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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Archiv für die Kategorie „Unsere Welt mal anders“

Für eine globale Friedenspolitik

Der neue Youtube Kanal VIOLETTE PERSPEKTIVEN dokumentiert eine Veranstaltung der VIOLETTEN Hamburg zusammen mit der Ärzteorganisation IPPNW (Video).

Zu Gast war der Russland-Experte, Friedensforscher und Autor Kai Ehlers. Er beleuchtete in seinem Vortrag die historischen Abläufe und Zusammenhänge der großen Linien der internationalen Außen- und Sicherheitspolitik, die man ihrem Wesen nach als aggressive Rüstungspolitik sowie als militärischen und gleichermaßen wirtschaftlichen Verdrängungsversuch von Konkurrenten am Weltmarkt bezeichnen muss.

Vortrag Kai Ehlers Krieg oderFrieden? 2017 Hamburg

Ehlers ordnet diesen erneuten Rüstungswettlauf in den Gesamtrahmen der Weltkrise des ganzen kapitalistischen Systems ein, was sich mit anderen unabhängigen Analysen der letzten Jahre deckt (vgl. Buch-Titel unten). Der Charakter dieses von den westlichen Staaten getriebenen Versuchs, im Zuge der eigenen, unlösbaren Widersprüche und Problemlage, das Ruder wenigstens noch militärisch in der Hand zu behalten, ist im höchsten Maße gefährlich und unüberlegt. Diese Politik ist zum Scheitern vorverurteilt, denn sie kann kein stabiles Fundament für eine sichere, friedliche Zukunft für die Völker der Erde sein. Es ist vielmehr ein letzter, hilfloser Versuch des Weltkapitals, eigene Stärke zu demonstrieren.

Nach dem Wegfall der stabilisierenden Rolle des Realsozialismus 1990 wurde Russland dabei in die Rolle des neuen Feindbildes gedrängt. Die westliche Außenpolitik unter Schirmherrschaft der USA und die NATO-Strategie werden danach ausgerichtet. In diesem Sinne wird in der westlichen Medienwelt aktiv Propaganda betrieben.

Eine echte Friedenspolitik wäre hingegen aufgerufen allgemeine Prinzipien zu formulieren, die auf eine Verbesserung des Lebens an sich und für alle abzielt. Nur aus einem Impuls, der die Gleichwertigkeit der gesamten Weltgemeinschaft – ausdrücklich unabhängig von ihrer ökonomischen Verwertbarkeit und finanziellen Lage aus akzeptiert und auf globale Solidarität abzielt – wird zu einer Basis führen können, auf der Frieden entstehen kann. Solange jedoch an Kriegen verdient werden darf, steht das so einem Impuls im Wege.

Derzeitige Wirtschaftsverträge manifestieren hingegen Formen von Ungleichheit und Ausbeutung. Die Bezeichnung „Freihandelsvertrag“ täuscht über dessen Wesen und Charakter. Die Masse der Menschen wird für die Produktion von Waren längst nicht mehr benötigt. Das Heer der Überflüssigen steigt kontinuierlich an und weiß kaum noch wohin, getrieben von sich verschlechternden Rahmenbedingungen aus Arbeitslosigkeit, Dumpinglöhnen, Klimaproblemen, Ungerechtigkeit, politischer Verfolgung und Kriegen. Die Zahl der an der Modernisierung gescheiterten Staaten nimmt dadurch zu. Um die Reste an Macht, Einfluss und Ressourcen vor Ort toben Bürgerkriege (Liste aktueller Kriege und Konflikte hier).

Der Kapitalismus war ursprünglich eine Kriegsökonomie, entsprungen aus der technischen „Revolution der Feuerwaffen“ am Ende des Mittelalters beim Übergang zur Neuzeit (hier) und (hier) und (Vortrag hier). Er kehrt heute in seiner Spätphase wieder zu seinen militärischen Ursprüngen zurück.

Mittlerweile sind dadurch offiziell 69 Millionen Menschen auf der Flucht. Anstatt in Menschen investiert die kapitalistisch-neoliberale Welt in neue Waffensysteme und fantasiert von „gewinnbaren Kriegsszenarien“. Das ist leider die ungeschönte Lage Mitte 2017. Eine Lösung als globale Friedenspolitik kann nur eine ganzheitliche sein und kann nur als struktureller Frieden funktionieren.

Holger Roloff. 24. Juli 2017

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aktuelles Positionspapier: Vision einer friedlichen Gesellschaft (2012)

Rolle und Geist der Bundeswehr offenbaren sich bei kritischer Beleuchtung im Zuge ihrer eigenen Geschichte – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

Zweifelhafter Sinn von Bundeswehreinsätzen im Ausland – Politkabarett mit Georg Schramm (hier)

Messen mit zweierlei Maß – Gregor Gysi liest der Kanzlerin Merkel im Bundestag die Leviten und begründet das auch (Video)

Die Gewalt ist strukturell im Kapitalismus verankert, was auch in der Kunst immer wieder thematisiert wird – wie hier im Musik-Clip von EISBRECHER (Video) oder bei Liedermachern wie Reinhard Mey (Video)


Buchcover01

Weitere Analysen, welche die Perspektive von Herrn Ehlers untermauern sind gut dokumentiert:

„Der Kollaps der Modernisierung“ (1991), Robert Kurz (Vortrag hier)

„Weltordnungskrieg“ (2003), Robert Kurz (hier)

„Zusammenbruch der Peripherie“ (2014), Gerd Bredzent (hier)

„Aufstieg und Zerfall des deutschen Europa“ (2015), Tomasz Konicz (hier)

„Das Ende der Megamaschine“ (2016), Fabian Scheidler (hier)

„Kapitalkollaps: Die finale Krise der Weltwirtschaft“ (2016), Tomasz Konicz (hier) und (hier)

„NATO Aufmarsch gegen Russland: oder wie ein neuer kalter Krieg entfacht wird“ (2016), Jürgen Wagner (hier)

„Feindbild Russland: Geschichte einer Dämonisierung“ (2016), Hannes Hofbauer (hier)

„Die Kraft der Überflüssigen: Der Mensch in der globalen Perestroika“ (2016), Kai Ehlers (hier)

„Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ (2017), Michael

Lüders (hier) und (Video Vortrag)

„Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet“ (2017), Michael Lüders (hier) und (siehe auch hier Video) und (Video hier)

„Syrien, IS-Terror und der Westen“ (hier)

Buchcover2

Was die westliche Politik in Libyen bewirkt hat (hier)

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Superstaat Europa?

Der Buchautor Henrik Müller diskutiert im heutigen SPIEGEL Online über die historische Situation in Europa und mahnt einen Neustart an. Im Zentrum seiner Überlegungen steht dabei die Rolle des bürgerlichen Staates (hier).

Richtig an diesem Artikel ist, dass der bürgerliche Staat eine Art kapitalistisch-ideeller Gesamtunternehmer ist. Er hat dafür zu sorgen, dass keine einseitigen Bevorzugungen (Seilschaften) und Disproportionen (Ungleichgewichte des Entwicklungsstandes in den wirtschaftlichen Bereichen) entstehen, die langfristig den Verwertungsprozess des Kapitals stören. Der Staat ist dafür da, die Rahmenbedinungen zu schaffen und zu sichern, damit der kapitalistische Verwertungsprozess optimal laufen kann.

Europafahnen und Demonstranten vor einem Parlament

Richtig ist ebenfalls, dass Markt und Staat historisch gesehen zur gleichen Zeit entstanden sind. Sie bedingen sich gegenseitig als Akteure eines  Kräfteverhältnisses. Alle Versuche, eine der beiden Seiten gegen die andere argumentativ auszuspielen (wie z.B. im Neoliberalismus, in weiten Teilen der Linken, der Grünen, der Rechten, der Keynesianer, Sozialdemokraten, Gesellianer, Republikaner usw.) sind Ideologien, die die Wirklichkeit verzerrt durch einen Filter wahrnehmen, darstellen und diskutieren. Das trifft teilweise auch auf den Autor zu.

Daher bleibt im Ausgangsartikel auch ausgeblendet, wie sehr sich das kapitalistische Weltsystem als Ganzes, als auch die EU im Speziellen, in einer viel fundamentaleren Krise befinden, als allgemein angenommen!!!

Neben den im Artikel durchaus richtig benannten politisch-handwerklichen Fehlern in Europa, sozusagen dem Mangel an Staatlichkeit (dem man viele grundsätzliche Dinge hinzufügen könnte…), bleibt es im Dunkeln, woher diese Fehler kommen, warum jetzt und und warum man sich nicht leichtfüßig zu einigen vermag!?

Neben Resten von kolonialem Großmachtsdenken/-ansprüchen befinden sich alle Länder und Staaten nicht zuletzt auch in Konkurrenz zueinander. Das bringt der Kapitalismus ganz grundsätzlich mit sich. Will man innerhalb dieses Gegeneinanders dennoch einigermaßen ein Miteinander schaffen, geht es nicht, ohne Zugeständnisse aneinander und an die Bevölkerungen. Dazu zählen heutzutage auch mehr demokratische Mitbestimmung und Transparenz. Das scheut das Kapital aber wie der Teufel das Weihwasser, denn in der Konkurrenz am Weltmarkt gewinnt nur der, der auch durch sein Gewaltmonopol und strukturelle Gewalt (Gesetze, Hartz IV System, Konzernmacht usw.) die höchste Ausbeutungsrate in seinem Land und damit einhergehende soziale Grausamkeiten gegen seine Bevölkerung durchzusetzen vermag, wie bsw. diesen Monat – Juni 2017 – die nächsten Rentenkürzungen in Deutschland – verkündet durch Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) – zynischerweise bezeichnet als „Betriebsrentenstärkungsgesetz“ (vgl. auch ZDF Heute Show vom 02.06.2017 / ab ca. 16:30 min.).

Die Krise des Kapitalismus in Europa, die ursächlich eine Krise der Arbeitswelt ist und äußerlich als Schuldenkrise in Erscheinung tritt, entzweit wiederum die Staaten im Streit darum, wie mit diesen Schulden zu verfahren sei. Wer darf wem was abverlangen. Früher wurde das bei unversöhnlichen Positionen mit Krieg geregelt. Heute redet man zumindest miteinander, ohne jedoch an die eigentlichen Ursachen ranzugehen. Das hieße einzugestehen, dass man die sozial-ökonomischen Grundlagen des Kapitalismus selbstkritisch in den Fokus rücken müsste. Doch da sind sie wieder – der Teufel und das Weihwasser…

Unabhängig von der politisch-ideologischen Ignoranz des Wesens der Krise, läuft diese unterschwellig natürlich weiter, da die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Kapitals weiter ungestört ihre Wirkungsdynamik entfalten. Das Kapital ist ja nicht statisch, sondern ein ablaufender Prozess, in dem stetig versucht wird, das Verhältnis von Input und Output der Produktion zu steigern. Solange das historisch auf der zunehmenden Anwendung menschlicher Arbeitskraft basierte, war diese Art Gesellschaftssystem erfolgreich (der „Keynianistische Wohlfahrtsstaat“ der 50er/60er Jahre). Erreicht man jedoch die Phase der Entwicklung, indem sich das umdreht und zunehmend durch den Einfluss von Wissenschaft und Technik menschliche Arbeitskraft ersetzt werden kann, die folglich aus Sicht des Kapitals überflüssig wird, schwindet tendenziell die Mehrwertproduktion – und damit die Grundlage des Kapitalismus überhaupt. Damit begann (1970er Jahre) das Erodieren der bürgerlichen Dichotomie von Markt und Staat. Das zeigte sich z.B. am Scheitern des Goldstandards Anfang der 70er Jahre, dem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und der staatlichen Verschuldungen Mitte der 70er, womit versucht wurde der damaligen Krise zu begegnen.

Zitat:

„Ich nehme lieber fünf Prozent Inflation in Kauf, als fünf Prozent Arbeitslosigkeit.“

(der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt)

Geholfen hat es nur kurzzeitig. Weder von der Arbeitslosigkeit, die zur festen „Sockelarbeitslosigkeit“ wurde, noch von der wachsenden Verschuldung kam man seit dem bis heute wieder weg. Ganz im Gegenteil. Beides bedingt sich gegenseitig und verweist auf das darunter liegende, ungelöste Problem (s. hier). Als Reaktion auf die Krise der 1970er Jahre und das damit einhergehende Scheitern des Keynianismus im Westen folgte dann die neoliberale Wende ab 1980. Deren politische Vorherrschaft dauert bis heute an und hat die Liste der einzelnen Krisen nur verlängert (US-Sparkassenkrise 1980 („Savings-and-Loan-Crisis“), der Aktiencrash 1987, die Mexiko „Tequila“-Krise 1994/95, die Asien-„Tigerstaaten“-Krise 1997/98, Russlandkrise 1998, Argentinienkrise 1999, Aktienkrise und Neuer Markt Crash 2001, Immobilienkrise 2007, Finanz- und Bankenkrise 2007/2008, „Investitionsklemme“ 2009, Griechenlandkrise 2010, Flüchtlingskrise seit 2015, Zinskrise seit 2016 usw.). Die Krise nimmt  äußerlich also nur jeweils eine andere Erscheinungsform an, ist im Kern aber immer noch die gleiche – nämlich die Wertschöpfungskrise der 1970er Jahre plus die äußeren Grenzen des Wachstums. Die hat sich zunehmend verschärft und erfasst mittlerweile immer größere Teile der Welt (s. auch hier).

Kann der Kapitalismus das Problem lösen?

Nein, kann er nicht, denn die inneren Gesetzmäßigkeiten von Ware und Geld sind seinem System durch die Kategorien fest eingeschrieben. Dagegen kann er nichts ausrichten. Er könnte es aber erkennen, anders damit umgehen und seine eigenen Formen transformieren in ein neues System – eine Ressourcenwirtschaft (s. auch hier). Die funktioniert nach anderen Grundprinzipien. Sie kennt  weder einen inneren Wachstumszwang noch braucht sie Gewalt. Nur Ehrlichkeit. Die ist bislang jedoch nicht vorhanden.

In einem liegt der Autor Henrik Müller allerdings noch richtig: wie auch immer der benötigte „Neustart“ aussehen mag…er kann nur in Europa beginnen. Hier nahm der Kapitalismus (England) seinen Anfang. Hier wird auch sein Ende durch einen Wandel eingeläutet.

 

Holger Roloff, 18. Juni 2017


G20 einfach erklärt (explainity Erklärvideo) (hier)

Die G20 und die Krise des globalen Kapitalismus – Studie vom Mai 2017 (hier)

Die deutsche Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) drückt sich nicht nur erneut um ihre Verantwortung, sondern offenbart durch ihr Verhalten vielmehr den wahren Charakter und die Absichten der von ihr vertretenen Politik (hier). Wäre der SPD-Kanzlerkandidat 2017 Martin Schultz der, der er vorgibt zu sein (Retter der „sozialen Gerechtigkeit“), wäre das so nicht möglich. Frau Nahles verrät heute schon, was von der SPD zukünftig zu erwarten sein wird (s. auch hier) und (hier).

Um andere Länder auszubeuten, schickt man heute keine Armee mehr, sondern Männer mit Geldkoffern. Der Sinn und Zweck der Finanzhilfen für Griechenland wird z.B. deutlich, wenn man die Profiteure kennt. Die Ausbeutung von Griechenland funktioniert bestens und hat mit echter Solidarität innerhalb der EU nichts zu tun (s. hier) und (hier + weiterführende Artikel)

Elend für alle! [Juni 2017] das Politkabarett von Urban Priol verrät, was wir von den etablierten Parteien zu erwarten haben (Video)

Was die totalitäre Durchsetzung des Neoliberalismus in Frankreich mit sich bringt, welche Widersprüche auftreten, wie hilflos die Gewerkschaften mangels demokratischer Mitbestimmung im Wirtschaftsleben dastehen, offenbart dieses Interview in JUNGE WELT online (hier)

Unsere westlichen Werte – Hagen Retter denkt mal laut nach (Video)

Wie der Neoliberalismus der FDP als Ein-Mann-Personen-Show mit alten Inhalten aber durch Marketing-Agenturen aufpoliertem Image 2017 erneut Anlauf auf die Parlamente nimmt (hier)

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Wohlstand neu erfinden

In einem Videogespräch bei Youtube (siehe hier) sind der deutsche Physiker und Autor Harald Lesch im Gespräch mit dem Autor Ernst Ulrich von Weizsäcker (Club Of Rome, deutsche Enquete-Kommision, Bericht s. hier) zu sehen. Die in diesem Gespräch geäußerte Kritik am Neoliberalismus ist absolut nachzuvollziehen.

Anmoderation Gespräch im Rahmen der Reihe Zukunfterde

Leider wird das von den beiden diskutiert auf dem Stand der 1970er Jahre, mit den gleichen Vorschlägen wie damals (Natur-steuer, Maschinenabgabe, soziale Gerech-tigkeit), die historisch bereits als gescheitert anzusehen sind. So greift z.B. der Lösungsansatz einer „Naturverbrauchs-steuer“ (quasi der Natur einen Preis zu geben) viel zu kurz…und selbst diese Idee ließ sich politisch nie durchsetzen.

Grund: In Wahrheit ist Kapitalismus inkompatibel zu Ökologie, Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Kapitalverwertungsprozess ist eine Spirale und deshalb objektiv gezwungen die Natur wegen seines inhärenten Wachstumszwanges zu zerstören. Das wissen die Konzerne und Staaten auch. Deshalb hadern sie so mit echten Beschlüssen oder gar Maßnahmen. Jeder fortschrittliche Ansatz wurde  immer nur verzögert.

Leider fehlt hier eine dritte Person im Gespräch, die kritische Argumente äußert. Es ist beispielsweise völlig widersinnig, die Schäden von Kohlekraftwerken durch einen Preis (als betriebliche Kosten) zu belegen. Dann würden solche Schäden nur ausgelagert und an Börsen gehandelt werden (wie Emissionsrechte). Da hat die Natur aber nichts davon. Unabhängig davon sprach noch nie etwas dagegen, destruktive Technologien kategorisch zu verbieten oder drastisch zu verteuern, grüne Lösung überproportional zu fördern, den Nahverkehr bewusst zu gestalten, die Anzahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge zu begrenzen und von Jahr zu Jahr konsequent zu senken usw. Das hieße aber Umsatzeinbußen, Steuereinbußen, Gewinneinbrüche, mehr Arbeitslose, neue Finanzkrise etc. – und deshalb passiert das nicht. Die verantwortlichen Politiker sind, genau wie Lobbyisten, nur Erfüllungsgehilfen des Kapitals und folgen den objektiven Gesetzmäßigkeiten des Geldes.

Fortschritt kann nur gegen die Interessen des Kapitals durchgesetzt werden!

Stattdessen plädiert Herr von Weizsäcker dafür es so zu machen, „dass kein Kapital vernichtet wird“ und möchte weiter garantieren „die Leistungsträger zu belohnen“. Man solle außerdem darauf achten, dass bei sozialem Ausgleich die „Abstände nach unten nicht zu klein werden“, so Weizsäcker. Das verrät uns alles über das hier zu beobachtende Denken.

Trotzdem ist es interessant zu hören, wie die beiden versuchen die Probleme innerhalb des heutigen Systems lösen zu wollen und dabei halbherzig bleiben – völlig verkennend, dass es ganz andere Wege von Wirtschaft gäbe (allerdings außerhalb von Marktwirtschaft), die solche Widersprüche gar nicht erst aufwerfen bzw. auflösen können (Ressourcenwirtschaft, Peer To Peer Ökonomie, Commons – siehe auch den Dynamikvergleich S.6 im violetten Wirtschaftskonzept).

Echter Wohlstand würde dann entstehen, wenn sich die Menschheit ganzheitlich und sich seiner selbst bewusst als lebendiger Bestandteil der Natur versteht, anstatt Naturgegebenheiten nur betriebswirtschaftlich als „externalisierte Faktoren“ zu betrachten, um sie dann ungehemmt ausbeuten zu können.

Das hieße vor allem, das heute verfügbare Kapital, Technik und Arbeitskräfte konsequent so einzusetzen, dass wir die materiellen Grundlagen immer derart umgestalten, dass wir langfristig unabhängig(er) vom Geld werden. Jeder weitere Schritt der Umgestaltung würde dann weniger Geld kosten, als der zuvor  (beispielsweise durch langlebige, gut reparierbare Produkte und dezentrale Energiestrukturen!). Die besagte Wachstums(zwang)spirale würde den Kurs ändern und beginnen sich nach innen zu bewegen; wir würden anfangen weniger an Ressourcen und Energie zu verbrauchen und alles würde allmählich weniger kosten. Gleichzeitig würde der gesamtgesellschaftliche Arbeitsaufwand sinken, die allgemeine Arbeitszeit sich drastisch verringern (zugunsten neu gewonnener, kostbarer Lebenszeit), das Renteneintrittsalter könnte stetig nach unten gelegt werden und die Natur könnte beginnen sich zu erholen. Die gesellschaftlichen Bewegungsgesetze können sich neu ausrichten. Der Alltag würde sich spürbar entschleunigen. Juristische Gesetze und Regeln würde man entsprechend anpassen. Das wäre eine zukunftsweisende Politik auf Augenhöhe der Zeit! [wie genau das geht und wie es finanziert werden kann ist nachzulesen in „Kartoffeln und Computer“, P.M., 2012]

Als Nebeneffekt würde nachhaltiger Weltfrieden einsetzen, weil der Kampf um die letzten Naturressourcen dem Sparsamkeitsprinzip weichen würde. Außerdem müsste niemand mehr den anderen unter einen finanziellen Druck setzen (monetärer Sparzwang =Austeritätspolitik s. hier), was bislang stets durch Formen von indirekter oder direkter Gewalt durchgesetzt wurde (Schuldner werden bestraft mit Mahngebühren, Beugehaft u.a.). Stattdessen würden nun  Steueroasen genauso austrocknen wie wirtschaftlich bedingte Kriminalität. Spekulanten und Korruption würde systematisch der Boden entzogen. Kriege um Profit wären sinnlos. Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen…

Neue Lebensqualität gewinnen

So eine Strategie bedeutet als politisches Ziel die kapitalistische Produktions- und Lebensweise überwinden zu wollen, zugunsten einer Wirtschaftsform, die mit Zeit wieder natürlich umzugehen versteht (alles hat bzw. braucht seine eigene Zeit! – vgl. auch hier). So könnte eine wirklich neue Lebensqualität entstehen! Dann würden sich alle sozialen, ökonomischen, finanziellen und ökologischen Probleme auflösen lassen, weil die Fragen, was im Sinne des Gemeinwohls und gesellschaftlichen Fortschritts überhaupt sinnvoll ist, ganz neu gestellt werden könnten.

Nur wenn niemand mehr von Naturzerstörung profitieren kann, wird sie tatsächlich verschwinden. So einen Zustand muß man bewusst – also auch politisch gewollt – herstellen – der kommt nicht von allein. Das muß man zunächst mal zu denken wagen, dann weiter umfassend denken können, dann konkretisieren und dann schrittweise und gut gestaffelt umsetzen. Dazu müssen die strukturellen Widersprüche, Axiome (s. hier) und Denkweisen des kapitalistischen Wertesystems (alles soll angeblich einen Geldwert = Preis haben) aufgelöst werden (vgl. z.B. hier). Ziel und Weg der gesellschaftlichen Entwicklung können dann komplett neu ausgerichtet werden, anstatt alles der Diktatur des Marktes, d.h. den Geld- und Warenströmen, zu überlassen, was uns ideologisch als „Freiheit“ verkauft wird.

VideogesprächLeider haben weder Herr Lesch noch Herr von Weizsäcker ein Bewusstsein für diesen breiten Katalog an Möglichkeiten. Nur das mit der Zeit taucht mal wage im Gespräch auf, ohne jedoch ernsthaft ausdiskutiert und aufgelöst zu werden. Für uns kann dieses Gespräch dennoch eine Lehrstunde der aktuellen Zeitqualität darstellen, da es helfen kann die eigenen Gedanken zu schärfen. Wenn wir weiter danach streben diese Qualität inhaltlich zu verändern und energetisch zu erhöhen, wird das den gesellschaftlichen Wandel beflügeln. Ein Wandel braucht tragfähige Argumente. Jeder hat Möglichkeiten sich eigene zu überlegen. Ich hoffe, der Hinweis auf dieses Videogespräch ist dabei eine Anregung und Herausforderung.

 

Holger Roloff, 20. Mai 2017


Weitere Beiträge zu diesem Themenkomplex:

Interview mit Richard David Precht (Mai 2017) zur Digitalisierung, zur Arbeit, zum BGE, zur aktuellen politischen Zukunfts-Blindheit u.a. (hier)

Marktwirtschaft schön grün lackiert (hier)

Die Geldmaschine der Windräder (hier)

Vermisst: Ein Konzept für Gerechtigkeit 4.0 – selbst normale Ökonomen merken inzwischen, dass die herkömmliche Logik des Arbeitsmarktes nicht mehr funktioniert und die Politik zeitgemäße Antworten schuldig bleibt (hier)

Im Dialog: Michael Hirz im Gespräch mit Richard David Precht (19. Mai 2017) zur Zukunft der Gesellschaft – Precht fordert zu Recht die Antworten, die man bei den etablierten Parteien nicht findet (hier)

Das Venus Projekt – Wie die friedliche Weltfamilie neuartigen Wohlstand erschaffen könnte – TV-Bericht im ORF (hier)

Als wäre sie eine Naturgewalt – Bericht bei JUNGE WELT über eine Studie zur Reflexion des Themas Digitalisierung in den Mainstreammedien, die fehlende Fragen und Lösungen offenbart (hier) (und als PDF hier)

Längst werkeln Menschen an derartigen Alternativen und es finden Veranstaltungen statt, die das notwendige Bewusstsein fördern – hier z.B. das Programm von MOVE UTOPIA 2017 (hier)

Das Modell der Zukunft heißt Ressourcenwirtschaft basierend u.a. auf COMMONS als zentraler Kernbaustein einer neuen Ökonomie (hier)

Potentiale der Emanzipation – Digitalisierung und Commons in der Diskussion  auch bei der LINK`s Partei – Bericht und Interview in der Tageszeitung NEUES DEUTSCHLAND (Teil 1) und (Teil2)

Die Freie Welt Charta – hier kann man sie kennenlernen und unterzeichnen (hier)

Irrationale Visionen der Transhumanisten verdeutlichen, warum Maschinen allein für sich genommen keine Lösung sind und auch keinen gesellschaftlichen und humanistischen Fortschritt bedeuten. Da Kapitalismus stets die nächste Hoffnung auf Profit bedeutet, kann er auch keine sinnvollen politischen Utopien und Vorstellungen entwickeln. Letztlich landet er immer nur bei neuen Marktvisionen – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

Am 02. August 2017 sind die gesamten Ressourcen des Jahres – nachhaltig betrachtet – bereits verbraucht. Der Rest des Jahres basiert auf Raubbau an der Natur (hier)

Uns geht es gut – weil andere die Kosten tragen (hier)

Warum sich gute Ideen und Konzepte nicht mit Kapitalinteressen vertragen – Jutta Ditfurth bringt es auf den Punkt (hier)

Diese Erfindung macht Erdöl überflüssig (hier) Das Bemerkenswerte daran ist vor allem, dass man so ein einfaches Prinzip erst jetzt entwickelt und getestet hat, obwohl es quasi auf der Hand liegt, dass man Energie so ausgezeichnet speichern kann. Das fehlende Interesse an anderen Lösungen dürfte wohl das Hauptproblem sein. Dieser Mangel resultiert aus der Profit-Interessenslage der großen Kapitaleigner. So bleibt auch offen, ob die Industrie tatsächlich mitzieht. Bei einem Gemeinwohl-/Commons-basierten Wirtschaftssystem wäre das anders.

 

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Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird

Ein aktuelles Beispiel von rechter Ideologie beschreibt der Autor Jürgen Meier heute in JUNGE WELT online mit seinem Beitrag „Intellektueller Faschismus“ (hier). Dabei zeigt er die Verbindung auf, zwischen einem falschen Verständnis von Spiritualität (basierend auf einer neuartigen Thymos-Ideologie – Begriffsherkunft s. hier) in Kombination mit Sozialdarwinismus (Infos hier), was in der Summe zu einer völkischen Vorstellung der Gesellschaft führt (Infos hier und hier). Der Rückgriff auf den Thymosbegriff von Platon läßt diese Ideologie im Glanze der griechischen Philosophie erscheinen, was typisch für die Neue Rechte in der BRD (hier) ist. So versucht sie, die darauf aufbauenden Argumentationsketten intellektueller erscheinen zu lassen, was Einfallstore und ein Mehr an Attraktivität für empfängliche Gemüter im akademischen Betrieb und in politischen und wirtschaftlichen Kreisen bieten soll.

Das kennen wir aus der Geschichte des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts leider nur allzu gut. Die Parallelen zum Aufkommen der Nazi-Ideologie sind nicht zu übersehen. Auch die musste den damaligen Eliten erst irgendwie schmackhaft gemacht werden – übrigens sehr gut dargestellt in dem Film „Hitler – Aufstieg des Bösen“ (Trailer hier).

Headline des Junge Welt Artikels

Dem Autor gelingt es in besagtem Artikel aufzuzeigen, wie das Denken der heutigen Rechten samt der Partei AfD  funktioniert und auf welchen gedanklichen Grundlagen (Mustern) es steht. So wie damals die  Franzosen (vorm 1. WK) und danach die Juden (vorm 2. WK), nehmen heute der Muslime, völlig undifferenziert zu einem Begriff wie „Islamismus“ zusammengefasst, die Stellvertreterfunktion dessen ein, was es zu bekämpfen gelte. Hauptsache „das Fremde“ als vermeintliche Ursache aller Probleme werde gebannt. Gesellschaftliche Zusammenhänge und die Krise als geschichtlich erreichter und systemimmanenter Zustand des Kapitalismus werden dabei kategorisch ausgeblendet. Solche Kausalitäten sollen auf keinen Fall ins Bewusstsein gelangen.

Kapitalismus erzeugt objektive Gedankenformen, welche die Grundlagen darstellen, um in einem warenförmigen und auf Geld fokussiertem System überhaupt leben zu können. Ideologien sind der notwendige Normalzustand des Denkens. Gerät das System aber anhand seiner eigenen Widersprüche in die Krise und bleiben dabei die tatsächlichen Ursachen unreflektiert oder werden nur in sehr verkürzter Form wahrgenommen (mit Begriffen wie Finanzkrise, Bankenkrise, Kreditklemme usw., bei denen die historische Dimension fehlt oder stark beschnitten ist), dann bietet die Normalität der herrschenden Ideologie keinen ausreichend erscheinenden Ausweg mehr (Bankenregulierung, Einführung von Hartz IV, Negativzins) und die systemimmanenten, unterschwellig vorhandenen Ängste treten an die Oberfläche. Ideologien sind ihrem Wesen nach stets eine intellektuelle Fehlleistung des menschlichen Denkens. Ihr Charakter kann in Krisenzeiten sogar in offene Destruktion, Ausgrenzung und zunächst rhetorische Gewalt umschlagen, die dann letztlich auch physisch auftritt (z.B. brennende Flüchtlingsheime), wenn sie zumindest in den eigenen Reihen oder gar der Öffentlichkeit als ausreichend legitimiert erscheint (man denke historisch auch an sowas wie die Reichskristallnacht, Bücherverbrennungen u.a.).

Das ist – insbesondere heute im Jahr 2017 – aber keineswegs zwingend so, dass Denkmuster einen derart destruktive Ausdruck finden müssen, wie es das Beispiel des Rechtspopulisten Marc Jongen im genannten Artikel zeigt. Man muss keineswegs automatisch zum Islamhasser, Ausländerfeind, Rassisten, Chauvinisten, Sexisten usw. werden. Das sind alles nur ideologische Reflexe auf das, was man selbst nicht versteht, für minderwertig hält oder als Gefahr betrachtet. Das funktioniert wiederum nur durch eine eigene Verdrängung von Realität.

Ignoranz ist gegenwärtig (mal wieder) im bürgerlichen Alltagsbewusstsein zum Normalzustand geworden. Das lässt sich auch daran erkennen, dass politisches Kabarett z.B. in Deutschland seit Jahren Hochkonjunktur hat und sich an all den Widersprüchen, ungelösten Problemen, dem „realen Irrsinn des Alltags“ und  besagter Ignoranz seitens von Politik und Wirtschaft abarbeitet (z.B.  Sendung Extra 3). Das darüber im Publikum überhaupt gelacht werden kann, offenbart, dass  durchaus noch ein – zumindest in Teilen – kritischer Abstand zur Gesellschaft existiert. Nur bleibt der oft unausgesprochen. Nur die geduldeten Hofnarren dürfen das. Genau an diesem Rest an kritischem Kollektivbewusstein können Bürgerbewegungen und eine Partei neuen Typs wie DIE VIOLETTEN im Sinne einer Aufklärung und Emanzipation ansetzen.

Wer einigermaßen ein Gesamtverständnis vom Kapitalismus als Gesellschaftsform hat und diese in den Ablauf der Geschichte einzuordnen vermag, wird auch wissen, dass die Eigenlogik von Geld, Warenkonsum, Arbeitswelt, Marktkonkurrenz, Globalisierung und der Ausbeutungsverhältnisse  selbst genug Ursachen für alle Krisen liefert. Artikel und Buchhinweise dazu finden sich hier auf unserer Internetseite mehr als genug.

Echte Spiritualität ist in diesem Sinne gekennzeichnet von einem ganzheitlichen Verständnis des Universums und unserer Welt. Somit auch von gesellschaftlichen Zusammenhängen, der Philosophiegeschichte, der Entwicklung der Gesellschaftsformen und ihrer dazugehörigen kollektiven Bewusstseinszustände. Der gesellschaftliche Wandel muss daher zunächst einer des  Kollektivbewusstseins sein. Nur durch selbstkritische Einsichten und den Mut zu echten Veränderungen können wir gemeinsam etwas verbessern.

Dabei gilt es vor allem, nicht wieder hinter frühere Erkenntnisse und Einsichten zurückzufallen. Vergangene geistige Fehlleistungen in neuer Art zu reproduzieren ist charakteristisch für sämtliche Rechts- und manchmal auch Linkspopulisten. Auch dazu finden sich hier auf den Seiten Artikel mit entsprechenden Kritikpunkten. Der Artikel von Jürgen Meier zeigt uns, dass es immer noch einen Teil der Menschheit gibt, der nicht gelernt hat bzw. beabsichtigt, sich wirklich befreien zu wollen, der nicht bereit ist, emotional und gedanklich loszulassen und sich von den bestehenden Konventionen und Machtgegebenheiten zu lösen. Wirkliche Freiheit kann nur in einer klassenlosen, (möglichst) herrschaftsfreien Gesellschaftsform existieren. Wenn dadurch die Angst verschwindet und ein echtes – auch strukturell-kooperatives – Miteinander gelebt wird, verschwinden auch Gewalt, Ausgrenzung und die dazu gehörige Rhetorik unserer heutigen Zeit, weil die dahinter liegende Denkform keine Grundlage mehr hat.

Link zum Junge Welt Artikel  und als PDF

Holger Roloff, 24. März 2017

 

weitere Artikel zu diesem Themenkomplex:

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Gibt es ein Zurück zur D-Mark? (hier) und (als PDF)

Die hohe Kunst der Selbsttäuschung – eine Einschätzung des Buches „Freiheit statt Kapitalismus“ (Sahra Wagenknecht)  (hier) und (als PDF)

Widersprüche und Denkformen in der Krise (hier) und (als PDF)

Bargeld – retten oder abschaffen? (hier) und (als PDF)

Mehr Zucker für die Kanzlerin (Ankündigung hier) und (Artikel als PDF)

Alles nur ein falsches Spiel? Ein Buchvergleich (hier) und (als PDF)

Krise und Bewusstseinswandel -Interview mit Pinchbeck bei SEIN.de (hier)

Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements (Vortrag per Video hier)

Was passiert, wenn jemand auf einem von Ideologie getragener Posten in der Politik mit der Realität konfrontiert wird? Aktuelles Beispiel: Arbeitsministerin Andrea Nahles, deren bekanntermaßen sehr ignorantes Weltbild (besonders hinsichtlich der von ihr vertretenden Arbeitsontologie) gerade einen Schock erleben musste (hier) und (als PDF)

Thailands buddhistischer Klerus ist längst der Gier nach Materialismus, Geld, Macht und Prunk erlegen (hier als PDF)

Manchmal wird aber auch in der Ideologiekritik etwas unterstellt, was als Grundannahme nicht stimmt, weil es von den Feindbildern der eigenen Ideologie überlagert wird, wie folgendes Beispiel zeigt (hier)

Krokodil frisst Pastor – das passiert, wenn man die Bedeutung der Naturgesetze ignoriert und meint, den eigenen Glauben (= Ideologie) über die Erkenntnisse der Physik stellen zu können – ein typisches Beispiel für falsch verstandene Spiritualität (hier)

Gregor Gysi interpretiert K.I.Z.-Texte – eine Lehrstunde in Sachen Ideologie entlarven (Videogespräch hier)

Thomas Konicz entschlüsselt so die psychoanalytische Seite des warenförmigen Fetischbewusstseins für TELEPOLIS. Sein Fazit im Artikel „Freudsche Zustände“ lautet:  das Bewusstmachung des Unbewussten ist die Voraussetzung für die Emanzipation des Menschen (hier) und als (PDF hier)

Das Unvermögen gesellschaftliche Zusammenhänge (wie in „Freudsche Zustände“ dargestellt) verstehen zu können führt den menschlichen Geist oft ins Reich der Spekulationen und absurdesten Vorstellungen. Da deren Argumente sich nicht wirklich belegen und logisch nachvollziehen lassen, werden diese willkürlich zusammengereimten Fiktionen gern an Verschwörungsvorstellungen gekoppelt – wie hier in einem Gespräch mit einem Anrufer in der Radio-/TV-Sendung Domian (Video)

Jammertal Sozialpartnerschaft – Hintergrund Klassenkampf – eine ideologiekritische Reflexion bei JUNGE WELT online (hier)

Zockende Kommune – falsches Denken führt zu falschen Ergebnissen – die Logik des Neoliberalismus und seine Folgen am Beispiel einer FDP-Oberbürgermeisterin – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

 

 

 

 

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"Die Tatsache, dass unsere Prognosen 14 Quartale in Folge falsch waren, bedeutet nicht, dass sie auch im 15. Quartal falsch sein werden." (Alan Greenspan)
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