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Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus am 31.März 2012
Ein deutliches Zeichen für den aktuellen Bewusstseinswandel im Jahr 2012 stellt folgendes Video zum bevorstehenden European day of action against capitalism – also dem Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus dar (hier)!!! Darin wird nicht weniger gefordert, als sich für den Bruch mit dem Kapitalismus als bestehendem Sozialkonstrukt und System auszusprechen.
Einen derartigen Gedanken offen und gemeinschaftlich zu formulieren und zu vertreten, einen Konsens als Willensakt zu erreichen, bildet die Voraussetzung und historische Möglichkeit, auch Gehör zu finden, wofür wir eigentlich längst im Inneren eintreten. Da braucht man nur einen Blick auf die Präambel der Violetten werfen (hier). Die darin formulierten Ziele lassen sich auf dem alten Weg, der darin besteht, sich fetischhaft an Kapital und dessen Verwertung des Wertes zu klammern, nicht realisieren. Wir brauchen etwas völlig Neues. Wir wollen etwas völlig Neues. Wir wünschen uns eine komplett andere Gesellschaft, in der jede Form von Bereicherungsmentalität keine systemischen Grundlagen und Möglichkeiten mehr findet. An dessen Stelle könnte eine befreite Gesellschaft mit ganz anderem Wesen, anderen Zielen und Handlungsmöglichkeiten treten. Anstatt angeblich “alternativlosen Sachzwängen” zu folgen und sich dessen erbarmungsloser Logik zu unterwerfen, den Planeten unwiderruflich zu zerstören und uns selbst gleich mit, gilt es zu erkennen, dass echte Freiheit jenseits der Marktwirtschaft beginnt!
Die neue Qualität der Reflexion in dem Video zum Aktionstag am 31.März 2012 besteht darin, zu erkennen und bewusst zu machen, dass Marktwirtschaft und Kapitalismus ein und dasselbe sind, nämlich eine historisch spezifische Produktions- und Lebensweise, die an die Warenform gekoppelt ist. Das endlich zu erkennen ist der entscheidende Punkt! Endlich gibt es in einem Videotext mal kein typisches Bankenbashing, sondern die Ursache in der kapitalistischen Produktionsweise selbst wird erkannt und dargestellt, anstatt nur wieder nach Schuldigen zu suchen. Dieser Unterschied wurde hier in längeren Beitragen meinerseits schon mehrfach heraus gearbeitet (siehe unter Wirtschaft).
Kapital ist gleichzeitig und gerade durch die Vergegenständlichung sozialer Beziehungen durch die Warenwelt und ihrer “kaufmännischen Sachlogik” – Ausdruck sozialer Machtverhältnisse. Und Kapital ist als solches tendenziell totalitär. Es führt Krieg, mal heiß, mal kalt, mal verdeckt, um seine Widersprüche zu lösen, ohne es je zu schaffen. Nicht die Menschen beherrschen hier und heute die Dinge, sondern die Dinge herrschen über die Menschen. Das können und wollen wir ändern! Diese Beziehungen zurück in Richtung Mensch zu holen, sie friedlich zurückzuerobern, ist die Aufgabe von historischer Dimension, die uns bevorsteht. Daran kann es inzwischen keinen ernsthaften Zweifel mehr geben. Nur die Profiteure des alten Systems und ihre Ideologen möchten uns ungetrübt etwas anderes Glauben machen.
Die Illusion vom “Reichwerden” im Sinne von “abstraktem, wertmäßigen Reichtum für alle” ist für viele längst ausgeträumt und kann ersetzt werden durch ein besseres Leben in mehr Sicherheit, ohne Arbeitszwang und damit ohne strukturelle Massenarbeitslosigkeit, denn beides gehört untrennbar zusammen, ohne “Gewinnmaximierung” auf Basis schlechter Industrienahrung, “Kinderarbeit”, “Globalisierung”, “Preiskrieg an den Zapfsäulen”, “Schwarzarbeit”, “Arbeitsstreik”, “Tarifautonomie”, “Standortvorteil”, “Wettbewerbsvorteil”, “Steuererklärung”, “Krankenkassen”, “Hartz IV”, “Sozialhilfe”, “Terrorismusgefahr” und seine Überwachungskameras, “New World Order”, “Mindestlohn”, “Klassenkampf”, massenhafter Kriminalität, “Mobbingopfer”, “Burn Out”, “Rettungsschirme”, “Abwrackprämien”, “Kaufsucht”, ”Dioxin in Eiern”, “BSE”, “Schweinepest” und “Vogelgrippe” durch “Massentierhaltung” usw. usf. Die Liste ist beliebig lang. Auf all diese uns bekannten Alltagsbegriffe, ihre Erscheinungen und Hintergründe können wir gern verzichten, oder?
2012 sehen und erwarteten DIE VIOLETTEN schon seit langem als das Jahr des Wandels. Worauf sollten wir auch warten?
Macht mit! Engagiert Euch! Startet Aktionen! Geht raus und zeigt Euch! Vernetzt Euch! Wartet nicht auf “Vater Staat”. Er wird uns nicht helfen, denn er ist selbst Teil des Problems – Teil von Machtmissbrauch, Arbeitszwang, einseitiger, neoliberaler Gesetzgebung, aktiver Teil von Überwachung und Unterdrückung der Völker hier und anderswo!
Lasst Euch nicht länger verschaukeln und nehmt die Gesellschaft wieder selbst in die Hand, anstatt sie einem “Aktienindex” zu überlassen! Der wird niemanden und nichts retten! HEULT NICHT – WEHRT EUCH!!! Und zwar mit Köpfchen!!! Macht klar und zeigt endlich offen, was Ihr wollt, wofür Ihr eintretet und was alles denkbar wäre in einer WELT OHNE GELD!!! …ohne Schranken und Mauern, die man uns aufbürdet täglich sogar selbst zu errichten! Kapitalismus sind wir alle selbst. Wenn wir etwas anderes SEIN wollen, ist dieser Gedanke der erste und entscheidende Schritt!
Eine andere Welt ist möglich, denn die Welt ist keine Ware!
…oder wie die Gruppe DRITTE WAHL passend singt:
ICH BIN DAFÜR, DASS WIR ENDLICH MAL DAGEGEN SIND!!!!! (hier)
Video zum Aktionstag am 31.März 2012: (hier)
Seite zum Aktionstag am 31.März 2012: (hier)
Glauben, Geld und Warenform…
Am 01.Dezember 2011 veröffentlichte die Redaktion der Zeitschrift SEIN einen Artikel mit dem Titel “Eine Frage des Glaubens: Geld und Schulden”, der eine Anekdote aus dem Gerichtsalltag der USA erzählt, weshalb ich an dieser Stelle explizit auf ihn verweisen möchte. Trotz Anklingen erfreulich kritischer Töne, birgt dieser Artikel jedoch nur unzureichende Darstellungen und bedient letztlich eher kleinbürgerliche Argumentationsmuster und Illusionen. Es erscheint deshalb ergänzend sinnvoll, noch mal näher darauf einzugehen, um zu zeigen, warum Vollständigkeit als Kriterium unerlässlich und wichtig ist (mehr).
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Die ganze Argumentation im genannten Ausgangsartikel ist zwar formal betrachtet zunächst nachvollziehbar und als Kritik am Kapitalismus auch völlig berechtigt, doch sie ist dennoch gewissermaßen falsch, weil sie leider unvollständig bleibt, ja den Leser sogar in die Irre führt! Sie ist eine typisch verkürzte Form. Es fehlt nämlich so einiges. Die Darstellung bildet die Wirklichkeit nicht annähernd ab, sondern verzerrt sie. Der Autor lässt sie als vorrangig subjektives Problem der bösen, die Welt beherrschenden Banker erscheinen.
Ist das tatsächlich so?
Das Netzwerk des Kapitals…
Am 25.Oktober 2011 veröffentlichte die Redaktion der Zeitschrift SEIN einen Artikel, der die neusten Forschungsergebnisse zur Netzwerkbildung der Weltwirtschaft darstellt. Diesem Ausgangsartikel sollte einige Aufmerksam zu Teil werden, weshalb ich an dieser Stelle explizit auf ihn als empirische Referenz verweisen möchte. Er ist äußerst hilfreich im Rahmen einer wertkritischen Analyse des Kapitalismus!!!

Das in dem Artikel vorgestellte Untersuchungsergebnis trägt erheblich zum Verständnis und zur gedanklichen Entflechtung der Komplexität bei, bestätigt es doch einige grundlegende ökonomische Gesetze der Kapitalakkumulation, wie die “Konzentration des Kapitals” innerhalb der Wertschöpfungsketten, sowie darauf folgend die “Zentralisation des Kapitals” in den Händen großer Konzerne bei gleichzeitig schrumpfender Gesamtanzahl an Unternehmen (mehr).
Violette Ansichten zur Griechenlandfrage
Statement der Partei „Die Violetten – für spirituelle Politik“, Landesverband Hamburg, zum deutschen Beitrag zum europäischen Rettungsschirm
Was wären dann sinnvolle Maßnahmen für Griechenland?
Um dort die soziale Marktwirtschaft zu erhalten, braucht es Instrumente, um die Verelendung der Bevölkerung zu verhindern, die Binnenmarktnachfrage stabil zu halten, und den sozialen Frieden nicht zu gefährden.
Statt mit hunderten Milliarden Euro nur die finanzielle Handlungsfreiheit des Staates und der Banken zu erhalten, könnten wir direkt den Menschen und der griechischen Wirtschaft helfen.
Des Papstes Rotkäppchen und der böse Wolf
Nachdem der mit viel Pomp und großer Medienpräsenz inszenierte Papst-Besuch ihr für ihre Verschuldungspolitik mit dieser Geste die “moralische Absolution” erteilt hatte, folgte nun zeitnah die Rechtfertigung vor einem deutschen Millionenpublikum per Interview der Kanzlerin bei Günther Jauch in der ARD (mehr). Sie hatte sich übrigens selbst dahin “eingeladen”. Eigentlich sollten Thomas Gottschalk und andere als Talkgäste kommen, um über den Papstbesuch zu plaudern…doch dann meldete sich unerwartet die Medien-Abteilung des Kanzleramtes. Ein Zufall so kurz nach dem Papstbesuch? Wohl kaum…(mehr).

Angela Merkel ist in ihrer Funktion als Deutsche Bundeskanzlerin (mehr) eine systemtypische Charaktermaske des Kapitals. Sie versucht gegen jede Vernunft und alle sozialen Widerstände das kapitalistische Akkumulationsregime in Europa aufrecht zu erhalten…selbst wenn letztlich in Griechenland (mehr) dafür Leute in Armut und Hunger stranden. Das nimmt sie mit ihrer “christlichen Nächstenliebe” und vollem Magen gern in Kauf. Jetzt zeigte sie ihr wahres Gesicht. Sie ist quasi eine moderne “Margaret Thatcher”. Sie versteht sich geübt darauf, den berechtigten Fragen ihres journalistischen Gastgebers schlichtweg auszuweichen. Ihre optimistischen Aussagen und Beteuerungen zur Zukunft wirkten nicht überzeugend. Diesen Beitrag weiterlesen »








