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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Das Elend des bürgerlichen Subjektes

Die Opioid-Krise in den USA (Infos hier) führt uns vor Augen, wo die Entwicklung im Neoliberalismus langfristig hinführen kann. Ohne Selbstbetäubung geht nichts mehr (hier). Wie die ARD Tagesschau berichtete, zählt man dort im Schnitt 130-140 Tote pro Tag!!! Man liest bittere Schlagzeilen wie „Die Menschen sterben wie die Fliegen“ / als PDF) und „Die betäubten Staaten von Amerika“ /als PDF). US-Präsident Donald Trump musste offiziell sogar den Notstand ausrufen (Notstand wegen „Opioid-Krise“ als PDF) (130 Tote – jeden Tag / als PDF).

Medikamentenmissbrauch gibt es hierzulande ebenfalls. Viele schlucken Tabletten, um den Tag überstehen und den Druck auf Arbeit noch aushalten zu können. Das ist Bestandteil des mentalen Niedergang analog zur wirtschaftlichen Krise des gesamten kapitalistischen Weltsystems (hier), die oft auf den Einzelnen abgewälzt wird. Auch der Chef spürt den Druck und gibt ihn nach unten weiter. In den Familien setzt sich das nach Feierabend fort. Eine echte Erholung ist nicht mehr möglich. Die Energie muss irgendwo hin und nimmt destruktive Formen an. Ähnlich sieht es bei Studenten und Schülern aus. Koma-Saufen an Wochenenden war vorvorgestern. Es kehrte längst der Alltag ein, zu dem neben Gewalt auch Drogen gehören.

Subjektiv-mentale Überlastung

Diese auf das einzelne Individuum abgewälzte Krise lässt sich zunehmend für viele subjektiv nicht mehr allein bewältigen, besonders dann, wenn man spirituell und intellektuell nicht aufwachen will, sondern am Bestehenden meint festhalten zu können oder aus seinem Umfeld nicht rauskommt bzw. keinen Halt finden kann. Das Bauchgefühl wird immer schlimmer. Die Sorgen wachsen. Sich zu betäuben erscheint da vielen der einfachste, weil bequemste Weg zu sein. Und die Pharma will nur all zu gerne ihre Mittelchen verkaufen und wirbt dafür. Verdrängen, anstatt sich die Sachen bewusst zu machen, anstatt Achtsamkeit und Empathie zu entwickeln und sich den Themen zu stellen. Dazu addieren sich die im Unterbewusstsein ohnehin schon vorhandenen Traumatisierungen, vor allem aus der Kindheit. Es fehlt oft nur ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

In den USA hat dieser Trend im Zuge der ökonomischen Verelendung ganzer Regionen dramatische Ausmaße angenommen – mit insgesamt 400.000 Toten!!! Wer dieses Jahr die TV-Dokumentationen von Markus Lanz gesehen hat, hat bereits einen Eindruck von der Dramatik vor Ort in den US-Bundesstaaten bekommen. Es geht hier nicht um klassische Drogen-Junkies wohlgemerkt, sondern betroffen ist der ganz normale Mittelstand. Konsumiert werden offiziell als Schmerzmittel erhältliche Opiate. Dabei ist es oft nur ein kleiner Schritt dorthin, wo der Leichtsinn beginnt. Auch finanziell sehr erfolgreiche Personen sind davon betroffen, Künstler, Musiker, Geschäftsleute, nicht nur etwa Leute aus dem Armutsviertel. Dort sitzen eher die meist schwarzen, kleinen Dealer und warten auf ihre weiße Kundschaft, wie das Team von Markus Lanz anschaulich dokumentiert hat.

Doch die meisten Leute, ohnehin ohne Bewusstsein davon, sich soziologisch gesehen im „falschen Leben“ zu befinden,  scheitern in Folge des ökonomischen Niedergangs auf breiter Front im Alltag. Reaktion? Sie flüchten – bestenfalls zu Religionen (Gott als Erlöser/wobei religiöse Gruppen aber immerhin noch den intuitiven Wunsch nach Gemeinschaft zeigen), in irrationale Esoterik (Wahrnehmungsverschiebung hin zu Scheingründen und Scheinauswegen) oder oft eben leider auch in Betäubungsmittel. Das chemische Lösungsmittel Alkohol gilt dabei als akzeptiertes „Kulturgut“ und bildet die Basis…bis selbst das nicht mehr ausreicht und schrittweise zu härteren Mitteln gegriffen wird.

Verhältnisse haben sich verschoben

Sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich in den USA verschoben, nicht nur die Schere zwischen Arm und Reich. Bedenkt man, dass die USA wegen der knapp 3000 Toten vom Worldtrade Centre (Infos hier) in den so genannten „Krieg gegen Terror“ gezogen waren, um noch mehr Unschuldige im Irak abzuschlachten, so wird das Ausmaß der gegenwärtigen Schieflage deutlich. Das sind jetzt 100 mal mehr Tote! Hinzu kommen ca. 13.000-15.000 Tote pro Jahr durch Schusswaffen bzw. Unfälle mit Waffen in normalen US-Haushalten (Statistik bei Statista.de).

Rechnet man alle Waffen-Toten der USA seit 1775 auf, starben im Schnitt 31.500 Amerikaner pro Jahr. Seit 1968 sind in den USA mehr Leute durch die eigenen Schusswaffen gestorben, als Soldaten und Zivilisten in allen offiziellen US-Kriegen zusammen (hier) und (Grafik hier)!!! Die Waffenlobby NRA findet das akzeptabel (Infos hier) und verteidigt privaten Waffenbesitz als angebliches Grundrecht, was als US-amerikanisches Spezifikum zur Problemlage dazu kommt.

Dazu addieren sich natürlich noch Tabak- und Alkoholtote, klassische Selbstmorde, indirekte Tötungen durch Unfälle, Verkehrstote und natürlich Tote durch ernäh-rungsbedingte Zivilisationskrankheiten (Herzversagen, Krebs, Autoimmunerkankungen, Burn Out, Depressionen usw.). Die Notlage ist insgesamt also sogar weit größer, als öffentlich wahrgenommen. Die Zusammenhänge verschwimmen nur oder wollen ungern erkannt werden.

Blutige Vernunft

Wer zieht deswegen in den Krieg? Und wogegen eigentlich? Natürlich niemand, denn der Feind ist das bestehende Gesellschaftssystem selbst. Dollars, Dollars, Dollars… Money make the world go around. Das lieben die Amis – bis in den Tod. Manche Intellektuelle verfassen sogar Bücher wie „Rettet den Kapitalismus“ (Robert B. Reich / USA) oder „Sozialer Kapitalismus!“ (Paul Collier / UK / Oxford Prof.). Das verstehe wer will. Selbst ein gewisses kritisches Einsehen hat offenkundig harte, geistige Schranken. Man kann oder will es nicht anders sehen. Wer die tieferen Zusammenhänge dieses pathologischen, bürgerlichen Subjekt-Bewusstseins in Bezug auf die Gründe noch besser verstehen will, dem sei das Buch „Blutige Vernunft“ des deutschen Philosophen / Soziologen Robert Kurz – empfohlen – ein intellektueller Hochgenuss, dessen scharfsinnigen Gedanken zu lesen. Es geht also auch anders.

Der historische Feind

Nicht nur der Faschismus als politisch-historische Herrschaftsform tötete massiv Menschen. Der aktuell herrschende Neoliberalismus ist ihm auf seine Art auf der Spur. Hunderte US-Militärbasen in der Welt (s. hier) sind unnütz. Sie schützen die Amerikaner nicht. Sie richtigen ihre Waffen im Außen auf andere, während sie sich im Inland tagtäglich selbst gegenseitig töten. Sie brauchen gar keine Feinde. Sie sind sich selbst Feind genug.

Kapitalismus tötet – nicht nur Tiere und die Natur – auch Menschen – und zwar egal welche politische Form er annimmt. Das war schon immer so. Das zeigt seine historische Entwicklung, wenn man mal Geschichtsbücher aufschlägt und die letzten Jahre Dokus aufmerksam verfolgt hat. Das weiß insgeheim eigentlich jeder…

Der dennoch vorhandene Zynismus und die Ignoranz des Neoliberalismus gegenüber der eigenen Bevölkerung kann natürlich locker mit den historischen Nazis aus der Zeit des historischen Faschismus des 20. Jhd. mithalten. Die in der Endkonsequenz jeweils dahinter stehende, menschenverachtende Haltung läuft auf das gleiche Ergebnis hinaus. Nur die Ideologien zur Krisenverdrängung, die zur Begründung herangezogen werden, variieren etwas, wobei es historisch drei Hauptströmungen gibt (Liberalismus, Etatismus, Rassismus). Die drei tauchen in der ein oder anderen Form immer wieder auf, bis heute.

Geistige Entwicklung als nachhaltiger Lösungsweg

Wer die Welt verändern will, muss seine Haltung verändern! Besser wäre natürlich das Bestehende emotional und inhaltlich loszulassen und stattdessen eine kritische Reflexion der gesellschaftlichen Gesamtverhältnisse zu beginnen. Das würde das Bewusstsein und Energielevel erhöhen. So ließe sich das Elend des bürgerlichen Subjektform beenden. Doch das fällt vielen schwer. Es erfordert eigene Denkfehler zu korrigieren, sich von altbekannten Gedankenmustern und Dogmen zu verabschieden und einen Aufwand an sich selbst zu betreiben – Selbstreflexion, Selbstveränderung, um neue Einsichten zu gewinnen, die der Wirklichkeit entsprechen. Das ist der gesündere, spirituelle Weg. So entstehen vor dem geistigen Auge wieder neue Perspektiven, die uns als Zivilisation aus der Misere herausführen können. Schaffen wir das nicht, können wir an den Entwicklungen in den USA heute schon erkennen, wo das unter Umständen auch bei uns hinführen könnte.

Holger Roloff, 27. Oktober 2019


Die Opioid-Kride in den USA (Audiobeitrag hier)

Vortrag in Hamburg zur Weltkrise (hier)

Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht (hier)

Wie falsche Spiritualität zur Ideologie wird (hier)

Abrüstungsvorhaben jetzt unterstützen (hier)

Für eine globale Friedenspolitik (hier)

Preissteigerung und (Werte)verfall – Neoliberalismus im Visier (hier)

Wie die typisch politischen Muster des Neoliberalismus in der Praxis funktionieren zeigt gerade das Bsp. Ecuador (hier)

Der Neoliberalismus verkündete einst seine Neue Weltordnung – die New World Order (NWO)  – SANDOW reflektieren das kritisch im Zusammenhang mit ihrer eigenen, ostdeutschen Geschichte (hier)

Mit welcher Selbstverständlichkeit und Mentalität sich Kapitalisten in Europa und Deutschland mit Betrügereien durch Cum-Ex-Geschäfte auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen voll machten (hier) und (als PDF).

Die geistigen Mechanismen, aus denen Ursachenverdrängung und Ideologien, Fremdenfeindlich, Flucht in Drogen oder Waffen entstehen, sind überall gleich – hier am Bsp. von Deutschland beleuchtet von Rüdiger Lenz bei Tagesdosis 30.10.2019 (hier)

Die Verbindung von Politik und Spiritualität – Liebe ist die Substanz des Glücks, welches wir wir uns selbst als Rahmen zulassen können (hier)

Wer auf der Suche nach Wahrheit ist, sollte Wahrhaftigkeit und Authentizität anstreben (hier) (als PDF)

Wie der Kapitalismus echte Demokratie historisch verhindert, untergraben und zerstört hat zeigt besonders das Beispiel des noch immer vorherrschenden Neoliberalismus – Prof. Mausfeld ruft bei den „Palais Gesprächen 2019 zum 30. Jahrestag des Mauerfalls“ die Zusammenhänge in Erinnerung (Video)

Wie Neoliberalismus erstmals in die Welt kam, wie das Kapital elementare, demokratische Grundrechte abbaut und Geldströme stets ins eigene Portemonnaie umleitet – ein Kommentar von Dagmar Henn (hier)

Im selben Kescher – Die Menschenmacher und wir – ein Kommentar von Rüdiger Lenz für Tagesdosis 27.11.2019 (hier)

Wachstumszwang, Konsumverhalten, Narzissmus hängen in der bürgerlichen Psyche zusammen und nehmen zutiefst katholische Züge an – Hans-Joachim Maaz im Gespräch (Video)

Wie sieht es im demokratischen System der USA aus? Können die Bürger politisch nichts erreichen und verbessern? Dr. Jill Stein (Grüne Partei) berichtet (Video)

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