Die Violetten in Hamburg

Die Violetten - ein Projekt zur Rettung der politischen Vernunft

Bundesgeschäftsstelle:
Bundesgeschäftsstelle der Violetten
Zur Bundeswebsite:
Bundeswebsite der Violetten
Wahlspot 2013
Wahlspot 2013
Spenden für die Violetten
Atomausstieg
Atomausstieg selbst gemacht

"Wenn Frau Merkel glaubt, sie kann die abgeschalteten Kernkraftwerke einfach wieder einschalten lassen und einfach 110 anrufen, wenn es Protest gibt, ist sie bei uns falsch verbunden", sagte Rainer Wendt, Verbandschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, dem Handelsblatt Online.

(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

Netzwerk-Partner
Spirit Online
Die Mitgliederzeitung
Die Mitgliederzeitung der Violetten


Der Streit um MMS

Der Autor Ali Erhan veröffentlichte im Juli 2015 im Monatsmagazin SEIN einen umfassenden Bericht über einen klassischen Wirkstoff zur Trinkwasseraufbereitung: Chlordioxid (hier). Das klingt erstmal sehr unspektakulär. Trotzdem macht dieser lange bekannte und erprobte Wirkstoff seit einigen Jahren immer wieder Schlagzeilen als „Wundermittel“.

Das einzig verwunderliche daran ist jedoch lediglich, der Mangel seiner Erforschung in der speziellen Anwendung im Bereich der Humanmedizin. Bislang gibt es zumindest in Deutschland keine verlässlichen Studien, die zu einer offiziellen Zulassung im medizinischen Bereich führen würden. In anderen Bereichen (z.B. Lebensmitteldesinfektion) und anderen Ländern sieht das etwas differenzierter aus. Als „Knick`n`Clean“ sind aber auch in Deutschland seit längerem Knickstäbe für den Kühlschrank im Handel, mit denen man die Ausbreitung von Schimmel, Sporen und Bakterien eindämmen kann (s. hier). Dadurch muss man weniger verdorbene Lebensmittel wegwerfen und kann im Idealfall, je nach Gerät, außerdem Energie in Kühlfächern sparen. Das ist also im doppelten Sinn ökologisch wertvoll.

Für den Einsatz im menschlichen Körper ist das jedoch nicht so einfach übertragbar. Bekanntlich macht die Dosis das Gift. Nur wie hoch darf oder sollte die sein?

So finden sich kontroverse Aussagen wie Warnungen vor der Giftigkeit und den Nebenwirkungen einerseits und ein Lobgesang auf den auch unter dem Namen MMS kursierenden Wirkstoff in der praktischen Anwendung andererseits.

Fakt ist, dass wir diesen Wirkstoff seit Jahrzehnten täglich konsumieren, nämlich über das normale Trinkleitungswasser. Die antiseptische Wirkung von Chlordioxid ist bestens belegt. Es hat das früher standardmäßig eingesetzte reine Chlor zunehmend ersetzt. In den USA wird es auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Hierzulande wurde das in letzter Zeit vor allem bekannt im Zusammenhang mit dem TTIP Freihandelsabkommen und oft unter dem Stichwort „Chlorhühnchen“ mit Schmährufen und Ablehnungen bedacht. Das TTIP ist tatsächlich sehr kritikwürdig, aber aus anderen, durch und durch politischen Gründen. Das war hier in einem anderen Beitrag bereits Hauptgegenstand der Betrachtung (Stoppt das TTIP). Die in der Verarbeitung von Lebensmitteln eingesetzten Mengen ergeben allerdings eine weit höhere Konzentration, als MMS in seinem Wirkbereich, so wie er im benannten SEIN-Artikel betrachtet wird. Fakt ist lediglich, der Wirkstoff funktioniert und kommt bereits zum Einsatz, ohne dass auch deutsche Gesundheitsbehörden bei der Zulassung etwas zu beanstanden hätten.

Warum dann, anstatt offizieller Förderung der Forschung zur humanmedizinischen Nutzbarmachung dieses Wirkstoffs, diese unproduktiven und zeitraubenden Kontroversen?

Der Autor Ali Ethan versucht etwas Licht ins Dunkel zu Bringen und in einem kleinen historischen Abriss sowie durch die Darlegungen verschiedener Fakten und Untersuchungsergebnisse, etwas mehr Objektivität einzubringen. Interessant ist auch die auf dem Webauftritt des Autors zu findene Übersicht der bislang dokumentierten Heilerfolge, die offensichtlich entgegen allen Bedenken weltweit erzielt werden konnten (hier). Von Krankheit Betroffene bzw. (teils sich selbst) erfolgreich behandelnde Anwender berichten dort in in kurzen Interview-Videoclips (meist auf englisch oder spanisch – dann mit englischen Untertiteln, aber auch in deutsch) von ihren Erfahrungen.

Letztlich stellt sich die Situation augenblicklich hierzulande noch so dar, dass mangels fundiert erforschter  und offiziell empfohlener Dosierungen die Anwender per Selbstversuch Erfahrungen sammeln und sich über Foren im Internet darüber austauschen (siehe MMS Selbsthilfe-Forum). Das hat schon so ein bisschen was von Versuchskaninchen… Das wäre zwar bei offizillen Studien auch nicht anders, aber dann würden immerhin Mediziner eine wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation durchführen, die zu gesicherten Erkenntnissen in der Anwendung führen kann. Es ist wohl – wie in vielen Bereichen einer auf Kapital basierenden Wirtschaftslogik, vor allem ein Problem des Lobbyismus, ob es ein öffentliches Interesse an der Förderung solcher Studien gibt oder nicht.

Bislang gibt es in Deutschland wie gesagt – zumindest im Bewusstsein der zuständigen Zulassungsstellen – keine Aktivitäten, Erkenntnisse oder Studien, die zu einer offiziellen Zulassung im medizinischen Bereich führen würden. Doch diese Aussage verwundert und müsste eigentlich revidiert werden, wenn man einen Blick in die US-Patente beim zitierten SEIN-Artikel wirft. Dort wird ersichtlich, dass bereits 1987 ein deutsches Unternehmen und deren Wissenschaftler entsprechende Patente in den USA zum Einsatz des Arzneimittel-Wirkstoffs bei Mensch und Tier erlangt haben (s. Abb. oben). Verwiesen wird dabei auf entsprechende Fachpublikationen bei einem internationalen Krebs-Symposium 1985 sowie auf einen Fachartikel im Springer Verlag 1986. Andere Verweise der Aufzählung reichen bis 1983 zurück. Ein anderes US-Patent stammt sogar von 1977 und verweist auf wissenschaftliche Publikationen im Chemical Abstrakt von 1916, 1926, 1950 und 1964. Der Autor Ali Ethan befördert also eigentlich nur Jahrzehnte altes Wissen zurück in unser heutiges Bewusstsein.

Das Fazit lautet dennoch: Wir bleiben gegenwärtig auf uns selbst gestellt. Jeder Leser muss sich somit eigenverantwortlich ein Bild davon machen, wem man mehr Vertrauen schenken darf, wenn er oder sie wissen möchte, ob und welche Behandlungsmöglichkeiten es mit MMS zusätzlich zur klassischen Schulmedizin gibt und wie die Heilungschancen wirklich stehen, wenn man die Einschränkungen durch gesellschaftspolitische Machtstrukturen mitdenkt und lobbygesteuerte Wirtschaftsinteressen subtrahiert.

Holger Roloff, 19. Juli 2015

 

—————————————————————————————————————–

Link zum Artikel bei SEIN: Die Akte MMS und SEIN-Artikel als PDF

informativer Überblick zum Thema: (hier)

—————————————————————————————————————–

Video-Interview-Bericht zu neuesten Ergebnissen des unabhängigen Forschers Andreas Kalcker (hier original bei youtube) bzw. hier gleich anzusehen:

 

—————————————————————————————————————–

Video-Vortrag zu konkreten Anwendungsbeispielen des unabhängigen Forschers Andreas Kalcker (hier original bei youtube) bzw. hier gleich anzusehen:

—————————————————————————————————————–

Video-Interview zu konkreten Ergebnissen – mit dabei der Autor Ali Erhan (hier original bei youtube) bzw. hier gleich anzusehen:

Print Friendly

Kommentieren

Zitat des Moments
"Wir treten für nichts anderes als das ein, was sich jeder gesunde Mensch wünscht." (Hans Jürgen Lukowski)
Hauptsache Commons
Hauptsache Commons

TRANSFORMIEREN WIR DIE WELT ZUSAMMEN !

Hinweise und Berichte zu Projekten und Werkzeugen, welche für die Erschaffung einer lebenswerten Gesellschaftsform dienlich sind -
via Website und Newsletter !

Nächste Termine
  • Keine Termine.
Infos anfordern!
Bleibe informiert mit Infos über Die Violetten in und für Hamburg

E-Mail:

Name:

HH-Stadtteil:

Ja, bitte!
Kein Bedarf mehr

Seite übersetzen
Eine Hartz4-Geschichte
Hartz-Haustuer
13 / 19°C
sonnig
Südwestwind
Windrichtung
16 km/h
Geschwindigkeit
30%
Niederschlag?
Online-Petitionen
Online-Petitionen

Eine Seite, wo man unkompliziert aktuelle Petitionen unterzeichnen oder auch selbst eine ins Leben rufen kann.

Energiewandel in HH
Energiewandel in HH
Auch unterwegs dabei!
Mobile Website

Unsere Website wird auf einem Smartphone, iPad oder Handy lesefreundlich dargestellt - probiere es mal aus!