen und ein Stopp des Raubbaus von Ressourcen angemahnt, doch eine strukturelle Verbindung zwischen der Eigenlogik einer Warengesellschaft und damit dem Kapitalismus als Produktions- und Lebensweise und dem stetig wachsenden Verbrauch an Ressourcen, sowie dem Anstieg von Abgasen, Umweltgiften und Müll, wird tunlichst vermieden.

Es wird stillschweigend unterstellt, dass beides durchaus in Einklang zu bringen wäre – also quasi eine „grüne Marktwirtschaft“ möglich sei, wenn die Politik dies nur wolle. Die Annahme erfolgt, obwohl das Gegenteil nicht nur empirisch längst erfasst, sondern auch theoretisch gut begründet vorliegt (Faktensammlung und Artikel dazu – hier).

Müll im Park "Planten un Bloßen" in Hamburg im Juni 2018

Die kritische Theorie hat nämlich längst erkannt, dass es einen Widerspruch zwischen Stoff und Form gibt (s. hier), der nicht nur die innere Schranke des Kapitals erklären kann und damit auch die strukturelle Wertschöpfungskrise seit den 1970er Jahren, die einfach nur nach hinten verschoben wurde und zur Finanzkrise mutierte, sondern auch auf die äußere Schranke der Ökologie hinweist.

Ginge die Wanderschaft dieses Grenztages ungehindert so weiter, strebt der Kapitalismus – allein was die äußere, absolute Schranke (Verhältnis Mensch-Natur) betrifft, unwiderruflich auf einen höchstwahrscheinlich unlösbaren Konflikt und sein eigenes Ende zu. Bis 2030 bräuchten wir bei dem Tempo schon zwei Planeten (hier). Parallel strebt er durch die Arbeitslogik (Verhältnis Mensch-Mensch) der inneren Schranke der Kapitalverwertung entgegen (s. hier). Welche Schranke zuerst erreicht wird, ist offen. Schon die Annäherung erscheint weltweit äußerlich in verschiedenen Krisenszenarien.

Lösungssansatz

Wie man diesem Dilemma entkommen könnte, ist indes grundsätzlich als Gesellschafts-Skizze bekannt – nämlich durch bewusste, konkrete Mengensteuerung der Wirtschaft, anstatt unbewusst einer abstrakten Wertsteuerung (der inneren Funktionslogik des Geldes und der unsichtbaren Hand des Marktes) zu folgen (Konzept s. hier), was bislang aber von der vorherrschenden Politik nicht zur Kenntnis genommen wird.

 

Holger Roloff, 01. August 2018


2019 wandert der Erdüberlastungstag weiter zum: 29. Juli…!!!

Zum Ort des Fotos: „Planten un Blomen“ (Platt-Deutsch für Planzen und Blumen) ist ein beliebter Park im Zentrum Hamburgs (hier)

CO2 Entwicklung – Prognose und Ziele täuschen, denn selbst eine Erhöhung um 1,5 Grad hätte bereits katastrophale Auswirkungen. Das ist mit der kapitalistischen, also eine an  finanziell und stofflich gesehen, permanentes Wachstum gebundenen Wirtschaftsweise nicht in Einklang zu bringen. Wir bräuchten eine drastische Schrumpfung der Wirtschaft im hoch entwickelten Westen, damit noch gering entwickelte Weltregionen Spielraum erhalten (hier)

Auch ein „Green New Deal“ wäre bei näherer Betrachtung eine Mogelpackung, die das Gegenteil erzeugen würde von dem, was propagiert wird – Ernst Wolff bei Tagesdosis 5.9.2019 (hier)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Gegen die Wand – Von den gemeinsamen Ursachen der ökologischen und ökonomischen Krise (hier)

Audiovortrag – Wer vom Kapitalismus nicht reden will, soll von Nachhaltigkeit schweigen (hier)

Kapitalismus und Umweltprobleme hängen strukturell direkt zusammen. Deshalb muss unsere Art zu Leben endlich verhandelbar sein – Bericht im Spiegel (hier)

Deutschland verweigert sich echten Klimazielen und boykottierte bekanntlich 2017 sinnvolle Maßnahmen der sehr engagierten Umweltministerin Barbara Hendricks – das Politische-Kabarett spottete zu Recht (Video)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform (hier)

Der kapitalistische Irrsinn sowie die Überlastung der Mitwelt zeigen sich auch in der Massentierhaltung. Der Mensch ist entfremdet von der Natur und blendet aus Bequemlichkeit das damit verbundene Leid aus. Hier ein Vorfilm zur neuen Dokumentation „Dominion“, der unser aller Bewusstsein anspricht und aktivieren kann (Video)

Was bedeutet ein Epochenwechsel (hier)

Wohlstand neu erfinden (hier)

Die Zukunft heißt Ressourcenwirtschaft anstatt Marktwirtschaft auf Basis von COMMONS (hier) und (hier)

Extrem heißer Sommer 2018 in Deutschland – Astronaut Alexander Gerst zeigt die Trockenheit aus Sicht der ISS (hier)

„Der Drops ist gelutscht, Freunde“ – das Dilemma des Klimawandels und seine Wahrnehmung – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

„Der Gott, der Plastik schuf“ – zur objektiven Grenze der kapitalistischen Produktionsweise – ein Kommentar von Daniel Bratanovic bei Junge Welt (hier)

„Müllberge und Überflüssige“ – ein Kommentar von Susan Bonath bei KenFM (hier)

„Der größte Mikroplastik-Verursacher sind Autoreifen“ – Bericht im Spiegel (hier)

Der Kampf um die Ressource Wasser – tolle WWF-Animation (Video)

Bereits 1912 wurden die heutigen Veränderungen der Erdatmosphäre vorhergesagt und vor der dauerhaften Verbrennung von Kohle gewarnt, wie eine alte Zeitung aus Neuseeland belegt (hier)

„Wie kann man einen Wald kaufen oder verkaufen?“ – Was Entfremdung, Kapital und Faschismus verbindet – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei Tagesdosis 19.09.2018 (hier) Und wie geht es dem deutschen Wald (hier)

„Sonderprofite versus Lebensgrundlage“ – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 24.09.2018 (hier)

Wirtschaften in stofflichen Kreisläufen lautet eine der alternativen Ansätze wie das Craddle To Craddle Prinzip (hier)

Wirtschaften in stofflichen Kreisläufen lautet eine der alternativen Ansätze wie das Craddle To Craddle Prinzip (hier)

Karikatur zum grundsätzlichen Widerspruch zwischen materiellem Sinn des Lebens und kaufmännischem Profit im Kapitalismus am Beispiel Bücher (hier)

Lebensräume schrumpfen und forcieren das Artensterben, bei Insekten, Reptilien und Lurche sowie bei Wirbeltieren – hier ein Spiegel Bericht zum Thema (hier)

Klimakonferenz 2018 – nur ein 15jähriges Mädchen aus Schweden traut sich die offensichtliche Wahrheit jenseits von ideologischen Gedankenfiltern auszusprechen – was für ein Moment der Schande für die westliche Klimapolitik (Video) Die Ergebnisse der Konferenz muss man mit der Lupe suchen (hier)

Bietet das Weltwirtschaftsforum 2019 endlich Antworten? Und was sagt eigentlich ATTAC dazu? Die Tageszeitung Junge Welt berichtet (hier)

Wie die kapitalistische Wirtschaftsform das Insekten- und Artensterben produziert und damit unsere Lebensgrundlagen zerstört (Video)

Wie 2019 eine absurde Schadstoffdebatte geführt wird – als wenn das, was aus einem Verbrennungsmotor rauskommt plötzlich nicht mehr schädlich wäre (hier) Zur Ablenkung werden schnell nebensächliche Scheindebatten inszeniert (hier) und (hier). Das ruft zu Recht im Netz nur noch Spott und Satire hervor (wie hier)

Wissenschaftler warnen vor realer Gefahr – auch der Mensch könnte im Extremfall aussterben, wenn wir nichts ändern (Video)

In der Klimadebatte hilft philosophisches Grundwissen, um eine Einschätzung der Argumente nachvollziehen zu können – der SPIEGEL Online zeigt wie es geht (hier)

Wer die Wahrheit sagt… – Susan Bonath für Tagesdosis 04.02.2019 (hier)

Die deutsche Bundesregierung versuchte Anfang 2019 massiv über die Medien der Bevölkerung einzureden, dass Feinstaub und Stickoxide doch gar nicht so gefährlich seien, um die Autoindustrie zu schützen. Man ließ sogar 100 Lungenärzte aufmarschieren, die als Beleg dienen sollten. Doch Wissenschaftler, die nicht auf der Gehaltsliste der Regierung stehen, klären darüber auf, was wirklich dahinter steckt z.B. hier (Video 1) und hier (Video 2)

Welche Rolle in Sachen Schadstoffe und Grenzwerte spielte da eigentlich Andreas Scheuer (CSU) – der zuständige Bundesminister für Verkehr (Video 1) Anstelle dessen wurde die Bevölkerung für dumm verkauft – oder anders gesagt – mit wissenschaftlichen Fakten hat es der Herr Minister nicht so (Video 2)

Die schwedische Schülerin Greta Thunberg drückt klar aus, was ihre  junge Generation fühlt und was ihr bevor steht (hier) 10.000 Schüler-Demonstranten folgten ihr auch in Hamburg auf die Straße (hier) Die Hamburger MOPO berichtet (hier als PDF) und online (hier) und (hier) Wie reagiert die Politik darauf? Kanzlerin Merkel dreht wie immer sofort ihr Fähnchen in den Wind, nachdem ihr PR-Berater sie in diese Richtung gelenkt hatte (s. hier), während andere Minister auf die Einhaltung der Schulpflicht pochen (hier), was nur noch den Spott der Karikaturisten hervorruft (hier). Doch die Stimmung in der Bevölkerung ist längst zugunsten Greta gekippt (s. Video) und BILD-Meldung (hier). Und manchmal gibt es sogar richtig gute, tief gehende, spirituelle und psychoanalytische Analysen wie (hier) …und eine kapitalismuskritische Strömung innerhalb der Schülerbewegung (FFF = Friday for Future)  – Interview bei Telepolis (hier)

Klimairrtümer gibt es zuhauf. Harald Lesch will es genauer wissen und fragt nach beim Klimaforscher Stefan Rahmstorf (Video) Allerdings ist die Interpretation der Faktenlage stark umstritten (siehe Video hier)

Der Vergleich politischer Handlungsnotwendigkeitenin Sachen Klimapolitik mit der Realität sieht Anfang 2019 leider so aus – Volker Quaschning – Spezialist für regenerative Energiesysteme klärt auf (hier)

Klimawende von unten – mit Buch-Download als PDF (hier)

Artensterben nimmt weltweit dramatische Ausmaße an und könnte die ganze Menschheit mit dahin raffen – neue Studienergebnisse zeigen, warum wir aus der Dynamik des Kapitalismus raus müssen (Video) Es bleibt kein Zweifel: Wir müssen uns politisch und ökonomisch einmischen!!!

AWAKE2PARADISE – eine Doku (2019) die endlich die richtigen Fragen stellt und versucht ganzheitliche Antworten auf die grundlegenden, existenziellen Fragen der Welt zu finden (hier)

Wachstum, Wachstum über alles – der Wahn kennt keine Grenzen und spiegelt sich entsprechenden Karikaturen (hier)

Kinder als Klimakiller? Deshalb als Lösung einfach alle Kinder abschaffen? Etwa in schlechter Scherz? Oder Satire? Weit gefehlt – es gibt keine Ideologie, die nicht blöd genug wäre, um sowas tatsächlich zu fordern – ein Kommentar von Rüdiger Lenz für Tagesdosis 13.03.2019 (hier)

Erfolgreiches Handeln gegen Wüstenbildung und Verödung ganzer Landschaften ist möglich, wenn man gemeinsam und entschlossen ist – Spektrum berichtet (hier)

Warum die Lösung für alles – angesichts einer übermächtigen Problemlage – eine spirituelle Lösung ist – ein Kommentar von Rüdiger Lenz/Tagesdisis 20.03.2019 (hier)

Wie Medien, Lobbyisten und Politik Gesetze mißbrauchen, um ein künstliches Umweltgift wie Glyphosat (Monsanto/Bayer) als Profitbringer zu erhalten – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 30.03.2019 (hier)

Kennen Sie die Widersprüche deutscher Klimapolitik? So sieht am Ende der „Erfolg“ der „Klimakanzlerin“ und Merkel-Regierung in Wahrheit aus (Video 1) (Video 2)

Es gibt Länder, die bereits aus dem Pestizid-Einsatz aussteigen, wie eine Studie von Aktion Agrar dokumentiert (hier)

Das PROJECT-EARTH spielt eine SciFi-Zeitreise ins Jahr 2036 durch und deutet an, was mit einem anderem Spirit alles möglich wäre (hier)

Eine echte Energiewende wäre technisch möglich – Dank elektronischer Steuerung der regenerativen Energieeinspeisung kombiniert mit Elektrolyse (Animation) – und da fehlt sogar noch die Raumenergie und kalte Kernfusion. Stattdessen setzen Deutschland u.a. Länder immer noch auf Kohle und Atomstrom oder experimentieren mit warmer Kernfusion – wahrscheinlich eine weitere, technisch sehr aufwändige Sachgasse.

Immer mehr ökologisch-stoffliche Grenzen werden erreicht, z.B. beim Bausand (hier)

Die Marketing-Abt. großer Konzerne manipulieren über die Medien systematisch die ganze Öffentlichkeit, wie folgendes Beispiel des Ölriesen Exxon zeigt (hier)

So kann man Stoffkreisläufe ökologisch besser gestalten – nach dem Prinzip Craddle To Craddle – eine weitere Kernmethode einer zukünftigen Ressourcenwirtschaft (hier)

Systematischer Betrug ist nicht etwa die Ausnahme, sondern bildet im Kapitalismus den Normalzustand – hier am Bsp. von AUDI (Doku)

Diskussion, Interpretation und Abwägung der Faktenlage zum Thema Klimawandel – Lügen zum Klimawandel entlarvt – gefunden bei Spirit Online (hier)

Faktenlage zur schwindenden Artenvielfalt (hier)

Faktenlage zum Thema Klimawandel (hier)

Das Blaue Ticket / Das 365 Tage Ticket – eine Idee für eine neue Verkehrspolitik von DeutscheUmwelthilfe (hier)

Primat der ökologischen Notwendigkeiten wäre die sinnvolle Alternative – Ökoligenta veröffentlicht Aufruf von Bern Winkelmann von der Akademie für solidarische Ökonomie (hier)

Vom notwendigen Wandel – die große Transformation von Bobby Langer (hier)

Wir bräuchten einen Ökologischen Marshall-Plan – Wir sind dran – sagen die Autoren – Sein berichtet (hier)

Bäume pflanzen wird in Zukunft zum Alltag gehören – SEIN-Bericht

Menschen brauche artenreiche Wälder ebenso wie Wildtiere – wie sieht e damit aus? Ein Kommentar von Hermann Ploppa bei Tagesdosis 3.08.2019 (hier)

Die Erd-Charta (hier)

Die Freie Welt Charta (hier)

ecosia.org – die grüne Suchmaschine – spendet permanent Geld für das Anpflanzen neuer Bäume (hier) und Bericht (hier)

Kapital killt Klima – ein Beitrag von Thomasz Konicz in der Wochenzeitung KONTEXT (hier) und (als PDF)

2019 brennen die Wälder nicht nur im Amazonas-Gebiet, während sich die Marionetten der Politik in Brasilien und den führenden, kapitalistischen Industrieländern des Westens gegenseitige Vorwürfe der Fremdeinmischung machen und keinerlei echten Handlungswillen zeigen (hier)

Der erste Bio-Staat in der indische Bundesstaat Sikkim – dort gibt es nur noch ökologische Landwirtschaft ohne künstliche Pestizide etc. (hier)

Massentierhaltung und Lebensmittelmärkte bewirken nur eines – Spekulationen und Hunger. 2 Mrd. Menschen sind mangelernährt (hier)

Wie Ökologie-feindlich/-ignorant z.B. die Landwirtschaftspolitik in Deutschland ist beleuchtet die Doku „Gekaufte Agrapolitik – wie Industrie und Agrarlobby durchregieren“ (2019) (hier)

„Strategien der Natur“ – wer gut beobachtet, kann lernen, wie ganzheitliches Denken funktioniert. Sich davon inspirieren zu lassen führt zu spiritueller Politik – Erwin Thoma im Gespräch bei KenFM (Video)

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