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"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Nelson Mandela wirkt in uns weiter

Nelson Mandela war eine sehr spirituelle Persönlichkeit, weil er es verstanden hat, die Energie zwischen den Menschen, selbst zwischen gegnerischen Lagern, positiv zu beeinflussen. Wegen seiner Standhaftigkeit, seines Durchhaltevermögens und nicht zuletzt wegen der damit verbundenen politischen Erfolge, wird er gern als Held angesehen. Sicher zu Recht. Gestern, am Tag nach seinem Tod, lief in der ARD ein Mandela Film. In einem Dialog hieß es da „Aktionäre machen sich nichts aus Helden“.

Nelson Mandela

Dieser Aspekt wird meist ausgeblendet. Das Kapital als soziale Form, mit seiner blinden Profit-Logik, der die Menschen an sich gleichgültig sind und notfalls beseitigt und geopfert werden, hat maßgeblich mit dem Schicksal Mandelas zu tun. Nur durch das Denken in den Bahnen der kapitalistischen Verwertungslogik und die damit verbundenen Ideologien, hat es in Südafrika eine Apartheid als offizielle Regierungspolitik gegeben. Mandela wäre sonst nie als Terrorist diffamiert und eingesperrt worden.

Die Apartheids-Regierung wiederum wurde politisch und finanziell vom Westen unterstützt. Es mutet deshalb schon skurril an, wenn jetzt die Vertreter des westlichen Kapitals auf allen Medienkanälen einhellig das Loblied auf Mandela singen.

Die Krokodilstränen dieser Doppelmoral sind uns nicht unbekannt. Sie sind typisch für Herrschaftssysteme, die geschichtlich selbst längst auf dem absteigenden Ast sind und diese Tränen zu ihrer Legitimation in Zeiten der stetig wachsenden Krise brauchen (siehe auch hier). Wer selbst nicht genügend Moral besitzt, beruft sich gern auf die der anderen.

Für uns ist das Wirken Mandelas Vorbild und Motivation. Er ist für immer in unseren Herzen und sein Geist wird in und durch uns im Sinne einer violetten Politik weiter wirken. Die Geschichte und die Umstände seines Wirkens werden wir jedoch ebenfalls nie vergessen. Aus gutem Grund. Bis zu einer  Welt in wirklicher Freiheit ist es nämlich noch ein weiter Weg.

Es kommt z.B. darauf an, welche Schlussfolgerungen man aus der jeweiligen Situation (wie der Krise) zieht. Leider sind diese Schlussfolgerungen, gerade im Wohlstandswesten, oft systemimmanenter und regressiver Art. Anstatt sich selbstkritisch der Wahrheit zu stellen und sinnvollen Veränderungen Platz zu machen, versucht man das alte Dilemma unter allen Umständen zu bewahren. Man setzt auf ideologische Verarbeitungsmuster. Man tritt lieber nach unten gegen Schwächere. In Europa regiert längst eine eigene soziale Apartheid zwischen Oben und Unten, zwischen Arm und Reich, zwischen Nord und Süd, mit struktureller Gewalt, Ausgrenzung, Zäunen an der Südgrenze Europas, Bürokratie, Sanktionen und Sozialgesetzen, die ihren Namen nicht verdienen. Dazu passt die Doppelmoral unserer politischen Führungseliten.

Wahre Freunde im Geist sehen anders aus (siehe auch hier). Das zu wissen ist ebenso Bestandteil von spirituellem Bewusstsein. Mandela wusste sehr genau um seine Rolle und all diese Zusammenhänge im politischen Umfeld. Auch diesen Aspekt gilt es im Andenken an ihn zu bewahren.

Holger Roloff, 07. Dezember 2013

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Ergänzende Artikel zum Thema:

„Die CIA gab den Tip für Mandelas Verhaftung“ (hier) und (hier als PDF)

„Mandela auf Robben Island – Die Hölleninsel“ (hier)

 

„Abschied von Mandela“ (hier)

„Was Obama nicht sagte“ (hier)

„Krokodile für Griechenland“ (hier)
Obama richtet Blutbad an“ (hier)
„Menschenrechtler prangern Obamas Politik an“ (hier)
”Gespräch mit Jamal Hart, dem Sohn Mumia Abu-Jamal“ (hier)
„Wenn Cops Killer werden“ ergänzt anschaulich das Interview mit Jamal Hart (hier)
„Massenmord per Drohne“ von der neuen Leichtigkeit des Tötens (hier)
„Wie einfach ist die Welt“ neue Kinofilm über Nelson und Winnie Mandela (hier)
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Nachtrag vom 10. Dezember 2013:  Heute fand die offizielle Trauerfeier und Verabschiedung vor der politischen Weltbühne statt – live übertragen in TV und Internet. Hätte ein  Redner wie Obama diese Gelegenheit genutzt, auf der von der gesamten Weltöffentlichkeit beobachteten Veranstaltung – Edward Snowden, Chelsea Manning sowie Mumia Abu-Jamal, der ebenso als poltischer Gefangener im Knast sitzt, nur eben in den USA (und das seit 31 Jahren…also noch länger als Mandela), sofortige und volle Amnestie zu gewähren – dann hätte er gezeigt, dass er wirklich etwas von Mandela gelernt hätte. So sind das alles nur leere Worte. Politik-Marionetten wie Obama rühmen sich in Mandelas Licht, obwohl sie in Wahrheit in dessen Schatten stehen und selbst volle Gefängnisse haben.
„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“
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