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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Unsere Welt mal anders“

Medien, Macht und Manipulation

Sinn und  Aufgabe von Medien

Medien haben in einer modernen Gesellschaft unterschiedliche Aufgaben. Sie sind dazu da, Informationen in Form von Nachrichten über gesellschaftlich relevante Ereignisse zu liefern und diese in einen korrekten Gesamtzusammenhang zu stellen. Sie sind dazu da, gesicherte Erkenntnisse aus Wissenschaft und Zeitgeschichte zu archivieren und die Geschichtsschreibung zu bewahren. Die Menschen sollen so erfahren, was um sie herum passiert und warum. Medien müssen deshalb Vertreter unterschiedlicher Denkrichtungen und Haltungen zu Wort kommen lassen. Nur so können Sachverhalte auch kritisch aus mehreren Perspektiven betrachtet und Darstellungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin verglichen und hinterfragt werden. Damit kann das Recht auf freie Meinungsäußerung und Information gesichert werden. Es entsteht ein Stück weit eine öffentliche Meinung auf Basis von angestrebter Objektivität. Medien sollten insgesamt  dem Gemeinwohl dienlich sein. Theoretisch…

Verzerrung durch Manipulation und Zensur

Doch in der bürgerlichen Gesellschaft ist alles durch politische und wirtschaftliche Macht- und Interessenslagen gekennzeichnet. Eine wirklich unabhängige Berichterstattung war schon in der gesamten Geschichte der Modernisierung kaum zu finden. Machtstrukturen versuchten stets die öffentliche Meinung zu beeinflussen und zu dominieren.

Die Methoden der Manipulation wurden mit der Zeit immer ausgefeilter und von Psychologen weiter entwickelt, bis hin, dass selbst Kriege, also die destruktivsten Geschehen, die vorstellbar sind, in der allgemein-öffentlichen Wahrnehmung gerechtfertigt erschienen.

Die Form der Manipulation reicht vom Verfremden, dem einfachen Weglassen von Informationen (Halbwahrheiten), über das Verbot (Zensur) bis hin zu frei erdachten  Fiktionen, wie man es denn gern hätte, dass etwas passiert sei („Fake-News“, „alternative Fakten“). Letzteres erzeugt bei den Empfängern der Nachrichten wiederum Vermutungen, wie es denn in Wahrheit sei, denn man fühlt und weiß insgeheim, dass eine Meldung so nicht stimmen kann. Das wiederum ist der Nährstoff für Verschwörungstheorien. Manche davon stimmen sogar und entpuppen sich später als historische Wahrheit. Andere verbleiben im Status derartiger Vermutungstheorien, da sie jeglicher Substanz entbehren. Für beide ist jedoch der Mangel an korrekten, d.h. vollständigen und sachlichen richtigen Meldungen ursprünglich. Das ließe sich eigentlich vermeiden. Inzwischen befassen sich zahlreiche Autoren und kritische Analytiker mit diesem Phänomen.

Buchtitel zum Thema Medienlandschaft

Einfluss der Denkformen

Der Einfluss von Ideologien spielt in den Medien eine besondere Rolle. Die einen versuchen die gesellschaftlichen Strukturen, Besitzstände, Macht-, Einfluss- und Gewaltverhältnisse so zu bewahren, wie sie derzeit sind (Konservative). Andere Gruppen wollen die gesellschaftlichen Zustände noch autoritärer gestalten und deshalb weiter in die Vergangenheit zurückdrehen. Sie kritisieren den Status quo von einer rückwärts gewandten Haltung aus (Regressive). Andere Akteure  versuchen einen gesellschaftlichen Fortschritt zu erzielen und ebenfalls kritisch zu reflektieren, nur eben nach vorne schauend (Progressive). Die kommen gegenwärtig allerdings selten bis gar nicht in den dominierenden Mainstream-Medien, vor. Und dann gibt es zahlreiche Gruppierungen dazwischen. Eine schwierige Gemengenlage also, bei der alle Leser, Zuschauer und Zuhörer es oft schwer haben zu erkennen, wer wer ist und was wirklich dahinter steckt und beabsichtigt wird.

„Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
https://gutezitate.com/zitat/171393
 (George Orwell)

Institutionen mischen in den Medien mit

Welche Nachricht stimmt und wird richtig eingeordnet und interpretiert? Das ist oft sehr schwer zu erkennen. Man muss einerseits immer verschiedene Quellen und Nachrichten vergleichen und andererseits auf die Adressaten, die Absender und Interessen dahinter schauen, um Meldungen einigermaßen richtig einschätzen zu können. Klingen medial transportierte Fakten jedoch gut vorgetragen und zunächst recht plausibel, hilft selbst das oft nicht weiter.

Wirtschaft, Parteien, Lobbyverbände, Institutionen, Think Tanks, nationale Regierungen, Europa, die USA, Russland, China, Geheimdienste und quasi die ganze Welt mit ihren Individualinteressen versucht sich im Spiel der Manipulation der Meinungen. Der Sinn des Gemeinwohls bleibt dabei völlig auf der Strecke, auch wenn er oft verbal vorgeschoben wird. Man beruft sich gern darauf, natürlich. Doch verfolgt werden  in Wahrheit vorrangig egoistische Anliegen. Die Medien sind deshalb voll von Falschmeldungen und Halbwahrheiten, fragwürdigen „wissenschaftlichen Studien“, Zeugen und Zitaten. Sie werden ihnen manchmal untergeschoben, manchmal aber auch selbst produziert.

Echte Unabhängigkeit könnte es – wenn überhaupt – nur geben, wenn man nicht am finanziellen Rockzipfel einer dieser speziellen Institutionen hängt.

Mit der Zeit bildeten sich glücklicherweise auch alternative Medien heraus, marktförmige, nicht selten auch Spenden basierte Redaktionen, Zeitungen, Fachmagazine, Internet-Blogs sowie ganze Nachrichten-Plattformen, Radios, Audioarchive und Netz-TV-Sender, bei denen der Interessent zum Vergleich eine zweite und dritte Darstellung von Ereignissen und Hintergründen finden kann. Auch da ist stets Vorsicht geboten, aber die Chance steigt – je nach Quelle und Bezugsrahmen – mehr zu erfahren.

Auf dieser Seite gibt es übrigens eine kleine Auswahl derartiger Bezugsquellen – ganz oben auf  Medien klicken bzw. gibt es hier eine Übersicht als (PDF).

Medien selbst verfolgen eigene Ziele

Doch die ganze Sachlage ist noch komplizierter, denn auch die Mainstreammedien selbst, egal ob privat und kommerziell orientiert oder öffentlich-rechtlich sind keineswegs immer neutral.

Nun kommen also auch noch die Journalisten und Medienkonzerne selbst dazu. Sie verfolgen ebenfalls spezielle Ziele und orientieren sich allzuoft an den oben genannten Ideologievertreter, weil darüber Gelder fließen. Man muss auf Linie sein, um in solchen Strukturen die Karriereleiter rauf zu können. Also passt man sich an. Hinzu kommt also, dass neben den Redakteuren und ihren Leser nicht nur Dritte in den Medien mitmischen, sondern dass auch die Medienkonzerne, Verlage, Sender und Netzwerke wie facebook & Co. ebenfalls eigene Interessen und Zwecke verfolgen, politischer und ökonomischer Art. Systemkritische Gedanken sind deshalb oft nicht mehr erwünscht, werden ausgeblendet oder fallen dem Lektorat oder Redakteurssitzungen zum Opfer. Im Zweifelsfall reicht der Platz „leider“ nicht aus. Im Idealfall entstehen sie erst gar nicht, da die Akteure ohnehin in ihrer Denkform gleichgeschaltet sind.

Wie reagieren die Zuhörer und Zuschauer

Die kritischen Gedanken der Medienkonsumenten sind aber auch nicht automatisch richtig. Sie unterliegen ebenfalls Denkfehlern und folgen oft einfachen, ideologisch geprägten Ideen und Antworten. In Folge dessen kommt es dazu, dass die Masse der breiten Bevölkerung selbst in den hoch entwickelten Ländern des Westens Bewegungen folgt bzw. politische Repräsentanten und Parteien wählt, die nicht nur andere Interessen als die der Bevölkerung vertreten, sondern diesen sogar konträr entgegen stehen. Hass auf andere, fremd erscheinende oder sozial untergeordnete Gruppierungen wird geschürt.

Nur ein durch solche Mechanismen – und die gab es historisch betrachtet auch früher schon – verblendetes Volk lässt sich derart aufhetzen und militarisieren, dass es freiwillig die Polizei-Knüppel gegen Demonstranten schwingt bzw. derartiges akzeptiert und geschehen lässt oder sogar gegen andere in den Krieg zieht – und das alles für Interessen, die wie gesagt nicht die eigenen sind. In Deutschland forderten beispielsweise nach 2015 Oppositions-Politiker notfalls auch auf Flüchtlinge zu schießen, um die Landesgrenzen zu schützen. Dass Deutschland selbst Fluchtursachen maßgeblich miterzeugt hatte, wurde dabei natürlich ausgeblendet. Ideologische Scheuklappen machten es möglich, so zu denken.

„Eine zynische, demagogische Presse wird mit er Zeit ein Volk erzeugen, das genauso niedererächtig ist, wie sie selbst.“

(Joseph Pulitzer)

Ein Teil der Medienkonsumenten interpretiert die Nachrichtenerstattung und öffentlichen Diskussionen auf eine Art und Weise, so dass ein Groll gegen diese Medien entsteht. Der Begriff „Lügenpresse“ machte hierzulande die Runde. In den USA wurde der in etwa analog gemeinte Begriff „Fake-News“ populär. Es handelt sich also um ein internationales Phänomen.

Buch.Titel.Medien und Staat

Als Gegenströmung ließ sich andererseits ausmachen, dass es einen Trend zur Überbetonung von „politisch korrekten“ Begriffen und Gendering in der Sprache kam. Auch wenn das nicht wirklich in der Breite gelang, so sind doch Teile davon in die Alltagssprache sowie viele Fachtexte und Medienberichte eingeflossen und befeuerten gleichermaßen den Groll gegen die Medien sowie gegen bestimmte Einstellungen („Gutmenschen“) und politische Strömungen („grün-links-versiffte…“, „alles Nazis…“ usw.). Anstatt miteinander ins Gespräch zu kommen, verstärkte sich von allen Seiten die Abgrenzung. Folge ist eine Verrohung der Sprache, einhergehend mit der „Verwilderung des Patriarchats“, wie es die deutsche Soziologin Roswitha Scholz treffend bezeichnet. Je mehr insbesondere das, die bürgerliche Gesellschaft dominierende männliche Selbstbild wackelte, desto stärker wurden Sozialchauvismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie, Antisemitismus und Antiziganismus (Abwertung von Roma/Sinti) sowie Fremdenfeindlichkeit ausgeprägt. Auch das ließ sich international als Phänomen beobachten.

Abbau der Demokratie und Missbrauch der Justiz

Wie sieht es gegenwärtig in unseren Medien aus? Einerseits ist eine ideologische Gleichschaltung der Inhalte zu beobachten, andererseits bekämpft man sich gegenseitig – vor allem auf juristischem Wege. Abmahnungen und Klagen gehören zum Alltag (s. hier) und (hier) und (Interview-Video weltnetzTV) (2. Interview mit dem Ergebnis). Besonders gern schießen inzwischen die großen Medienhäuser gegen die kleinen, alternativen Medien, die ihnen zu oft ein Dorn im Auge sind. Und dann kommen noch Institutionen der Meta-Ebene wie Europa (eigene TV-Kanäle im Kabel-Fernsehen) sowie Geheimdienste hinzu, die über den Umweg der indirekten Zensur agieren und vorgeben die Wahrung des Urheberrechtes durchsetzen bzw. nicht verfassungskonformes Denken und Handeln unterbinden zu wollen.

In Wahrheit unterhalten Staaten und speziell Geheimdienste spezielle Abteilungen, deren Personal nur damit beschäftigt ist, durch gezielte Propaganda-Kampagnen aber auch das Verbreiten von fiktiven Meldungen die öffentliche Wahrnehmung gezielt in eine vorbestimmte Richtung zu steuern. Einerseits sitzen dahinter die jeweiligen Regierungsparteien. Andererseits neigen aber auch solche Institutionen wie Geheim-/Nachrichtendienste dazu sich zu verselbständigen und ohne Wissen der Regierung nach eigenem Gutdünken zu agieren. Das trägt nicht nur zur Verwirrung bei, sondern schafft mitunter auch Probleme, wenn sich wiederum Parlamentarier dadurch hintergangen fühlen und einen Untersuchungsausschuss fordern, um dahinter zu steigen, wie z.B. die Verbreitung falscher Meldungen abgelaufen ist. Die Geheimdienste sind schon lange selbst eine Gefahr für Verfassung, Grundgesetz und Demokratie geworden.

Auswirkung auf Sprache und Denken

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit z.B. Hass-Kommentaren findet indes nicht statt, weil dann müssten die Protagonisten einschließlich der Vertreter bürgerlicher Parteien ihre eigene Ideologie kritisch hinterfragen. CDU und SPD haben natürlich ideologisch mit der AfD weit mehr gemeinsam, als sie uns glauben machen wollen. Das verwundert auch nicht, hat man doch zahlreiche Ex-Mitglieder an die AfD verloren.

Echte Kontroversen werden deshalb in der Regel der Berichterstattungen sowie in Gesprächsrunden (z.B. TV-Talk-Shows) nicht geführt. Man gibt oberflächlichen Scheindebatten den Vorrang. Menschen werden außerdem nicht mehr ganzheitlich wahrgenommen, sondern idenditätszuweisend auf ihre politische Meinung reduziert und festgenagelt. Das führt zu Ausgrenzung und Diffamierung und steht jeglicher demokratischer Debatte strukturell im Weg.

Demokratie basiert eben nicht alleine auf Wahlen, sondern auf Mitbestimmung, was eine breite Meinungsbildung durch öffentliche Debatten und Diskussionen voraussetzt, die diese Bezeichnung auch verdienen. Alles andere ist direkt oder indirekt politische oder lobbyistische Propaganda, Hofberichterstattung und Demagogie und baut Demokratie schleichend ab. Das ist leider ein Trend, der heute zu beobachten ist. Journalisten sind allerdings anders herum betrachtet auch nur  normale Bürger, die von den Nachrichten der anderen beeinflusst sind. Alle beeinflussen sich gegenseitig. Oft wiederholte Begriffe schleichen sich langsam in den Sprachgebrauch ein (Framing) und können Meme werden, also allgemein akzeptierte Ideen, Vorstellungen und Denkweisen, die zu entsprechenden Verhaltensweisen führen.

Buchtitel.Medien.Staat

Es gibt – vor allem durch das Internet als Funktionsraum – jedoch auch Trends, die dem genannten entgegen wirken. Eine wachsende Zahl an Leuten lässt es sich nicht nehmen, eigenen Gedanken zu entfalten. Es gibt nicht nur zahlreiche Gruppen kritischer Theorie, Bürgeraktivisten und Medienfachleute, die aus den etablierten Mainstreamstrukturen bewusst aussteigen und eigene Wege gehen, sondern auch radikal-konsequente Akteure, die von innen heraus Wahrheiten entlarven und die Öffentlichkeit informieren (Whistleblower) oder von außen in solche Strukturen eindringen und geheime Informationen der Mächtigen aufdecken (Hacker). Das beschleunigt den Prozess der Wahrheitsfindung und des Erwachens der Bevölkerung. Auch dieser Trend unterstützt das Bauchgefühl und Bewusstsein, dass in unserer Nachrichtenwelt etwas ganz grundsätzlich nicht stimmen kann. Auch dieser Teil der Medien entwickelt mitunter eigene Begriffe (z.B. „Relozius-Medien“ – ein Synonym für die nicht mehr glaubwürdigen, weil fiktiven Berichte der führenden Medienhäuser und Verlage) und kann zu Memen führen, die neue Standards setzen.

Vergleich macht klug

Ist man also irgendwie politisch interessiert und möchte halbwegs objektiv informiert bleiben, sollte man deshalb stets einen kritischen Blick auf die Medien haben, sich über Zusammenhänge, Hintergründe und Interessenlagen informieren. Zum Vergleich verschiedener Quellen zu Rate ziehen, ist dabei eine gute Methode. Deshalb finden sich übrigens unter allen hier auf dieser violetten Seite  veröffentlichten Beiträgen stets zahlreiche Links, die auf erweiterte Originalquellen aus den Massenmedien oder alternative Medien verweisen. Diese Links werden auch ständig erweitert. Stöbern lohnt sich also.

Langfristig brauchen wir als Gesellschaft Medienstrukturen, in denen vor allem  finanzielle Unabhängigkeit gewährleistet ist. Es dürfen weder Werbeeinnahmen noch von Parteien gepushte Ideologien Einfluss auf die Finanzierung, ökonomische Absicherung und damit Unabhängigkeit der Journalisten ausüben. Das erfordert politisch gesehen große Umstrukturierungen und eine Neuordnung bzw. Stärkung der Medienbreite. Es braucht Innovationen und neue Ideen. Ohne einen dazu progressiven politischen Willen, wird das nicht  möglich sein.

Holger Roloff, 19. September 2019

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PS – Hinweis: Hinter allen Links auf dieser Seite stecken keine Inhalte der Violetten, es sei denn sie sind als solche explizit ausgewiesen (z.B. Konzepte)! Durch Klicken auf die Links erkennt der geneigte User automatisch die jeweiligen Nutzungsbedingungen der jeweiligen Medien im Sinne der EU-DVSGO an – worauf an dieser Stelle der Vollständigkeit halber mal ausdrücklich hingewiesen sein soll!!! Die Links dienen Vergleichszwecken, damit sich alle Leser selbst weitergehend informieren können, wie kontrovers die behandelten Themen aktuell diskutiert und reflektiert werden. Nur so ist eine eigene Meinungsbildung möglich.


weitere beitrage zu diesem Themenkomplex:

Ein Insider packt zum Thema Medienlandschaft aus – Buchautor Ulrich Teusch im Gespräch bei KenFM (Video)

Warum die Lämmer schweigen – Rainer Mausfeld erläutert im Gespräch bei weltnetzTV die subtilen Mechanismen der Meinungsmanipulation (Video)

Wie werden Meinungen und Demokratie gesteuert? Rainer Mausfeld beleuchtet die Details und Hintergründe (Videovortrag) (Schautafel 1) (Schautafel 2) (Schautafel 3) (Schautafel 3)

Public Relations – Manipulation der Masse – Doku auf arte (2019 / 53 min) – kann man sich hier bei YouTube komplett ansehen (Video)

Vortrag (simultan deutsch übersetzt) von Noam Chomsky zu Wirkungsmechanismen von Massenmedien (Video)

Die Struktur wirkt auf den Inhalt – deshalb gibt es mehrere unabhängige Initiativen, die versuchen eine Veränderung zu bewirken, wie z.B. rundfunkfrei (hier) – hier ein Interview mit den Machern (Video)

Psychische Gewalt als Normalzustand der Medien – Rammstein-Musiker Flake bringt es in einem kurzen Interview auf den Punkt (Video)

Hier ein Bsp. für systematische Hetz-Kampagnen, die Meinung manipulieren anstatt BILDen sollen (hier)

Die Macht um Acht – die Alternative zur Tagesschau – analysiert, hinterfragt und kritisierte as falsch läuft im Mainstream-Medien-Giganten der BRD (hier Folge 23) und (hier alle Folgen)

Die Gruppe Der Moderne Man sang schon 1982 über die fragwürdigen Nachrichten in der bürgerlichen Gesellschaft, Manipulation und Irreführung – „Gurus und Geheimagenten“ hieß der Titel (Song audio)

Wie ticken „Alternative Medien“? Hier im Interview bei KenFM Jasmin Kosubek von RT Deutschland  (Video)

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird (hier)

Vergangenheit reloaded? Bundestagswahl 2017 (hier)

Bargeld retten oder abschaffen? (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen (hier)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaftsform (hier)

Das Goldene Kalb namens Arbeit (hier)

Des armen (Raub-)Ritters neue Ideen (hier)

Manchmal wird die sprachliche Manipulation („Framing“) offenkundig und fliegt auf, z.B. wenn ein Intendant nicht mehr mitspielt, wie jetzt in der ARD passiert – der Spiegel berichtet (hier) oder wenn jemand offen auspackt, wie Zensur und Manipulation selbst bei Öffentlich Rechtlichen Sendern abläuft wie hier am Bsp. des MDR (Video) und hier ein Bericht bei Tagesdosis vom 26.02.2019 (Video)

Die sprachliche Manipulation zeigt sich besonders stark bei militärischen Themen und Berichtet über Gewalt – ein analytischer Kommentar von Bernhard Loyen (hier)

Was darf man eigentlich vom Medienschwergewicht TAGESSCHAU in der ARD erwarten? Die Serie „Die Macht um Acht“ bei KenFM klärt regelmäßig auf (hier)

Was wollen eigentlich „Die Gelbwesten“? …laut Tagesschau – so funktioniert Manipulation der Meinungen – Aufklärung durch „Die Macht um Acht“ (Video)

Wikipedia-Manipulateure wurden 2019 endlich juristisch entlarvt (hier) und (Video) und (hier) Dazu noch ein ausführlicheres Gespräche KenFM (Video)

Wie vertrackt die Zusammenhänge und Hintergründe in den Medien und bei Wikipedia sind, erfährt man in diesem Gespräch beim Sender EXOMAGAZIN.TV

Der Medien-Navigator (hier)

Das Transatlantische-Netzwerk und sein Einfluss hinter den Kulissen (hier)

Medienmanipulation braucht nur der, der Lügen verbreiten möchte. Dabei werden auch schamlos Begriffe wie z.B. „humanitäre Hilfe“ mißbräuchlich verwendet, wie z.B. durch die USA und Deutschland mit Bezug auf Venezuela – Tagesdosis 22.2.2019 (hier)

Was sind eigentlich Fake-News? Und wie erkennt man sie? Hier der Stand der Wissenschaft unterhaltsam erklärt von maiLab (Video)

Psychologie der Manipulation – gut erklärt von Rainer Mausfeld (Video)

Warum haben wir eigentlich immer noch keine Basisdemokratie? Dirk Müller erklärt die geschichtlichen Gründe und politischen Herrschaftsabsichten, warum das bislang so ist (Video)

Der Brexit – ein inszenierter Schaukampf – Ernst Wolff über die Hintergründe (hier)

Heutige Massenmedien gefährden die Demokratie – Volker Pispers scherzt wie immer Klartext (Video)

Die Digitalisierung hat schwerwiegende Folgen für den Medienbereich. Der Versuch der Zensur von unliebsamen Inhalten klopft so durch die Hintertür und über Umwege an – wie Artikel 13 – der indirekt als Zensur-Schlüssel dienen soll. Doch mit so massiven Protesten hat man wohl nicht gerechnet (hier). Ebenso nicht mit den Reaktionen nach dem Beschluss am 26.03.2019 – das ist Politik gegen den Willen der Bevölkerung (hier)

Der umstrittene Artikel 13 riecht nach systemkonformer Zensur – Gedanken eines Beobachters – Detailverliebt (Video)

Wie Medien, Lobbyisten und Politik Gesetze mißbrauchen, um ein künstliches Umweltgift wie Glyphosat (Monsanto/Bayer) als Profitbringer zu erhalten – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 30.03.2019 (hier)

Auswirkungen der Medienmanipultaion zeigen sich auch im inzwischen als falsch aufgedeckten „Russigate“ in den USA – ein Kommentar von Rainer Ruppig für Tagesdosis 5.4.2019 (hier)

Das neue , umstrittene 5G Netzwerk, der BND und die Medien – was haben sie gemeinsam? Eine Reflexion von Dirk Kohlmann für Tagesdosis 9.4.2019 (hier)

Westliche Rhetorik verstehen – oder „Wie sich der Westen seine Ressourcen sichert“ – Volker Pispers gibt zur Erinnerung Nachhilfe (Video)

Dank Wikileaks und Julian Assange wurden immer wieder kleine Bruchstücke der Wahrheit an die Öffentlich gebracht und wie in diesem Fall durch den aufmerksamen Herrn Sonneberg (DIE PARTEI) dem Europa-Parlament als Filmtipp empfohlen, um sich informieren zu können (Video)

Pressefreiheit, Skandale und Whistleblower – von Watergate 1973 bis Julian Assange 2019 – welche Parallelen gibt es? – ein Kommentar von Dirk Pohlmann für Tagesdosis 23.04.2019 (hier)

Welchen Zweck erfüllt die Manipulation der öffentlichen Meinung in einer Klassengesellschaft? – ein Beitrag von Susan Bonath (hier)

Es gab und gibt weitere Zwecke, die zum Schweigen der Mainstream-Medien über wichtige Themen führen – eine Erinnerung an die Doktrin namens „Operation Condor“ (hier)

Ehemalige MDR-Moderatorin packt aus – auch intern knirscht es  längst in den Medien, selbst bei den Öffentlich Rechtlichen Sendern (Video)

Das Kreuz mit dem Antisemitismus und unbegründeten Antisemitismusvorwurf – eine Variante moderner Manipulation (hier)

Die Surrealität der Medien und Politik – der Beitrag bei Standpunkte bei KenFM vom 11.05.2019 von Jochen Mitschka offenbart zweifelsfrei die Widersprüche in Sachen Umweltpolitik u.a.m. (hier)

Die Marketing-Abt. großer Konzerne manipulieren über die Medien systematisch die ganze Öffentlichkeit, wie folgendes Beispiel des Ölriesen Exxon zeigt (hier)

Selbst das berühmte Rezo-Video ist eigentlich eher eine Klatsche für die Medien, denn die Journaille erfüllt offensichtlich ihre Aufgabe nicht, so dass es eines jungen youtubers bedarf, die politischen Ergebnisse mal korrekt darzustellen (Video)

Sind Privatsender besser? Hier das Bsp. RTL (Video)

Dass man Medienpräsenz durchaus anders nutzen kann zeigt dieses Bsp. von Yoko und Klaas bei Pro7 (hier)

Die Tagesschau im Dienste der Kriegsvorbereitung im Iran (Video)

Die Rechtfertigung des ungleichen Reichtums erfolgt sogar durch bekannte Milliardäre direkt in den Mainstream-Medien – so lässt sich nachvollziehen, wie die Argumente von Ideologien entstehen – „Jammern auf höchstem Niveau“ ein Kommentar von Dagmar Henn für Tagesdosis 28.6.2019 (hier)

Vortrag von Norbert Bolz zum Wahrheitsgehalt der heutigen Mainstream-Medien in Deutschland (Video)

Speziell dafür gegründete Unternehmen versuchten sogar schon Wahlen zu beeinflussen, indem sie Daten abgreife, um damit das Wählerverhalten zu steuern (hier)

„Deutscher Meister“ der gesamtgesellschaftlichen und medialen Manipulation ist – tätärätää – richtig: Bertelsmann, die ihre entfremdeten Vorstellungen durch eigenen Studien begründen – kritisch beleuchtet von Dagmar Henn (hier)

Ein Warndreieck für Meldungen der Tagesschau – ab 2019 regelmäßig verliehen von Die Macht um Acht  – soll uns schützen vor Hofberichterstattung, Polit-Propaganda, halben Wahrheiten und Missverständnissen (Video)

Die Mär von der Verantwortung – ein neoliberales Märchen, um neue Zumutungen und Verschlechterungen durchzusetzen – eine Analyse von Roland Rottenfußer für Tagesdosis 30.07.2019 (hier)

Wie Ökologie-feindlich/-ignorant z.B. die Landwirtschaftspolitik in Deutschland ist beleuchtet die Doku „Gekaufte Agrapolitik – wie Industrie und Agrarlobby durchregieren“ (2019) (hier). Sie wurde zwar mehrfach ausgestrahlt, auch zur besten Sendezeit – perfiderweise aber dann, als parallel ein Fussballspiel der deutschen Nationalelf lief (BRD – Holland 2:4). Auch das gehört zu den Methoden der Manipulation. Wen juckt schon eine Doku, die kaum jemand mitbekommt…

Die psychologische Steuerung der Massen-Meinungen erfüllt einen zielgerichteten Zweck – eine selbst gewählte Käfighaltung zu garantieren – dadurch schlitterten wir historisch längst in einen (neoliberalem) Faschismus hinein, in dem wir permanent einer Dauergehirnwäsche auf allen Ebenen unterzogen werden – ein Beitrag von Anna Zöllner für Tagesdosis am 11.09.2019 (hier)

Demokratie ohne Volk – es gab in den letzten 70 Jahren über 60  Änderungen des Grundgesetzes – aber stets durch Ausschluss des Volkes – Henry Mattheß bringt Fakten bei Tagesdosis 7.10.2019 (hier)

Deichkind setzen sich auch kritisch mit der permanent plappernden Mediengesellschaft auseinander und fragen „Wer sagt denn das? (Video)

Wie die Bevölkerung hinsichtlich Lösungen der Rentenfrage beim NDR bewusst  getäuscht wird! Eine Analyse vin Norbert Häring bei STANDPUNKTE / KenFM  (Video)

Was ist der tiefe Staat? Was steckt im Kapitalismus hinter den Strukturen? Wer sind die eigentlichen Machthaber, die hinter den Kulissen bestimmen? (Gespräch im Video)


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Die Rolle des bürgerlichen Sozialstaates

Zum Repertoire der typischen Beteuerungen, die von Politik und Medien immer wieder zu hören sind, gehören die Loblieder auf den „deutschen Sozialstaat“. Das hat nicht nur Tradition, sondern wurde historisch geradezu zum Maßstab erhoben, an dem sich andere Länder zu messen hätten.

Hinter diesem Mythos, der einem Vorhang gleich, als grauer Nebel vor den sozialen Realitäten hängt, lassen sich wirkliche Zusammenhänge und Disproportionen der Sozialverhältnisse wunderbar verschleiern. In den Rest des öffentlichen Bildes werden bunte Warenberge geschoben, so dass jeder sein Gewissen und emotionale Löcher durch Konsum leicht stopfen kann, solange man noch das nötige Kleingeld hat, um konsumieren zu können. Das Erwachen begingt erst dann, wenn einen selbst das Gespenst des sozialen Abstiegs erreicht, wenn die Angst sich nähert, abgehängt zu sein und die Armut Dank Ebbe im eigenen Portemonnaie nicht mehr zu leugnen ist. Spätestens dann beginnt der eigene Simulationsmodus, um das Wohlstandsbild auch Außen aufrecht zu erhalten (vgl. hier).

„Marktwirtschaft“ – also die kapitalistische Produktions- und Lebensweise – das sagen selbst ihre schärfsten Kritiker – ist zwar die bislang erfolgreichste, produktivste und am höchsten entwickelt gesellschaftliche Form, welche die Menschheit bisher entwickelt hat. Aber das ist eine relative Aussage. Sie bedeutet keineswegs, dass Kapitalismus an an sich gut und eine sachlich kluge Art zu wirtschaften wäre. Produktion ist eben keineswegs zu verwechseln und gleichzusetzen mit gesellschaftlichem Fortschritt an sich. Sich damit zu befassen, wie die Zusammenhänge tatsächlich strukturell zusammenhängen, wäre Aufgabe der Soziologie und kritischen Theorie. Dem kommt sie oft allerdings nicht ausreichend nach.

Buchcover Der soziale Staat

Es gibt positive Ausnahmen, die Klartext sprechen. In diesem Sinne weist die Tageszeitung JUNGE WELT auf eine bemerkenswerte Buchveröffentlichung der Soziologie hin. Publiziert im Hamburger VSA-Verlag werden die neuesten soziologischen Erkenntnisse durch die Autoren Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie veröffentlicht. Diese Publikation lüftet den Vorhang des Nebels auf und flutet die Schattenwelt der kleinbürgerlichen Idylle mit der notwendigen Menge Licht. Titel: „Der soziale Staat: Über nützliche Armut und ihre Verwaltung – Ökonomische Grundlagen – Politische Maßnahmen – Historische Etappen“.

Was darin zum Vorschein kommt ist die im Alltag millionenfach gefühlte Wahrheit, dass Arbeitslosigkeit und Armut zum System dazu gehören. Der Kapitalismus schaffte es zwar historisch in der Zeit des Fordismus (Keynianistisch-fordistischer Wohlfahrtsstaat nach dem II. WK) zum Erfolgsmodell zu werden (=“soziale Marktwirtschaft“) und damit den Eindruck zu erwecken, man wäre in Sachen Modernisierung auf gutem Wege. Doch das täuschte, denn sozialer Fortschritt war kein unabhängig anvisiertes humanistisches Ziel des Westens, sondern ein Zugeständnis im Wettstreit mit dem Realsozialismus im Osten. Bereits mit Rückkehr der Massenarbeitslosigkeit in den 1970er Jahren bekam das Bild Risse. Der Keynianismus scheiterte im Westen und wurde durch den Neoliberalismus als politischen Verwaltungsdenken in Wirtschaft und Politik abgelöst. So begann ab 1980 die Globalisierung. Damit kehrte auch echte Armut zurück, was bei gleichzeitigem Anstieg des materiellen Wohlstandes insgesamt natürlich ein offenkundiger Widerspruch war.

Mit dem Scheitern des Marxismus im Osten 1989 fiel das ideologische Gegenmodell weg und somit auch der Grund für das Kapital im Westen, weiterhin derartige Zugeständnisse zu machen. Sozialer Fortschritt kostet immer Geld. Das ist eine Binsenweisheit. Nichtsdestotrotz verstanden sich neoliberale Ideologen mit ihrer marktkonformen Rhetorik bestens darauf, die prekärer werdenden Verhältnisse begrifflich so darzustellen und zu verdrehen, dass es ab den 1990er Jahren so erschien, als wenn Reformen unabdingbar wären. Der Gürtel sei nun enger zu schnallen. Der Sozialstaat sei zu reformieren, sprich abzubauen. Eine Politik der Sparsamkeit (Austeritätspolitik) sei nun alternativlos und das geeignete Mittel der Wahl, um weiteren Fortschritt zu erzielen. Das verdrehte natürlich die Tatsachen. Scheinbare Gründe zur Rechtfertigung zauberte man locker aus dem Ärmel, wie ein Zauberer weiße Hasen. Auf den versprochenden Fortschritt warten wir bis heute. Der ist eher in China zu sehen, als hierzulande. Globalisierung wurde öffentlich nicht mehr dargestellt als Folge politischer Entscheidungen, aufgrund der Krise des Kapitalismus des 1970er Jahre, sondern als unabänderbare Naturkatastrophe, gegen, die man nichts machen könne. Welche Farce…

Das Ergebnis dieser Politik ist hinlänglich bekannt. Welche Rolle der bürgerliche Sozialstaat historisch inne hatte, lässt sich aus heutiger Sicht also eindeutig und selbstkritisch reflektieren. Genau das haben die Autoren gemacht. Wer Wesen, Bedeutung und Charakter des Sozialstaates verstehen will, findet es selten so gut auf den Punkt gebracht wie in diesem Buch. Schon der genannte JUNGE WELT-Artikel verschafft einem eine Vorahnung davon.

Verwaltete Armut– der genannte Artikel in JUNGE WELT (hier als PDF)

Holger Roloff, 05. Oktober 2018


weitere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

Zur historischen Rolle des Staates gibt einen aufschlussreichen Text von Gerd Bedszent, der einige Irrtümer klarstellt (hier Link) und (hier als PDF-Text)

Berichte und Infos rund und das Thema „Hartz System“Gegen-hartz.de

Kapitalismus wertkritisch erklärt (hier)

Selbst eine Organisation wie Oxfam verfehlt mit seiner Analyse die Rolle des bürgerlichen Staates und kommt zu zweifelhaft positiven Ergebnissen, wie ein Beitrag in der Tageszeitung JUNGE WELT offen legt (hier)

Der Staat ist um Teilung von Menschen und Macht bemüht, um den Status quo seiner selbst aufrecht zu erhalten (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen (hier)

Des armen (Raub)Ritters neue Ideen (hier)

Wachsender Überwachungsstaat – warum eigentlich? (hier)

(Ver)Kommerzialisierung des Gesundheitssystems gescheitert (hier)

Digitalisierung im Kapitalismus (hier)

Die Zukunft des Kapitalismus, sein Wesen, sein Charakter, Konkurrenz, Sozialabbau, austauschbare Politiker – ein Kommentar von Susan Bonath zum inneren Zusammenhang von allem in unserer Gesellschaftsform bei Tagesdosis 5.11.2018 (hier)

Arbeitszwang als Bedingung zur Kapitalsteigerung ist charakteristisch für Faschismus – wie der zur irrationalen Normalität wird offenbart dieser Beitrag von Susan Bonath (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Klassenbewusstsein in Frankreich, Tiefschlaf in Deutschland – Susan Bonath über die „Gelbwestenbewegung“ 10.12.2018 KenFM (hier)

Massenmigration als Flucht vor Massenarbeitslosigkeit – der Mensch als Ware Arbeitskraft im Spiel westlicher Politik – ein Beitrag von Rainer Ruppig für Tagesdosis 11.01.2019 (hier)

Aufgabe, Sinn und Zweck des Staates offenbaren sich stets in seiner Rechtsprechung – Untertanen zu erziehen, um die Ausbeutungsverhältnisse auch aus Sicht der juristischen Seite aufrecht zu erhalten (hier)

Zum Verteilungsirrsinn im Kapitalismus„Arme haben freie Wahl – Hamsterrad oder Hungerstrafe“ eine Sachbestandsaufnahme von Susan Bonath für Tagesdosis 21.01.2019 (hier)

Selbst Naturwissenschaftler sprechen sich inzwischen für ein BGE aus – hier erläutert der Physiker Harald Lesch, was er im eigenen Umwelt beobachtet (Video)

Trotz der angeblichen „Segnungen des Sozialstaates“ ist in Deutschland für viele Menschen nichtmal ein vollwertiges, gesundes Essen als garantiert, z.B. wenn man seine Arbeit verliert – berichtet die Frankfurter Allgemeine (hier)

Oxfam und Transparency International legen neue Zahlen vor – sie zeigen die großen Trends unserer Zeit auf – Tagesdosis 02.02.2019 (hier)

Sozialdemokraten, Nationalisten und ihre Mär vom Staat – ein Kommentar von Susan Bonath für Tagesdosis 11.02.2019 (hier)

Ohne Analyse keine Lösung – ein Kommentar von Susan Bonath, der auf die inneren, antagonistischen Widersprüche im Kapitalismus verweist (hier)

Es wird gern so getan als sei nicht genug Geld für soziale Verbesserungen da, doch bei so überflüssigen Dingen auf der Ausgabenseite wie militärischer Aufrüstung (welches Nachbarland soll uns eigentlich angreifen?) oder auf der Seite entgangener Einnahmen wie bei den kriminellen Cum-Ex-Geschäften, macht der Staat was? NICHTS – die ARD berichtet (hier)

Die Sündenbock-Propaganda der Markt-Mythologen – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 2.3.2019 analysiert und hinterfragt die neuen Hartz IV-Konzepte (hier)

Was machen neoliberale Think Tanks, wer finanziert sie, welchen Einfluss üben sie aus und wie lenken sie angebliche „Systemkritiker“ – Kommentar/Susan Bonath (hier)

Politik und Staat halten war an der Macht fest, jedoch ohne Probleme ernsthaft anzugehen und zu lösen – das kapitalistische System blamiert sich (hier)

Dienen und Gehorchen für Maximalprofit – warum das im Widerspruch zur  Arbeit im gesellschaftlichen Gesamtsinn steht erläutert Susan Bonath für KenFM für Tagesdosis 13.04.2019 (hier)

Raus aus dem Krieg – Raus aus dem Gedankengefängnis – Susan Bonath für Tagesdosis 20.04.2019 (hier)

Der Staat sichert im  Grunde nur die ungleichen Vermögensverhältnisse und deklariert die darin enthaltene Ungerechtigkeit als „sozial“ (Karikatur)

Die Mär von der Verantwortung – ein neoliberales Märchen, um neue Zumutungen und Verschlechterungen durchzusetzen – eine Analyse von Roland Rottenfußer für Tagesdosis 30.07.2019 (hier)

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Preissteigerung und Werte(verfall)

Die Tageszeitung JUNGE WELT brachte in ihrer heutigen Ausgabe einen kurios anmutenden Artikel mit dem Titel „Mit dem Ferrari zum Ein-Euro-Laden“ (hier). Darin wird auf eine bemerkenswerte Buchneuerscheinung der Autoren Markus Metz und Georg Seeßlen hingewiesen – Titel: KAPITALISTISCHER (SUR)REALISMUS (hier).

Die immer irrationaler werdende Konsumwarenwelt der kapitalistischen Spätmoderne und die sich in ihr zuspitzenden Widersprüche wertmäßiger, sozialer und ökologischer Art wurden an dieser Stelle schon mehrfach thematisiert und füllen andernorts inzwischen ganze Bücher.

Buch-Cover Kapitalistischer (Su)RealismusDie im Jahr 2018 aktuelle Politik der meisten Staaten weltweit ist trotzdem immer noch der Neoliberalismus, also der stete Glaube, der Markt regelt alles – man müsse in diesem Sinne nur mehr Vertrauen wagen. Dabei spielt es bekanntlich keine Rolle, ob das tatsächlich auch so ist oder längst mehr als in der Kritik steht, die Umwelt ruiniert wird, immer mehr Staaten scheitern („failed states“), Bürgerkriege toben und die HighTech-Erfindungen nur scheinbar Probleme lösen und die Produktivkräfte gar destruktiv werden.

Andererseits bildet so eine warenförmige Gesellschaft ein dazu passendes Subjektbewusstsein aus. Konsum ersetzt echtes Leben. Ideologien und Populismus haben Hochkonjunktur. Man fröhnt dem Warenfetisch. Schlangen bilden sich bei Produktstarts vor bestimmten Läden und Kaufhausketten erwarten an Rabattverkaufstagen einen regelrechten Kundenansturm. Der Preis für Luxusgüter steigt aus Gründen des Prestige ebenso wie die notwendigen Lebenserhaltungskosten durch Inflation.

Gleichzeitig findet aber ein Wertever-fall statt. Der ist Thema des Buches. Während die Soziologin Roswitha Scholz schon vor Jahren von einer zunehmenden „Verwilderung des Patriarchats“ sprach, schauen sich die Autoren Metz und Seeßlen die subjektive Bedeutung des Warenfetisch` und seiner grotesken Entwicklungen und teilweise in sich selbst widersprüchlichen Tendenzen an. Ihre Darstellung ist jedoch keine trockene, soziologische Abhandlung, sondern eine – obwohl sehr sachlich orientiert – durchaus unterhaltsam geschriebene Fachlektüre. Es tauchen so manche Protagonisten aus Politik und Medien auf, so dass der Leser gut folgen kann, was mit den Argumenten und Feststellungen gemeint ist. Obwohl so eine Veröffentlichung Abstraktionen verlangt, bleibt sie so konkret dass der Leser den Roten Faden nie verliert und sich gut unterhalten fühlt.

Einerseits treiben politisch engagierte Menschen stets positiv motivierte Fragen wie „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ und „Welche Werte vertreten wir dabei?“. Doch es gilt dabei, den negativen Ausgangspunkt zu kennen, genau hinzusehen was gegenwärtig los ist und warum wir es zu überwinden wünschen. Der westliche Wertekanon wird nur aufgerufen, wenn er politisch gerade ins Bild paßt. Man vergißt ihn jedoch schnell oder deutet ihn um, wenn soziale und freiheitliche Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte einkassiert werden sollen. Der moderne Mainstream-Mensch handelt in sich widersprüchlich und ist längst vom Realist zum Surrealist mutiert.

Den Autoren gelingt es spielend aufzuzeigen, wie absurd unsere moderne Konsumwelt geworden ist, welche Stilblüten sie hervorbringt, warum selbst die Welt der Reichen Upperclass längst bröckelt und mit welchem moralischen Niedergang des Wertesystems das alles einhergeht.

Holger Roloff, 06. August 2018


weitere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

„Die Verwilderung des Patriarchats in der Postmoderne“ von Roswitha Scholz (hier)

So beherrscht das Kapital die Politik – hier am Bsp. der Bankenlobby – Steuerzahlen überlässt man dem Normalbürger und kleinen Mittelstandsunternehmen, während sich die Elite und ihre Handlanger in Lobbyverbänden und Politik (Stichwort „Nebenverdienst“) die Taschen voll machen (hier)

Der drohende Kapitalkollaps und die Angst der Profiteure – ein Kommentar von Susan Bonath  Tagesdosis vom 13.08.2018 bei KenFM macht den Widerspruch von steigender Produktivität und Fall der Profitrate deutlich (hier)

Billigfliegen – Der Airport-Kapitalismus – eine Kolumne von Georg Dietz beim SPIEGEL (hier) und (PDF)

Nichts wird mehr als Wert gepriesen und hochgehalten als der kapitalistische Leistungsmythos – Volker Pispers klärte schon vor Jahren auf über deutsche Spitzenmanager (Video)

19.08.2018 Zitat des Tages bei JUNGE WELT

“Sie beeinflussen Stiftungen, sie kaufen Lehrstühle, sie finanzieren Universitäten – alles in ihrem Sinne. Und das schafft ein großes Ungleichgewicht, und die Demokratie wird dadurch entwertet.”

(Foodwatch-Gründer Thilo Bode am Sonntag im Deutschlandfunk über die Macht der ­Konzerne)

Warum „Wahrheit“ nicht von Mehrheiten abhängen darf, sondern unabhängigen Kriterien genügen muß, erläutert der deutsche Philosoph Christian Weilmeier (Video)

Wie Denkformen, Ideologien und Wertvorstellungen weiter gegeben werden (hier)

Me, Myself and Media 45 vom 02.09.2018 (KenFM) – bietet einen kritischen Blick auf die Medienmanipulationen und den Mangel an zeitgemäßer Demokratie in Deutschland (Video)

Was kann ich selbst im Rahmen des Zerfalls des aktuellen Systems und der ökologischen und sozialen Krisen tun, um etwas zu verbessern? Anregungen gibt dieses Interview (30.08.2018) mit dem alternativen Journalisten und Friedensaktivisten Ken Jensen bei NuoViso.TV (Video)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Sind wir bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

„System Error“ – ein Film über das Festhalten am religiösen Irrglauben des Wachstums als unabänderlicher Naturtatsache. Das funktioniert nur als quasi Religion mit reichlich kognitiver Dissonanz und blinder Flecken der Wahrnehmung (Trailer). Bericht bei ttt (Video) Hier ein Interview mit dem Regisseur Florian Optik (Video)

ZDF Doku (2018) zur Finanzkrise entlarvt die tatsächliche Rolle der Deutschen Bank. Dabei offenbart sich ganz nebenbei die totale Unfähigkeit der politischen Elite ihr eigenes System namens Kapitalismus zu verstehen. Alle Beteiligten schätzten die Lage völlig falsch ein und trafen falsche Entscheidungen. Und das läuft bis heute ungebremst und unverstanden so weiter. Ein Bezug zur „Realwirtschaft“ wird selbst in der Doku nicht erwähnt, obwohl die Krise primär eine Krise der Arbeitsgesellschaft (1970er Jahre) ist (hier). Hier noch ein Gespräch zu Hintergründen mit dem Autor Dirk Laabs (hier)

Mr. „Dax“ Dirk Müller argumentiert natürlich stets aus pro-kapitalistischer Sicht – macht aber ebenfalls deutlich, dass 10 Jahre nach der letzten großen Krise von Seiten der Politik nichts unternommen wurde, um ihre neoliberal-politische Ausrichtung zu ändern. Weder Frau Merkel, noch die EU noch die internationale Finanzwelt haben „ihre Hausaufgaben“ gemacht (Video)

Wie systematisch auch der moralische Wertezerfall in der vor zehn Jahren in eine 700 Mrd US-Dollar Pleite gesteuerte Bank Lehmann-Brothers bereits war berichtet die Doku „Inside Lehmann“. Das Spektrum der Unternehmensführung reichte von Druck und Mobbing gegen die eigenen Mitarbeiter, Lügen gegenüber der Bankenaufsicht bis zur Bilanzfälschung (hier), wobei warnende Stimmen konsequent ignoriert oder verschwiegen wurden. Mit ähnlich krimineller Energie wurde die in Hong Kong ansässige HSBC Bank geführt, wobei sogar Geldwäsche für Drogenkartelle aus Mexiko eine Rolle spielten. Die Doku „Die Skandalbank“ beleuchtet den Fall (hier)

Der moralische und humanistische Werteverfall spiegelt sich bekanntlich auch im Teil der unkritischen Künste unbewusst  wieder – hier wird als Beispiel dafür der Kino-Film „Klassentreffen 1.0“ (Til Schweiger) einer kritischen Analyse unterzogen (Video)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Hoffnungsschimmer wachsende Zivilcourage – warum eine deutsche Journalistin den »Helmut-Schmidt-Preis« ablehnt Junge Welt-Bericht (hier)

Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit, Ignoranz und Bequemlichkeit sind die natürliche Nahrung jeder Ideologie – Hagen Rether denkt laut auch (Video)

Es lohnt ein Blick in die USA, um die Zusammenhänge in Zeiten des Neoliberalismus (= Politik pro Diktatur des Marktes) und damit das, was auf uns zu kommt, besser zu verstehen – „Feudalismus 2.0“ ein Kommentar von Chris Hedges für Tagesdosis 17.10.2018 (hier)

Hochglanzbroschüren ersetzen hierzulande jede sachorientierte Politik – das zeigt sich aktuell am Thema Wohnungsnot und die Folgen deutscher Planungspolitik – hier in Die Anstalt (Video)

Wie der Neoliberalismus sich ab 1980 öffentlich etablierte, zeigt sich auch am Kino – hier am Bsp. „Risky Business – Lockere Geschäfte“ (Video)

Der Neoliberalismus ist die der Simulationsgesellschaft adäquate Politik, in der inhaltsleere Zeichen das Leben aufdiktieren und bestimmen. Die Psyche derart entfremdeter und ästhetisierter Menschen wird auch dargestellt in Spielfilmen wie z.B. „American Psycho“ – hier eine Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt (Video)

100 DINGE – wieviel braucht der Mensch und die Pseudosystemkritik im deutschen Film – Wolfgang M. Schmitt geht der Dummheit dieser Komödie nicht auf den Leim und entlarvt den doppelten Boden der kapitalistischen Ästhetik unserer Tage (Video)

Der Mensch selbst wird zur Ware, um besser und mehrfach ausgebeutet werden zu können (hier)

Die neoliberale Ästhetik der Ware Kinofilm – hier analysiert am Bsp. der FLOP 10 der schlechtesten Filme des Jahres 2018 (Video)

Die Qualität der Neoliberalen erkennt man auch an der Planung ihrer Großprojekte wie z.B. Stuttgart 21 (Video). Was da hinter den Kulissen abgelaufen ist, an Seilschaften existiert und Profit-Interessen eine rolle spielt ist hier ansatzweise zu hören (Video)

Warum Neoliberale ähnlich wie Rassisten gleichermaßen methodischen Denkfehlern unterliegen, erfährt man, wenn man einem Wissenschaftler wie Mark Benecke mal genauer zuhört, der das anschaulich erläutert (Video)

Auch der Verfall westlicher Politik ist nicht mehr zu übersehen- die Kritik daran wird deshalb sprachlich deutlicher – Tagesdosis vom 01.02.2019 (hier)

Der neoliberale Irrsinn liefert Stoff fürs Kabarett – Mann, Lieber! vom 12.02.2019 (Video)

TEDi und Co. – Die dunkle Seite der Billishops – (Doku)

Was machen neoliberale Think Tanks, wer finanziert sie, welchen Einfluss üben sie aus und wie lenken sie angebliche „Systemkritiker“ – Kommentar/Susan Bonath (hier)

Sogar Feminismus wird von Vertreter*innen des Neoliberalismus fehlinterpretiert und in sein Gegenteil verkehrt, wie das Bsp. der Autorin Verena Brunschweiger mit ihrem Buch „Kinderfrei statt kinderlos: Ein Manifest“ zeigt – eine Analyse von Felix Feistel für Tagesdosis 10.04.2019 (hier)

Dienen und Gehorchen für Maximalprofit – warum das im Widerspruch zur  Arbeit im gesellschaftlichen Gesamtsinn steht erläutert Susan Bonath für KenFM für Tagesdosis 13.04.2019 (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Raus aus dem Krieg – Raus aus dem Gedankengefängnis – Susan Bonath für Tagesdosis 20.04.2019 (hier)

Globale Finanzmärkte: Die Fieberkurve steigt – weiter Geld in die Märkte zu pumpen beschleunigt den Niedergang des Kapitalismus ein Kommentar von Ernst Wolff (hier)

Wie verlogen und widersprüchlich die bürgerliche Politik sich bis zum Jahr 2019 darstellt zeigt sich anhand zahlreicher Beispiele – ein Beitrag von Jochen Mitschka für KenFM (hier)

Der Neoliberalismus ist eine zutiefst menschenverachtende Ideologie – der deutsche Soziale Rainer Mausfeld erläutert, was der Wissenschaft dazu bekannt ist (Video)

Der Wertverfall im Spätkapitalismus lässt sich sehr gut am Bertelsmann Konzern, seinen irrationalen und unethischen Ideen sowie gesellschaftlich hochgradig manipulierenden Einfluss erkennen, z.B. jedes zweite Krankenhaus schließen zu wollen – kritisch beleuchtet von Dagmar Henn (hier)

Das Münchhausen-Prinzip – wir werden von Narzisten regiert –  ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei Tagesdosis 24.07.2019 (hier)

Die Mär von der Verantwortung – ein neoliberales Märchen, um neue Zumutungen und Verschlechterungen durchzusetzen – eine Analyse von Roland Rottenfußer für Tagesdosis 30.07.2019 (hier)

Neoliberalismus und Kapitalismus machen Menschen zu Objekten. Psychologe Hans-Joachim Maaz legt die grundlegenden Pathologien auf (Video)

Der herrschende Neoliberalismus ist eine Ideologie des Materialismus (hier)

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Das Goldene Kalb namens Arbeit

Es gibt zahlreiche Bücher wie „Der Tanz um das Goldene Kalb“  (hier) und (hier) oder „Der Tanz um den Gewinn“ (hier) o.ä. Titel, stets Bezug nehmend auf die biblische Vorlage, in der es sich um ein Götzenbild handelt (Info). Meistens wird darunter das Rumgeeier um das Thema Geld verstanden, oft verbunden mit Aussagen wie „Über Geld redet man nicht“, „Über Gehälter reden wir nicht im Unternehmen.“, „Das liegt am Schleier des Geldes“ u.ä. Sätzen. Auch wenn sich das gerade aufzulösen scheint (Stichwort Transparenz, gleiche Bezahlung von Frauen) – stellt sich die Frage, ob die Zuordnung „Goldenes Kalb = Geld“ tatsächlich den Kern trifft!?

Kapitalismus baut auf drei grundlegenden Kategorien auf: Ware, Geld, Arbeit. Über jede davon sind zahlreiche Aufsätze und ganze Bücher verfasst worden. Dominierte in der letzten großen Krise 2007-2010 vor allem die Diskussion ums Geld (Finanzmärkte, Finanzblasen, Gier, Zinsen, Moral, Kreditklemme etc.) hat sich das seit 2017 verschoben. Jetzt tobt die Debatte eindeutig um das Thema „Arbeit“.

Abstrakte Arbeit

Das Wesen der kapitalistischen Tätigkeitsform besteht darin, abstrakt zu sein. Sie wird als Kostenaufwand betriebswirtschaftlich in den kaufmännischen Büchern geführt, geplant und abgerechnet. Abstrakte Arbeit als sozial-ökonomisches Formprinzip – und das ist den meisten Protagonisten (=“Marktteilnehmern“) nicht klar –  ist eigentlich Irrsinn pur. Der Mythos „Ehrliche“ oder „Harte“ Arbeit stellt nur dessen ideologischer Gipfel der damit verbundenen Illusionen dar und dient den Herrschenden als Verblendungszusammenhang um den Kapitalismus aufrecht zu erhalten, um ihre Macht zu rechtfertigen, die wiederum den Zwang zur Arbeit gewährleisten soll.

Macht, Arbeitszwang und Hartz IV

Wäre „Arbeit“ die natürliche Form menschlicher Tätigkeiten, bräuchte es logischerweise weder Zwang, noch Macht, noch strukturelle Gewalt, um sie als Formprinzip aufrecht zu erhalten. Das kennen wir verklausuliert und mystifiziert als „Leistungsprinzip“ und wird in vielen Diskussionen positivierend als Bezugspunkt aufgeführt, um Menschen zu normieren und für das Kapital zu domestizieren wie Haustiere. Der deutsche Soziologe Robert Kurz prägte deshalb schon in den 90er Jahren einen passenden Begriff, indem er formulierte, „wir sind verhausschweint“, also domestiziert wie Hausschweine (für`s Kapital). Die andere Seite der Diskussion, die dem Leistungsprinzip gegenüber steht, ist die des Hartz IV-Systems. Es dient dazu Angst vor sozialem Abstieg zu verbreiten. Das zeigt, welchen Charakter diese Art Gesellschaftsform in Wahrheit hat und worum es ihr geht.

Tanz und as Goldene Kalb der Arbeit

Konkrete Arbeit

Möglich wird den Herrschenden die positive Bezugnahme auf das Thema Arbeit, weil sie nie die Unterscheidung zur stofflichen Seite menschlicher Tätigkeiten vornehmen. Das wird nie abgegrenzt, thematisiert und bewusst gemacht. Arbeit wird im aktuellen Herrschaftsdiskurs auch nie als „abstrakte Arbeit“ bezeichnet, sondern unbewusst mit seiner konkreten Seite („konkrete Arbeit“) assoziiert. Da die konkret-stofflichen Seite aller Tätigkeiten universell immer da ist, erscheint das dem Zuhörer als unvermeidlich und plausibel. Diese Seite gäbe es ja auch noch nach dem Kapitalismus, wenn es längst gar keine „Arbeit“ in heutigen Sinne mehr wäre, sondern nur noch der gesellschaftlich-notwendige Aufwand, um die Dinge und Dienstleistungen zu erzeugen, die unser Leben verbessern können.

Genau dieses Ziel – ein gutes Leben für alle – ist aber nicht das Primärziel im Kapitalismus, sondern hier dient Arbeit dem Gelderwerb und somit der Geldvermehrung. Das ist der große und entscheidende Unterschied, der den oben benannten Irrsinn ausmacht. Geld erscheint als Zahlen, die auf Münzen geprägt, auf Papier gedruckt oder Konten gespeichert werden. Zahlen sind die höchst mögliche Abstraktionsstufe. Wenn Tätigkeiten mit Geld bezahlt werden, um gesellschaftlich gültig zu sein, erschließt sich auch, warum Arbeit seinem Wesen nach abstrakt ist. Gleichzeitig existiert die Dualität zur konkret-stofflichen Seite als „konkrete Arbeit“. Ohne sie kommt das Kapital nicht aus, da es physische Waren braucht. Da das in der Herrschaftsrhetorik jedoch so wie gesagt nicht vorkommt, bleibt der Zusammenhang im Dunkeln und kann ideologisch zur Systemrechtfertig benutzt werden.

Natürlich findet man diese Begriffe historisch in der Philosophie bereits im 19. Jahrhundert bei keinem Geringeren als Karl Marx. Auch wenn der 2018 gerade mit einem 200. Jubiläum gefeiert wird, will man es doch lieber nicht so genau wissen, wie weit dessen Erkenntnisse schon mal waren. Ein derartiges Wissen, ein derart geschultes Bewusstsein, könnte den herrschenden Eliten gefährlich werden. Sie wollen ihre Macht nicht an die breite Bevölkerung abgeben…sonst könnten durch Transparenz noch ganz andere Fragen aufgeworfen werden, die das heutige Konstrukt grundsätzlich in Frage stellen. Die Rechtfertigungen könnten wie Seifenblasen zerplatzen. Alle Finanzblasen machen das ja immer wieder anschaulich und eilen dem sozusagen voraus…

Die Logik des Irrsinns der abstrakten Arbeit

Wenn Arbeit in Geld aufgewogen wird, heißt das, dass ihr Wert in abstrakter Form erhalten bleibt. Das wirft die Frage auf – wozu? Antwort: Wertschöpfung zur Kapitalakkumulation. Die Verwertung des Wertes oder in Alltagssprache übersetzt – aus Geld muss mehr Geld werden. Da das Geld im Zusammenspiel mit den Waren zirkuliert und zurückfließt zu den Produzenten, steigert sich der gesamtgesellschaftlich erzeugte Wert mit jedem Durchlauf. Es wird immer wieder etwas als Marge hinzu gerechnet. Da die menschlich verausgabte Arbeit das Verstoffwechseln und somit in der Endkonsequenz immer den Einsatz und Verbrauch von Energie bewirkt, heißt das, dass der Wert der Arbeit stets zum kaufmännischen Ausgangspunkt für die nächste Runde wird. Wir leisten Arbeit, um in der nächsten Runde noch mehr Arbeit verausgaben zu müssen – jedoch nicht etwa, weil das dem Bedarf nach notwendig wäre, sondern weil die gesellschaftliche Vermittlung durch abstraktes Geld erfolgt, anstatt durch konkreten Bedarf. Geld kann – da abstrakt – unendlich vermehrt werden. Dem folgt die Logik der Arbeit ohne eingebaute Bremse. Das beißt sich irgendwann und muss folglich scheitern. Da sind wir jetzt historisch angekommen. Das Auftauchen von Kryptowährungen in den letzten Jahren zeigt zweifelsfrei an, wie irrational das Geld- und Finanzsystem und somit (kategorial gesehen) das Medium Geld an sich schon geworden ist.

Aus einmal verausgabter Arbeit muss in der jeweils nächsten Runde somit als rein gesellschaftlich gesetzter Zwang immer mehr Verausgabung von Arbeit werden. Das ist – wenn überhaupt – nur dann sinnvoll, wenn noch ein akuter Mangel an Produkten und große materielle Not besteht. Sobald die breite Bevölkerung jedoch bestens versorgt ist (Überflussgesellschaft), müßte man das stabil halten oder wieder auf das notwendige Maß runter fahren, sonst nimmt dieser Zusammenhang irrationale Ausmaße und Formen an (von den Umweltauswirkungen ganz zu schweigen). Alle Krisen im Kapitalismus sind eine Folge dessen. Abstrakte Zahlen (und damit Geld) können sich theoretisch unendlich vermehren. Konkrete Arbeit, stoffliche Produkte und Dienstleistungen (weil der Tag nur 24 h hat) nicht. Der Umgang mit der Größe Zeit entspricht im Kapitalismus also nicht der wahren Natur der Zeit. Das ist als Widerspruch konstitutiver Bestand der Entfremdung des Menschen von sich selbst, eine falsche gesellschaftliche Form und deshalb irrational.

Lösung – ein zeitkonformes Ziel

Vernünftig wäre es vielmehr die Produktion und alle Tätigkeiten so zu organisieren, dass wir Lebenszeit für Muße, zum Nachdenken und Beraten gewinnen. Doch das lassen die Logik der Geldvermehrung und abstrakten Arbeit nicht zu. Falsch ist also nicht das Leben an sich, sondern unsere vorherrschende Gesellschaftsform (Kapital). Würde man die Produktion am tatsächlichen und ökologisch sinnvollen Bedarf ausrichten, anstatt am von der Werbung manipulierten und künstlich gepushten Markt, kämen wir wie durch ein Wunder mit viel weniger aus und wären dabei glücklicher, denn wir müssten weniger „arbeiten“. Es ist seit langem bekannt, dass bei kluger Gestaltung des ökonomischen Aufwandes fünf Stunden pro Woche ausreichen würden (s. hier). Gleichzeitig wäre es möglich, alle ökologischen Problemfragen zu klären. Die Ursachen der Umweltprobleme stecken ebenfalls im kapitalistischeren System und sind nur die andere Seite des Verwertungsprozesses und der Entfremdung des Menschen von der Natur.

Schlachtet das Kalb oder die Abschaffung der Arbeit

Doch die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Die Massenarbeitslosigkeit nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich nicht zufällig in den 1970er Jahren, also genau da, wo die breite Automatisierung der Produktion einsetzte. Das setzte sich mit der Einführung von PCs in den 80ern, dem Internet in den 90ern, dem Web 2.0 mit sozialen Netzwerken seit 2000 fort und gipfelt nun in der Industrie 4.0, in der die Robotik und Produktivität die konkret-stoffliche Seite der Wirtschaftswelt radikal verändert, während alle Erscheinungsformen des Wertesystems (Ware, Geld, Arbeit) gleichermaßen entwertet werden. Das Universum ist eben seinem Wesen nach nicht kapitalistisch aufgebaut, sondern strebt danach, die Entfremdung durch gesellschaftliche (Fehl-)formen wie Ware, Geld und Arbeit wieder aufzuheben. Es kennt diese Formen (rein menschliche Erfindungen/Prinzipien) einfach nicht, sondern strebt danach, uns wieder der konkreten Seite namens Leben zu erinnern.

Es ist an der Zeit den Tanz um das eigentliche Goldene Kalb – die Arbeit – zu beenden. Der Kapitalismus ist gezwungen seinen eigenen, inneren Gesetzmäßigkeiten zu folgen. Die drängen auch weiterhin in Richtung Kostensenkung (= Preisvorteil in der Marktkonkurrenz), also danach, den gesamtgesellschaftlichen Arbeitsaufwand zu senken – oder anders gesagt – immer mehr konkrete Arbeit überflüssig zu machen. Doch damit wird auch die abstrakte Arbeit als Formprinzip an sich obsolet. Der Widerspruch wird heute historisch reif. Klug wäre es, das schnell zu erkennen, um in diese Richtung denken und handeln zu können, z.B. in dem über neue Prinzipien des Wirtschaftens nachgedacht werden kann. Ist der Geist frei, öffnen sich zahlreiche Türen und eröffnen Möglichkeiten, die man vorher zu sehen nicht in der Lage war. Wie auch, wenn einen der Glanz des goldenen Kalbes blendet?

 

Holger Roloff, 01. Mai 2018


Kapitalismus wertkritisch erklärt (hier)

Hart arbeiten? Eine kritische Reflexion von Franz Schandl (hier)

Arbeitszwang und Arbeitsethos von Claus Peter Ortlieb (hier)

Wie entfremdete Arbeit heute aussieht und mit welchen Scheinargumenten wie sie uns uns im Alltag oft schön reden – ein arte Beitrag lässt Karl Marx aus dem Off plaudern (Video)

Es muss wieder gestraft werden – Strafrecht in Zeiten der Krise der Arbeitsgesellschaft (hier)

Repariert nicht, was euch kaputt macht! – ein Plädoyer für das gute Leben der Streifzüge-Redaktion Wien (hier)

Manifest gegen die Arbeit – Gruppe Krisis 1999 – ein Klassiker zum Thema Arbeit (hier)

1.Mai 2015 – Warum ich nicht zur Demo gehe… – eine kritische Reflexion (hier)

Allein schon Arbeit (hier)

Sind Menschen ohne Arbeit eigentlich keine Menschen mehr? (Video) oder wird nicht vielmehr einfach der Begriff der Arbeit in Frage gestellt? (hier)

Das Netzwerk des Kapitals… – über das weltweite Kapital (hier)

Wohin geht der ökonomische Trend…? (hier)

Wesen und Irrationalität der warenförmigen Gesellschaft (hier)

Glauben, Geld und Warenform… – eine Kritik des Schuldprinzips (hier)

Des armen (Raub-)Ritters neue Ideen – sind eigentlich ein Mangel an Ideen (hier)

Der Teufel und die Horrormärchen – der Irrsinn namens Hartz IV (hier)

Debatte um eine Maschinensteuer – warum das kein sinnvoller Ansatz ist (hier)

Die 4.Dimension als unlösbarer Widerspruch des Kapitals (hier)

(Ver-)Kommerzialisierung des Gesundheitssystems (hier)

Wohlstand neu erfinden – welche echten Alternativen es gibt (hier)

Was bedeutet ein Epochenwechsel – ein größer Blick auf den Wandel (hier)

Es ist leichter sozial-ökonomische Formen jenseits des Kapitalismus denken zu können, wenn man zuvor die wahre Natur des Universums wissenschaftlich und philosophisch verstanden hat – wie diese nach neuestem Stand aussieht stellt diese Doku dar (Video)

Älteste Frau der Welt (Stand Mai 2018) zieht Lebensbilanz. Arbeit ist erstrebenswert? Von wegen. Arbeit ist vielmehr Mühsal und Strafe – Bericht in BILD.de (hier)

An Mitarbeitern wird gespart, die Produkte sind fragwürdig – ein Blick hinter die Kulissen von modernen Billigläden TEDi und EuroShop bei BILD.de (hier)

Wie junge Menschen bereits im Bildungssystem konditioniert und domestiziert werden zu Sklaven für das warenförmige System, auf Gewalt basierende Autoritäten und Konsum als Ersatz für Liebe und Anerkennung durch die Gesellschaft (hier)

Das Politkabarett weiß sehr genau, wo wir uns quasi wie eine „Titanic“ geschichtlich befinden und was als gesellschaftliche Aufgabe ansteht – Abschied von der Vollbeschäftigung (Video)

Stellschrauben im SGB 2/Hartz IV System u.a. Irrsinn (Audio)

„Gutes Geld für gute Arbeit“ oder doch eher „Irre viel für zweifelhaft wenig“ (hier)

Ausbeutung 1.0 als Trickfilm (Video) Und im zweiten Trickfilm wird noch der Unterschied wird absolutem und relativem Mehrwert erklärt (Video). Dazu passt diese satirische Meldung des POSTILLON (hier)

Ausbeutung 2.0 am Bsp., wie selbst beim Mindestlohn betrogen wird (Video)

Der Arbeit-Skandal in der Regierung enthüllt im August 2018 – entlarvt die Doppelmoral (hier) und (hier)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Firmen verlassen das „Textilbündnis“ – so sieht „Verantwortung“ also wirklich aus (hier)

Hallo Andrea Nahles… ein Kommentar von Susan Bonath bei KenFM bringt Wesen und Charakter der kapitalistischen Arbeitsontologie ans Licht (hier)

Wesen und Charakter des Hartz IV-Systems am konkreten Bsp. (hier)

Täuschung und Gefangenschaft – die psychischen Grundlage der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen – ein Kommentar von Rüdiger Lenz bei KenFM (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

„Wie der Kapitalismus zur Religion wird“ – der Spiegel weist darauf hin, wie die ARD-Dokumentation namens „Der Motivationstrainer“ die Wiederauferstehung von Jürgen Höller ins Licht rückt. Da es am Sinn des eigenen SEINs und TUNs im Kapitalismus seinem Wesen nach  mangelt 8wen mag es wundern?), wird auf diese Weise versucht beim bürgerlichen Marktsubjekt von außen eine Motivation zu erreichen. Davon abgesehen – das sei hier anzumerken – trägt Kapitalismus ohnehin seinen Strukturen, Erscheinungen und Begriffen nach immer die Wesensmerkmale einer Religion. Ein „Motivationstrainer“ bringt as also nicht erst hervor, sondern forciert es nur von außen.

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Imperialismus ist ein Entwicklungsstadium des Kapitalismus – ein Kommentar von Susan Bonath  am 01-10-2018 Tagesdosis bei KenFM (hier)

Die Zukunft des Kapitalismus, sein Wesen, sein Charakter, Konkurrenz, Sozialabbau, austauschbare Politiker – ein Kommentar von Susan Bonath zum inneren Zusammenhang von allem in unserer Gesellschaftsform bei Tagesdosis 5.11.2018 (hier)

SPD erwacht Dank Sinkflug der eigenen Wahlergebnisse aus Koma – Der Postillon berichtet (hier)

Arbeitszwang als Bedingung zur Kapitalsteigerung ist charakteristisch für Faschismus – wie der zur irrationalen Normalität wird offenbart dieser Beitrag von Susan Bonath (hier)

Licht und Schatten zum Thema Asyl (hier)

Massenmigration als Flucht vor Massenarbeitslosigkeit – der Mensch als Ware Arbeitskraft im Spiel westlicher Politik – ein Beitrag von Rainer Ruppig für Tagesdosis 11.01.2019 (hier)

Generalstreik in Indien, Globalisierung und der Drang nach Profit – Susann Bonath für Tagesdosis 14.01.2019 (hier)

Die technologische Entwicklung erzeugt die historische Notwendigkeit, unsere Gesellschaft zu verändern. Ein BGE ist der erste Schritt in diese Richtung. Selbst Dirk Müller – als bekannter Vertreter des Kapitalismus – sieht das geistig ganz klar auf uns zukommen (Video)

Die Sündenbock-Propaganda der Markt-Mythologen – ein Kommentar von Susan Bonath bei Tagesdosis 2.3.2019 analysiert und hinterfragt die neuen Hartz IV-Konzepte (hier)

Wer im Arbeitsleben steckt, steckt im Klassenkampf (hier)

Dienen und Gehorchen für Maximalprofit – warum das im Widerspruch zur  Arbeit im gesellschaftlichen Gesamtsinn steht erläutert Susan Bonath für KenFM für Tagesdosis 13.04.2019 (hier)

Der große Jobaufschwung der 2010er Jahre – eine Mogelpackung (hier)

Gedanken zum 1.Mai – warum ein BGE möglich und sinnvoll ist und die Gegenargumente vorn und hinten nicht stimmen – der Philosophie-Bär denkt nach (Video) …und hat im Kern Recht, denn die Arbeiterklasse der Zukunft sieht so aus (Karikatur)

Tod durch Arbeit – eine arte Doku über die Situation in Japan (Video)

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