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(Quelle: Handelsblatt Online, 18.05.11)

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Stellungnahme zum ‚Schwarzbuch Esoterik‘

Selbstgefällige Sektenexpertin Ursula Caberta und Hamburger Innensenator der SPD üben sich in Glaubensfragen: n-tv vom 12. August 2011.

Caberta attackiert Esoterik-Szene

Am 09.08.11 wurde in Hamburg die Veröffentlichung eines „Schwarzbuches Esoterik“ von Frau Caberta bekannt gegeben. Im Kapitel „Lebensfreudemesse“ wird auf den Seiten 46, 47 und 48 folgendes zu unserer Partei ausgeführt:

„.…. Ebenfalls anzutreffen sind die Violetten. Es überrascht nicht, dass eine ihrer zentralen Botschaften ein neues Gesundheitskonzept darstellt. Die Partei behauptet, was in der Branche und auf deren Messeveranstaltungen nicht weiter verwundert: Krankheiten hätten mehr Zusammenhänge, als sich die Kassenpatienten träumen lassen „Krankheiten haben immer einen Sinn“ heißt es in Begründung für die folgenden politischen Forderungen der Partei, und die Begründung wird der esoterischen Szene gänzlich gerecht: „Aus spiritueller Sicht hat eine Erkrankung stets einen emotionalen oder geistigen Bezug. Eine ganzheitliche Betragungsweise kann die Ursachen und Chancen aufdecken“.

Ganzheitlich. Inzwischen ist dieses Zauberwort der Esoterikszene in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen. Natürlich wird in der Darstellung der Violetten die Schulmedizin kritisch betrachtet, und die Forderungen nach einer Umgestaltung der Gesundheitspolitik lesen sich folgerichtig als Freifahrtschein für die kommerziellen Interessen der Geistheiler, Gesundbeter und anderer alternativ Mediziner. So wird die Forderung erhoben, sogenannte Heilkassen einzuführen, die gleichberichtigt neben den bestehenden Modellen etabliert werden sollen. Eine Aussage, die Menschen zur Wahl der Violetten animieren soll, heißt u.a. „Ganzheitliche Therapien führen bereits kurzfristig zu großen Kosteneinsparungen im Gesundheitsbereich“. Es stellt sich allerdings die Frage, warum man dafür eine eigene Heilkasse benötigt? Vielleicht weil sie dafür bestimmt sein soll, eine „weitest gehende Anerkennung alternativer Behandlungsmethoden“ zu etablieren. Da könnte sich dann alles einfinden, was auf der Lebensfreudemesse kommerziell tätig ist. Ob sich die Verfasser des Werbeblatts für die Violetten das weitere geschilderte Merkmal wirklich für ihre Klientel überlegt haben, kann allerdings angezweifelt werden. Sie wollen „volle Kostentransparenz“ erreichen.

Das wäre für viele Heilangebote wohl nicht mehr spirituell zu bewältigen, das Finanzamt hingegen wäre mit solch einer Transparenz sicher einverstanden. Bisher war den Violetten noch kein politischer Durchbruch beschieden. Sollte das je passieren, kann man sicher noch einmal über Transparenz der Gelder im Interesse der Klientel sprechen. Das ist bei anderen Parteien ja auch nicht anders. …..“

 

Wer sich eine eigene Meinung über unser im Jahre 2009 veröffentlichten Gesundheitskonzept bilden möchte, bitte hier klicken. Weitere Konzepte sind unter ‚Konzepte und Archiv‚ zu finden.

Stellungnahme dazu (als PDF) von Frank Sohr, Vorsitzender des Landesverbandes Hamburg der Partei „Die Violetten“: „Mit eifriger Unterstützung der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten (NDR) ist es der selbsternannten Sektenexpertin und ehemaligen Scientology Jägerin Ursula Caberta gelungen, ihr Schwarzbuch in Sachen Esoterik werbewirksam in den Medien zu platzieren.“

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