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(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Die Sache und ihr Abbild – wie Ideologie entsteht

Die deutsche Autorin Karen Duve veröffentlichte 2014 ein sehr kontrovers diskutiertes Buch mit dem Titel „Warum die Sache schiefgeht“. Die Zeitschrift SEIN setzte sich auch in seiner Online-Ausgabe mit den darin vertretenden Beobachtungen, Einschätzungen und Thesen umfangreich auseinander (hier).

Karen Duve Warum die Sache schiefgeht

„Warum die Sache schiefgeht – Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen“

Dieses Buch wirft jedoch eine grundsätzliche Frage auf und erweitert die Betrachtung bei genauerem Hinsehen um eine weitere Dimension:

Wie kommt es, dass ausgerechnet derartige Leute (Egoisten, Hohlköpfe, Psychopathen usw.) in so wichtigen Verantwortungspositionen und Chefetagen sitzen??? Gäbe es keine besseren Kandidaten dafür?

Die Antwort auf diese Frage bleibt im Dunkeln…denn es steckt in Wahrheit noch etwas anderes, tiefergehendes dahinter, etwas dass nicht unmittelbar greifbar ist, auf einer anderen Ebene unsichtbar bleibt.

Warum wird das oft nicht erkannt? 

Das wiederum hat zunächst mit der Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft, genauer der Zeit der Säkularisierung (Verweltlichung der Welt – raus aus den bis dato vorherrschenden religiösen Vorstellungen) und der bürgerlichen Aufklärung (und deren neuen Weltanschauung und Philosophie) zu tun.

Den meisten Philosophen und Denkern war und ist bis heute eines gemeinsam: sie betrachten und verstehen die Gesellschaft und deren Geschichte als quasi „gemachte Verhältnisse“. Die Gesellschaft erscheint als „subjektives Willensverhältnis“. Das ist der große Fehler im Denken, der sich aber bis heute so im kollektiven Bewusstsein verankert hat, dass der Betrachter oft als Ursache nur die Handlungssubjekte innerhalb dessen auszumachen vermag.

In Wirklichkeit gibt es jedoch noch eine Ebene darüber, nämlich die abstrakte, soziale Konstitutionsform. Vor dem Willen kommt das abstrakte System. Bevor einer der Handelnden überhaupt einen ersten Gedanken gefasst und formuliert hat, unterliegen seine Gedanken bereits einer äußeren Form, die den Inhalt der Gedanken ausrichtet und eingrenzt. Die Form ist immer schon vorher da. Die bürgerliche Subjektform bildet sich aus der Vorstellung, die personifizierte Einheit von Marktteilnehmer einerseits und Staatsbürger andererseits zu sein.

Alle Gedanken der bürgerlichen Subjektform unterliegen auf diese Weise einer speziellen, historisch bedingten Formgebung. Karl Marx war im 19. Jahrhundert der erste, der dies im kritischen Sinne klar auf den Begriff brachte:

„Das SEIN bestimmt das BewusstSEIN.“

Es sind nämlich die der Produktivkraft- und Produktivitätsentwicklung folgenden abstrakten, die Gesellschaft konstituierenden Verhältnisse, welche die Richtung bestimmen, nach denen sich die Gedanken ausrichten[1]. Nicht umgekehrt. Allerdings entsteht so ein Feedbacksystem, welches sich stetig selbst reproduziert, denn solange wir nur diesen Gedankengängen folgen, erschaffen wir damit automatisch wieder genau das System, welches die Form bestimmt. Ein Teufelskreis. Auch dafür hatte Marx einen packenden Begriff gefunden: „das automatische Subjekt“. Das  ganze Kollektiv handelt wie eine Maschine. Wir führen die kaufmännische Logik aus und exekutieren dabei die ökonomischen Gesetze. Die Verwertungsmaschine rollt. „Die Psychopaten in den Chefetagen“ (Karen Duve) sind demnach nur die „Funktionäre des Kapitals“ (K. Marx), die äußerlich gekennzeichnet sind dadurch, dass sie „Charaktermasken“ (K.Marx) tragen, um sich in ihre Funktionsrolle einzufügen. Das trifft auf mich, auf Sie, auf uns alle zu. Wir sind alle Bestandteil des Systems. Das ist in uns mental verankert. Das ist das Problem. Darin liegt allerdings auch die Potenz der Lösung.

Egal welches Land man sich heute anschaut, welche Kultur, Religion oder Geschichte ursprünglich vorhanden war – sobald die kapitalistische Produktionsweise eingeführt, d.h. (mit Gewalt im Zuge der Kolonialisierung) durchgesetzt wurde, taucht stets die gleiche Denkweise auf – und ebenso die besagten Leute (Egoisten, Hohlköpfe etc.) als Protagonisten. Die ganze Bevölkerung wird der Gesellschaftsform unterworfen und beginnt solche Charaktermasken aufzusetzen. Die Gedankenformen sind also unabhängig von der Geografie, jedoch kausal abhängig von den sozial-ökonomischen Kategorien vor Ort.

Es handelt sich folglich um objektivierte Gedankenformen.

Genau genommen handelt es sich also nicht um „objektive“ [2] – denn das würde im engeren Sinne bedeuten sie wären von Natur aus schon da – was ja, wie die geschichtliche Ablaufreihenfolge zeigt, gerade nicht der Fall ist, sondern um „objektivierte Gedankenformen“, denn deren Grundlagen – die gesellschaftlich-sozialen Basiskategorien (Warenform, Geldform, Arbeitsform, Markt, Staat) generieren wir letztendlich selbst. Die Gedankenform konnte historisch immer erst entstehen, wenn ein neues System auch wirkmächtig entstanden war[3]. Die Gedankenform kann dem SEIN nicht vorauseilen. Der Wunsch nach neuen Formen des SEINs jedoch schon.

Festzuhalten gilt: Es handelt sich bei den Grundkategorien (Geld, Ware, Arbeit = Lohn- und Erwerbsarbeit) um rein gesellschaftliche Konventionen und keinen wie auch immer erklärbaren Naturzustand, wie die Vertreter der bürgerlichen Aufklärungsphilosophie glaubten, die den Ware-Geld-Tausch, bei allem was daraus folgt, schon per se zugrunde legten. Diese Denker von Thomas Hobbes, John Locke, John Stuart Mill, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, David Ricardo über Silvio Gesell, Irving Fisher, Friedrich August von Hayek, John Maynard Keynes, Josef Schumpeter, Karl Popper, Milton Friedman und wie sie alle hießen – bis zu den aktuellen Regierungen, Politikern, Managern und sonstigen Funktionseliten in der Wirtschaft, in der Finanz- und Bankenwelt und im Staatsapparat unserer Tage – unterliegen der gleichen Formgebung ihrer Gedanken und somit dem gleichen Fehler. Sie konnten und können daher stets gedanklich nur das reproduzieren, was innerhalb dieser Schranken als „denkbar“ galt und gilt. Alles außerhalb davon wird stets mit kruden Abwehrreaktionen und unter Berufung auf die Axiome der bürgerlichen Gesellschaftsvorstellungen verbal und pluralistisch abgewehrt. Oder man tritt die Flucht nach vorn an und verweist darauf, das man ja leider kein besseres System kenne, als wenn diese geistige Eigenbeschränkung ein guter Grund wäre, darüber nicht ernsthaft nachdenken zu können.

„Ab einem gewissen Grad der Volksverblödung ist es völlig egal wer an der Macht ist.“ (aus Eulenspiegel, deutsche Satirezeitschrift)

Diese handelnden Protagonisten spiegeln mit ihren Vorstellungen, Weltanschauungen und Ideologien nie die Wirklichkeit dieser gesellschaftlichen Formgebung wieder. Warum? Nun, weil dieses System auf inneren Widersprüchen basiert. Da sich die Handlungssubjekte jedoch durch ihr Tun mit diesem System identifizieren, stecken sie in einem Dilemma, wenn es darum geht die Krisen, die aus diesen (mit)konstituierten Widersprüchen hervorheben, kritisch zu reflektieren und zu erklären. Anstatt das kapitalistische System an sich zu hinterfragen, sucht man „Schuldige“. Und die findet man auch (immer gern genommen „raffgierigen Juden“, „faule Arbeitslose“, „uns die Arbeitsplätze stehlende Ausländer“, „räuberische Fremdstaaten“, „unfähige Politiker“, „gierige Banker“, „Sozialschmarotzer jeder Art“ usw.). Nur das Gesellschafts – und damit Wertesystem des Kapitals an sich – das gilt als heilig und darf nicht in Frage gestellt werden. Der Markt regelt alles – schön sauber durch Angebot und Nachfrage. Der Preis macht`s möglich. Und alles hat seinen Preis. Selbst die eigene Meinung. Wen mag es da wundern, das Korruption weltweit eine Hochkonjunktur erlebt? Das moderne Subjekt ist eben flexibel…

„Der Anstand hat in der Politik keine Lobby, denn er zahlt nicht.“ (Andreas Thiele, deutscher Satiriker)

Diese Erkenntnis bedeutet übrigens nicht, dass die Autorin Karen Duve vielleicht unaufmerksam war. Keineswegs! Sie hat sicherlich gut beobachtet. Sie bestätigt damit im gewissen Sinne indirekt die hier vorgestellte Sichtweise aus der kritischen Gesellschaftstheorie. Denn natürlich gibt es all diese Psychopathen, Narzissten, Egoisten, Selbstdarsteller, sich maßlos überschätzenden Hochstapler usw. Die gehören zum System dazu. Sie sind die Sprösslinge des Kapitalismus, die Kinder und Enkel der bürgerlichen Gesellschaft und all seiner Schulen und „Elite-Universitäten“, auf denen die Ideologien als notwendige Lebensgrundlage eingetrichtert werden.

Karl Marx definierte Ideologien deshalb auch treffsicher als „notwendig falsches Bewusstsein“. Nur wenn ich von mir selbst glaube, das Leben bestünde per se darin Marktsubjekt und Staatsbürger zu sein, dann bin ich gerüstet lebensfähig zu sein in der Welt des Kapitals. Das Kapital ist aber die totale Entfremdung von der Natur, was man schon an seiner systemimmanenten Konsequenz des „unbegrenzten Wachstums“ als primärem Paradigma unschwer erkennen kann. Das Irrationale und Negative ist hier der Normalzustand. Die Wirklichkeit steht innerhalb dieser Form ontologisch gesehen auf dem Kopf. Folglich muss dies auch für das dazugehörige Bewusstsein gelten. Die einzelnen Personen (inklusive Egoisten, Hohlköpfen etc.) sind also nur die Ausprägungen dessen, also die konkreten Erscheinungsformen.

Der Streitpunkt ist also nicht, ob es diese Erscheinungsformen gibt und wie sie ticken. Unbestritten ist auch dass deren Handlungen schwerwiegende Folgen für uns alle als Menschheit haben. Sondern zentral sollte vielmehr die Frage sein, warum Menschen so verblendet sein müssen, dass diese Ausprägungen entstehen? Manche dieser Leute sind geradezu der personifizierte Widerspruch und somit Musterbeispiele der Selbstkasteiung und des rückgratlosen Verbiegens, damit die Realität doch noch irgendwie mit den irrealen Vorstellungen der eigenen inneren Welt in Einklang gebracht werden kann.

Je stärker die Krisenschübe im Kapitalismus im historischen Ablauf werden, desto offensichtlicher und deutlicher zeigen sich die Phänomene im Bewusstsein und Handeln unserer politischen Führungseliten. …und leider nicht nur bei denen. Falsche Vorstellungen und Abbilder der Realität findet man in jeder Tageszeitung, jeder TV-Talk-Show, jeder Stammtisch-Kneipe und in gerader Linie bis hoch in den Bundestag, ins Europaparlament, in die UNO usw. Die Welt funktioniert ideologisch anstatt selbstkritisch und wahrhaftig.

Die in diesem Artikel vorgestellte Sichtweise auf höherer, abstrakterer und verallgemeinerter Ebene bildet die Grundlagen für jede ernsthafte Ideologiekritik. Die setzt sich wiederum mit den im Laufe der Geschichte hervorgebrachten Gedankengängen auseinander. Sie untersucht, analysiert und beleuchtet das Verhältnis von historischer Notwendigkeit, ideologischer Verarbeitung der Geschehnisse und dem daraus resultierenden Handlungsaktionismus, um jeweils das System am Laufen zu halten. Das ist das Ziel des oben beschriebenen Feedbacksystems und der Politik.

»Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.« (Hanlons Rasiermesser, ein philosophisches Hilfsmittel)

Dass „die Sache“ mit wachsender Wahrscheinlichkeit „schiefgeht“, würde ich ebenso vermuten wie Frau Duve. Das ist eine aus vielen Beobachtungen im Alltag resultierende, fast schon zwingend logische Schlussfolgerung.

Dass dies (auch) mit an der Dummheit der Handelnden liegt, dem würde ich nicht widersprechen.

Wie wir am aktuellen Weltgeschehen im Jahr 2014 ablesen können, sind manche sogar so dumm, erneut eine ordentliche Portion Menschenverachtung (=Böswilligkeit) in ihr Handeln mit einfliessen zu lassen (Kriege in Syrien usw.), obwohl aus der Geschichte hinreichend bekannt ist, wie das endet. Das eine (Dummheit) schließt das andere (Böswilligkeit) nicht prinzipiell aus. Was was ist und ggf. überwiegt kann man sicher kontrovers diskutieren. Die Geschichte belegt zumindest, dass sich Sozialrassismus, genetischer Rassismus, Elitedenken, Personenkulte, religiöser Fanatismus in vielfältigen Varianten herausgebildet haben und zur Rechtfertigung und Handlungsgrundlage wurden. Das Motiv ist oft das Wahren der eigenen Lebensgrundlagen und Privilegien bzw. die Angst diese in der Krise zu verlieren.

Doch destruktive Energien und falsches Bewusstsein sind auf Dauer nicht überlebensfähig. Sie scheitern an der Realität, an sich selbst oder den Reaktionen darauf. Zum Glück gibt es ja auch konstruktiv denkende Menschen, die sich das nicht ewig gefallen lassen. Irgendwann hat jeder die Chance im Leben aus der falschen Ontologie aufzuwachen und zu begreifen, dass man die Charaktermasken ablegen sollte. Je mehr Zivilcourage dabei entsteht, desto schwieriger wird es für das „automatische Subjekt“ die zementierten Verhältnisse zu reproduzieren.

Das aufzubrechen ist die spirituelle – also geistige Herausforderung unserer Zeit. Wir stehen vor einem grundlegenden ontologischen Bruch, analog zur Transformation des heutigen Systems in ein anderes, zukunftsfähiges Werte- und Gesellschaftssystems.

Der Gordische Knoten des oben beschriebenen Teufelskreises kann nur durchbrochen werden, wenn wir anfangen unser Denken und Handeln – vor allem unsere abstrakten Gesellschaftsstrukturen ohne Scheuklappen und Tabus selbstkritisch zu hinterfragen. In diesem Sinne handelt es sich bei diesem ontologischen Bruch um einen qualitativen Sprung, an dem dann tatsächlich das Denken – also unser Bewusstsein – wiederum das SEIN bestimmt. Daraus werden sich zukünftig (im besten Fall) neue, für eine Erweiterung unserer Gedankenwelt geeignete, freie Bewusstseinsformen entwickeln können.

Holger Roloff, 13. November 2014

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[1] …die Feststellung wird plausibel, wenn man sich den Ablauf der Geschichte ansieht. Jemand der beispielsweise im Mittelalter (also noch im Feudalismus) gelebt hat, konnte natürlich noch kein bürgerliches Bewusstsein haben, weil das Industriezeitalter mit seinen Notwendigkeiten, Zwängen und Zumutungsverhältnissen noch nicht entstanden war. Anstatt Lohnarbeit herrschte im Feudalismus überwiegend Subsistenzwirtschaft (Eigenversorgung) vor. Seine Arbeitskraft an jemand anderes zu verkaufen galt bis ins 17. Jahrhundert hinein als sozial geächtet, so wie Prostitution. Man war von niederem sozialen Stand, wenn man seine Tätigkeit an jemanden veräußern und dafür Geld annehmen musste. Der Begriff „Arbeit“ stammt sprachhistorisch von den Sklaven ab, denn denen gehörte das Ergebnis ihrer Tätigkeit nicht, sondern dem Besitzer des Sklaven. Das erforderte einen eigenen Begriff dafür. Für das bürgerliche Subjektbewusstsein ist die Selbstversklavung in der Logik des Kapitals und der warenproduzierenden Moderne jedoch der Normalzustand. Daraus resultiert – inklusive Arbeit – ein komplett anderes Alltagsbewusstsein und immanentes Selbstverständnis.

[2] …diese Differenzierung des Objektiv-Begriff stellt gegenwärtig nur eine Feinheit in der Formulierung dar, die auch in der Fachliteratur bislang nur wenig Berücksichtigung gefunden hat. In den bislang veröffentlichten Texten zum Themenkomplex Bewusstsein und Ideologiekritik liest man meistens von „objektiven Gedankenformen“, womit allerdings nichts anderes gemeint ist. Den Autoren ist ausnahmslos klar, dass damit kein Naturzustand gemeint ist, sondern ein historisch spezielles, gesellschaftlich geschaffenes Konstrukt zugrunde liegt.

[3] …die Geldform in vorkapitalistischen Epochen ist nicht identisch mit der im Kapitalismus. Im Kapital ist Geld Ausdruck von abstraktem Wert als einem gesellschaftlichen Gesamtverhältnis, was zuvor nicht der Fall war (vgl. Robert Kurz „Geld ohne Wert“, 2012). Geld war ursprünglich eine religiöse Opfergabe und machte mehrere Metamorphosen im Laufe der Geschichte durch. Sein Wert wurde früher z.B. durch Art und Menge des Metalls oder durch astronomische Verhältnisse der Bewegung von Himmelskörpern (Sonne, Mond) bestimmt, hatte also noch nichts mit „Markt“ zu tun, wie wir es heute kennen.

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SEIN.de Artikel: „Vom Primaten zum Psychopathen: Warm die Sache schiefgeht“ (hier)

Diesen Artikel als Original-PDF:  (hier)

Woher kommt der soziale Hass? – „Die Ratte in uns“ – tiefgehende Ursachen aus Sicht der Psychoanalyse von Christian Stöcker beim SPIEGEL (hier)

konkrete Beispiele für Ideologien und den Umgang damit:

„Antisemitismus – ohne mich“ (hier)

Psychologie einer Ausbeutungsgesellschaft: „Das Hamsterrad als mentale Infrastruktur“ (hier)

Ideologiekritik als Ideologie (der Herrschenden) (hier)

Der Neoliberalismus ist Tod. Wie lautet die Antwort daraus? Was kommt jetzt? (hier)

Über Gruppenbildung und das Gegeneinander – „Rationale aller Länder, vereinigt euch!“ – von den sozialen Mechanismen und Verschwörungstheorien als Ausdruck mangelnder Aufklärung von Christian Stöcker beim SPIEGEL online (hier)

Im rechten Sumpf …wie heute noch Ideologien nachgehangen wird, hier am Bsp. der AfD, wie die JUNGE WELT online berichtet (hier)

Falsches Bewusstsein …Gedanken zur neuen Film von Slavoj Zizek im FREITAG (hier)

Verlage verbreiten Ideologien auf der Frankfurter Buchmesse – Bericht der TAZ online (hier)

Die Innenseite des Klassenkampfes…zur Sozialpsychologie des Faschismus… eine Analyse aus aktuellem Anlass von Götz Eisenberg: (hier)

„Postfaktizität“ und  das letzte Rückzugsgefecht der neoliberalen Postmoderne von Daniel Spät (hier)

Krise und Bewusstseinswandel – Interview mit Pinchbeck bei SEIN.de (hier)

Wie und warum Ideologien entstehen – einfach erklärt – Kapitalismus erzeugt stets ein Gegeneinander (Video hier)

Warum Ideologien gefährlich sind zeigt auch folgendes Beispiel – hier wird aufgedeckt, dass sie oft getarnt als Wissenschaft daher kommen, um uns z.B. profitable Chemikalien schmackhaft zu machen bzw. als unbedenklich einzureden (hier)

Weltbilder verschiedener Ausrichtung – eine Analyse von Christian Stöcker zur Wahl in Frankreich 2017 beim SPIEGEL online (hier)

Gregor Gysi interpretiert K.I.Z.-Texte – eine Lehrstunde in Sachen Ideologie entlarven (Videogespräch hier)

„Die Welt als Wille und Design“ (2013), Robert Kurz – eine Kritik linker Lifestyle-Ideologie (hier)

Communism for kids (hier) – ist ein – nun in der englischsprachigen Übersetzung vorliegendes – Büchlein der deutschen Autorin Bini Adamczak mit dem Originaltitel: „Kommunismus: Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird“ (hier). Ist aus eigener Erfahrung jedem interessierten Leser nur zu empfehlen! Es erweitert den eigenen Horizont und zeigt grundlegende, zwingend wissenswerte Dinge auf. Selten findet man eine so gut zu lesende und (kinder-)leicht zu verstehende Darstellung der komplexen Zusammenhänge im Kapitalismus, um den es hier nämlich eigentlich geht. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die Rechtspopulisten in den USA anfangen zu kreischen, obwohl eher kurzatmig wegen des Titels, den sie anders verstehen und interpretieren wollen (verharmlosend), als es von der Autorin gedacht ist. Der Hass gegen die Autorin offenbart uns, bei wem in Wahrheit das Problem liegt. Auf jeden Fall wird es heiß diskutiert wie (hier) und (hier) und (hier).

Nazi-Ideologie der „Arier“ – parodierend entlarvt (Video hier)

Zockende Kommune – falsches Denken führt zu falschen Ergebnissen – die Logik des Neoliberalismus und seine Folgen am Beispiel einer FDP-Oberbürgermeisterin – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

 

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