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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Ministerium für Glück und Wohlbefinden

Es entspricht dem Zeitgeist des gesellschaftlichen Wandels, dass dieser nicht von der großen Politik positiv besetzt und gestaltet wird. Ganz im Gegenteil. Während die etablierten bürgerlichen Parteien nur den aktuellen Status Quo der Machtverhältnisse verteidigen und den Menschen immer mehr soziale Zumutungen abverlangen, kommen die Impulse, die sich gut anfühlen und auch inhaltlich in die richtige, (weil) solidarische Richtung gehen, zum Beispiel von Kulturschaffenden, die mit innovativen Ideen in ihren Kunstprojekten gesellschaftlich relevante Anstöße im Sinne der Emanzipation geben.

So können wir im Jahr 2016 ganz herzlich die erste deutsche Glücksministerin GINA SCHÖLER begrüßen! Die entsprechende Institution – das MINISTERIUM FÜR GLÜCK UND WOHLBEFINDEN (hier) – versteht den Begriff „Glück“ nicht im Sinne bürgerlicher Ideologie, als ein dem Zufall anheim fallendes Etwas, dem dann alle Marktteilnehmer auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind (bekannt als das „bürgerliche Glücksversprechen“), sondern als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Ressourcen und Möglichkeiten im Sinne einer Energie, die sich ohne emotionale Widerstände quasi von alleine vermehrt, wenn man sie mit anderen teilt.

Das Medienecho fiel entsprechend positiv aus. Kennt man ansonsten bei gesellschaftlich (von oben) anberaumten Veränderungen als Reaktion meist kontroverse Diskussionen, inhaltliche und emotionale Widerstände und Mauern, so wird das Thema LEBENSGLÜCK durchweg als etwas sehr wünschenswertes wahrgenommen und regelrecht aufgesogen. Dabei handelt es sich offensichtlich also um das, wonach sich die Menschen wirklich sehnen – und nicht nach noch mehr stumpfem Konsum, der vor allem ablenken und all die zum Schweigen bringen soll, die ohnehin keine Lobby innerhalb der bestehenden Machtverhältnisse haben.

Was kann das für  für eine zukünftige Gesellschaft bedeuten?

Dieses Ministerium sammelt Ideen von unten, um die Menschen spielerisch wieder miteinander zu verbinden. Das ist bedeutsam! Denn – Kapitalismus – also eine warenförmige Gesellschaft – beruht genau auf dem Gegenteil.

Heutige soziale Kategorien und Konventionen wie Ware, Geld und Eigentum basieren auf einer Exklusionslogik. Sie schließen Menschen von der Teilhabe aus und schaffen so die Grundlage für soziale und strukturelle Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Die sind wiederum Quelle für Unzufriedenheit, Neid, Kriminalität, Gewalt, die „Ellenbogengesellschaft“, in der – nach dem klassisch bürgerlichen Glücksversprechen – jeder dazu angehalten ist, sich in der Pyramide nach oben zu boxen, um sein Stück vom Kuchen abzubekommen. Das alles steht dem wirklichen Glück und seelischen Wohlbefinden konträr entgegen.

Es käme nun darauf an, das von Glücksministerin GINA SCHÖLER anders verstandene Glück in ein strukturelles Glück neuer Art zu transformieren. Dieses strukturell bewusst gestaltete Glück kann auf einer anderen Grundidee, nämlich sozialer Wertschätzung im Sinne der Gleichwertigkeit basieren.

Damit wäre es möglich, allmählich die kapitalistischen, warenförmigen Ausbeutungsverhältnisse („Vernutzung menschlicher Lebensenergie“, Robert Kurz) zu ersetzen durch eine sozial-ökonomisch gleichwertige Handlungsmaxime, die sich z.B. strikt am Bedarf der Menschen ausrichtet. Das würde heute eine gleiche Bezahlung aller in einem Unternehmen aktiver Personen bedeutet. Wie auf der Wandelwoche Hamburg 2016 (hier) in einem Vortrag zu erfahren war („Wirtschaft hacken“, Uwe Lübbermann), wird das auch schon real von ersten Unternehmen in der Praxis so gehandhabt. Sehr erfolgreich übrigens! Das funktioniert entgegen allen Regeln der BWL und zuvor geäußerten Bedenken seitens normaler bürgerlichen Ökonomen bestens!

So war in besagtem Vortrag zu erfahren, dass die so eingebundenen Personen transparent und basisdemokratisch alles mitentscheiden dürfen, was die Firma betrifft. Sie fühlen sich dadurch subjektiv sehr wohl und zugleich stark mit dem Unternehmen verbunden. Jeder verdient genau so viel wie der andere sowie der (formal vorhandene) Chef. Personen mit Kindern erhalten entsprechend mehr. Die insgesamt notwendige Arbeit (= betrieblicher Zeitaufwand) wird gerecht und sinnvoll auf alle Schultern aufgeteilt. Die Effizienz der Verwaltung ist dabei mehr als doppelt so hoch, wie in normalen Unternehmen. Es gibt keinen nervenden Controller, keinen cholerischen Chef, keinen unnötigen Stress und keinen Druck von oben. Jeder trägt das bei, was er kann und erhält auch die passenden Rahmenbedingungen dafür. Die Reibungsverluste sind aufgrund der internen Kommunikationsform (Räteprinzip) geringer, als in hierarchisch geführten Unternehmen. Die Tätigkeiten fühlen sich nicht mehr im negativen Sinne wie „Arbeit“ an, sondern führen zu hoher Motivation und machen Spaß (hier).

Dieses Formprinzip ist gemeint mit „strukturellem Glück“. Das Leben kann also durchaus in allen Bereichen Sinn haben und Spaß machen zugleich! Auch in der Wirtschaft. Es ist in sich selbst bereits sozial gerecht, anstatt erst im Nachhinein „soziale Gerechtigkeit“ herstellen zu müssen, wie im Kapitalismus sonst üblich. Auch wenn so ein Unternehmen insgesamt noch in den kapitalistischen Marktbetrieb als Ganzes eingebunden ist, so hat es doch das Potential, der Beginn von etwas grundsätzlich Neuem im Wirtschaftsleben zu sein.

Diese neuen Prinzipien gehen übrigens klar in Richtung COMMONS-Logik (mehr) und sind thematisch als „Demokratisierung der Wirtschaft“ und „Commons – jenseits von Markt und Staat“ bereits in der konzeptionellen „WIRTSCHAFTSVISION – Wirtschaft anders Denken“ der Partei DIE VIOLETTEN von 2013 verankert (hier) und (als PDF). Damit ist ein erster praktischer Schritt gemacht und zugleich ein empirischer Beweis erbracht, dass dieses Konzept greift und umsetzbar ist.

Fazit: Jeder möge sich frei fühlen diesem neuen Kulturimpuls zu folgen und im Sinne der Aktivitäten dieses  „Ministeriums“ das Bruttosozialglück zu steigern! Das ist qualitatives Wachstum. Es verbessert die Lebensqualität und ist dabei garantiert ökologisch unbedenklich, die Mitwelt schonend, nachhaltig und klimaneutral!

Man kann auf der Internetseite jede Menge Anregungen finden, selbst mitmachen und eigene Ideen beitragen.

 

Holger Roloff, den 19.Oktober 2016

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MINISTERIUM FÜR GLÜCK UND WOHLBEFINDEN (hier)

kollektiv geführtes COMMONS-Unternehmen „Premium Cola“ (hier)

Gut Leben in Deutschland – eine aktuelle Bestandsaufnahme der Bundesregierung wirkt hingegen sehr auf schön getrimmt – widerspricht sie doch in vielen Punkten den Ergebnissen von kritischen Soziologen,  Sozialverbänden und Bürgerinitiativen (hier)

Aufruf zur OPEN SOURCE ÖKOLOGIE (Video hier)

Das Venusprojekt – eine ressourcenbasierte Wirtschaft wird bereits als reales Projekt experimentell gelebt und erprobt (hier)

Grundrisse einer freien Gesellschaft – Artikel in Streifzüge von Stefan Meretz (hier)

Zukunft, Entwicklung und die Rolle der Medien – Vortrag R.D.Precht (Video hier)

Viele Initiativen werkeln inzwischen an echten Alternativen des Wirtschaftens und bündeln sich in Netzwerken wie dem konzeptwerk neue ökonomie (hier)

 

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