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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Unsere Welt mal anders“

Preissteigerung und Werte(verfall)

Die Tageszeitung JUNGE WELT brachte in ihrer heutigen Ausgabe einen kurios anmutenden Artikel mit dem Titel „Mit dem Ferrari zum Ein-Euro-Laden“ (hier). Darin wird auf eine bemerkenswerte Buchneuerscheinung der Autoren Markus Metz und Georg Seeßlen hingewiesen – Titel: KAPITALISTISCHER (SUR)REALISMUS (hier).

Die immer irrationaler werdende Konsumwarenwelt der kapitalistischen Spätmoderne und die sich in ihr zuspitzenden Widersprüche wertmäßiger, sozialer und ökologischer Art wurden an dieser Stelle schon mehrfach thematisiert und füllen andernorts inzwischen ganze Bücher.

Buch-Cover Kapitalistischer (Su)RealismusDie im Jahr 2018 aktuelle Politik der meisten Staaten weltweit ist trotzdem immer noch der Neoliberalismus, also der stete Glaube, der Markt regelt alles – man müsse in diesem Sinne nur mehr Vertrauen wagen. Dabei spielt es bekanntlich keine Rolle, ob das tatsächlich auch so ist oder längst mehr als in der Kritik steht, die Umwelt ruiniert wird, immer mehr Staaten scheitern („failed states“), Bürgerkriege toben und die HighTech-Erfindungen nur scheinbar Probleme lösen und die Produktivkräfte gar destruktiv werden.

Andererseits bildet so eine warenförmige Gesellschaft ein dazu passendes Subjektbewusstsein aus. Konsum ersetzt echtes Leben. Ideologien und Populismus haben Hochkonjunktur. Man fröhnt dem Warenfetisch. Schlangen bilden sich bei Produktstarts vor bestimmten Läden und Kaufhausketten erwarten an Rabattverkaufstagen einen regelrechten Kundenansturm. Der Preis für Luxusgüter steigt aus Gründen des Prestige ebenso wie die notwendigen Lebenserhaltungskosten durch Inflation.

Gleichzeitig findet aber ein Wertever-fall statt. Der ist Thema des Buches. Während die Soziologin Roswitha Scholz schon vor Jahren von einer zunehmenden „Verwilderung des Patriarchats“ sprach, schauen sich die Autoren Metz und Seeßlen die subjektive Bedeutung des Warenfetisch` und seiner grotesken Entwicklungen und teilweise in sich selbst widersprüchlichen Tendenzen an. Ihre Darstellung ist jedoch keine trockene, soziologische Abhandlung, sondern eine – obwohl sehr sachlich orientiert – durchaus unterhaltsam geschriebene Fachlektüre. Es tauchen so manche Protagonisten aus Politik und Medien auf, so dass der Leser gut folgen kann, was mit den Argumenten und Feststellungen gemeint ist. Obwohl so eine Veröffentlichung Abstraktionen verlangt, bleibt sie so konkret dass der Leser den Roten Faden nie verliert und sich gut unterhalten fühlt.

Einerseits treiben politisch engagierte Menschen stets positiv motivierte Fragen wie „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ und „Welche Werte vertreten wir dabei?“. Doch es gilt dabei, den negativen Ausgangspunkt zu kennen, genau hinzusehen was gegenwärtig los ist und warum wir es zu überwinden wünschen. Der westliche Wertekanon wird nur aufgerufen, wenn er politisch gerade ins Bild paßt. Man vergißt ihn jedoch schnell oder deutet ihn um, wenn soziale und freiheitliche Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte einkassiert werden sollen. Der moderne Mainstream-Mensch handelt in sich widersprüchlich und ist längst vom Realist zum Surrealist mutiert.

Den Autoren gelingt es spielend aufzuzeigen, wie absurd unsere moderne Konsumwelt geworden ist, welche Stilblüten sie hervorbringt, warum selbst die Welt der Reichen Upperclass längst bröckelt und mit welchem moralischen Niedergang des Wertesystems das alles einhergeht.

Holger Roloff, 06. August 2018


weitere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

„Die Verwilderung des Patriarchats in der Postmoderne“ von Roswitha Scholz (hier)

So beherrscht das Kapital die Politik – hier am Bsp. der Bankenlobby – Steuerzahlen überlässt man dem Normalbürger und kleinen Mittelstandsunternehmen, während sich die Elite und ihre Handlanger in Lobbyverbänden und Politik (Stichwort „Nebenverdienst“) die Taschen voll machen (hier)

Der drohende Kapitalkollaps und die Angst der Profiteure – ein Kommentar von Susan Bonath  Tagesdosis vom 13.08.2018 bei KenFM macht den Widerspruch von steigender Produktivität und Fall der Profitrate deutlich (hier)

Billigfliegen – Der Airport-Kapitalismus – eine Kolumne von Georg Dietz beim SPIEGEL (hier) und (PDF)

Nichts wird mehr als Wert gepriesen und hochgehalten als der kapitalistische Leistungsmythos – Volker Pispers klärte schon vor Jahren auf über deutsche Spitzenmanager (Video)

19.08.2018 Zitat des Tages bei JUNGE WELT

“Sie beeinflussen Stiftungen, sie kaufen Lehrstühle, sie finanzieren Universitäten – alles in ihrem Sinne. Und das schafft ein großes Ungleichgewicht, und die Demokratie wird dadurch entwertet.”

(Foodwatch-Gründer Thilo Bode am Sonntag im Deutschlandfunk über die Macht der ­Konzerne)

Warum „Wahrheit“ nicht von Mehrheiten abhängen darf, sondern unabhängigen Kriterien genügen muß, erläutert der deutsche Philosoph Christian Weilmeier (Video)

Wie Denkformen, Ideologien und Wertvorstellungen weiter gegeben werden (hier)

Me, Myself and Media 45 vom 02.09.2018 (KenFM) – bietet einen kritischen Blick auf die Medienmanipulationen und den Mangel an zeitgemäßer Demokratie in Deutschland (Video)

Was kann ich selbst im Rahmen des Zerfalls des aktuellen Systems und der ökologischen und sozialen Krisen tun, um etwas zu verbessern? Anregungen gibt dieses Interview (30.08.2018) mit dem alternativen Journalisten und Friedensaktivisten Ken Jensen bei NuoViso.TV (Video)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Sind wir bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

„System Error“ – ein Film über das Festhalten am religiösen Irrglauben des Wachstums als unabänderlicher Naturtatsache. Das funktioniert nur als quasi Religion mit reichlich kognitiver Dissonanz und blinder Flecken der Wahrnehmung (Trailer). Bericht bei ttt (Video) Hier ein Interview mit dem Regisseur Florian Optik (Video)

ZDF Doku (2018) zur Finanzkrise entlarvt die tatsächliche Rolle der Deutschen Bank. Dabei offenbart sich ganz nebenbei die totale Unfähigkeit der politischen Elite ihr eigenes System namens Kapitalismus zu verstehen. Alle Beteiligten schätzten die Lage völlig falsch ein und trafen falsche Entscheidungen. Und das läuft bis heute ungebremst und unverstanden so weiter. Ein Bezug zur „Realwirtschaft“ wird selbst in der Doku nicht erwähnt, obwohl die Krise primär eine Krise der Arbeitsgesellschaft (1970er Jahre) ist (hier). Hier noch ein Gespräch zu Hintergründen mit dem Autor Dirk Laabs (hier)

Mr. „Dax“ Dirk Müller argumentiert natürlich stets aus pro-kapitalistischer Sicht – macht aber ebenfalls deutlich, dass 10 Jahre nach der letzten großen Krise von Seiten der Politik nichts unternommen wurde, um ihre neoliberal-politische Ausrichtung zu ändern. Weder Frau Merkel, noch die EU noch die internationale Finanzwelt haben „ihre Hausaufgaben“ gemacht (Video)

Wie systematisch auch der moralische Wertezerfall in der vor zehn Jahren in eine 700 Mrd US-Dollar Pleite gesteuerte Bank Lehmann-Brothers bereits war berichtet die Doku „Inside Lehmann“. Das Spektrum der Unternehmensführung reichte von Druck und Mobbing gegen die eigenen Mitarbeiter, Lügen gegenüber der Bankenaufsicht bis zur Bilanzfälschung (hier), wobei warnende Stimmen konsequent ignoriert oder verschwiegen wurden. Mit ähnlich krimineller Energie wurde die in Hong Kong ansässige HSBC Bank geführt, wobei sogar Geldwäsche für Drogenkartelle aus Mexiko eine Rolle spielten. Die Doku „Die Skandalbank“ beleuchtet den Fall (hier)

 

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Das Goldene Kalb namens Arbeit

Es gibt zahlreiche Bücher wie „Der Tanz um das Goldene Kalb“  (hier) und (hier) oder „Der Tanz um den Gewinn“ (hier) o.ä. Titel, stets Bezug nehmend auf die biblische Vorlage, in der es sich um ein Götzenbild handelt (Info). Meistens wird darunter das Rumgeeier um das Thema Geld verstanden, oft verbunden mit Aussagen wie „Über Geld redet man nicht“, „Über Gehälter reden wir nicht im Unternehmen.“, „Das liegt am Schleier des Geldes“ u.ä. Sätzen. Auch wenn sich das gerade aufzulösen scheint (Stichwort Transparenz, gleiche Bezahlung von Frauen) – stellt sich die Frage, ob die Zuordnung „Goldenes Kalb = Geld“ tatsächlich den Kern trifft!?

Kapitalismus baut auf drei grundlegenden Kategorien auf: Ware, Geld, Arbeit. Über jede davon sind zahlreiche Aufsätze und ganze Bücher verfasst worden. Dominierte in der letzten großen Krise 2007-2010 vor allem die Diskussion ums Geld (Finanzmärkte, Finanzblasen, Gier, Zinsen, Moral, Kreditklemme etc.) hat sich das seit 2017 verschoben. Jetzt tobt die Debatte eindeutig um das Thema „Arbeit“.

Abstrakte Arbeit

Das Wesen der kapitalistischen Tätigkeitsform besteht darin, abstrakt zu sein. Sie wird als Kostenaufwand betriebswirtschaftlich in den kaufmännischen Büchern geführt, geplant und abgerechnet. Abstrakte Arbeit als sozial-ökonomisches Formprinzip – und das ist den meisten Protagonisten (=“Marktteilnehmern“) nicht klar –  ist eigentlich Irrsinn pur. Der Mythos „Ehrliche“ oder „Harte“ Arbeit stellt nur dessen ideologischer Gipfel der damit verbundenen Illusionen dar und dient den Herrschenden als Verblendungszusammenhang um den Kapitalismus aufrecht zu erhalten, um ihre Macht zu rechtfertigen, die wiederum den Zwang zur Arbeit gewährleisten soll.

Macht, Arbeitszwang und Hartz IV

Wäre „Arbeit“ die natürliche Form menschlicher Tätigkeiten, bräuchte es logischerweise weder Zwang, noch Macht, noch strukturelle Gewalt, um sie als Formprinzip aufrecht zu erhalten. Das kennen wir verklausuliert und mystifiziert als „Leistungsprinzip“ und wird in vielen Diskussionen positivierend als Bezugspunkt aufgeführt, um Menschen zu normieren und für das Kapital zu domestizieren wie Haustiere. Der deutsche Soziologe Robert Kurz prägte deshalb schon in den 90er Jahren einen passenden Begriff, indem er formulierte, „wir sind verhausschweint“, also domestiziert wie Hausschweine (für`s Kapital). Die andere Seite der Diskussion, die dem Leistungsprinzip gegenüber steht, ist die des Hartz IV-Systems. Es dient dazu Angst vor sozialem Abstieg zu verbreiten. Das zeigt, welchen Charakter diese Art Gesellschaftsform in Wahrheit hat und worum es ihr geht.

Tanz und as Goldene Kalb der Arbeit

Konkrete Arbeit

Möglich wird den Herrschenden die positive Bezugnahme auf das Thema Arbeit, weil sie nie die Unterscheidung zur stofflichen Seite menschlicher Tätigkeiten vornehmen. Das wird nie abgegrenzt, thematisiert und bewusst gemacht. Arbeit wird im aktuellen Herrschaftsdiskurs auch nie als „abstrakte Arbeit“ bezeichnet, sondern unbewusst mit seiner konkreten Seite („konkrete Arbeit“) assoziiert. Da die konkret-stofflichen Seite aller Tätigkeiten universell immer da ist, erscheint das dem Zuhörer als unvermeidlich und plausibel. Diese Seite gäbe es ja auch noch nach dem Kapitalismus, wenn es längst gar keine „Arbeit“ in heutigen Sinne mehr wäre, sondern nur noch der gesellschaftlich-notwendige Aufwand, um die Dinge und Dienstleistungen zu erzeugen, die unser Leben verbessern können.

Genau dieses Ziel – ein gutes Leben für alle – ist aber nicht das Primärziel im Kapitalismus, sondern hier dient Arbeit dem Gelderwerb und somit der Geldvermehrung. Das ist der große und entscheidende Unterschied, der den oben benannten Irrsinn ausmacht. Geld erscheint als Zahlen, die auf Münzen geprägt, auf Papier gedruckt oder Konten gespeichert werden. Zahlen sind die höchst mögliche Abstraktionsstufe. Wenn Tätigkeiten mit Geld bezahlt werden, um gesellschaftlich gültig zu sein, erschließt sich auch, warum Arbeit seinem Wesen nach abstrakt ist. Gleichzeitig existiert die Dualität zur konkret-stofflichen Seite als „konkrete Arbeit“. Ohne sie kommt das Kapital nicht aus, da es physische Waren braucht. Da das in der Herrschaftsrhetorik jedoch so wie gesagt nicht vorkommt, bleibt der Zusammenhang im Dunkeln und kann ideologisch zur Systemrechtfertig benutzt werden.

Natürlich findet man diese Begriffe historisch in der Philosophie bereits im 19. Jahrhundert bei keinem Geringeren als Karl Marx. Auch wenn der 2018 gerade mit einem 200. Jubiläum gefeiert wird, will man es doch lieber nicht so genau wissen, wie weit dessen Erkenntnisse schon mal waren. Ein derartiges Wissen, ein derart geschultes Bewusstsein, könnte den herrschenden Eliten gefährlich werden. Sie wollen ihre Macht nicht an die breite Bevölkerung abgeben…sonst könnten durch Transparenz noch ganz andere Fragen aufgeworfen werden, die das heutige Konstrukt grundsätzlich in Frage stellen. Die Rechtfertigungen könnten wie Seifenblasen zerplatzen. Alle Finanzblasen machen das ja immer wieder anschaulich und eilen dem sozusagen voraus…

Die Logik des Irrsinns der abstrakten Arbeit

Wenn Arbeit in Geld aufgewogen wird, heißt das, dass ihr Wert in abstrakter Form erhalten bleibt. Das wirft die Frage auf – wozu? Antwort: Wertschöpfung zur Kapitalakkumulation. Die Verwertung des Wertes oder in Alltagssprache übersetzt – aus Geld muss mehr Geld werden. Da das Geld im Zusammenspiel mit den Waren zirkuliert und zurückfließt zu den Produzenten, steigert sich der gesamtgesellschaftlich erzeugte Wert mit jedem Durchlauf. Es wird immer wieder etwas als Marge hinzu gerechnet. Da die menschlich verausgabte Arbeit das Verstoffwechseln und somit in der Endkonsequenz immer den Einsatz und Verbrauch von Energie bewirkt, heißt das, dass der Wert der Arbeit stets zum kaufmännischen Ausgangspunkt für die nächste Runde wird. Wir leisten Arbeit, um in der nächsten Runde noch mehr Arbeit verausgaben zu müssen – jedoch nicht etwa, weil das dem Bedarf nach notwendig wäre, sondern weil die gesellschaftliche Vermittlung durch abstraktes Geld erfolgt, anstatt durch konkreten Bedarf. Geld kann – da abstrakt – unendlich vermehrt werden. Dem folgt die Logik der Arbeit ohne eingebaute Bremse. Das beißt sich irgendwann und muss folglich scheitern. Da sind wir jetzt historisch angekommen. Das Auftauchen von Kryptowährungen in den letzten Jahren zeigt zweifelsfrei an, wie irrational das Geld- und Finanzsystem und somit (kategorial gesehen) das Medium Geld an sich schon geworden ist.

Aus einmal verausgabter Arbeit muss in der jeweils nächsten Runde somit als rein gesellschaftlich gesetzter Zwang immer mehr Verausgabung von Arbeit werden. Das ist – wenn überhaupt – nur dann sinnvoll, wenn noch ein akuter Mangel an Produkten und große materielle Not besteht. Sobald die breite Bevölkerung jedoch bestens versorgt ist (Überflussgesellschaft), müßte man das stabil halten oder wieder auf das notwendige Maß runter fahren, sonst nimmt dieser Zusammenhang irrationale Ausmaße und Formen an (von den Umweltauswirkungen ganz zu schweigen). Alle Krisen im Kapitalismus sind eine Folge dessen. Abstrakte Zahlen (und damit Geld) können sich theoretisch unendlich vermehren. Konkrete Arbeit, stoffliche Produkte und Dienstleistungen (weil der Tag nur 24 h hat) nicht. Der Umgang mit der Größe Zeit entspricht im Kapitalismus also nicht der wahren Natur der Zeit. Das ist als Widerspruch konstitutiver Bestand der Entfremdung des Menschen von sich selbst, eine falsche gesellschaftliche Form und deshalb irrational.

Lösung – ein zeitkonformes Ziel

Vernünftig wäre es vielmehr die Produktion und alle Tätigkeiten so zu organisieren, dass wir Lebenszeit für Muße, zum Nachdenken und Beraten gewinnen. Doch das lassen die Logik der Geldvermehrung und abstrakten Arbeit nicht zu. Falsch ist also nicht das Leben an sich, sondern unsere vorherrschende Gesellschaftsform (Kapital). Würde man die Produktion am tatsächlichen und ökologisch sinnvollen Bedarf ausrichten, anstatt am von der Werbung manipulierten und künstlich gepushten Markt, kämen wir wie durch ein Wunder mit viel weniger aus und wären dabei glücklicher, denn wir müssten weniger „arbeiten“. Es ist seit langem bekannt, dass bei kluger Gestaltung des ökonomischen Aufwandes fünf Stunden pro Woche ausreichen würden (s. hier). Gleichzeitig wäre es möglich, alle ökologischen Problemfragen zu klären. Die Ursachen der Umweltprobleme stecken ebenfalls im kapitalistischeren System und sind nur die andere Seite des Verwertungsprozesses und der Entfremdung des Menschen von der Natur.

Schlachtet das Kalb oder die Abschaffung der Arbeit

Doch die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Die Massenarbeitslosigkeit nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich nicht zufällig in den 1970er Jahren, also genau da, wo die breite Automatisierung der Produktion einsetzte. Das setzte sich mit der Einführung von PCs in den 80ern, dem Internet in den 90ern, dem Web 2.0 mit sozialen Netzwerken seit 2000 fort und gipfelt nun in der Industrie 4.0, in der die Robotik und Produktivität die konkret-stoffliche Seite der Wirtschaftswelt radikal verändert, während alle Erscheinungsformen des Wertesystems (Ware, Geld, Arbeit) gleichermaßen entwertet werden. Das Universum ist eben seinem Wesen nach nicht kapitalistisch aufgebaut, sondern strebt danach, die Entfremdung durch gesellschaftliche (Fehl-)formen wie Ware, Geld und Arbeit wieder aufzuheben. Es kennt diese Formen (rein menschliche Erfindungen/Prinzipien) einfach nicht, sondern strebt danach, uns wieder der konkreten Seite namens Leben zu erinnern.

Es ist an der Zeit den Tanz um das eigentliche Goldene Kalb – die Arbeit – zu beenden. Der Kapitalismus ist gezwungen seinen eigenen, inneren Gesetzmäßigkeiten zu folgen. Die drängen auch weiterhin in Richtung Kostensenkung (= Preisvorteil in der Marktkonkurrenz), also danach, den gesamtgesellschaftlichen Arbeitsaufwand zu senken – oder anders gesagt – immer mehr konkrete Arbeit überflüssig zu machen. Doch damit wird auch die abstrakte Arbeit als Formprinzip an sich obsolet. Der Widerspruch wird heute historisch reif. Klug wäre es, das schnell zu erkennen, um in diese Richtung denken und handeln zu können, z.B. in dem über neue Prinzipien des Wirtschaftens nachgedacht werden kann. Ist der Geist frei, öffnen sich zahlreiche Türen und eröffnen Möglichkeiten, die man vorher zu sehen nicht in der Lage war. Wie auch, wenn einen der Glanz des goldenen Kalbes blendet?

 

Holger Roloff, 01. Mai 2018


Hart arbeiten? Eine kritische Reflexion von Franz Schandl (hier)

Arbeitszwang und Arbeitsethos von Claus Peter Ortlieb (hier)

Wie entfremdete Arbeit heute aussieht und mit welchen Scheinargumenten wie sie uns uns im Alltag oft schön reden – ein arte Beitrag lässt Karl Marx aus dem Off plaudern (Video)

Es muss wieder gestraft werden – Strafrecht in Zeiten der Krise der Arbeitsgesellschaft (hier)

Repariert nicht, was euch kaputt macht! – ein Plädoyer für das gute Leben der Streifzüge-Redaktion Wien (hier)

Manifest gegen die Arbeit – Gruppe Krisis 1999 – ein Klassiker zum Thema Arbeit (hier)

1.Mai 2015 – Warum ich nicht zur Demo gehe… – eine kritische Reflexion (hier)

Allein schon Arbeit (hier)

Sind Menschen ohne Arbeit eigentlich keine Menschen mehr? (Video) oder wird nicht vielmehr einfach der Begriff der Arbeit in Frage gestellt? (hier)

Das Netzwerk des Kapitals… – über das weltweite Kapital (hier)

Wohin geht der ökonomische Trend…? (hier)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaft (hier)

Glauben, Geld und Warenform… – eine Kritik des Schuldprinzips (hier)

Des armen (Raub-)Ritters neue Ideen – sind eigentlich ein Mangel an Ideen (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen – der Irrsinn namens Hartz IV (hier)

Debatte um eine Maschinensteuer – warum das kein sinnvoller Ansatz ist (hier)

Die 4.Dimension als unlösbarer Widerspruch des Kapitals (hier)

(Ver-)Kommerzialisierung des Gesundheitssystems (hier)

Wohlstand neu erfinden – welche echten Alternativen es gibt (hier)

Was bedeutet ein Epochenwechsel – ein größer Blick auf den Wandel (hier)

Es ist leichter sozial-ökonomische Formen jenseits des Kapitalismus denken zu können, wenn man zuvor die wahre Natur des Universums wissenschaftlich und philosophisch verstanden hat – wie diese nach neuestem Stand aussieht stellt diese Doku dar (Video)

Älteste Frau der Welt (Stand Mai 2018) zieht Lebensbilanz. Arbeit ist erstrebenswert? Von wegen. Arbeit ist vielmehr Mühsal und Strafe – Bericht in BILD.de (hier)

An Mitarbeitern wird gespart, die Produkte sind fragwürdig – ein Blick hinter die Kulissen von modernen Billigläden TEDi und EuroShop bei BILD.de (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Das Politkabarett weiß sehr genau, wo wir uns quasi wie eine „Titanic“ geschichtlich befinden und was als gesellschaftliche Aufgabe ansteht – Abschied von der Vollbeschäftigung (Video)

Stellschrauben im SGB 2/Hartz IV System u.a. Irrsinn (Audio)

„Gutes Geld für gute Arbeit“ oder doch eher „Irre viel für zweifelhaft wenig“ (hier)

Ausbeutung 1.0 als Trickfilm (Video) Und im zweiten Trickfilm wird noch der Unterschied wird absolutem und relativem Mehrwert erklärt (Video). Dazu passt diese satirische Meldung des POSTILLON (hier)

Ausbeutung 2.0 am Bsp., wie selbst beim Mindestlohn betrogen wird (Video)

Der Arbeit-Skandal in der Regierung enthüllt im August 2018 – entlarvt die Doppelmoral (hier) und (hier)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Firmen verlassen das „Textilbündnis“ – so sieht „Verantwortung“ also wirklich aus (hier)

Hallo Andrea Nahles… ein Kommentar von Susan Bonath bei KenFM bringt Wesen und Charakter der kapitalistischen Arbeitsontologie ans Licht (hier)

Wesen und Charakter des Hartz IV-Systems am konkreten Bsp. (hier)

Täuschung und Gefangenschaft – die psychischen Grundlage der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

„Wie der Kapitalismus zur Religion wird“ – der Spiegel weist darauf hin, wie die ARD-Dokumentation namens „Der Motivationstrainer“ die Wiederauferstehung von Jürgen Höller ins Licht rückt. Da es am Sinn des eigenen SEINs und TUNs im Kapitalismus seinem Wesen nach  mangelt 8wen mag es wundern?), wird auf diese Weise versucht beim bürgerlichen Marktsubjekt von außen eine Motivation zu erreichen. Davon abgesehen – das sei hier anzumerken – trägt Kapitalismus ohnehin seinen Strukturen, Erscheinungen und Begriffen nach immer die Wesensmerkmale einer Religion. Ein „Motivationstrainer“ bringt as also nicht erst hervor, sondern forciert es nur von außen.

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

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Wachsender Überwachungsstaat – warum eigentlich?

Warum ist das neue BND-Gebäude größer als die ehemalige Stasi-Zentrale in der DDR?

R.D.Precht – hier in einem kurzen Interview – zeigt seine eigene Staatsgläubigkeit (Etatismus), stellt aber auch kritische Fragen. (Video) Die Realität und Irrationalität dahinter lauten in Wahrheit, dass die warenförmige Gesellschaftsform (kapitalistische Produktions- und Lebensweise), ideologisch oft beschönigend noch als „Marktwirtschaft“ bezeichnet, nur künstlich durch Gewaltorgane aufrecht erhalten werden kann. Diesen Teil des Sachverhaltes deutet Herr Precht bestenfalls wage und indirekt an, läßt ihn ansonsten aber lieber ungenannt. So ist selbst diese kleine und berechtigte Kritik am Staat und dem BND nur eine Scheindebatte, getreu dem Motto, man möge doch die Kirche im Dorf lassen – sie solle nur nicht so groß ausfallen.

Zusammenhänge tarnen

Solche heiligen „Kirchen“ und Scheindebatten finden wir derzeit überall (oft entlarvt durch Karikaturen z.B. hier und hier). Damit versuchen Politik, Lobbyismus und Mainstreammedien offenbar den eigentlichen Entwicklungszusammenhang hinter den äußeren Erscheinungen zu verdecken bzw. aus dem öffentlichen Bewusstsein zu drängen. Ein Zufall ist das jedenfalls nicht. Andernfalls würde nicht so viel in derartige Kampagnen investiert werden, sowohl von privaten  Interessenverbänden als auch von Seiten des Staates. Die Debatten würden auch viel breiter geführt werden.

BND-Gebäude kontra Stasi-Gebäude 1

Je größer die aus der grundlegenden Krise des Kapitalverhältnisses erwachsenden Widersprüche und Probleme werden, desto weniger Transparenz, Offenheit und Vertrauen ist der bürgerliche Staat offensichtlich gewillt, seinen Bürgern zuzugestehen. Anstatt die Konsequenzen aus den Skandalen der letzten Jahre zu ziehen (NSU-Skandal etc.) und diese Behörden endlich allesamt einzumotten (…und was würden da für Gelder freigesetzt!), setzt man ihnen sogar noch kostenaufwendig größere Gebäude hin. So meint man wohl politische Stabilität zementieren zu können.

Wiederholt sich hier etwa Geschichte?

Das erinnert geschichtlich betrachtet sehr stark an die jüngere Vergangenheit – die DDR-Zeit und die Stasi. Dieses Ministerium für Staatssicherheit hat zu allem möglichen geführt – nur nicht zu mehr Vertrauen in der Bevölkerung, mehr Stabilität und mehr Sicherheit. Ganz im Gegenteil. Die spürbare, innere Energie des Misstrauens und Spitzeltums trugen maßgeblich zum Vertrauensverlust in der Bevölkerung,  zur Destabilisierung und damit zum unvermeidlichen Ende der DDR bei.

Materialschlacht vs. Terrorgefahr

Und heute? Mehr Kameras, Big Data, Vorratsdatenspeicherung, Flächenüberwachung und Denunziantentum verhindern weder Terrorismus, noch die Gedankengänge, die zu ihm führen. Diese Materialschlacht um mehr Sicherheit ist verloren, bevor sie richtig Fahrt aufgenommen hat. Man hat die Konsequenzen so einer Entwicklung nicht richtig zu Ende gedacht. Man opfert den bescheidenen Rest an bürgerlicher Freiheit und die alternativen Möglichkeiten lieber dem Populismus – orientiert am Vierjahresrhythmus der Wahlen – stets den eigenen Karriereweg vor Augen. Warum gibt es da eigentlich kein Feedbacksystem, welches solchen Fehlentwicklungen einen wirkungsvollen Riegel vorschiebt? Eigentlich sollten das mal Gesetze leisten. Doch die werden einfach schrittweise so geändert und angepasst, dass sie der neuen Überwachungsdoktrin folgen. So wird die Konformität umgekehrt proportional wieder hergestellt.

BND-Gebäude kontra Stasi-Gebäude 2

Seit die Regierungsdoktrien der westlichen Staaten meint, mehr Frieden, Ruhe und Ordnung  mit einem Mehr an Überwachungsstaat erreichen zu können, haben Kriege und Gewalttaten in Form von Terrorakten weltweit erkennbar zugenommen. Sie wurden zum Exportartikel. Die zersplitterten Grüppchen oder gar Einzeltäter agieren inzwischen autonom aus ihrer eigenen ideologischen Denkform heraus und damit so spontan und überraschend, dass kein Geheimdienst der Welt sie alle von ihren Taten abhalten könnte.

Vertrauen kostet nichts – man schenkt es

Wie wäre es denn damit, es mal mit dem Gegenteil zu versuchen, endlich mit offenem Visier zu agieren und ebenso offene Debatten zu führen, sich also bewusst gegenseitig in die Karten schauen zu lassen?*

Einhergehend mit strukturell gesicherter, sozialer Sicherheit und Basisdemokratie auf allen Entscheidungsebenen, anstatt von Lobbyismus beeinflusster politischer Elfenbeinturm-Gesetze, könnten wir gemeinsam gewalttätigem Denkformen den Nährboden entziehen. So schwer wäre es also nicht, strukturell gefestigte Sicherheit zu generieren.

Menschen, die spüren dass man sie hört, dass sie wahrgenommen und selbst etwas aktiv mitzubestimmen haben, entwickeln auch nicht den Wunsch, sich destruktiv Gehör verschaffen zu müssen. Nur manche (und auf jeden Fall noch zu viele) US-Amerikaner glauben bis heute, man könne fast jedes Problem mit einer Waffe lösen – sie müsse nur groß genug sein. Analog ist es mit dem Überwachungsstaat, Polizei, Geheimdiensten, Militär und NATO. Deren Anteil zur Destabilisierung wächst. Das lässt erahnen, was wir in Zukunft als Ergebnis erhalten werden.

BND-Gebäude kontra Stasi-Gebäude 3

Denn – man erntet stets dass, was man zuvor ausgesäht hat. Die Ausrichtung der bürgerlichen Politik könnte gegenwärtig falscher nicht sein. Allen voran die westlichen Staaten haben es sogar geschafft, das nach der Wende 1989 endlich wachsende Vertrauensverhältnis zu Russland wieder tief zu erschüttern. Das dient allein der Rüstungsindustrie und NATO-Strategie (wir erinnern uns – Stichwort Ost-Erweiterung) – aber niemals dem Frieden.

Die Kritik an dieser Ausrichtung dieser Art Außenpolitik ist also sachlich berechtigt und erklingt inzwischen auch aus allen politischen Lagern. Eine bewusste Friedenspolitik sähe anders aus, würde auf Entspannung, Solidarität, vertrauensbildende Maßnahmen und Völkerverständigung setzen. Das hat auch eine Kanzlerin Angela Merkel in ihrer Jugend durchaus alles mal gelernt – als Mitglied der FDJ (Freie Deutsche Jugend) in der DDR. Wo ist das geblieben? Vergessen? Verdrängt? Der Karriere geopfert? Solche Fragen bleiben heute in den Medien kategorisch in der Schublade…bis sie irgendein ahnungsloser Esel in 20 Jahren dort mal findet. Für eine andere Politik im Hier und Jetzt ist es dann zu spät.

Hoffen wir also, dass der Wind sich vorher dreht und versuchen selbst aktiv etwas dazu beizutragen.

Holger Roloff, 05. April 2018

PS: * = in einer auf Marktkonkurrenz basierenden Gesellschaftsordnung wie dem Kapitalismus ist das natürlich nicht wirklich möglich…man muss sich schon grundlegend als Lebensweise was Neues einfallen lassen. Wie das geht, findet man hier auf den Seiten in anderen Artikeln ansatzweise dargestellt.

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Das StasiMuseum im heutigen Berlin (hier)

Das neue BND-Gebäude in Berlin (hier) und (hier) Es gleicht optisch einer modernen Festung, in der selbst schon die ersten Verbrechen an der Öffentlichkeit verübt worden sind (s. hier) – in voller  Stasi-Tradition, muss man leider sagen…

Terror oder Treppen – was tötet mehr Menschen? Nico Semsrott stellt Fragen und klärt auf (Video)

Mit der Funktion des bürgerlichen Staates und seinem historischen  Entwicklungsstand 2018 beschäftigt sich Paul Weiler in der Tageszeitung JUNGE WELT (hier)

Die staatliche Gewalt nimmt im Alltag viele Formen an und richtet sich leider auch gern gegen Schwächere. Dazu gesellen sich unterlassene Hilfeleistung und Kontroll-Wahn – oft gepaart mit fragwürdigen Konzepten. Öffentlicher Nahverkehr könnte und sollte anno 2018 bsw. eigentlich längst kostenlos sein. Doch was passiert stattdessen? …die Hamburger MoPo berichtet (hier)

Auch direkte Polizeigewalt ist in vielen Ländern einschließlich Deutschland immer wieder ein Thema. Deren Thematisierung zu verbieten ist keine Lösung, sondern Ausdruck davon, wie auch Karikaturisten wissen – siehe (hier)

Der Aufbau der bürgerlichen, also kapitalistischen Gesellschaftsordnung wurde oft von Künstlern anschaulich dargestellt – historisch (hier), modern (hier) und prinzipiell (hier). Die stabilisierende Rolle der Gewalt wird dabei deutlich. Eine bewusst gestaltete, humane Gesellschaft würde anders strukturiert aussehen – gleichwertig, gleichberechtigt, klassenlos, emanzipatorisch, am Gemeinwohl orientiert, basisdemokratisch, Individualität respektierend, in sich selbst so friedlich und gewaltfrei wie möglich.

Auch in der Musik sind der bürgerliche Staat und seine Erscheinungsformen, sein Wesen und Charakter unendlich oft thematisiert und dargestellt worden – wie z.B. in diesem Videoclip am Bsp. der Geschichte von Chile und seine Verstrickung mit den USA und Westeuropa (Video) oder hier mit einem Album-Cover (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Überwachungsstaat, Demokratieabbau und Zensur gehen Hand in Hand – gut getarnt als Datenschutz per neuer DSVGO ab 2018 Dirk Müller beleuchtet den eigentlichen Zweck (Video)

Auch EXOMAGAZIN.TV diskutiert die Widersprüche und Entwicklungen in Sachen Datenschutz und BND sowie den Beginn eines Kontrollzeitalters (Video)

Wer in Zusammenhängen denken kann, läßt sich auch nicht vor den falschen Karren spannen. Diese Filmszene gilt quasi universell für alle Nationalstaaten (Video)

Kapitalismus ist ein totalitäres System. Es bedeutet stets Ausbeutung, Zwang und systematische Verarmungslogik – z.B. innerhalb des Hartz IV-Systems. Der Mythos von der friedlichen Koexistenz (= soziale Marktwirtschaft) ist eine Illusion. Der Klassenkampf wird nicht nur von Firmen und Konzernen, sondern auch vom Staat aus gegen die Menschen geführt (Audio)

Russisches Kunstprojekt: Miss Kapitalismus klärt auf! (Video)

Demonstrationen Gegen das umstrittene Polizeigesetz (hier)

Die Rebellion muss leider ausfallen – eine Reflexion im Spiegel von Sibylle Berg, die soziale Kausalitäten aufdeckt (hier) und als (PDF)

Näheres zum umstrittenen neuen Polizeiaufgabensetz (hier)

Präventiv in den Knast – die Rückkehr der Schutzhaft in Deutschland (hier)

Wie die Zivilcourage weltweit wächst (hier)

Die Posse um ein angedachtes Tattoo-Gesetz offenbart das Verständnis von Freiheit und Demokratie der CDU/CSU – ein Kommentar von DetailVerliebt (Video)

Internetzensur 2018 kann zu faschistischer Meinungsdiktatur führen – Dirk Müllers offenen Worte (hier)

Täuschung und Gefangenschaft – die psychischen Grundlage der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

Wo der Überwachungsstaat völlig versagt hat – beim NSU-Skandal – erfolgt es mit System. Nicht nur die kritische Gesellschaftstheorie, Soziologie, Psychoanalyse und Philosophie beschäftigen  sich mit Aufarbeitung dieses Versagens –  auch Künstler befassen sich damit und würdigen es mit klarer Haltung z.B. wie in diesem Song der Hamburger Gruppe SLIME (Video)

In immer mehr Bundesländern gibt es Proteste gegen die Ausweitung der Befugnisse per neuem Polizeigesetz – wie in Niedersachsen – Bericht in Junge Welt (hier)

Wie der Überwachungsstaat der Willkür heimlich wächst– und „Wem nützt es?“– ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 10.09.2018 für KenFM (hier)

Sinn und Zweck der Gewaltist stets auch die Aufrechterhaltung der Trennung der Individuen und dem Aufbau bzw. Erhalt von Feindbildern. Das Ergebnis wird hier dargestellt als kleiner Animationsfilm (Video)

Lieber deutscher Staat des Großkapitals… ein Kommentar von Susan Bonath zur Durchsetzung der Kohleprofite gegen Waldbesetzer – Tagesdosis 17.9.2018 bei KenFM (hier)

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Was bedeutet ein Epochenwechsel?

Natürlich vermag heute noch niemand genau darzustellen, wie eine Gesellschaft nach dem heutigen Kapitalismus tatsächlich in der Praxis aussehen und funktionieren wird. Das wird allein durch den Wettstreit der Ideen, Ideologien und den daraus sich entwickelnden Ablauf der menschlichen Geschichte bestimmt. Zwei Dinge lassen sich aber heute schon sagen:

1. Eine andere Welt – eine andere Vergesellschaftungsform – ist möglich.

2. Wir stehen vor einem grundlegenden Epochenwechsel.

Ein Epochenwechsel ist sowas, wie der historische Übergang vom Mittelalter zur bürgerlichen Gesellschaft. Das was jetzt auf uns zukommt, was schon am Horizont wage sichtbar zu werden beginnt, hat eine andere Qualität, ein andere Wesen. Es geht nicht nur um eine weitere Änderung des Modus von Kapitalismus oder gar einen rein politischen Wechsel an dessen parlamentarischer Spitze oder in den Vorständen und Aufsichtsräten der Konzerne. Selbst der Wechsel zum politischen Sozialismus – einem ideologischen Ableger und Derivat der Kapitalismus, ist heute keine wirkliche Alternative mehr. Sozialismus könnte, wenn überhaupt, nur eine Übergangsphase darstellen, auf dem Weg zu etwas ganz Neuem, von dem wir den Namen noch nicht kennen.

Warum ist Sozialismus keine dauerhafte Alternative? Woran lässt sich das festmachen?

Sozialismus hieße, als Gesellschaft ein anderes Ziel auszurufen, nämlich die sozialen Verhältnisse auf breitem Feld für alle Menschen stetig verbessern zu wollen und sich dafür der Mittel der Wirtschaft und Politik zu bedienen. Immerhin!

Das wäre – zumindest in Teilen – schon mal etwas Anderes, als rein dem Selbstzweck der Geldvermehrung zu folgen, ohne dies an soziale Ansprüche zu knüpfen, so wie wir es seit 1990 erleben konnten. Mit dem Wegfall des Ostblocks und seinem gescheiterten Versuch, einen Realsozialismus dauerhaft zu etablieren, verlor der Westen stufenweise seinen Anspruch, zumindest in Teilen auch soziale Zugeständnisse zu machen.

Anstatt sich irrationaler weise an abstrakten bis lebensfeindlichen Aktienkursen bewusstlos zu applaudieren, sollte man lieber erneut den Kurs konkreter, sozialer Verbesserungen in den Fokus der öffentlichen Aufmerksam rücken…am besten auf allen Ebenen. Ein derartiger, „demokratischer Sozialismus“ wäre zumindest schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung. Er hätte z.B. die Chance eine andere Moral und Ethik zu entwickeln. Das könnte die Grundlage für den nächsten, entscheidenen Schritt darstellen.

Epochenwechel und GeschichteBis zur vollständigen Befreiung von den Zwangsverhältnissen und Zumutungen des Kapitals, wären nämlich weitere Schritte notwendig. Denn – Sozialismus hebt die wertmäßigen Grundlagen des Kapitals – vor allem das Wertschöpfungsprinzip – noch nicht auf. Man wäre ökonomisch noch immer gefangen im alten, kapitalistischen Prinzip der Warenform und des Tauschwertes, was sich – auch wenn mit gesamtgesellschaftlicher Planung – noch am Weltmarkt zu behaupten hätte. Genau daran ist, im Zusammenspiel mit verweigerten Bürgerrechten, fehlender Pressefreiheit und ideologischer Bevormundung, jedoch jener Realsozialismus im Osten ab 1989 gescheitert. Er entsprang historisch bedingt aus dem Trümmern des 2. Weltkrieges und bewegte sich dadurch zwangsläufig in einer Sphäre der nachholenden Modernisierung, abgeschnitten von vielen Patenten, Rohstoffen, Wissen und Möglichkeiten mangels ausreichend Kapital in Form von international akzeptierter Valuta (Westgeld, vgl. hier https://de.wikipedia.org/wiki/Westgeld). Dazu addierten sich die eigenen, hausgemachten Fehler, ähnlich wie heute. Nur die Fehler sind heute sachlich andere.

Sozialismus hätte zwar ein anderes Ziel, bliebe im Außen aber weiter befangen in den Strukturen der Weltmarktkonkurrenz, während der Kapitalismus sich nach innen und außen nicht den gleichen humanistischen Grundprinzipien unterwerfen müsste, wie der Sozialismus. Ein Kapitalist muss auf die Menschen nicht so viel Rücksicht nehmen. Das „Hire and Fire“-Prinzip wäre (zunächst) jeder Form von sozialer Rücksichtnahme tendenziell überlegen. Sozialismus würde Gefahr laufen, langfristig erneut in der globalisierten Konkurrenz zu scheitern. Ein weiterer Grund, warum sich der Westen längst scheibchenweise von der ehemaligen „sozialen Marktwirtschaft“ verabschiedet hat, auch wenn diese rhetorisch gern wieder aufgerufen wird. Hört sich irgendwie immer noch gut an, denn es klingt so ähnlich wie Sozialismus…

Wie kann man diesem Dilemma entkommen? Was wäre der nächste Schritt?

Es stellt trotz dieser plausiblen Einwände einen Unterschied dar, ob sich die Masse der Bevölkerung weiter unter den Bedingungen und Zumutungen lohnabhängiger Beschäftigung, zumal unter der Tendenz zur Prekarisierung, in ihren Lebensverhältnisse gefangen halten lässt, oder ob sich die Zügel deutlich lockern, gelebte Basisdemokratie durchsetzt und wachsender Wohlstand, den alle im Alltag zu spüren bekommen, zu entwickeln vermag. Die Schere zwischen Arm und Reich würde sich in so einem neuartigen, „demokratischen Sozialismus“ zu schließen beginnen. Das Vertrauen würde dadurch wachsen, die Motivation steigen. Ebenso die daraus neu erwachsenen Ansprüche, insbesondere hinsichtlich der Freiheiten, die man noch gerne hätte, um sie zukünftig noch sinnvoller, ökologischer und sozialer nutzen zu können, als es der rein auf Gewinn orientierte, sich an der Marktkonkurrenz abarbeitende Kapitalismus vermag. Kapitalismus funktioniert nur über staatliche Gewalt, Androhung von Sanktionen und Ausbeutung. Dessen Schwäche – die systemische Blindheit für andere Wege und Werte, würde ihm allmählich zum Verhängnis werden.

Sozialismus hingegen – besonders bei einem in Sachen Produktivität und Technologien hoch entwickelten Land wie Deutschland – könnte aktiv, sowohl von der breiten Basis her, als auch als Ziel von der politisch-demokratischen Spitze aus, bewusst dafür entscheiden, die Warenförmigkeit und damit das Wertschöpfungsprinzip zu verlassen. Ist dieser Gedanke erstmal in der Welt und die Möglichkeit ins Auge gefasst, stellt man schnell fest, dass viele derartige Wege existieren. Sie laufen darauf hinaus, durch kluge, weitsichtige Investitionen, sich allmählich unabhängiger vom Kapital und der Geldform zu machen. Diese Wege sind längst gedacht, konzeptioniert und warten auf die öffentliche Diskussion sowie auf die Konkretisierung zur realen Umsetzung. Alles was wir brauchen ist in der Theorie längst vorhanden. Es wird bislang nur von zu wenigen wahrgenommen. Die bürgerliche Politik ignoriert sie bis heute völlig.

Diese Festellungen sind dennoch kein Plädoyer für Sozialismus. Denn – fängt man erst mal an, neu darüber nachzudenken, wie Gesellschaft sein könnte, wird einem schnell klar, dass es nicht mal den Zwischenschritt Sozialismus bräuchte, um dorthin zu kommen, wo manche Vorreiter bewusstseinsmäßig heute schon sind. Gesunder Menschenverstand reicht eigentlich völlig aus. Doch wer hat den noch inmitten von Konsumrausch, Arbeitswahn und Fernsehen auf sinkendem Niveau?

Jeder Leser möge sich selbst fragen, in wie weit sie oder er sich schon über all das informiert hat und wie offen jeder dafür ist, andere Gedanken an sich heran zu lassen und mal die eigene Fantasie zu bemühen. Die Welt könnte ganz anders aussehen!

Sich ergänzende Anregungen in diesem Sinne sind die Ideen wie die Institution der MONETATIVE, des degrowth (ökologisch sinnvolle Wirtschaftsschrumpfung) in Form einer Ressourcenwirtschaft, die Möglichkeiten des COMMONING und als Übergang dahin ein Grundeinkommen, solange wir noch in der warenförmige Alltagslogik verharren und übergangsweise noch Geld benötigen.

Ressourcenwirtschaft anstatt Marktwirtschaft – eine WIRTSCHAFTSVISION:

http://www.hh-violette.de/wp-content/uploads/2013/11/Wirtschaftsvision_Die-Violetten_Okt.2013.pdf

Rolle des BGE beim Übergang vom Kapitalismus zum Postkapitalismus

http://www.hh-violette.de/wp-content/uploads/2017/07/BGE-Wirtschaftsvision-Ergänzung.pdf

COMMONS einfach erklärt und News zum gesellschaftlichen Wandel:

Hauptsache-COMMONS.de

Holger Roloff


Was wundert ihr euch über acht Superreiche? Autor Daniel Kerekes reflektiert ähnliche Fragestellungen bei DIE FREIHEITSLIEBE (hier) und (PDF)

Schauspieler Matt Damon regt zum Nachdenken an  und reflektiert blinden Gehorsam und zivilen Ungehorsam. Was davon brauchen wir? (Video) [Hinweis: Es geht wie bei allen Links nur um diesen einen Beitrag. Wir distanzieren uns wie immer ausdrücklich vom anbietenden Kanal und dessen sonstigen Inhalten und der politischen Haltung, mit der diese dort präsentiert werden! An falschen Querfronten besteht unsererseits kein Intresse!]

Warum Sozialismus keine Alternative mehr darstellt, soll oft das zu beobachtende Beispiel in Venezuela zeigen (hier KaiserTV). Doch das stimmt so nicht ganz. Die Venezuela-Krise entsteht, weil die Regierung eine falsche Vorstellung davon hat, was Sozialismus ist und wie er funktioniert. Man ist dort in der Logik von Ware und Geld geblieben und gleichzeitig wird der abstrakte Wert und die Marktfähigkeit der einzelnen Produzenten unterlaufen. Man mißachtet die kaufmännischen Grundregeln (hier). Das kann so nicht funktionieren. Dadurch fällt man hinter den Kapitalismus zurück, anstatt ihn zu überholen. Sozialismus ist in Wahrheit nämlich auch eine Form von Kapitalismus, ein historischer Ableger davon. Die Analyse und die Begründungen für die Fehlentwicklungen von Gunnar Kaiser stimmen deshalb nicht so ganz, denn nicht die „Planwirtschaft“ ist das Problem. Im Kapitalismus wird auch geplant, z.B. innerhalb von Konzernen. Im Kapital entstehen die Probleme hingegen ja gerade durch Marktkonkurrenz, Überproduktion und das alleinige Interesse der Kapitalisten, zum Maximalprofit zu streben und die Regierung dafür sogar zu betrügen und ihre Bemühungen zu unterlaufen, wie es im zweiten Beitrag von (antikrigTV) aufgezeigt wird. In Venezuela wird die Wirtschaft also grundsätzlich falsch geführt, wie auch dieser TV-Bericht zeigt (Video). Falsches Bewusstsein, d.h. eine falsche Vorstellung davon, was Sozialismus ist, also falsches Denken, führt unweigerlich zu falschen Ergebnissen. Richtig wäre vielmehr, kaufmännisch korrekt zu agieren und dann bewusst Wertumverteilungen vorzunehmen, also z.B. Luxusartikel teurer zu verkaufen und dafür Grundnahrungsmittel zu subventionieren. Das hat die DDR 40 Jahre sehr erfolgreich gemacht und gezeigt, dass das grundsätzlich funktioniert. Subventionen gibt es im Westen übrigens auch, was schon die Parallelen aufzeigt. Die DDR und der Ostblock sind wiederum an der Weltmarktkonkurrenz gescheitert, denn eine freie Marktwirtschaft paßt (aus Sicht des Kapitals) besser zur Warenform, als eine Kasernen-Kommandowirtschaft wie im Osten, die auch noch Rücksicht auf die Werktätigen nimmt. Im Kapitalismus herrscht hingegen „hire and fire“ – da dreht sich alles nur um Profit und fast jedes Mittel scheint dafür recht zu sein. Beides sind langfristig Irrwege.

Hier versuchte Gregor Gysi schon 2011 den Sozialismus zu erklären (Video)

Warum Verbrechen im Kapitalismus den Normalzustand darstellen beleuchtet eine Buchbesprechung vom Autor Thomas Meyer zum neuen Buch von Gerd Bedszent mit dem Titel »Wirtschaftsverbrechen und andere Kleinigkeiten« (hier)

Gerd Bedszent Buch Wirtschaftskriminalität 2017

Selbst Extrembeispiele von Wirtschaftsverbrechen und Bankbetrug stellen sich bei genauerem Hinsehen als Normalzustand heraus (hier)

Die Alltäglichkeit der Verbrechen dargestellt im Politkabarett (Video)

Kein Bereich des Lebens wird ausgespart, um auf illegalem Wege Profit zu scheffeln. Im wahrsten Sinne des Wortes wird im Kapitalismus selbst noch aus Scheiße (und der Zutat Korruption) Geld gemacht, wie folgendes Beispiel aus unserem Nachbarland Niederlande zeigt. Schon mal was von der Gülle-Mafia gehört?  (hier)

Die Sinnhaftigkeit der Globalisierung als historisch erreichtem Stand und heutiger Phase in der aktuellen Epoche des Kapitalismus betrachtet aus kritischer-soziologischer Sicht durch Rainer Mausfeld (Video)

Neuseelands neue Premierministerin Jacinda Ardern setzt neuen Kurs, wie ein Artikel auf Netzfrauen.org berichtet (hier)

Bitte Hassen Sie Jetzt – Adventsgruß 2017 – von Sibylle Berg im SPIEGEL online (hier)

Ein positiver Ausblick auf den Wandel von Stefan Andromis Herbert (hier)

Jahresdepression 2017 – manche sehen noch kein Licht am Horizont – (was ohne Spiritualität zugegebenermaßen auch schwierig ist) – gefunden bei JUNGE WELT online (hier)

Die Externalisierungsgesellschaft – wie der Kapitalismus tendenziell versucht seine Problemlagen abzuspalten und auszulagern – kritische Gesellschaftstheorie von Andreas Urban von der Redaktion EXIT (hier)

Handlungsmacht – und das konkret! Offener Brief der EXIT-Redaktion zum Jahreswechsel 2017/18 – durchaus interessant nachzulesen, wie die moderne, kritische Gesellschaftstheorie den historisch erreichten Stand beschreibt (hier)

Die geistigen Hintergründe des gesellschaftlichen Wandels – im Vortrag dargestellt vom Gehirnforscher Gerald Hüther (Video)

Was der Populärphilosoph R.D. Precht hier beschreibt ist lediglich der Beginn des genannten Epochenwechsels, wobei er völlig unkritisch gegenüber der Form „Kapital“ verbleibt und dadurch ausblendet, dass es neue Vergesellschaftsformen geben kann, die ein gutes Leben für alle ermöglichen und die Mitwelt achtsamer behandeln, als es der Kapitalismus je könnte – dennoch deutet sich in diesem Gespräch an, wohin die Reise in etwa gehen könnte (Video)

Es ist leichter sozial-ökonomische Formen jenseits des Kapitalismus denken zu können, wenn man zuvor die wahre Natur des Universums wissenschaftlich und philosophisch verstanden hat – wie diese nach neuestem Stand aussieht stellt diese Doku dar (Video)

Das Politkabarett weiß sehr genau, wo wir uns quasi wie eine „Titanic“ geschichtlich befinden und was als gesellschaftliche Aufgabe ansteht – Abschied von der Vollbeschäftigung (Video)

Buchcover "Kapitalismus aufheben"

Nachtrag vom 12. Juni 2018: Hier mal die auf den Punkt gebrachte Begründung für die Entwicklungen der Geschichte, die sich nicht mehr zurück drehen läßt am Bsp. des Richtungsstreites der Partei DIE LINKE. Falsches Denken über die Realität birgt die Gefahr, an eben dieser Realität zu scheitern. Moralisches Mahnen (Wagenknecht) hilft da ebensowenig weiter, wie zu kurz gedacht Forderungen (Kipping) aus Sicht linker Politik (hier)

Warum ganzheitliches Denken die Lösung ist – der Beitrag „Masterplan Menschheitsfamilie“ (KenFM) von Rüdiger Lenz stellt Zusammenhänge her und macht plausibel, dass und wie es anders geht (Audio)

„Kapitalismus aufheben – Eine Einladung über Utopie und Transformation neu nachzudenken“ – das Buch (VÖ: 1. Juni 2018) von Stefan Mertz und Simon Sutterlütti (beide vom Commons-Institut) stellt auf Basis eines kategorialen Ansatzes neue Denkansätze zur Diskussion, was man online öffentlich mitverfolgen kann (hier).

Der Exodus der Geldmenschen von Thomas Konicz bei TELEPOLIS offenbart, dass den superreichsten Kapitalisten eigentlich längst klar ist, dass diese Art Gesellschaft historisch zu Ende geht. Sie stellen deshalb Fragen – sie hoffen auf Antworten, die mit ihrer Reichtumsform kompatibel ist. Doch das ist nicht möglich (hier)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

Was kann ich selbst im Rahmen des Zerfalls des aktuellen Systems und der ökologischen und sozialen Krisen tun, um etwas zu verbessern? Anregungen gibt dieses Interview (30.08.2018) mit dem alternativen Journalisten und Friedensaktivisten Ken Jensen bei NuoViso.TV (Video)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

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