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(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Die hohe Kunst der Selbsttäuschung

– Buchrezension zu „Freiheit statt Kapitalismus“ von Sahra Wagenknecht

Buchtitel "Freiheit statt Kapitalismus"

Der Autor setzt sich mit dem 2011 bei Eichborn veröffentlichten Buch von Sahra Wagenknecht mit dem Titel „Freiheit statt Kapitalismus“ kritisch auseinander und stößt dabei auf ein ideologisches Argumentationsmuster, welches als verkürzte Kapitalismuskritik charakterisiert werden muss, da es sich nur inkonsequent am Neoliberalismus abarbeitet, um doch wiederum positiv Bezug auf ihn zu nehmen. Autor: Holger Roloff

Die hohe Kunst der Selbsttäuschung (29.05.2011)

 

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Nachtrag vom 26. Juli 2016: erneut versucht Sahra Wagenknecht die Bundesregierung von einer „rechten“ Position aus zu kritisieren, was zu Unmut in den eigenen Reihen führt, wie der SPIEGEL-Online berichtet (hier). Damit wird ihr wahrer Standpunkt auch in der Flüchtlingsfrage mehr als deutlich.

Nachtrag vom 12. Juni 2018: Hier mal die auf den Punkt gebrachte Begründung für die Entwicklungen der Geschichte, die sich nicht mehr zurück drehen läßt am Bsp. des Richtungsstreites der Partei DIE LINKE. Falsches Denken über die Realität birgt die Gefahr, an eben dieser Realität zu scheitern. Moralisches Mahnen (Wagenknecht) hilft da ebensowenig weiter, wie zu kurz gedacht Forderungen (Kipping) aus Sicht Sicht linker Politik (hier)

Fallstricke der Kritik, Krise des Kapitals und der abstrakten Arbeit, Verdrehung von Ursache und Wirkung und damit die Entstehung von Ideologien wie dem strukturellem Antisemitismus erläutert der Philosoph und Wertetheoretiker Robert Kurz (Video)

Argumente Für und Wider der neuen linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ initiiert von Sahra Wagenknecht – ein Kommentar von Susan Bonath vom 06.08.2018 (hier) und Interview mit Frau Wagenknecht (hier)

Die alte Tante SPD reagiert innovativ auf die Wagenknecht-Initiative (Karikatur hier)

Pressekonferenz zum Start der AUFSTEHEN-Bewegung vom 04.09.2018 (Video)

Beackert die AUFSTEHEN-Bewegung etwa wieder nur klassische SPD-Terrain? Autorin Ulla Jelpke meldet in Junge Welt berechtigte Zweifel aus ihren eigenen Erfahrungen an (hier) Hier einige hoffnungsvolle Antworten (hier)

Welche Energie herrscht teilweise in DIE LINKE? Welcher Umgang wird gepflegt? Welche Denkform liegt dem zugrunde? Innenansichten – recherchiert von Dirk Pohlmann – Tagesdosis 26.03.2019 (hier)

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2 Kommentare to “Die hohe Kunst der Selbsttäuschung”

  • mitdenker:

    So zutreffend die Argumentation auch ist, so verwunderlich ist der Ort ihrer Präsentation. Die Logik der Kapitalverwertung ist schliesslich alles andere als spirituell. Im Gegenteil, sie wird als Fetisch angebetet und müsste all ihrer Spiritualität entkleidet werden. Allgemein wissen was ist, abseits aller Mystik, ist die zu schaffende Vorsausetzung für eine menschliche Zukunft.

    • Vielen Dank für den Kommentar. Ich stimme absolut zu, allerdings – weil man „Spiritualität“ eben keineswegs mit „Mystik“ gleichsetzen muss. Das was uns heute noch „mystisch“ erscheinen mag, ist vielleicht nur das Wissen von Überübermorgen, es sind also einfach nur die Wissenslücken von heute.

      „Spirituell“ vermag vielmehr zu bedeuten, unsere geistige Reflexion in Bezug auf die Welt, Natur, das ganze Universum in unzähligen, kleinen Schritte zu verbessern und erweitern. Bestehende Lücken an Wissen füllen sich so allmählich…die „Mystik“ löst sich auf. Dieser Vorgang der Evolution des Bewusstsein selbst ist spirituell für mich…also quasi den Geist an das Sein heranzuführen.

      Kapitalismus ist ein gesellschaftliches Fetischkonstrukt, welches rein deterministisch gestrickt ist und auf einem inneren Widerspruch beruht. Das stimmt. Gerade deshalb ist da gar nichts spirituell daran. Leider wird aber gerade diese Erkenntnis, dass es sich dabei um eine abstrakte Inwertsetzung handelt, oft als „esoterisch“ bezeichnet, obwohl sie diesen Determinismus (endlich mal) adäquat bezeichnet…da haben wir sie wieder, die fehlerhafte Reflexion. Es gibt also „spirituell“ noch viel zu tun…

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