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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Für eine globale Friedenspolitik

Der neue Youtube Kanal VIOLETTE PERSPEKTIVEN dokumentiert eine Veranstaltung der VIOLETTEN Hamburg zusammen mit der Ärzteorganisation IPPNW (Video).

Zu Gast war der Russland-Experte, Friedensforscher und Autor Kai Ehlers. Er beleuchtete in seinem Vortrag die historischen Abläufe und Zusammenhänge der großen Linien der internationalen Außen- und Sicherheitspolitik, die man ihrem Wesen nach als aggressive Rüstungspolitik sowie als militärischen und gleichermaßen wirtschaftlichen Verdrängungsversuch von Konkurrenten am Weltmarkt bezeichnen muss.

Vortrag Kai Ehlers Krieg oderFrieden? 2017 Hamburg

Ehlers ordnet diesen erneuten Rüstungswettlauf in den Gesamtrahmen der Weltkrise des ganzen kapitalistischen Systems ein, was sich mit anderen unabhängigen Analysen der letzten Jahre deckt (vgl. Buch-Titel unten). Der Charakter dieses von den westlichen Staaten getriebenen Versuchs, im Zuge der eigenen, unlösbaren Widersprüche und Problemlage, das Ruder wenigstens noch militärisch in der Hand zu behalten, ist im höchsten Maße gefährlich und unüberlegt. Diese Politik ist zum Scheitern vorverurteilt, denn sie kann kein stabiles Fundament für eine sichere, friedliche Zukunft für die Völker der Erde sein. Es ist vielmehr ein letzter, hilfloser Versuch des Weltkapitals, eigene Stärke zu demonstrieren.

Nach dem Wegfall der stabilisierenden Rolle des Realsozialismus 1990 wurde Russland dabei in die Rolle des neuen Feindbildes gedrängt. Die westliche Außenpolitik unter Schirmherrschaft der USA und die NATO-Strategie werden danach ausgerichtet. In diesem Sinne wird in der westlichen Medienwelt aktiv Propaganda betrieben.

Eine echte Friedenspolitik wäre hingegen aufgerufen allgemeine Prinzipien zu formulieren, die auf eine Verbesserung des Lebens an sich und für alle abzielt. Nur aus einem Impuls, der die Gleichwertigkeit der gesamten Weltgemeinschaft – ausdrücklich unabhängig von ihrer ökonomischen Verwertbarkeit und finanziellen Lage aus akzeptiert und auf globale Solidarität abzielt – wird zu einer Basis führen können, auf der Frieden entstehen kann. Solange jedoch an Kriegen verdient werden darf, steht das so einem Impuls im Wege.

Derzeitige Wirtschaftsverträge manifestieren hingegen Formen von Ungleichheit und Ausbeutung. Die Bezeichnung „Freihandelsvertrag“ täuscht über dessen Wesen und Charakter. Die Masse der Menschen wird für die Produktion von Waren längst nicht mehr benötigt. Das Heer der Überflüssigen steigt kontinuierlich an und weiß kaum noch wohin, getrieben von sich verschlechternden Rahmenbedingungen aus Arbeitslosigkeit, Dumpinglöhnen, Klimaproblemen, Ungerechtigkeit, politischer Verfolgung und Kriegen. Die Zahl der an der Modernisierung gescheiterten Staaten nimmt dadurch zu. Um die Reste an Macht, Einfluss und Ressourcen vor Ort toben Bürgerkriege (Liste aktueller Kriege und Konflikte hier).

Der Kapitalismus war ursprünglich eine Kriegsökonomie, entsprungen aus der technischen „Revolution der Feuerwaffen“ am Ende des Mittelalters beim Übergang zur Neuzeit (hier) und (hier) und (Vortrag hier). Er kehrt heute in seiner Spätphase wieder zu seinen militärischen Ursprüngen zurück.

Mittlerweile sind dadurch offiziell 69 Millionen Menschen auf der Flucht. Anstatt in Menschen investiert die kapitalistisch-neoliberale Welt in neue Waffensysteme und fantasiert von „gewinnbaren Kriegsszenarien“. Das ist leider die ungeschönte Lage Mitte 2017. Eine Lösung als globale Friedenspolitik kann nur eine ganzheitliche sein und kann nur als struktureller Frieden funktionieren.

Holger Roloff. 24. Juli 2017

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aktuelles Positionspapier: Vision einer friedlichen Gesellschaft (2012)

Rolle und Geist der Bundeswehr offenbaren sich bei kritischer Beleuchtung im Zuge ihrer eigenen Geschichte – Bericht bei JUNGE WELT online (hier)

Zweifelhafter Sinn von Bundeswehreinsätzen im Ausland – Politkabarett mit Georg Schramm (hier)

Messen mit zweierlei Maß – Gregor Gysi liest der Kanzlerin Merkel im Bundestag die Leviten und begründet das auch (Video)

Die Gewalt ist strukturell im Kapitalismus verankert, was auch in der Kunst immer wieder thematisiert wird – wie hier im Musik-Clip von EISBRECHER (Video) oder bei Liedermachern wie Reinhard Mey (Video)


Buchcover01

Weitere Analysen, welche die Perspektive von Herrn Ehlers untermauern sind gut dokumentiert:

„Der Kollaps der Modernisierung“ (1991), Robert Kurz (Vortrag hier)

„Weltordnungskrieg“ (2003), Robert Kurz (hier)

„Zusammenbruch der Peripherie“ (2014), Gerd Bredzent (hier)

„Aufstieg und Zerfall des deutschen Europa“ (2015), Tomasz Konicz (hier)

„Das Ende der Megamaschine“ (2016), Fabian Scheidler (hier)

„Kapitalkollaps: Die finale Krise der Weltwirtschaft“ (2016), Tomasz Konicz (hier) und (hier)

„NATO Aufmarsch gegen Russland: oder wie ein neuer kalter Krieg entfacht wird“ (2016), Jürgen Wagner (hier)

„Feindbild Russland: Geschichte einer Dämonisierung“ (2016), Hannes Hofbauer (hier)

„Die Kraft der Überflüssigen: Der Mensch in der globalen Perestroika“ (2016), Kai Ehlers (hier)

„Die den Sturm ernten: Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ (2017), Michael

Lüders (hier) und (Video Vortrag)

„Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet“ (2017), Michael Lüders (hier) und (siehe auch hier Video) und (Video hier)

„Syrien, IS-Terror und der Westen“ (hier)

Buchcover2

Was die westliche Politik in Libyen bewirkt hat (hier)

Deutschlands Chance – Mit dem Schatten versöhnen – eine Reflexion aus spiritueller Sicht von Barbara v. Meiborn im Magazin Enlighten Next Impulse (hier)

Die psychoanalytische, seelische und gesundheitliche Grundlage eines strukturellen  Friedens offenbart ein Vortrag von Hans-Joachim Maaz (Video), auch wenn man ihm in einigen Aussagen des zweiten Teils ausdrücklich widersprechen kann, weil ihm offensichtlich der Fehler unterläuft, die Pegida-Bewegung und die AfD auf rein psychoanalytische Aspekte reduzieren zu wollen und gleichzeitig deren ideologische Grundlagen ausgeblendet bleiben. Gleiches gilt für durchaus noch existente Nazi-Parteien wie der NPD oder DIE RECHTE, deren Wesen eine falsche Grundidentifikation mit der Irrationalität des Kapitalismus darstellt. Rechtes Denken bedeutet, dass Machtanspruch (Erhaltung der Eigentums-, Ausbeutungs- und Arbeitsverhältnisse, Unterdrückung der Schwächeren) und Ausgrenzungsdrang (Trennung der Menschen, Angst vor dem „Fremden“, vor sozialem Abstieg und Verlust von Privilegien etc.) in Krisenzeiten auf die Spitze getrieben werden sollen, anstatt sie zu überwinden. Dennoch bietet Herr Maaz im ersten Teil des Vortrages einen Hebel, bei dem man bei einer kritischen Analyse der psychischen Seite ansetzen kann, um die inneren Ursprünge dieses fehlerhaften und narzistischen Entfremdungsdenkens in der warenproduzierenden Moderne zu verstehen. Nur was wir verstehen, um es selbstkritisch reflektieren zu können, können wir auch ändern.

Wie die NATO weiterhin Russland auf den Pelz rückt berichtet JUNGE WELT (hier)

Spiritualität bedeutet Zusammenhänge zu erkennen – Max Uphoff zur Lage der Nation (Video)

Über Nord Korea erfährt man leider wenig substanzielles – hier mal ein Gespräch mit einer Übersetzerin koreanischer Literatur und ehemaliger Dolmetscherin aus DDR-Zeiten, was helfen könnte, Korea und besonders den Norden besser zu verstehen (hier)

Aber man kann Nord Korea wunderbar fast jede Schuld zuweisen – oder doch nicht? Polit-Kabarettist Hagen Rether denkt nach (Video)

Nobelpreis 2017 für ICAN Friedensaktivisten pro nukleare Abrüstung (hier) und (hier)

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